Qype — bitte sofort alle eigenen Beiträge löschen

Via Blogbar bin ich gerade darüber gestolpert, dass Jan vom Bamblog abgemahnt wurde — nein, nicht wegen eines Artikels auf seinem Blog, wegen einem Beitrag, den er für Qype geschrieben hat. //Edit: Jan schreibt: Es war vielmehr so, dass mir eine Dopplung/Namensgleichheit eines Ortes nicht aufgefallen ist. Qype , das ist so eine typische Web 2.0-Geschichte — andere arbeiten lassen, das AAL-Prinzip, man macht mit den Beiträgen, der Arbeit anderer Geld. Qype selbst hat natürlich auch von der Abmahnung erfahren — man sollte nun meinen, Hilfe wäre für Jan unterwegs. Weit gefehlt. Im Unternehmensblog schreibt Qype davon, dass sie selbst eine neutrale Stelle seien. Bitte was?

Auf die rechtliche Geschichte gehe ich hier nicht mehr ein, einfach in Ruhe bei Don lesen — Qype und alle AAL-Anbieter werden in Zukunft hoffentlich in Regress genommen. Reden wir über Moral, Anstand, Ethik gegenüber den eigenen Usern.

Hallo Qype, habt Ihr noch einen Funken Anstand im Leib? Dann faselt bitte nichts von neutraler Stelle, übernehmt die Sache und fertig. Zahlt die Rechnung und gut. Kennt Ihr die Bedeutung des Wortes Moral? Dann hätte es von Euch einen Blog-Eintrag mit dem Inhalt, wird alles geklärt, Jan hat damit keinen Ärger und keine Kosten, gegeben. Ethik gegenüber Usern, okay, ist viel verlangt in der Geschäftswelt — aber: Die Qype-User, wie z. B. Jan, stellen jeden Monat sicher, dass Ihr Euer Gehalt bekommt. Schon mal darüber nachgedacht?

Es ist Eure Verantwortung, die Ihr da läppisch mit den Worten neutrale Stelle mit Füßen tritt, ein Dolchstoß in den Rücken aller Qype-User. Ganz schlimm das.

Bis auf ein paar Business-Angel müssen sich alle Qype-User verarscht vorkommen — ich kann nur den dringenden Rat geben: Löscht noch heute Eure Beiträge, Eure Artikel, Euren Account. So wie sich im Moment die Sachlage darstellt, haben die Kollegen nahe der Alster Eure Beiträge, Eure Anwesenheit nicht im geringsten verdient. Es kann Euch als nächstes treffen — neutral wie ich bin 😀 sage ich zum Abschluß: Sagt dann nicht, Ihr habt von nichts gewusst.

Und nun ab zu Qype, den Account löschen. 😉

P.S. Es ist dabei völlig unerheblich, ob dabei die Abmahnung zurecht erfolgte, oder nicht, hier geht es um das Verhalten eines Web 2.0-Unternehmens gegenüber seiner User — nicht mehr und nicht weniger.

//Edit: Jan schreibt: den Vorwurf, qype würde sich ?geschwind vom Acker machen, wenn es ernst wird?, finde ich nicht gerechtfertigt, ich erlebe gerade das Gegenteil. Gut, da sehe ich Nichts von. Man kann auch ohne Reaktion von Jan was in die Wege leiten oder ankündigen. *Jetzt* können sie schon allein durch den Druck einiger Blogger nicht mehr anders. 😉

15 Antworten zu “Qype — bitte sofort alle eigenen Beiträge löschen”

  1. Grainger sagt:

    Ich höre heute das erste Mal von Qype, habe mir die Seite mal kurz angesehen und muss feststellen, das ich bisher nichts versäumt habe.

    Ein weiterer Service, der vom Web 2.0 QHype profitieren will.

  2. […] werden, dürften viele von ihnen recht schnell den Spaß an Qype und Co. verlieren. Bis zu den ersten Reaktionen dieser Art hat es nur wenige Stunden gedauert, zumal Qype in seiner ersten offiziellen Reaktion […]

  3. Daniel sagt:

    Ich weiß nicht, wieso jeder über das «AAL-Prinzip» herzieht.
    Wikipedia ist im Grunde genau das gleiche, das geht aber in Ordnung?

    Bin kein Verfechter von irgendwelchem Web2.0 Gedöns, aber bitte auf einer Schiene fahren :/

  4. Chris sagt:

    Daniel, es ist immer die Frage, wie man damit umgeht…

    Und zwischen Millionen verdienen (wollen) und um Spenden bitten, da besteht dann auch noch ein Unterschied… 😉

  5. The Exit sagt:

    Werden denn alle Beiträge gelöscht, wenn man den Account löscht?

