Quo vadis Piratenpartei?

Quo vadis PiratenIch muss und werde mich wohl nach einer neuen Alternative im politischen Spektrum umschauen. Bei der Europawahl hatte ich noch mangels Vertrauen in die etablierten Parteien und weil ich mit den Ansichten der Piratenpartei auch einen Teil meiner Interessen abgedeckt sehe, dieselben gewählt. Natürlich deckt eine so junge Partei nicht alle essentielle Dinge einer Gesellschaft ab, das ist völlig normal, die Vorwürfe laufen derzeit also noch ins Leere. Da ich nicht daran glaube, dass sie im September in den Bundestag einziehen, hätte ich ihnen durchaus 4 Jahre zugestanden, erwachsen zu werden. Der Achtungserfolg war nicht nur dem Protest gegen Zensursula geschuldet — viele Menschen haben sich endlich einmal vertreten gefühlt, sich auf dem Stimmzettel wiedergefunden. Das hat sich nun erledigt. Es ist keiner politischen Naivität geschuldet — oder einem radikalen Netzaktivismus — wenn man Leute wie Bodo Thiesen in der eigenen Partei nicht nur duldet, diese sogar offizielle Funktionen ausüben, als stellvertretender Protokollant oder zukünftig als Ersatzrichter. Es ist nicht liberal, es hat nichts mit Freiheit zu tun — es ist schlicht und ergreifend ein No-Go, gesellschaftlich, politisch, im Netz sowieso, wenn man einem Holocaust-Relativierer — oder gar –Leugner — eine Bühne zur Verfügung stellt.

Laut diesem Tweet soll er folgendes gesagt haben:

«Solange der Holocaust als gesetzlich vorgeschriebene Tatsache existiert, sehe ich keine Möglichkeit, diesen neutral zu beschreiben. Zur Erinnerung an vergangene Zeiten. Es gab auch mal andere Doktrinen, z. B. die «Tatsache», dass die Erde eine Scheibe sei. Diese Doktrin unterscheidet sich von der Holocaust-Doktrin im wesentlichen durch folgende Punkte: 1.) Heute existiert diese Doktrin nicht mehr, daraus folgend konnte 2.) offen darüber diskutiert werden, und Nachforschungen angestellt werden, und daraus folgt 3.) dass festgestellt wurde, dass diese Doktrin schlicht falsch war. Soviel zum Thema Neutralität. […]»

Wie Oliver hier anmerkte, strotzt das Zitat nur so von Blödheit, allein schon wegen dem Bezug auf die Erde ist eine Scheibe. Mit sehr viel Wohlwollen liest man hier nur eine Relativierung des Holocaust — es gibt allerdings auch genug Stimmen, die hier bereits von einer Leugnung sprechen. Bodo Thiesen schreibt im offiziellen Wiki der Piratenpartei (!!!) zu diesen Vorwürfen:

Meine Ansichten über die Deutsche Geschichte entsprechen sicherlich nicht der allgemeinen Lehrmeinung, allerdings ist Teil der freiheitlich demokratischen Grundordnung, seine Meinung auch dann äußern zu können/dürfen, wenn sie eben NICHT der allgemeinen Lehrmeinung entspricht. […]

Meine Ansichten darüber, was in Deutschland tatsächlich geschehen ist, hat keinen Einfluss auf meine politischen Forderungen. Ob nun die Juden (und die nicht-jüdischen Opfer, die ich in Folge nicht jedes mal separat aufzählen werde) in Auschwitz vergast wurden oder auf anderem Wege getötet wurden, spielt für die Entscheidung, jedes Menschenleben unabhängig von der Hautfarbe, Religion usw. schützen zu müssen, keine Rolle. Sie spielt auch keine Rolle in der Bewertung, ob die Judenverfolgung ein Verbrechen war, oder nicht. Die Verfolgung war ein Verbrechen und jeder einzelne Mensch, der verfolgt und getötet wurde, war einer zu viel. Das lässt sich nicht schön reden — das versuche ich auch gar nicht. Auf der anderen Seite sehen wir uns heute vor dem Problem, dass es unglaublich viele Parallelen zwischen dem Nazi-Deutschland und unserem heutigen Deutschland gibt. Gerade die Tabuisierung des Nazi-Deutschlands aber lähmt uns heute, diese Parallelen wahr haben zu wollen, denn jeder solcher Versuch wird gerne sofort als »Relativierung des Holocausts« fehlinterpretiert. Auch aus diesem Grunde wäre es wichtig gewesen, eine neutralere Sichtweise in Bezug auf die Deutsche Geschichte an den Tag zu legen, und nicht jeden, der eine Meinung gegen den Mainstream hat, sofort als Nazi zu brandmarken.

In seinem Pamphlet — im offiziellen Wiki der Piratenparte — gibt eralso zu, dass er nicht an den Holocaust glaubt, auch wenn er das in viele Worte packt. Ganz im Stile eines großen Politikers, der mit der Hand in der Keksdose erwischt wurde. Es lässt sich kaum in Worte fassen, dass eine Partei, die vorgibt, sich für die Grund– und Bürgerrechte in diesem Land einsetzen, so jemanden in ihren Reihen duldet. Jede andere Partei hätte ihn sofort rausgeschmissen, selbst die CDU reagiert manchmal sehr schnell — man denke nur an Hohmann. Nicht so die Piratenpartei. Weitere unglaubliche Zitate:

Es hören manche Leute nicht gern. Aber Hitler wollte keinen Krieg. Zumindest nicht mit dem Westen. (Ich glaube aber, generell nicht.)

Link zur Quelle

Wenn Polen Deutschland den Krieg erklärt hat (und das hat Polen indirekt durch die Generalmobilmachung), dann hatte Deutschland *jede* Legitimation, Polen anzugreifen. In diesem Fall wäre Deutschland möglicherweise Schuld. Aber dummerweise war da kein Überfall. Polen war Schuld.

Link zur Quelle

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Piraten aus — vielleicht — falsch verstandener Freiheit ins rechte Licht gerückt werden. Ohne die Finanzierung des schwedischen Rechtspopulisten Carl Lundström hätte die Piratenbucht vor gut zwei Jahren nicht wieder online gehen können — er finanzierte den Neustart. Pirate Bay-Sprecher Tobias Andersson hat das damals vor laufender Kamera bestätigt: Yes, I think he liked file sharing. Apparently this Carl Lundstöm has donated money. He’s given us servers. We needed it to launch the site.

Doch zurück zur Piratenpartei und Bodo Thiesen. Ich denke, dass sie sich damit völlig unwählbar gemacht haben. Polemisch gesagt: Ich setze lieber bei Zensursula mein Kreuz, als bei einer Partei, die Bodo Thiesen ein politisches Zuhause bietet. Ich habe in den letzten Wochen die Piratenpartei immer verteidigt — hier auf F!XMBR und auf Identi.ca mehrmals Werbung für die Piraten gemacht. Das war ein Fehler. Ich denke, es ist an der Zeit, den Grünen ihre letzte Chance zu geben. Die Leugnung des Holocaust, Herr Thiesen, ist nicht Ausdruck von Freiheit oder gar eine Meinungsäußerung. In unserem Land ist es eine Straftat und zutiefst verabscheuungswürdig. Und wer Polen die Schuld ein dem deutschen Überfall gibt, disqualifiziert sich völlig als ernstzunehmender Diskussionspartner. Bodo Thiesen nimmt im Übrigen Bezug auf Hans Werner Woltersdorf dessen Bücher laut Indymedia im Grabert-Verlag erscheinen, einer der größten organisationsunabhängigen rechtsextremistischen Verlage Deutschlands. Hans Werner Woltersdorf taucht auf den üblichen esoterischen Naziseiten ebenso auf, wie der bekanntere Jan van Helsing — den Bodo Thießen als Nachtlektüre empfiehlt.

Wer will diese Partei noch ernsthaft wählen? Ich hoffe, niemand.

Nachtrag: Die butterweiche Erklärung des Bundesvorstandes. der Piratenpartei.

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256 Antworten zu “Quo vadis Piratenpartei?”

  1. Markus sagt:

    Ich bin geschockt. Aber die Grünen bekommen deswegen noch lange nicht meine Stimme.. die PP allerdings auch nicht mehr. Schrecklich..

  2. Ich muss schon sagen, ich finde es erstaunlich, wie eine Person die unwählbarkeit eine Partei bedeuten soll, die basisdemokratisch aufgestellt ist.

    Für mich ist das IMHO ein Widerspruch. Sicher, vielleicht ist der Mensch nicht besonders politisch korrekt und redet dummes Zeug. Aber deshalb die ganze Partei als unwählbar hinzustellen … Naja, ebenfalls eine persönliche Ansicht.

    Und die Geschichte mit der Pirate Bay ist aufgeblasen worden. Ein Zitat von brokep, TPB Admin:

    “It’s called guilt by association — one of our previous ISPs (with clients like The Red Cross, Save the Children foundation etc) gave us cheap bandwidth since one of the guys in TPB worked there; and one of the owners have a bad rumor for his political opinions. That does NOT make us in any way associated to what political views anyone else might or might not have.”

    Warum wurde diese Assoziation geschaffen ? Meiner Meinung nach damit beim Prozess Lundström mit herangezogen werden konnte, um Geld aus Ihm herauszuquetschen. Die Medienindustrie ist ja nicht dumm.

    Ok, soviel zu meinen 2cents zu dem Thema.

