Rapidshare & Co

Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA hat beim Landgericht Köln einstweilige Verfügungen gegen die Betreiber der Dateitauschdienste www.rapidshare.de und www.rapidshare.com erwirkt. Sie sollen Werke aus dem GEMA-Repertoire rechtswidrig genutzt haben.

heise online

Okay lassen wir mal den illegalen Krempel beiseite, so hieße das für die Zukunft das generell solche und ähnliche Dienste untersagt werden müßten, ob der Möglichkeit eines illegalen Mißbrauchs. Denn wie soll eine Kontrolle möglich sein? Selbst wenn die Datei ungepackt, nicht verschlüsselt bzw. mit Passwort versehen auf dem Server liegt, macht erst eine Sichtung und Klärung des Sachverhalts eine vermeintliche Illegalität offenbahr. Das hieße aber zugleich, Datenschutz wäre quasi nicht mehr existent und das Volumen des Arbeitsaufwands unüberschaubar. Last not least sind die Messerhersteller des Landes in die Verantwortung zu ziehen, da sie einen eventuellen Mißbrauch zuvor nicht unterbinden, mittels Kontrolle der Käufer. Also irgendwie glaube ich ja nicht mehr daran, das in diesem Land noch was gutes bei rum kommt.

6 Antworten zu “Rapidshare & Co”

  1. Falk sagt:

    Schaltet mal bitte wer das Internetz ab — kann doch nicht angehen, nur noch Kinderschänder, Raubmordkopierer und illegaler Dateitransfer um einen rum. Echt jetzt…

  2. Chris sagt:

    Weck mich mal einer. Wenn die Contentindustrie es versucht hätte, okay, aber was zum Teufel hat die GEMA mit RS & Co. zu schaffen?

    Bin ich jetzt auf dem Holzweg, oder wie, oder wo, oder was. Da wird doch nichts gestreamt, da kann man nichts hören, da werden Dateien (illegal) geupped, so gut wir immer per ZIP oder RAR.

    Erklär mir das mal büdde jemand.

    *am kopf kratzt*

  3. Falk sagt:

    Eigentlich simpel — man wird wohl einige «illegale» Downloads von GEMA-Mitgliedern dort gesichtet haben und in dem Falle kann und muss die GEMA stellvertretend für die Urheber auch dagegen vorgehen. Das hier allerdings mit dem Diensteanbieter mal so völlig die falsche Person angegriffen wird, wird hoffentlich der Ausgang des Verfahrens zeigen. Weil dann kann die GEMA im anderen Falle auch gleich alle Provider in Haftung nehmen, denn schliesslich sind die dafür verantwortlich, das es die Infrastruktur Internetz gibt und deren Kunden illegal tauschen können. Herr wirf endlich Hirn vom Himmel.

  4. Oli sagt:

    In einem Eilverfahren, also schnell mal irgendetwas erzählt — Panik verbreitet a la «ganz schlimm» und so und gut ist.

  5. […] Nach der recht sinnfreien einstweiligen Verfügung gegen Rapidshare, ging man nun auch gegen UseNeXT vor. Ich stelle da erst gar keine Mutmaßungen ob nun primär legal oder illegal — letztendlich ist es völlig egal. Technologie kann ich immer mißbräuchlich nutzen, insofern müßte ich auch konsequent jegliches Filesharing verbieten. Eine Dienstleistung/Technologie in dieser Form hat jedoch keinen kriminellen Charakter, insofern ist auch ein derartiges Urteil darüber in meinen Augen recht sinnfrei. Läßt man diese Kausalität durchgehen, wird es konsequenterweise auch bald in anderen, nicht direkt offensichtlichen, Bereichen härter zugehen — der Zensur wäre somit Tür und Tor geöffnet. Mit dieser Argumentationsrethorik kann man letztendlich *jeden* Dienst der es irgendwie ermöglicht Daten bereitzustellen dingfest machen, als nächstes wohl Filesharing. […]

  6. […] Fall Rapidshare vs. GEMA hat es eine herbe Niederlage für Rapidshare gegeben. Die Zensur, die wohl antidemokratischen […]

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