ReiserFS4 Zukunft weiterhin sehr ungewiß

Während es Anfangs als heiliger Gral der Filesysteme galt und über den Vorgänger ReiserFS3 immer noch viele Mythen kursieren, hat es ReiserFS4 recht schwer. Hans Reiser lieferte sich auf den Mailinglisten regelrechte Schlachten mit Linux-Entwicklern, sprach von Inkompetenz und einem Politikum, seine Kritiker sprachen von massiven Fehlern und übereiltem Handeln in puncto Filesystem.

Nachdem Reiser nun unter Mordanklage steht schauts nicht unbedingt rosiger für sein Filesystem aus, keine große Firma bzw. Distributor steht dahinter, die zukünftige Pflege des FS ist sehr ungewiß. Zwar fabuliert man in den wissenstechnisch unbeschlagenen Teilen der Community von deren Power, schließlich kann Opensource das alles, aber letztendlich sehen das selbst hochrangige Linux-Entwickler sehr skeptisch. Es existieren schlicht keine Experten dafür bzw. solche die willig sind dies zu übernehmen.

Insofern wird ReiserFS wahrscheinlich vom ZFS Zug überrollt. ReiserFS3 war imo nie das sicherste Filesystem für Daten, werden zwar Jünger bestreiten, aber man kanns mit zahllosen Stellen im Netz belegen, meist dieselbe Problematik nach Panic oder Stromausfall — herbe Datenverluste oder ein unsauberes Filessystem. Ähnlich überzeugend kann da allenfalls noch XFS wirken, JFS hingegen und ext3 glänzen da. Und letzteres ist mit full journal und directory index auch nicht zu verachten.

heise

2 Antworten zu “ReiserFS4 Zukunft weiterhin sehr ungewiß”

  1. gnokii sagt:

    na mit ReiserFS ist es doch spätestens seit SUSEs Rückzug düster aus.

  2. Oliver sagt:

    Ich dachte schon seit den Legenden um ReiserFS3, denn wirklich warm wurde ich mit dem nie.

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