Rettet die Werbung!

Liebe Freunde von F!XMBR: Ab heute müssen wir ganz stark sein. Hier wird nun eine neue Initative ins Leben gerufen: Rettet die Werbung! Werber und Werbetreibende stehen in Deutschland kurz vor dem Aus — wenn man diversen Berichten Glauben schenken darf. Die Situation ist wie folgt: Die zwei auf den Blogs bekanntesten deutschen Werbeagenturen haben ein riesiges Kommunikationsproblem. Man schaut von oben herab auf die, denen man eigentlich Werbung verkaufen will. Herrschafts– und Klassendenken, gepaart mit Unwissenheit. Und wenn das nicht genug wäre, heute der Super-GAU bei Heise. Und liebe Werber und Werbetreibende, nun müssen wir alle ganz stark sein:

Kaum jemand klickt auf Werbebanner — oha, das ist natürlich sehr, sehr grausam. Da macht man sich in unedlen und unsinnigen Werbeagenturen monatelang einen Kopf, man beauftragt die besten Designer, freut sich über Blinkzappeldiwink — und der dumme Besucher auf den Webseiten dankt es den PR-Heinis nicht, die sich doch so viel Mühe gegeben haben. Unflätiges Pack, Klickvieh sollt Ihr sein — klickt endlich wieder auf die Werbebanner und schmeißt Eure Werbeblocker weg! Was erlaubt Ihr Euch?

Dazu kommen natürlich die ganz bösen Blogfundamentalisten, die von werbenden Verbalakrokaten schreiben — dass sie manchmal Werbung nicht ablehnen, nimmt kein Werber und Werbetreibender zur Kenntnis, man macht halt die Welt, wie sie ihm gefällt. Und dabei haben gerade wir auf F!XMBR Euch doch schon so geholfen, Wege aus dem PR-Gau 2.0 zu finden. Es ist doch gar nicht so schwer, ehrlich nicht. Ganz einfach.

Es kann natürlich sein, dass die PR-Heinis die bei Heise erwähnte Umfrage schon kannten und deshalb zur Zeit so dünnhäutig sind. Das kann ich verstehen. Deshalb hat F!XMBR exklusiv einen 5-Punkte-Plan entwickelt, wie die Werber und Werbetreibende in Deutschland wieder auf einen grünen Zweig kommen:

  1. Per Gesetz wird jeder Internet-User dazu verpflichtet, 5 Werbebanner pro Online-Stunde anzuklicken. Geschieht dies nicht, wird der Internet-Zugang zwangsgekündigt.
  2. Die Keine Werbung einwerfen-Aufkleber auf den Briefkästen werden verboten. Geschieht dies doch, wird der Hausherr mit den Katalogen von Neckermann und Otto gesteinigt gekatalogt.
  3. User die Werbung ablehnen, werden nach Guantanamo verfrachtet - dort werden sie rund um die Uhr mit den US-Militärvideos auf YouTube berieselt.
  4. Jeder Bundesbürger wird ein Firmenlogo auf die Stirn tätowiert, die unedle und unsinnige Werbeagentur entscheiden, welcher Bürger welches Logo bekommt.
  5. Die Verpflichtung zu Werbung wird ins Grundgesetz aufgenommen, dafür fallen Belanglosigkeiten wie die Menschenwürde raus: Artikel 1: Das deutsche Volk bekennt sich zur Werbung. Artikel 2: Die deutsche Staatsbürgerschaft verpflichtet zur Werbung.

F!XMBR ist sich sicher, dass mit diesen Gesetzesinitiativen den Werber und Werbetreibenden wieder eine rosige Zukunft bevorsteht. Eine kleiner Tipp und auch eine Frage dazu: Wie kann man eine PR-Agentur gründen, die sich mit SS abkürzt, der Chefkommunikator Godwins Law in Diskussionen einfliessen lässt? Ich verstehe es nicht. Das soll aber auch nicht mein Problem sein — ich werde gleich morgen den für mich zuständigen Bundestagsabgeordneten anschreiben, und die Durchsetzung der oben genannten Punkte fordern. Naja, oder auch nicht. Geht einfach stricken Jungs, das könnt Ihr wahrscheinlich besser… 😉

Rettet die Werbung!

15 Antworten zu “Rettet die Werbung!”

  1. Chat Atkins sagt:

    Kannste diesen Flickerflacker zum Schluss nicht noch quietschkötelbunt machen? Das liest doch sonst keiner!

  2. phoibos sagt:

    oh, sound fehlt auch noch! und ein layover-dingens, dessen schließbutton ca 10 popups und mindestens 20 popunders erzeugt. am besten dann noch die startseite ändert und ein paar dateien wie alexa nachlädt.

  3. Roland sagt:

    Chris: Werbung per se ist keine Seuche. Werbung ist der Tipp deines Freundes, Werbung ist der Balztanz zum Abiball und Werbung ist auch –leider zu oft– unangenehme Penetrierung, die kein Schwein im Kontext haben will. Aber jeder «bewirbt» sich. Am besten finde ich es, wenn es über echte «Inhalte» passiert, manchmal lasse ich mich aber auch verführen — werblich und persönlich. So ist der Mensch.

  4. Chris sagt:

    Roland, Artikel nochmal lesen, Links folgen… 😉

    Klick mich

  5. Roland sagt:

    Ne Chris, so speist du mich nicht ab 😉

  6. Chris sagt:

    Hm, ich habs gerade getan. 😉 😀

    Und komme mir nicht nochmal mit solchen hanebüchenden Vergleichen. Wenn Werbung mit eines nichts zu tun hat, ist das Menschlichkeit. 😉

  7. Roland sagt:

    Chris: Passt schon. Sehen wir uns auf dem Hamburger Barcamp?

  8. Roland sagt:

    Nachtrag: der Banner gefällt mir!

  9. Chris sagt:

    Was das Barcamp angeht, hab ich mich angemeldet, bin aber im Moment noch total unschlüssig

  10. Roland sagt:

    Ich schlage einen Podcast vor, beim Döner um die Ecke.

  11. Chris sagt:

    Darüber könnte man nachdenken…

  12. Roland sagt:

    Ich würde mich freuen. Werbefrei natürlich 😉

  13. […] auf Blogs lohnt sich nicht. Völlig out bevor es in ist. Keine Zielgruppe, keine Randgruppe, kein Konzept. Immer nur negativ. Und was soll der ganze Kommerzmist […]

  14. Jochen Hoff sagt:

    Aber bitte nur mit einfarbiger Wolle, der Rest würde Kreativität erforden.

    Wie wäre es mal mit einer Untersuchung ob besonders intensiv beworbene Produkte langfristig nicht schlechter laufen, als weniger intensiv beworbene. Wer so viel Zirkus um seinen Scheiß macht, weiß wahrscheinlich das das Zeug so mies ist, das es ohne massive Werbung nicht verkauft werden könnte.

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