    Ich wünsche allen einen angenehmen Montag.
    ~~ sjuerges

  3. Stefan sagt:

    @Chris: Das Thiesen geht nicht. Ich sehe das genau wie Du: Eine Partei die sich hinter so eine Gestalt stellt, sie auch noch (für was auch immer) wählt macht sich unwählbar.
    @Sebastian: «Ich muss schon sagen, ich finde es erstaunlich, wie eine Person die unwählbarkeit eine Partei bedeuten soll, die basisdemokratisch aufgestellt ist.» Ganz einfach: Indem diese Partei diese Person wählt.

  4. Auch Markus sagt:

    Ja, es gibt auch Idioten in der Piratenpartei. Meiner persönlichen Einschätzung nach nicht überdurchschnittlich viele, aber es gibt sie. Schnelle Ausschluss-Verfahren sollten dann die Antwort sein, sonst würden die Piraten wirklich unwählbar werden. Zwar ist die Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden, aber bei Herrn Thiesen fehlt dieses Denken offensichtlich. Der kann ja zur Pius-Bruderschaft wechseln :)

  5. @Stefan. Weisst du von wann diese Newsnetpostings von ihm sind ? von 2003.
    Ich vermute das sie auf dem BPT größtenteils unbekannt wahren. Ich hab das ganze Thema z.B erst hinterher wahrgenommen.

    ~~ sjuerges

  6. […] von: Redaktion Kommentar hinzufügen Fixmbr hat heute einen bemerkenswerten Beitrag über das leckgeschlagene Piratenschiff geschrieben. Zitat: […]

  7. Pirat4KA sagt:

    Hi Chris,

    zu Deinen Einschaetzungen bzgl. Thiesen gebe ich Dir vollkommen recht, dessen Geschwaetz ist mir schon damals uebel aufgestossen. Aber auch damals hatte niemand irgendwelche Absichten dagegen vorzugehen. Deshalb habe ich mich ca. ein Jahr von den Piraten zurueckgezogen und bin eigentlich nur auf Grund der positiveren Entwicklungen(abgesehen von Tauss) der lezten Zeit wieder verstaerkt interessiert. Aber es hat sich, wie in deinem Artikel zum Ausdruck kommt, nicht wirklich viel veraendert.
    Doch was mich ganz verwundert in Deinem Artikel: Was hat die rechtspopulistische Finanzierung von Piratebay mit der Piratenpartei zu tun? Nichts, weder mit der schwedischen, noch mit der deutschen Piratenpartei.

    Pirat4KA

  8. Wolf-Dieter sagt:

    In Deutschland ist die Verharmlosung der NS-Untaten ein Straftatbestand. Und so lange auch nur ein einziger KZ-Insassen oder Angehöriger eines solchen lebt, wäre es ein Affront für jenen, diesen aufzuheben. Das Thema ist zu sensibel.

    Dennoch bin ich der Meinung, dass langfristig der Straftatbestand als solcher zur Disposition gestellt werden sollte. Ich bin der Meinung, dass ein Leugner nicht der Strafgerichtsbarkeit, sondern dem Gelächter der Welt ausgesetzt sein sollte.

    Grund: gegen Strafgerichtsbarkeit könnte der Leugner vorgehen. Aber gegen Gelächter? Kein Weg.

  9. Danny sagt:

    Wow, du hast eine einzelne Person gefunden, die eine etwas eigene Meinung zu unserer Geschichte vertritt, daraus aber wohlgemerkt trotz allem die richtigen Schlüsse zieht in Bezug auf Grundrechte, Gleichheit etc. Damit ist natürlich die Piratenpartei sofort unwählbar, weil es mindestens mehrere ehemalige NSDAP-Mitglieder in der Partei geben müsste, um sie glaubwürdig zu machen. *kopfkratz*

  10. Ich bin gestern echt vom Hocker gefallen, als ich von der Wahl Bodo Thiesens gehört habe. Unglaublich.

  11. Jochen Hoff sagt:

    Thiesen ist ein immer weiter um sich greifendes Problem. Die Holocaust– und Angriffskriegleugner nehmen in allen Parteien zu. Diese Leute fahren offen auf der islamophoben Schiene oder kommen häufig auch aus fundamentalistischen Teilen der Evangelikalen.

    Einer so jungen Partei wie der Piratenpartei würde ich aber daraus noch keinen Strick drehen. Die Grünen halte ich für unwählbar. Sie werden alles tun um sich an der Macht zu halten. Die Grünen sind die neue FDP.

    Wer mit seiner Stimme etwas ändern will, muss die Linke wählen. Sie ist sicher im Parlament und jede weitere Stimme nimmt sie in die Verantwortung. Diese Empfehlung gilt allerdings nur so lange, bis Piraten, oder die Guten so aufgestellt sind, dass sie wirklich ein aussagefähiges Programm haben und ernsthaft wählbar sind.

  12. Chris sagt:

    @Sebastian: Mit verlaub, das ist Blödsinn. Er wurde darauf angesprochen, hat einfach nur auf sein Pamphlet im Wiki hingewiesen. Alles vor seiner Wahl.

  13. M sagt:

    Was heisst hier 2003??? Ein Teil von oben ist doch aktuell aus dem PP-Wiki, oder wie oder was???

    Ich denke nicht, dass man einen relevanten Teil der Piratenpartei mit seinem Gedankengut in Verbindung bringen kann. Was die Wahl jedoch zeigt: Offensichtlich nehmen das ganze Partei-Gründen genügend Leute nicht wirklich ernst. Denn ab jetzt darf sich die PP nicht wundern, wenn ständig mit «Die Partei die Holocaust-Leugnern und Pädophilie-Verdächtigen ein Forum bietet» aufgemacht wird und sich das schnell festsetzt. Es wäre selbstverschuldet.

  14. @Chris meh, kann ich nicht kommentieren, war nicht da, und 2 tage livestream ist zuviel. Über Twitter und andere weg kam es jedenfalls erst gestern abend bei mir an. Was auf dem BPT selbst los war kann ich nicht einschätzen.

    ~~ sjuerges

  15. Chris sagt:

    @Danny: Obwohl der Parteitag wusste, wen man da vor sich hat, hat man ihn gewählt und nicht aus dem Raum geschmissen.

    @Wolf-Dieter: Den Straftatbestand davon abhängig zu machen, ob jemand noch lebt, ist — mit Verlaubt — hanebüchen. Es ist gut so, dass in unserem Land niemand solch einen Mist äußern darf.

    @Pirat4KA:

    Was hat die rechtspopulistische Finanzierung von Piratebay mit der Piratenpartei zu tun? Nichts, weder mit der schwedischen, noch mit der deutschen Piratenpartei.

    Ich darf das, das ist mein Weblog. Und Stammlesern, die sich an die Geschichte vor 2 Jahren erinnert haben, habe ich so die Suche erspart. :)

  16. Anonymous sagt:

    Es gibt in jeder Partei auch hier und da mal einen Idioten. In der einen Partei mehr, in der anderen weniger. Die ganze Partei an Hand einer Person zu beurteilen zeugt zumindest von mangelnder Intelligenz der beurteilenden Person.

  17. jo sagt:

    @Sebastian: Die unerträglichen Relativierungen im Wiki sind aktuell. Da gibt es echt nichts schönzureden.

  18. Chris sagt:

    @M:

    Was heisst hier 2003??? Ein Teil von oben ist doch aktuell aus dem PP-Wiki, oder wie oder was???

    So schaut es aus…

  19. noidea sagt:

    Also sorry, ich lese ja gerne hier… aber der Beitrag ist echt Kindergarten Niveau. Ich war nicht beim Parteitag und weiß nicht wie es abgelaufen ist… aber ich kenne es von Verbandstagen, dass da auch Leute gewählt werden, die 95% der Anwesenden nicht kennen.

    Sofern der Herr Thiesen wirklich den Holocaust leugnet, wird der Parteivorstand nicht umhin kommen dieses zu thematisieren und ihn aus der Partei auszuschließen. Ansonsten machen sie sich unglaubwürdig. Im übrigen gibt es ja auch noch sowas wie deutsche Gesetze…

    Ich würde doch gerne mal dei Kirche im Dorf lassen und nicht über 3000 Parteimitglieder diskreditieren und zu Idioten abstempeln, nur weil einer dabei ist der Blödsinn von sich gibt. Dann dürftest du im übrigen keine Partei mehr wählen. Wer weiß schon wieviel Nazis / Stasi Leute bei denen Inkognito aktiv sind?

  20. ixy sagt:

    Ich könnte die Aufregung verstehen, wenn es sich um aktuelle Äußerungen handeln würde.
    Schon mal überlegt, warum solch ein alter Kram jetzt auftaucht?

    Ich möchte die Äußerungen von Thiessen nicht schönreden. Aber ich habe erlebt, wie sachlich er mitgearbeitet hat. Anderen ging es vielleicht genauso.

    Hast du von allen möglichen Leuten immer im Hinterkopf, was sie mal vor 5 Jahren gesagt oder geschrieben haben? Nein?
    Aber mal schnell sich von SPON inspirieren lassen und so einen Artikel hier hinlegen. Die Partei ist gerade von Phase1(belächelt werden), über Phase2(ignoriert werden) in Phase3 übergegangen: Jetzt werden wir bekämpft. Da wird natürlich gesucht und alles Mögliche ausgegraben. Logisch.
    Da kommt sicher noch mehr.
    Bei dem Zulauf, den wir momentan haben, wird noch so manches faule Ei darunter sein. Da bin ich mir sicher.
    Aber auch damit muss man umgehen bzw. lernen, wie man darauf reagiert.

  21. @Chris:

    Du hast ja auch völlig recht damit das der Typ ein Depp ist :) Würde ich nie bestreiten. Das einzige was mich stört ist die völlige Gleichsetzung von seiner Meinung mit der Partei.

