Realitätsverlust?

IBM: «Kopierschutz führte DVD zum Erfolg» Ein penibles Kopierschutzsystem ist für Hollywood trotz anhaltender Kundenverärgerung auch bei künftigen DVD-Formaten ein Muss.

futurezone.orf

Aus meinem eigenen Blickwinkel betrachtet würde ich glatt das Gegenteil behaupten, ’98 zusammen mit meiner ersten DVD (Stargate von Pioneer) und einem sündhaft teuren Player-Paket von Creative Labs (2fach Laufwerk, Karte und Wing Commander IV) war noch nicht von einer Etablierung zu sprechen — ganz und gar nicht. 99 jedoch war CSS geknackt und es wurd munter lustig kopiert. Blu-Ray und HD-DVD sind auch noch keineswegs etabliert und dennoch wird schon lustig kopiert, wie man z.B. bei Heise und Co nachlesen kann.

Das AACS-System ist definitiv noch intakt. Durch die fehlerhafte Implementierung von AACS durch ein oder zwei Lizenznehmer konnten Hacker lediglich einige kryptografische Schlüssel ausfindig machen

So war es auch bei CSS. Und die Etablierung der DVD erfolgte eben nicht ob des Kopierschutzes, sonder wegen der weitaus besseren Qualität im Vergleich zu VHS Bändern. Dieser Unterschied wird aber heute nicht derart schnell offenbahr, weswegen die Akzeptanz auch eher verhalten von statten geht und eher Anklang bei den Leuten mit den überaus dicken Geldbörsen findet.
Die Kopierschutztechnologie lobpreisen, die in der Theorie perfekt wirkt und in der Praxis zu wünschen übrig läßt — das bezeichne ich geflissentlich als Realitätsverlust :)

2 Antworten zu “Realitätsverlust?”

  1. Stephan sagt:

    Man könnte vielleicht auch die Pornoindustrie als Erfolgsbringer der DVD sehen. Warum sonst hoffen die jeweiligen Gremien von Blueray und HD-DVD insgeheim darauf, dass sich die Pornoindustrie endlich mal für ein Medium entscheidet?

    Erst durch Aushebelung des Kopierschutzes wurde ein System erfolgreich. Gutes Beispiel hierfür ist auch die erste Playstation.

  2. Chris sagt:

    Das glaube ich nicht…

    Kopierschutz führte DVD zum Erfolg

    Wie kann man das in der heutigen Zeit noch behaupten? Omg…

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