  6. Christian sagt:

    Wikipedia ist nicht AAL-Prinzip sondern Alle-Zusammen-Prinzip. Hier ist der Betreiber eine Stiftung und das Ziel nicht finanzieller Gewinn. QYPE allerdings ist eine Firma, die gewinne mit den Beiträgen der «User» erwirtschaften will (über Werbung)!

  7. Christian sagt:

    Nachtrag @ The Exit:

    Laut Herrn Uhrenbacher ist das so. Wurde mir damals im «Beschwichtigungsmail» auf meinen AAL-Blogbeitrag so mitgeteilt.

  8. Chris sagt:

    @Christian: THX für die Info. :)

    Ich habe hier gerade einen Troll-Eintrag gelöscht, Bock auf eine Diskussion ob eine Abmahnung zurecht erfolgte oder nicht, habe ich nicht.

    Hier gehts um das Verhalten eines Unternehmens gegenüber denen, die das Geld reinbringen.

  9. Jan Schmidt sagt:

    Hi, ich hab zwei kurze Updates in meinem Beitrag eingefügt. Ich bin nicht abgemahnt worden, weil ich einen bestimmten Laden kritisiert habe (das zur Beruhigung aller möglicherweise besorgten Qyper), es ist einen Ticken komplizierter.
    Mehr Infos möchte ich aber erst nach Rücksprache mit meinem Anwalt rauslassen bzw. wenn die Sache ausgestanden ist? auf jeden Fall bin ich sehr froh über die schnelle Reaktion vom Qype-Team, wie auch über die Unterstützung von vielen anderen in der Blogosphäre. Ganz herzlichen Dank!

  10. Christian sagt:

    So, habe mich gerade abgemeldet. Wir werden ja sehen, wie schnell meine Beiträge weg sein werden!

  11. Chris sagt:

    Ich habe oben mal zwei kleine Edits eingebaut, und nein Stefan, Deinen Quatsch, Deine Vorwürfe sind wieder gelöscht. Was hat die Blogbar ausser dem via mit meinem Artikel zu tun?

    Unterlasse es einfach, nochmal zu antworten.

  12. Chris sagt:

    Via nein. ja. erledigt. los. bin ich gerade auf ein Statement aufmerksam gemacht worden. Es handelt sich wohl um den abmahnenden Anwalt:

    Herr Dr. S. hat ein bestehendes Unternehmen mit der richtigen Adresse, aber mit der Telefonnummer eines unmittelbaren Konkurrenten angegeben (?) In seiner Bewertung hat er dann ausgeführt, dass das Unternehmen unter neuer Führung stehe? Richtig ist, dass das Konkurrenzunternehmen unter neuer Führung steht, nicht aber das bewertete Unternehmen. Dass es sich mithin um eine Falschinformation handelt, die eindeutig geschäftsschädigend ist, leuchtet wohl jedem ein.

    Was für eine Kinderkagge. Eine Mail an Jan oder Qype hätte gereicht. Aber allein die Wortwahl — RA des Gegners — zeigt schon, wie man Menschen, das Internet sieht — als Gegner. Nun wird das Unternehmen, so es denn hoffentlich mal bekannt wird, nicht als unter neuer Führung bekannt werden, sondern als Abmahn-Unternehmen. Ist doch auch was. :)

  13. Chris sagt:

    Und noch ein Nachtrag:

    Die Einschläge kommen näher. Ich fand das gestern ja schon sehr witzig, dass es ein Hype-Qype-Web 2.0-Unternehmen nicht schafft, auch abends zu reagieren, gut, es ist ein Unternehmen — aber eines, welches sich so hippig, flippig, bloggermäßig gibt. Naja, sei es drum, ziemlich traurig das ganze.

    Getoppt wird das nur noch durch die heutige (Nicht-) Reaktion.

    Fast ein halber Arbeitstag ist vergangen, bevor dann doch schon — wieder mit einem nichtsagenden Kommentar — im hauseigenen Blog getwortet wird.

    Juristisches Bla-Bla, kein Wort in die Richtung, wie es hätte aussehen *müssen*.

    Stattdessen diese Stilblüte von Ute:

    Ps: In vielen Blogs wird dieser Vorfall ?instrumentalisiert?.

    Nun geht also das Jammern und die Unterstellungen los — das ja mal verdammt fix, StudiVZ hat länger gebraucht.

    Schleicht Euch…

    Mehr als schlimm mittlerweile…

    Disclaimer: Ich hatte bisher nichts mit dem Laden zu tun — ich konnte bisher nichts mit dem Laden anfangen, spätestens jetzt weiß ich warum und fühle mich bestätigt.

  14. […] Chris: Und noch ein Nachtrag: Die Einschläge kommen näher. Ich fand das gestern ja… […]

  15. […] Qype hatte ich neben der Abmahn-Sache vom Bamblog hier schon ein paar grundsätzliche Dinge geschrieben. Sicherlich hat da auch […]

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