    Naja, wir werden ja sehen wie und ob der Vorstand reagiert.

    ~~ sjuerges

  22. Chris sagt:

    @noidea: Auch noch einmal für Dich, und das nächste Mal liest Du bitte die vorherigen Kommentare und folgst den Links im Artikel: Der Parteitag wusste vorher bescheid. Vor seiner Wahl wurde er nach den Vorwürfen gefragt. Er hat einfach nur auf seinen Wikieintrag hingewiesen. Man hätte jetzt für mehr keine Zeit…

  23. Chris sagt:

    @Sebastian Jürges: Letztmalig: Die Partei hat ihn unter Kenntnis seiner Äußerungen in ein offizielles Amt gewählt.

    @ixy: Auch für Dich, was jo oben schon geschrieben hat:

    Die unerträglichen Relativierungen im Wiki sind aktuell. Da gibt es echt nichts schönzureden.

  24. ben sagt:

    Also wenn wegen EINEM Schwachkopf eine ganze Partei gleich unwählbar wird haben die anderen Parteien der PP sicherlich noch DUTZENDE Knallchargen voraus.

    Lass ma die Kirche im Dorf, bzw. wähl halt CDU. Deine Logik stinkt trotzdem.

  25. Chris sagt:

    @ben: Ich weiß, für manche Leute ist es schwer, aneinandergereihte Buchstaben gedanklich zusammenzubringen, sprich zu lesen. Lies doch bitte noch einmal die Kommentare, folge den Links im Artikel. Dann wirst auch Du feststellen, dass es um aktuelle Äußerungen in Verbindung damit geht, dass er in ein offizielles Parteiamt gewählt wurde. Bei einzelne Äußerungen hätte ich vielleicht mit der Nase gerümpft.

    Bei Bodo Thiesen verhält es sich aber anders. Auf dem Parteitag war bekannt, wen man vor sich hat, trotzdem ist er gewählt worden. Und damit kann man es auf die Partei übertragen.

  26. Torsten sagt:

    Ich pflichte Chris bei, und dabei geht es gar nicht mal nur um die «Thesen» dieser Person, denn diese sind schon schlimm genug. Es geht darum, dass er in der Piratenpartei ein offizielles Forum zum Agitieren bekommt, übrigens bis zum jetzigen Zeitpunkt — siehe sein Wiki. Die Piratenpartei wußte und weiß, dass dieser Mensch ziemlich fragwürdige Thesen vertritt, und trotzdem hat sie es zugelassen, dass er gewählt worden ist. Ich finde das für eine angeblich so weltoffene und aufgeschlossene Partei einen sehr aufschlussreichen Vorgang und werde sie sicherlich nicht wählen können.

  27. derliebewolf sagt:

    Danke für die Infos. Schokierend und traurig. Mal sehen, was ich überhaupt noch wählen kann zur Bundestagswahl…

  28. Sammi sagt:

    Mit solchen Aussagen kann er ja immer noch Innenminister werden ;)
    Siehe hier:

    CDU Innenminister — 15 Millionen vertriebene Deutsche

  29. Gerriet sagt:

    Irgendwie kann man diese Sache schon zweigeteilt sehen. Rechtes gedankengut gehört in keiner demokratischen Partei. Und das er auch noch gewählt wird in ein höheres Parteiamt, macht es noch schlimmer.

    Aber andererseits, was für Alternativen gibt es ? Die Linken ? Das kleinere Übel die Grünen wählen ?

    Das einzige was machen könnte, das man selbst ne Partei gründet, ist auch aussichtlos, da erstens zu kurzfristig und zweitens ist es kriegt man nie genug leute zusammen, die genauso denken wie man selbst bzw. welche auf einer Welle ist.

    Vielleicht sehen es ja die in der PP ja noch ein und schmeissen ihn raus. Wenn genug Druck von aussen kommt, müssen sie was unternehmen. Sonst sind die die für die PP nun schon seit kurzen viel Werbung machen, in den Arsch getreten

    Bin sehr gespannt, wie die Medien darauf reagieren.

  30. M sagt:

    Nein wie herrlich, unglaublich wie viele hier das ganze für eine Lapalie halten und so tun, als würden solche Typen ja in allen Parteien rumlaufen, ohne das etwas passiert.
    Ich seh es schon kommen, als nächstes wird behauptet, das sei ja wohl seine «Privatsache»… und das sind die Wähler der Piratenpartei? Oh my…

  31. M sagt:

    P.S.: Gerade WEIL es bei einer neuen Partei drunter und drüber gehen kann und sich so einige ungewollte Leutchen einschleichen könnten, muss man sowas sofort und ohne großes Aufschieben unterbinden. Genau dies ist auf dem Parteitag offensichtlich nicht geschehen.

  32. saarworres sagt:

    Also ok. Ich sitze in Vorstand der Piraten im Saarland. Das Vorweg. Ich spreche hier aber rein privat.

    Ist das nicht etwas einseitig Argumentiert Chris? Etwas zu Einfach ? Bodo Thiesen als Ersatzrichter = PP unwählbar?

    Es geht nun mal genau darum, dass die PP sehr basisdemokratisch organisiert ist. Das kann man mögen. Ich finde das sehr gut. Aber man muss auch damit leben können.

    Im Saarland hat das bei der Aufstellung der Wahlliste dazu geführt, das unsere Vorsitzenden für die Positionen auf der Wahlliste in die Stichwahl mussten. In anderen Parteien wäre so etwas als Misstrauensvotum gewertet worden. War es aber nicht. Es war schlicht und ergreifend viele neue Mitglieder und das es bei den Kanidatenvorstellungen einige sehr gute Redner gab. Wir kannten uns noch nicht gut genug um mehr als die Vorstellungen und Diskussionsrunden zum Parteiprogramm zu bewerten.

    Die Postitionen von Bodo Thiesen sind sicherlich fragwürdig. Eine tatsächliche Relativierung des Holocoust geben sie aber derzeit nicht her!
    Er zweifelt offenbar an den Details ODER am gesamten. Entweder drückt er sich bescheuert aus, oder er ist es tatsächtlich. Nur wird das aus dem gesagten nicht klar! Daher heisst es wohl «in dubio pro reo».

    Mal als Beispiel:
    Auch ich finde einige Details in der deutschen Geschichte schlicht Pauschalisierung derselben. Der Norwegenfeldzug war wohl nach allen mir bekannten Fakten ein reiner Reaktionskrieg und keine reine Angriffshandlung.
    Hier zu differenzieren, finde ich OK. Eine strategische Betrachtung des Kriegsverlaufes nimmt nichts an der Schuld, eben jenen erst angezettelt zu haben. Das verändert nichts an den Fakten. Hitler war Hitler! Kriegsgelüste, Kriegsängste, Angriffspläne oder Reaktionen hin oder her. Millionenfacher Massenmord bleibt millionenfacher Massenmord.

    Was Bodo Thiesen redet, verlässt diesen Rahmen nicht zwangsläufig. Aber wenn er z.B die Techniken des Massenmordes hinterfragen will, finde eich das persönlich dumm weil faktischer Unsinn. Aber ich müsste und könnte damit wohl leben auch wenn er ebenfalls Mitglied der Partei ist. Aber eine Leugnung ist das nicht. Das Zitat mit der «Erde ist eine Scheibe» Blabla ist unsäglich. Die Bücher sind in der Tat fragwürdig. Aber es kommt auf den Leser an, wie er den Inhalt bewertet.

    Ein Parteiausschlusss ist aber derzeit genauso wenig machbar oder sinnvoll wie das Verbot der NPD. Mann muss das Nachweisen. Weniger als das gibt die Bundessatzung nicht her. Die Wahl auf den Posten als Ersatzrichter ist sicherlich nicht gerade vorteilhaft gelaufen. Aber auch nicht unbedingt eine Katstrophe. Bei der Mitgliederschwemme derzeit kommt solche Dinge auch vor.

    Man kann nicht das bisherige Parteienspektrum kritisieren, eine andere Partei haben wollen die viele Dinge anders machen soll; und dann aber erwarten sie müsse dann so reagieren wie von CDU,CSU,SPD und FDP oder Grünen gewohnt; und das bitte auch nur in den Punkten die einem selbst in den Kram passen? Entschuldigung aber ich finde das Naiv.

    Außerdem in Bezug auf «Rechte Gewinnung» ist das in meinen Augen auch bei den etablierten Parteien nicht so klar, wie Chris hier suggeriert.

    Etabliert ist die PP ja eben nicht und «Anders» sein zu wollen muss eben auch erst einmal erlernt und entwickelt werden. Jeder hat die Chance daran Teilzunehmen und Mitzuwirken.

    Die Piraten haben abgelegt und sich auf den Ozean der Politik gewagt. Sich jetzt zu beschweren wenn dabei das Schiff schwankt wenn es Wellen schlägt, finde ich nicht sehr realistisch. Von Land aus kann man das recht leicht.

  33. D sagt:

    Ich finde auch, dass man die Kirche im Dorf lassen und nicht von ihm auf den Rest der Piraten schließen sollte.

    Allerdings muss sich Bobo die Fragen gefallen lassen und wenn ihm wirklich etwas an den Piraten liegen würde sollte er — aus Rücksicht und zum besten der Partei — von diesem Amt zurück treten.

    Aufgrund einer Person die Piratenpartei als unwählbar zu bezeichnen halte ich jedoch für ein wenig überzogen.

  34. Chris sagt:

    Auch wenn Du als Privatmann sprichst, redest Du Dich und die Piratenpartei um Kopf und Kragen. Ihr müst echt aufpassen, dass Ihr in den nächsten Tagen nicht «in einen Sturm aus Scheiße» geschossen werdet.

    Medial sehr wahrscheinlich, auf den Blogs — we will see…

  35. ThYpHoOn sagt:

    Ich finde es sehr schade, dass es tatsächlich Leute gibt die eine Partei wegen einzelnen Personen nicht wählen will. Wenn du Aufgrund von Inhalten eine Partei nicht wählen würdest, okay würde ich verstehen. Aber so finde ich, bist du selbst nicht viel besser (alles in eine Schublade stecken und weg damit).

    Ich setze mich mit dieser Thematik auseinander und werde denke ich mal auch dem neuen Vorstand der Piratenpartei ans Herz legen, eine Untersuchung einzuleiten, ob an diesen Vorwürfen nach wie vor etwas dran ist und ob ein etwaiger Parteiausschluss in Erwägung gezogen werden kann.

    Nur nun kategorisch eine Partei zu verurteilen und nicht zu wählen aufgrund einer Person ist falsch.

  36. Chris sagt:

    @ThYpHoOn:

    Die Partei hat ihn unter Kenntnis seiner Äußerungen in ein offizielles Amt gewählt. Auf dem Parteitag war bekannt, wen man vor sich hat, trotzdem ist er gewählt worden. Und damit kann man es auf die Partei übertragen.

    Die unerträglichen Relativierungen im Wiki sind aktuell. Da gibt es echt nichts schönzureden.

    Bitte das nächste Mal vor dem Kommentieren Kommentare lesen und Links folgen.

  37. Anoynmous sagt:

    Holocaust leugner sind ein NOGO ich stimme zu, das geht in Deutschland nicht, ein geistiges Armutszeugnis.
    Allerdings denke ich es wäre besser die Piraten zuvon zu überzeugen den Typen abzusägen, als gleich die Partei abzuschreiben.

  38. Ich frage mich ehrlich gesagt, welchen Parteitag du verfolgt hast — auf dem BPT, auf dem ich war, sah dieses «Bekanntmachen» nämlich folgendermaßen aus:
    Jemand ergreift das Wort, und wirft eine schwammige Beschuldigung in den Raum, Thiesen wiegelt ab mit dem Hinweis, dass das Leugnen des Holocausts eine Straftat darstellt und eine Anzeige beim Staatsanwalt gemacht werden soll.

    Vergleiche auch das Protokoll zum BPT (Bundesparteitag 2009.1/Protokoll), das ich hier zitiere:

    Bodo: Ich habe mich schon vorgestellt.

    Anmerkung: An Jürgen: Die PP ist weder links noch rechts, Thema Bodo Thiesen. Bitte äußere dich zu den Vorwürfen des Geschichtsrevisionismus. Applaus, Buh-Rufe.

    Bodo: Zwei Anmerkungen: 1. Ich habe schon eine Stellungnahme geschrieben, siehe Wiki Benutzerseite. Leugnung des Holocaustes ist eine Straftat, wer glaubt ich mache so etwas, soll Strafanzeige stellen. Applaus, Pfiffe.

    Zumindest meine Wenigkeit — und ich kenne eine Menge anderer Mitglieder — konnte weder mit diesen schwammigen Vorwürfen etwas anfangen, noch kannten wir, bis dato, die Hintergründe. Nun mit der Keule «Der BPT wusste aber doch davon und hat ihn trotzdem gewählt» anzukommen ist nicht nur unfair — es grenzt schon sehr an eine Unverschämtheit.
    Ja — es ist dein Blog, und ja du kannst gerne darauf herrumreiten, schreiben zu können was du möchtest — aber das ändert meines Erachtens nichts daran, das eine solche Behauptung offensichtlich weder überdacht noch belegbar scheint. Und bevor du nun mit dem Vorwurf kommst, das man sich ja über seine Person näher hätte erkundigen können: Bevor das Thema von SpOn sowie im Twitter GESTERN nach dem BPT aufgegriffen wurde, habe zumindest ich nicht den Drang verspürt, jedes einzelne Mitglied der PPD zu «googlen» — genausowenig wie du es anscheinend für nötig gehalten hast, das Protokoll zu lesen.

  39. daniel sagt:

    Danke Chris für deine Gedanken; ich teile sie auch ein Stück weit in der Form.

    Besagte Person ist nun in eine «Parteifunktion» gewählt worden, das hat nichts mehr mit einem einfachen Mitglied und um eine Diskussion um eine einzelne Person dann noch zu schaffen.
    Und wer als Beruf «arbeitslos» alleinig vermerkt,…evtl. stelle mich da ein wenig sehr schwerfällig an. Er wird ja was erlernt haben an Beruf und etwas suchen, oder etwa nicht? ;)

  40. M sagt:

    saarworres, was soll denn immer dieses «fragwürdig» ? Das ist das Wort was dir dazu einfällt, fragwürdig? WTF? Um Gottes Willen.
    Na Gutenacht Piratenpartei.

  41. Chris sagt:

    @Chris\\Das3Zehn: Ich habe das Protokoll gelesen, Twitter verfolgt und dann seine persönliche Stellungnahme im Wiki gelesen. Und dann habe ich den Artikel geschrieben.

    Es war bekannt, da gibt es nichts dran zu beschönigen.

  42. Chris sagt:

    @daniel: Das Argument arbeitslos gehört ganz bestimmt nicht in so eine Diskussion. Damit disqualifiziert man sich dann selbst.

  43. Tobias sagt:

    Richtig so! Guter Blogpost.

  44. Anonymous sagt:

    >Nachdem meine Äußerungen bzgl. Auschwitz in der Partei bekannt wurden, >erntete ich enormen Gegenwind. Es ging so weit, daß einige Piraten sogar >meinen Parteiausschluß forderten. Die Partei hat sich zwar offiziell nie klar von >dieser Ansicht distanziert, daß mußte sie aber auch nicht, da ich diese >Aussagen a) lange vor meinen Beitritt in die Partei tätigte und b) nicht im >Namen >der Partei. Es sind meine persönlichen Ansichten, nur weil ich zufällig >in der >Piratenpartei bin, werden das nicht plötzlich Parteimeinungen.

    Der Typ scheint zwischen seinen schwachsinnigen «geschichtswissenschaftlichen» Äußerungen und seiner konkreten Parteiarbeit differenzieren zu können, ich würde da nur ein Problem sehen, wenn er seine seltsamen Ideen in die Politik mit einbringen würde, so ist er aber nur eine Person mit seltsamen «Privat«ansichten, was ihn ja nicht davon abhält, Vernünftiges in die Diskussion einzubringen.

    Aud keinen Fall aber ist er ein Nazi– Vielleicht seltsam fasziniert von dem 3ten Reich, aber kein Nazi.

  45. saarworres sagt:

    Inwiefern rede ich mich und die Partei denn in deinen Augen um Kopf und Kragen? Ich plädiere einfach für eine differenziertete Betrachtung des ganzen.

    Klar würde ich mir hin und wieder wünschen, ich könnte gewisse Gesinnungen einfach über die Planke gehen lassen. Aber wenn ich offen, transparent und demokratisch liberal damit umgehen will, kann ich das eben nicht. Selbst wenn derjenige Scheisse redet. Es wäre das Gegenteil von offen demokratisch und liberal dabei meinem ersten Reflex zu folgen.

    Nur weil Herr Thiesen eine Posten bekommen hat, kann ich — gerade in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen — daraus nicht auf die Partei als ganzes schließen. Gerade das diese Äußerung verscheiden interpretiert werden kann und dabei in Richtung «Rechtsausleger» geht, muss ich erstmal davon ausgehen, das mein Eindruck nichts ist auf dem sich eine Reaktion begründen lässt. Klarheit muss her. Die Tatsache das ich etwas Geschmacklos oder ekelhaft finde, ist nun mal kein objektives Argument.

    Gerade das zwingt mich dazu, es zu differenzieren und zu hinterfragen um herauszufinden was dahinter steckt und ob ich mehr Grund dazu habe die Planke auszurollen, als ein angewidertes Gefühl. Du selbst sagt doch auch, das man abgesehen von saumäßig dämlich, über seine Absonderungen verschiedener Meinung sein kann. Genau das lässt aber eben nicht zu ihn für unwählbar zu erklären oder auszuschließen. Die Satzung sieht das auch nicht direkt vor, sondern erstmal eine Verwarnung etc..

    Ich werde folgendes tun. Ich frage Herrn Thiessen selbst und bitte Ihn mir seine Positionen mal zu erläutern damit ich mir ein Bild machen kann. keine Ahnung ob er einer Veröffentlichung dann zustimmt. Man wird sehen.
    Denn fragwürdig sind sie, wie bereits gesagt. Also werde ich genau das tun.

  46. yetzt sagt:

    dieser ganze artikel ist eine relativierung des relativierungsbegriffs.

    ich finde es ziemlich daneben, dass zwangsläufig jede fragwürdige äußerung im bezug auf das dritte reich auf einen holocausrelativierungsvorwurf hinausläuft. bei einigen antideutschen geht das so weit, dass diese den vorwurf machen, vegetarier seien strukturell antisemitisch, da richard wagner antisemit war und er als ein ursprung der tierschutzbewegung betrachtet werden kann.

    bitte zuerst das augenmaß eichen lassen und dann urteilen.

  47. ThYpHoOn sagt:

    Ich war auf dem Parteitag und habe ihn zwar nicht gewählt, aber ich kann euch versichern, die meisten Leute im Saal wussten nichts von seiner persönlichen Meinung.

    Ich kann nur noch mal darauf verweisen, stellt einen Antrag auf Parteiausschluss beim Bundesvorstand. Ich finde seine Aussagen sind medial auch nicht haltbar. Aber wie auch schon oben geschrieben, deshalb hier im Internet die Piraten als unwählbar einzustufen ist entweder gewollt (Hass?!) oder einfach Kindergarten.

  48. Chris sagt:

    @ThYpHoOn

    Aber wie auch schon oben geschrieben, deshalb hier im Internet die Piraten als unwählbar einzustufen ist entweder gewollt (Hass?!) oder einfach Kindergarten.

    Ich bin 36 Jahre alt, ferner habe ich bei der letzten Wahl die Piraten gewählt und mehrfach für sie Werbung gemacht. Ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du solche Kommentare lässt.

    @yetzt: Ich finde das ziemlich relativierend, was Du da geschrieben hast.

    @saarworres: Viel Erfolg.

  49. Anonym sagt:

    Dann dürfte man die SPD auch nicht wählen. Alleine was ich die letzten Tage über Herrn Johannes Kahrs, welcher mich in meinem Hamburger Stadtteil von Plakaten aus angrinst, gelesen hab finde ich schockierender als das was Thiesen von sich gegeben hat.

    Johannes Kahrs — Sexuelle Belästigung, Telefon-Terror und andere interessante Fakten
    Johannes Kahrs — Kandidat mit Vergangenheit — TAZ

    Wie war das mit dem kleineren Übel?
    Jedenfalls muss sich die SPD eher auf den «Sturm aus Scheisse» gefasst machen, glaube ich.

  50. daniel sagt:

    @Chris

    denke, du hast das missverstanden. das ist kein Vorwurf an den «Status» arbeitslos, sondern mein Unverständnins in einen Lebenslauf/Profil nur dieses Wort «arbeitslos» in der Rubrik «Beruf» zu schreiben.

    Wenn ich mich disqualifiziere mir ein formales Bild zu machen, ob jemand es ernst meint mit seinem formalen Profil…i. Für mich gehört in ein Profil da ganz klar ein Berufsbezeichung.
    Nur so kann ich mir formal via Profil ein Bild einer Person machen, die sonst nicht viel über ihre Beweggründe (warum PP etc) veröffentlicht hat.
    Es ist nunmal ein Unterschied, ob jmd einen technischen, juristischen oder beispielsweise kaufmännischen beruflichen Kontext hat; da reicht mir nicht die Lebensphilosphie alleinig.

    Hoffe du verstehst das nun nicht wieder falsch, sonst kannst du mich gerne wieder disqualifizieren, das wäre hier nicht mehr klärbar ohne ein Gespräch ;)
    Natürlich habe ich keine Abwertung eines Arbeitssuchenden hier vorgenommen.

  51. Alex sagt:

    @Chris: Vorschlag: veröffentliche dein Blogeintrag in voller Länge, denn bei einem Klick auf die Kommentare (Mainpage) überspringt man (so auch ich) 75% des Eintrags mit den so wichtigen Zitaten.

    Ich kann mich Chris nur anschließen.
    Solange die PP einen Mann wie Herrn Thiesen, mit einem so verdrehten Weltbild, für tragbar hält, werde ich bei ihnen kein Kreuz setzen.

    Und wenn Herr Thiesen nicht dirket und ohne Diskussion ausgeschlossen wird, so passiert das automatisch in den nächsten Wochen auf Grund des öffentlichen Drucks (schließlich ein gefundenes Fressen für die Presse) und mit viel Imageverlusten für die PP.

  52. […] offizielle Funktion jetzt für mich erst mal erledigt. Die Probleme mit Herrn Thiesen werden auf fixmbr.de ganz gut beschrieben. Kurz zusammengefasst äußert er sich , ja na, bedenklich zum Thema […]

  53. Stefan sagt:

    @Kritiker von Chris: Überlegt Euch doch mal bitte welches Maß an Langmut Ihr im Umgang mit den Pirateneinfordert und welches geringe Maß an Langmut ihr gegenüber anderen Parteien aufbringt.

  54. Also nur zum Verständniss: Obschon du dir im klaren bist, das der Informationsgehalt des Einwurfs nahe 0 liegt, verharrst du weiterhin auf dem Standpunkt, dass die Anwesenden Gedankenlesen können und damit umgehend wussten, worum es geht?

    Interessante Herrangehensweise…

  55. Torsten sagt:

    @saarworres: «…zu differenzieren und zu hinterfragen um herauszufinden…» Also ich fand das ja schon bei den etablierten Parteien immer komisch, dass ausgerechnet bei dubiosen Personen, um nicht zu sagen bei Nazis, «differenziert» werden muss. Das sind Floskeln, die ich schon zur Genüge kenne:«Da man muss man einfach genauer hinschauen.». «Da kann man nicht alles über einen Kamm scheren.» etc.

    Ihr habt ihn gewählt, obwohl euch seine Auffassung bekannt war. Damit ist er für euch zu einem Problem geworden und damit habt ihr als Partei ein Problem. Mit ich-frage-mal-bei-ihm-nach-ob-er-das-wirklich-so-gemeint-hat kommt ihr nicht weiter.

  56. bedenkenleger sagt:

    @saarworres
    Klarheit muss her. Die Tatsache das ich etwas Geschmacklos oder ekelhaft finde, ist nun mal kein objektives Argument.

    Jan van Helsing und Hans Werner Woltersdorf sind für mich und sicher auch viele andere Klarheit genug. Es gibt Bergeweise Webseiten und Literatur die deren Thesen behandeln und zerpflücken. Das hat mit Geschichtswissenschaft nichts zu tun. Als Einstieg wäre hier zu empfehlen. Das hat nichts mit persönlicher Meinung zu tun. Die verwegenen rethorischen Konstrukte sind typisch für diese Art von «Geschichtswissenschaftlern». Ich hatte mal das «Vergnügen» mich damit unfreiwillig auseinderzusetzen, da ich von einer enthusiastischen Person bekehrt werden sollte. Das mag für Aussenstehende harmlos und legitim aussehen (Und das ist Absicht), aber wenn man mal hinter die Fasse blickt wird schnell klar worum es geht.

    Kurzum: Wer diese Autoren empfielt hat kein Interresse an Geschichtswissenschaft und verfolgt offensichtlich andere Ziele.

    Ich mag die Piraten und habe sie auch zur Europawahl gewählt. Aber auch für mich wäre das ein No-Go.

  57. somlu sagt:

    @anonym, das ist doch das Problem, alles unwählbar.

    Irgendwie haben wir ja schon die Schere im Kopf, einerseits ist den allermeisten hier klar, dass so wie es ist, es nicht weitergehen kann und andererseits scheinen wir ja immer noch zu hoffen, dass aus dem derzeitigen Parteienspektrum irgendetwas hervorgeht, dass besser ist.

  58. Claudia sagt:

    Wer als neue Protest– bzw. Hoffnungsträger-Partei auch nur ein wenig Erfolg hat (und den haben die Piraten nicht zu knapp!), wird eher früher als später mit den Basics konfrontiert, die hierzulande zu beachten sind, um ernst genommen zu werden: der Holocaust ist Staatsräson, seine Leugnung eine Straftat — und wer auch nur in den Verdacht gerät, daran etwas deuteln zu wollen, wird quasi ausgespien wie eine heiße Kartoffel. Und wer sich nicht distanziert, gleich mit…

    Schade, dass es nun die Piraten trifft, die sich wohl nicht wirklich der Brisanz der Angelegenheit bewusst waren, als sie B. Thiesen in ein Amt wählten. Jetzt ist dieser Fakt erstmal ein «gefundenes Fressen» für alle, denen die Piraten nicht ins politische Geschäft passen. Tauss’ Eintritt trotz Ermittlungsverfahren konnte man mit rechtsstaatlichen Gepflogenheiten (und auch mittels der Plausibilität seiner umstrittenen «Recherchen») gerade noch rechtfertigen. Ein Holocausleugner, der auch noch den Angriffskrieg gegen Polen bestreitet, ist m.E. aber ohne Frage unhaltbar!

    Wer jung ist, kann oft nicht nachvollziehen, dass es solche «NoGos» im politischen Geschäft gibt: man soll doch alles hinterfragen dürfen und seine Meinung frei äußern. Dass das in Deutschland bezüglich des Holocausts NICHT gilt, muss erstmal verstanden und akzeptiert werden: es geht darum, im Rahmen des Möglichen Verantwortung für die Geschichte zu tragen und dem «nie wieder!» eine auch strafrechtlich durchsetzbare Gestalt zu geben, die bereits das Relativieren und Leugnen bekämpft.

    Ich hoffe, die Piraten lernen schnell und ziehen aus der nun hoch kochenden «Welle» die richtige Konsequenz. Sonst sehe ich sie schnell wieder in der Versenkung verschwinden, was ich richtig schade fände!

  59. Tueksta sagt:

    Wenn du jede Partei für unwählbar hältst, in der irgendein Mitglied irgendwann mal irgendwas sehr dummes gesagt haben mag, dann brauchst du gar nicht mehr wählen zu gehen. Menschen machen Fehler. In allen Parteien. Man wählt die Partei nicht, weil dort lauter perfekte hochgebildete Alphamännchen sitzen, sondern man wählt sie, weil man mit manchen ihrer Ziele zumindest zeitweise übereinstimmt. Ich habe früher Grün gewählt, trotz einiger sehr obskurer Persönlichkeiten und Aussagen im Parteiprogramm, weil mich der rote Faden der Partei überzeugt hatte.

  60. Anonymous sagt:

    Wie bekannt sein dürfte, sind 2/3 der Mitglieder der PP in dem letzten zwei Monaten eingetreten. Es kann deshalb wohl getrost davon ausgegangen werden, dass zum Zeitpunkt der Wahl der größte Teil nichts von Thiesens Äusserungen wusste.

    Aus diesem Grund halte ich die Wertung seiner Wahl zum Ersatzrichter (?) als «Bühne bieten» für überzogen, es bleibt abzuwarten, wie die PP in Anbetracht der für viele Mitglieder neuen Tatsachen reagiert.

  61. engola sagt:

    Ach ja, Denkverbote sind niemals hilfreich.

    Genauso wie wir bei der Causa Leyen im gleichen Atemzug immer bestätigen müssen, daß wir Kinderfolter verachten und Ahnden, müssen wir zur Causa WKII das Mea Culpa sofort und unbedingt vorrausschicken.

    Millionen Tote interessieren den Gesetzgeber nur als Holocaust, unter dem Label eines humanitären Einsatzes sehen die Millionen Tote ganz anders aus. — Bleibt mir weg mit den Scheuklappen.

    Lieber fragen: Welche Bedingungen haben zur Hitlerdiktatur geführt? — Welche Bedingungen haben dazu geführt, daß die Deutschen ihre lieben Nachbarn haben abholen lassen? — Kann das heute auch passieren? — Passiert das nicht eigentlich heute genauso? Nur unter anderen Vorzeichen und vielleicht weiter weg und versteckter? — Der technische Krieg, die technische Menschenvernichtung —

    Deswegen ist eine Partei unwählbar für mich, weil in ihr ein Politiker wirkt, der willfährig im Deutschen Parlament für sinnlosen Angriffskrieg und damit Tötung unschuldiger gestimmt hat (Tauss).

    Wir wissen, wie wir den Holocaust verhindern können. Wir haben es in den letzten 10 Jahren nicht getan. — Bliv me wech mit dei Moral .…

    (ohne jetzt auf die Causa Thiesen einzusteigen, das ist doch komplett unwichtig)

  62. Frank sagt:

    Zu Johannes Kahrs: Ein Rüstungslobbyist und Burschenschaftler in der SPD ermächtigt die Piratenpartei nicht, Holocaustleugner in ihren Reihen zu dulden. Mein Eindruck: Die Piratenpartei und ihre Anhänger sind unpolitisch. Das zeigt auch der Umstand, dass dieser Holocaustleugner mit der Unterscheidung zwischen seiner persönlichen Meinung und der Parteimeinung durchgekommen ist. Seine persönliche Meinung gibt der Herr dann wohl an der Garderobe ab.

  63. yetzt sagt:

    @chris: warum?

    anstatt von den piraten eine offensive und proaktive auseinandersetzung mit der kritik einzufodern, versuchst du, schonmal den viebeschworenen sturm aus scheiße loszutreten. das auf der ebene, wie sich dein artikel im bezug auf die piraten auswirkt, was in der debatte unser hauptthema beiben sollte.

    das ist das eine.

    das andere ist mein eindruck und meine kritik daran, dass bei antisemitismusvorwürden der finger oft schneller am abzug ist, als bei anderen dingen. ich halte viele antisemitismusvorwürfe für überzogen (mein beispiel bzgl tierschutz ist kein scherz) und im resultat wird durch jeden überzogenen antisemitismusvorwurf (meine) arbeit gegen proaktiv holocaustleugnende neonaziideologen ein stück ins lächerliche gezogen. wer nimmt mich noch ernst, wenn ich antisemitismus in der neuen rechten anaylsiere und zur kritik bringe, wenn mensch es sowieso gewöhnt ist, dass gegen alles antisemitismusvorwürfe erhoben werden? ich halte das für gefährlich.

  64. Ein (ehem.) Sympathisant sagt:

    Ach du Schande, wenn ich Kommentare wie den von saarworres hier lese, dann muss ich Chris zustimmen: Die PP wird sehen, was passiert, wenn die Kacke fliegt. Hoffentlich hagelt es demänchst Anzeigen wegen Holocaustleugnung und Volksverhetzung!

    Wie kann man sich derart dumm um Kopf und Kragen reden? Wie kann man derart dumm sein? Sogar zu dumm, einmal einen Blick in einschlägige Geschichtsbücher zu werfen (nein, nicht den Dreck, den Thiesen & Co. empfehlen, nicht die bunten Bücher aus dem Motorbuchverlag mit den vielen hübschen Panzern)! Ich fasse es nicht, dass jemand aus der PP-Führungsebene den Angriff auf ein Land, dessen Besetzung, die Ermordung seiner Einwohner, die Ausbeutung seiner Ressourcen in der PP gutheißt! Nochmal, für die Dummen im Vorstand der PP: Der Angriff auf Norwegen war nur deshalb erforderlich, weil Hitler vorher Polen angegriffen und den Zweiten Weltkrieg begonnen hat! Nach der Logik von saarworres ist es also in Ordnung, wenn das Dritte Reich, Norwegen überfällt, weil man damit auf Länder reagiert, die sich gegen einen Angriffskrieg zur Wehr setzen? Oh Sancta simplicitas!

    Nochmal: Wieviel Fachidiot muss man sein, um nicht zu kapieren, dass ihr eine gute Sache kaputt macht? Ein Netbook zu besitzen macht wohl doch kein helles Köpfchen. Ein wenig Allgemeinbildung stände euch gut zu Gesicht! Euch werden sie medial grillen. Zu recht!

    Und ich mach’ mein Kreuzchen wohl doch wieder bei den Grünen!

  65. M sagt:

    Also in dem Moment wo ich so ein Gerücht offen auf einem Parteitag ausgesprochen höre, würde ich mich doch wenigstens enthalten, bis ich die Zeit hatte das zu prüfen.

  66. Marcel sagt:

    @somlu
    und vielleicht ist uns allen nur klar, dass wir keine partei wählen, die wie die etablierten parteien unter umständen extrem rechte bzw extrem linke leichen aus opportunismus in bestimmten höheheren positionen toleriert. für sowas braucht man keine neue partei.

    chris hat schon sehr recht mit seiner beobachtung. ein spinner an der basis, das macht bauchschmerzen, ist aber leider teil ein jeder partei und gruppierung, so wie es in jedem dorf auch die ueblichen spinner gibt. so jemanden aber sehenden auges zu wählen ist selten dämlich, selten ignorant und beweist im schlimmsten fall die «ist uns doch egal haltung», die der PP immer mal wieder vorgeworfen wird.

  67. Anonymous sagt:

    Wäre es nicht demokratischer gewesen entsprechend Druck auf die Partei(-spitze) auszuüben, damit die Sache offiziell geklärt wird bzw. man eine offizielle Stellungnahme erhält, wie denn so jemand (mit der aktuellen «Beweislage») geduldet werden kann? Dann würde man vielleicht ein übergreifendes Statement der PP erhalten und könnte sich dann entscheiden, ob diese Partei für einen wählbar ist oder eben nicht.

    Die Partei aber für unwählbar zu deklarieren, nur weil es dort einen Deppen (vielleicht auch mehrere) gibt, um den sich bisher nicht viele geschert haben (mal als Gegensatz zu «es haben alle gewusst»), finde ich doch sehr polemisch. Für mich betreibt F!XMBR damit gleiche Hetze wie BILD und Co es (teilweise) tun. Es wäre somit nur korrekt wenn sich dieses Blog bei zukünftiger Hetzkritik nicht ausnimmt. Soviel Fairness muss schon sein. Ansonsten ist F!XMBR einfach unglaubwürdig.

    Nichts desto trotz hat Chris damit recht, dass dieser Mann untragbar ist und der PP schadet. Auch wenn es innerhalb der Partei und ihren Anhängern ein anderes Verständnis von Informationsfreiheit gibt, weht in diesem Lande bezüglich des Themas ein anderer Wind. Und auch wenn einige nach Identitätsverlust schreien, ist es vielleicht manchmal einfach einen politischen Schachzug zu wählen.

  68. Chris sagt:

    @Alex:

    @Chris: Vorschlag: veröffentliche dein Blogeintrag in voller Länge, denn bei einem Klick auf die Kommentare (Mainpage) überspringt man (so auch ich) 75% des Eintrags mit den so wichtigen Zitaten.

    Ne, die Arbeit kann ich den Leuten nicht abnehmen… ;-)

    @Chris\\Das3Zehn: Okay, aus Deiner Sichtweise ist es vielleicht so. Dann ist es aber jetzt an der Zeit, schnell und entschlossen zu handeln. Der Ball liegt im Spielfeld der Piraten.

    @Claudia:

    der Holocaust ist Staatsräson, seine Leugnung eine Straftat — und wer auch nur in den Verdacht gerät, daran etwas deuteln zu wollen, wird quasi ausgespien wie eine heiße Kartoffel. Und wer sich nicht distanziert, gleich mit…

    Und das ist auch gut so. So gerät die Vergangenheit niemals in Vergessenheit. Allein hier in den Kommentaren gibt es mittlerweile ein Fundus an Wissen und Links.

    @Tueksta: Bei anderen Parteien kritisiere ich es genauso. Nur weil die anderen es so machen, muss ich es bei der Partei, mit der ich zur Zeit sympathisiere, nicht tolerieren.

    @yetzt:

    anstatt von den piraten eine offensive und proaktive auseinandersetzung mit der kritik einzufodern, versuchst du, schonmal den viebeschworenen sturm aus scheiße loszutreten

    Falsch, das war nur ein Hinweis auf die Formulierung, mit der die Piraten bei der SPD immer schnell zur Hand sind.

  69. Anonymous sagt:

    Ist doch grandios. Endlich haben auch Rentner einen Grund die Piraten zu wählen. ;-)

  70. born2hula sagt:

    Hallo Chris,

    auch ich sympathisiere im Grunde mit den Zielen der Piratenpartei. Als ich vor einigen Monaten von dieser Thiesen-Geschichte erfuhr, habe ich im Parteiforum mal nachgehakt.

    Piraten = rechts = links oder z.T mit NPD?

    Die Reaktion von Elcon, der ebenfalls ein äußerst aktives Mitglied der Piratenpartei ist, fand ich derart unfassbar, dass ich mein Kreuz dann letztendlich doch woanders gemacht habe.

    Grüße,
    b2h

  71. Bernd sagt:

    Wie kann man nur die Grünen wählen, die die Otto-Kataloge durchgewunken haben (für den es nicht umsonst die BigBrotherAward gab)? Danke für den elektronischen Pass, den Fingerabdruck in ebenjenem, erweiterte Schnüffelvollmachten für BND und BfV…

    Tut mir leid, aber die Grünen sind für mich unwählbar. Tritt die APPD wieder an? :)

  72. Anonymous sagt:

    Piraten standen auf der Liste der Alternativen (besser als nicht zu wählen) derzeit an Position 1. Aber mir wird klarer und klarer: dieses mal bekommt die FDP meine Stimme. Und bevor gleich der schäumende Mob auf mich losgeht: Die FDP ist **garantiert** nicht verlogener als die Grünen, dafür gibt es dort keine Altlasten a.k.a. Mutterkornlutscher. Diese latente Technikfeindlichkeit, die bis heute weite Teile der Grünen für sich einnimmt, ist für mich einfach ein No-Go («Ich bin gegen jede Straße»). Ihr mögt das anders sehen (insbesondere Oliver, wie man weiß wenn man sein privates Blog liest), aber für mich ist dem so.
    Eine große Koaltion wäre das Schlimmste. Bei Schwarz-Gelb wird Gelb ein gesundes Regularium darstellen, und zwar ein relativ standhaftes. In der Landespolitik klappt das z.B. hier in BaWü ganz gut (Minister Goll!), ohne die FDP würde die CDU hier mächtig mit uns Schlitten fahren.

    Und wenn ich solche Zeilen über die Piraten lese bestätigt das meine Haltung. Denn wenn man Sie bei dieser Bundestagswahl wählt, wäre das nur der Symbolik wegen. Doch **solche** Symbole will ich **nicht** setzen. Chris, du hast gerade den Piraten eine Stimme gekostet.

  73. […] Heute wird einer der Gewählten als Holocaust-Verleugner gebrandmarkt. […]

  74. Chris sagt:

    Mein Artikel wird im Übrigen von den Piraten gerade bestätigt. Positiv, dass man jetzt versucht, zu diskutieren:

    Benutzer Diskussion:Bodo Thiesen/Stellungnahme persönliche Meinung vs. Parteimeinung

    Dass natürlich alle aufschreien, das wäre sein Meinung, bleibt ein No-Go.

    Freiheit bedeutet auch immer ein hohes Maß an Verantwortung. Und genau das beweist und zeigt die Piratenpartei nicht. Erschreckend.

  75. Oh Mann. Oh Mann.

    Und dabei gibt es doch genug Infos gerade zu diesem Thema im Netz. Kann man sich doch mal informieren!

    Es fehlt offenbar wirklich an der Wertebasis.

  76. […] Aufschrei folgte stante pedes: “Bloedheit” bis zu einer “Relativierung des Holocaust” wollte man in dem Zitat erkennen, wenn hier offenbar der Holocaust auf eine Stufe mit der Aussage […]

  77. […] und nun warte ich auf eine Stellungnahme. *zornig* 2. UPDATE: Chris hat auch so einiges zum Thema Bodo auszusetzen, auch wenn er für meinen Geschmack dann doch etwas […]

  78. yetzt sagt:

    @chris: mir gehts nicht um das zitat, sondern um die (von mir so vermutete) zielrichtung des artikels. ich habe nicht den eindruck, dass du mit diesem artikel die absicht verfolgst, dass sich die piraten mit rassismus, antisemitismus und dem dritten reich auseinandersetzen, sondern der artikel skanalisiert eine personalie, schürt empörung und disztanzierung von den piraten als gesamtes. entschuldige, aber diese mechanismen (nicht die form!) sind springeresk.

    diskurse einzufordern finde zumindest ich erstrebenswerter und im hinblick auf eine gesellschaftliche emanzipation auch zielführender als den ruf nach (metaphorisch) rollenden köpfen.

  79. engola sagt:

    Och, schitte, @Ein_(ehem.)_Sympathisant, jetzt sind wieder die Grünen dran. — Eine Partei die uns anlügt, die uns den ersten Angriffskrieg der Bundesrepublik verschafft hat … meiomei. Es begann mit einer Lüge (Teil 1) — Deutschland im Kosovo 99

    Diese Diskussion ist müßig, versteht doch, die Parteiendemokratie wie wir sie haben ist am Ende. — Nutzt eure Energie für besseres. #Revolution anyone?

    Die Leute im Bundestag geben gerade euer Geld aus und versklaven euch/uns damit. #Feudalismus_modern — Sie freuen sich gerade, daß die Energie in Sinnlosdiskussionen verschleudert wird. #Trigger

    Sorry, aber ich kann die Vorgänge in diesem Land nicht mehr ernst nehmen. #Systemwechsel findet statt. — Geht raus zum Beeren pflücken, denn die braucht ihr wirklich.

    Herzliche Grüße an alle!
    Auf zum besseren!

  80. M sagt:

    born2hulas Beiträge im pp-forum sind vom 12.05.2009 — der Parteivorstand hatte also alle Zeit der Welt dieses Debakel beim Parteitag zu verhindern. Und. Tat. Es. Nicht.

  81. Arno Nuem sagt:

    @Chris
    Danke für diesen Beitrag. Ich bin 100% d’accord mit Dir.

    Dem Parteitag war es bewusst und dieser hat ihn gewählt. Das ist nicht akzeptabel.

    … und ich habe der Partei wesentlich mehr zugetraut. Na ja, so kann man sich täuschen. :(

  82. Chris sagt:

    Der Herr Thiesen ist echt eine Granate. Er hat in seiner Rede auf dem Parteitag Arbeitslose als Lügner beschimpft:

    Anmerkung: Wir brauchen ne einfache Lösung. Anmerkung: Ich bin der PP beigetreten, da war ich Student. Jetzt bin ich Hartz-IV-ler, ich habe nicht einmal Antrag auf Ermäßigung gestellt. Ich bilde mir ein, dass 3 EUR/Mon durchaus berappt werden kann. Wer behauptet das nicht zu können ist ein Lügner. Applaus.

    Bundesparteitag 2009.1/Protokoll (Suche nach Lügner, 1. Treffer)

    (via)

    @engola: Welches Kraut nimmst Du da? :)

    @All: Ich muss mich hier nicht mit Springer Co. vergleichen lassen. Ich hoffe, das war eindeutig.

    Ich muss gleich im Übrigen ans Geldverdienen denken. Es kann also sein, dass vor heute Abend kein Kommentar mehr freigeschaltet wird.

  83. Anonymous sagt:

    @ all
    Ohne Zweifel ist die Wahl von B. Thiesen, in ein (wenn auch «kleines») Amt, für die Piraten ein Schuss ins eigene Knie. Schämen solltet Ihr Euch, die Ihr Euch so gerne als DIE Vertreter der Informations– und Kommunikationsgesellschaft versteht. Jetzt zu sagen, die Leute hätten von nichts gewußt ist der Offenbarungseid der netzaffinen Gemeinde. Wer dachte, die «causa Tauss» — die schon kontroverse Dispute ausgelöst hat (genau, da sagten auch schon einige: jetzt sind sie unwählbar) wäre ein GAU, der muss nun alle Hoffnung aufbringen, dass aus Thiesen kein (medialer) SuperGAU wird.

    @Chris
    Ich kann Deine Endtäuschung verstehen, ja ich teile sie sogar. Deine Reaktion aber verstehe ich nicht.
    Das ist mir ein Vergleich mit Stasi2.0 wert.
    Weil einige wenige als Gefährder der Gesellschaft eingestuft werden, sollen alle Bürger durch die VDS überwacht werden.
    Weil eine Person (ich kann mir auch vorstellen, dass von den vielen «Neumitgliedern» einige aus dem rechten Spektrum kommen, da sie durch die Zensurdebatte eigene Nachteile beführchten) in einer (sehr jungen und überwiegend jugendlichen) Partei zur Unperson erklärt wird, ist die Partei nicht mehr wählbar.

    Sorry, aber jetzt den Grünen (ja, Otto war auch mal einer, und Joschi und der Kosovo und die Frauenfraktion der Grünen findet Stopp-Schilder im Internet auch ganz gut als flankierende Massnahme, …) noch mal eine Chance geben zu wollen hört sich m.E. ganz stark nach Resignation an.

    Ich selbst bin parteilos und habe das Posting zweimal gelesen und bin auch den Links gefolgt ;)

  84. Stasi2.0 sagt:

    @ all
    Ohne Zweifel ist die Wahl von B. Thiesen, in ein (wenn auch «kleines») Amt, für die Piraten ein Schuss ins eigene Knie. Schämen solltet Ihr Euch, die Ihr Euch so gerne als DIE Vertreter der Informations– und Kommunikationsgesellschaft versteht. Jetzt zu sagen, die Leute hätten von nichts gewußt ist der Offenbarungseid der netzaffinen Gemeinde. Wer dachte, die «causa Tauss» — die schon kontroverse Dispute ausgelöst hat (genau, da sagten auch schon einige: jetzt sind sie unwählbar) wäre ein GAU, der muss nun alle Hoffnung aufbringen, dass aus Thiesen kein (medialer) SuperGAU wird.

    @Chris
    Ich kann Deine Endtäuschung verstehen, ja ich teile sie sogar. Deine Reaktion aber verstehe ich nicht.
    Das ist mir ein Vergleich mit Stasi2.0 wert.
    Weil einige wenige als Gefährder der Gesellschaft eingestuft werden, sollen alle Bürger durch die VDS überwacht werden.
    Weil eine Person (ich kann mir auch vorstellen, dass von den vielen «Neumitgliedern» einige aus dem rechten Spektrum kommen, da sie durch die Zensurdebatte eigene Nachteile beführchten) in einer (sehr jungen und überwiegend jugendlichen) Partei zur Unperson erklärt wird, ist die Partei nicht mehr wählbar.

    Sorry, aber jetzt den Grünen (ja, Otto war auch mal einer, und Joschi und der Kosovo und die Frauenfraktion der Grünen findet Stopp-Schilder im Internet auch ganz gut als flankierende Massnahme, …) noch mal eine Chance geben zu wollen hört sich m.E. ganz stark nach Resignation an.

    Ich selbst bin parteilos und habe das Posting zweimal gelesen und bin auch den Links gefolgt ;)

  85. WhiteHotaru sagt:

    Erstmal danke für die Recherche. Interessanter Hintergrund. Ich hoffe seine Wahl ist auch der Unübersichtlichkeit geschuldet, die Folge des extremen Wachstums der Partei ist. Ich hoffe weiterhin, dass die nächsten Jahre hier zu mehr Klarheit führen werden. Viele Mitglieder scheinen vor allem Handeln zu wollen, ohne vorher die Konsequenz dieser Handlungen tiefer zu überdenken. Viele scheinen ausserdem wenig Zeit und Lust zu haben, sich im bundesweiten Parteigeschehen zu engagieren. Daraus folgt, dass die gewählt werden, die sich bereit erklären, nach dem Motto: Wir sind ja alle Piraten und jeder darf seine Meinung haben, ist ja nicht Meinung der Partei. Dummerweise wird das dann in der Öffentlichkeit Parteimeinung. Schließlich bringen offizielle Vertreter ihre Meinung mit in die Partei ein, es wird sogar von ihnen erwartet.

    Ich halte es allerdings für falsch, sie gleich als unwählbar hinzustellen. Als Stachel im Fleisch der etablierten Parteien, macht sich die PP sehr gut. Sie bietet meines Erachtens nach die Möglichkeit eines gemäßigten Protestwählens.

    Ich persönlich sehe auch Potential bei den Grünen, aber die sollten dann so langsam mal das Thema »Internet« und »Zensur« verstärkt auf ihre Fahnen schreiben. Die Enthaltungen bei der Abstimmung zum Verhinderungsgesetzt waren wirklich ein Fail.

    Just my 0,02€

  86. Till sagt:

    Dazu zwei Gedanken.

    1: Dass seltsame Gestalten — ich hoffe, das ist nicht zu verharmlosend — in «jungen» Parteien gehäuft versuchen, unterzukommen, ist wahrscheinlich ganz allgemein so. Auch die WASG und die Grünen der 1980er Jahre hatten damit Probleme. Die Frage ist nur, wie eine Partei damit umgeht. Einmal in Funktion des Parteitags, also der Basis — die haben wohl gesagt, wir wählen den -, und dann in Funktion der exekutiven Partei, also des Vorstands. Der ist jetzt also gefragt, hier klare Abgrenzungen hinzukriegen, um die Piraten im politischen Spiel zu halten.

    2: Ich nehme an, dass das allerdings nicht ganz einfach werden wird, und das hat etwas mit der zentralen Programmatik der Piratenpartei zu tun. Wer — ich verkürze jetzt etwas, aber letztlich läuft es darauf hinaus — Redefreiheit als einzigen politischen Grundwert setzt, muss logisch gesehen erst einmal auch für Redefreiheit für Nazis plädieren. Absolut gesetzt, muss Redefreiheit auch für die gelten, die diese abschaffen und deren Grundlagen zerstören wollen. Wer als politische Partei diesem Gedankengang nicht folgen will, also bestimmte Meinungsäußerungen aus dem politischen Diskurs ausschließen möchte, muss eine umfassendere politische Positionierung hinkriegen. Und das heißt eben auch, sich als Partei z.B. im Links-Rechts-Schema zu verorten (bzw. über den Grundwert der Redefreiheit hinausgehende Fragen nach Wertsetzungen und Gewichtungen zu beantworten). Noch erscheinen die Piraten mir hier als ziemlich naiv — und werden wohl deswegen erst einmal ziemliche Probleme mit der notwendigen Abgrenzung von Holocaust-LeugnerInnen etc. haben.

  87. Derk sagt:

    Hmmm, die aufkommenden Diskussionen um BT stimmen mich nachdenklich. die Person, die ich auf dem Parteitag erlebte passt irgendwie nicht zu diesen Vorwürfen — oder doch? Da ich BT nur auf dem BPT kennengelernt habe und das in aller Regel auch nur wenn er das Mikrofon ergriffen hat, hat er bei mir das Bild eines sehr auf Formalien bedachten aber gut informierten Piraten gemacht. Bei dem kitischen Frager wurde ich hellhörig, aber als auf die Erwiderungen keine Diskussion aufkam obwohl ausreichend Altmitglieder anwesend waren, hielt ich das Thema für geklärt.

    Aber es scheint nicht so.
    Leider sind aber die Vorwürfe gegen die Äusserungen auf die Vergangenheit bezogen und nachdem BT vom Vorstand die offizielle Rüge bekam (2008-06-05 — Vorstandssitzung) hat er lediglich seinen Wiki-Eintrag verfasst, den er als Stellungnahme zu den Vorwürfen sieht und der übrigens keine Parteimeinung darstellt, Wiki-Benutzerseiten sind auch für Nicht-Parteimitglieder anzulegen.

    Es wird auch schon fleissig parteiintern diskutiert wie mit dem erneuten Hochkommen der Vorwürfe und der Art und Weise der Stellungnahme/ dem Wiki-Eintrag umgegangen werden soll.

    Gruss,
    Derk, Pirat

  88. kritiker sagt:

    Es gab schon mal eine Rüge vom Bundesvorstand für Thiesen und zwar 2008 — kann jeder nach lesen hier:

    TOP 4.1: Revisionismusdebatte

  89. webrebell sagt:

    @Autor: Würd mich freuen, wenn du kurz die Änderung in Bezug auf Bodo Thiesen dir kurz durch liest. Danke dir!

    TOP 4.1: Revisionismusdebatte

    Schöne Grüße aus Augsburg
    :)

  90. saarworres sagt:

    @Thorsten
    @bedenkenleger

    Es geht hier nicht um Floskeln die vom wahren Sachverhalt ablenken sollen, noch darum,dass so lange zu verdiversifizieren bis sich das Interesse gelegt hat und dann nichts passiert. Die Aussage der etablierten Parteien kommen da auch nicht von ungefähr, sie enden nur meist so!

    Es wird nicht nur bei «dubiosen Personen» differenziert, sondern bei JEDEM. Es fällt nur bei denen nicht so auf wie bei den «dubiosen» bei denen man sich aufregen kann.

    Es werden faktische Maßnahmen gefordert, die einem Parteiinternen Gerichtsverfahren gleichkommen. Nicht umsonst heißt das «Schiedsgericht».
    Es ist nämlich eben so hart an faktischen Grundlagen orientiert. Es gibt Regeln dafür uns das aus guten Grund. Die sehen auch erstmal kein Parteiausschluss vor, bzw. muss dafür schon genügend harter Beweis her.
    Ich zog bereits den Vergleich mit der NPD. Nur weil ich weiß, was dahinter steckt und ahne was es soll, kann ich sie als Demokrat nicht ohne ahndbare Beweise verbieten und sollte mir klar sein das der Wunsch danach, zwar menschlich ist, aber als liberaler Demokrat besser in der Abstellkammer bleibt.

    Ich weiß was «Jan van Helsing» und Hans Werner Woltersdorf darstellen. Das Widerlichste was mir persöhnlich nie unter die Nase kommen soll.
    Dennoch muss ich den Leuten zugestehen, dass sie den größten Scheiss lesen dürfen und kann nicht davon ausgehen, dass sie deshalb mit dem Inhalt konform gehen, oder selbst wenn sie das tun (was zumindest nach allem was ich lese ja bedauerlicher Weise der Fall zu sein scheint), ich das irgendwie Ahnden kann, oder mir wirklich wünschen sollte das tun zu können. Solange die besagten Bücher nicht auf dem Index stehen (was ich gerade versuche herauszufinden) sind sie durch eben das Grundgesetz gedeckt, dass wir angetreten sind zu verteidigen. Trotz allem möchte ich den Mann auch persönlich darauf ansprechen.

    Nochmal. Moralisch kann euch nur zustimmen. Aber «Links» zu sein, kann eben nicht nur bedeuten wie Indimedia alles was aus der anderen Ecke kommt gleich am liebsten Mundtot zu machen. Eine Partei ist keine Privatveranstaltung und deshalb gibt es kein Hausrecht um die Typen «mal so» rauszuwerfen; und wenns mich noch so ankotzt, sollte ich froh darüber sein das es eben nicht «mal so» geht. Auch ich kenne den Reflex sehr gut. Auch bei mir tritt er auf. Nur folgen darf ich ihm nicht wenn ich nicht nach «Rechts» rücken will.

    Ich kann nicht gegen einen Präventionsstaat sein, aber präventiv (nach Gesinnung und ohne harte Beweise ahndbarer Handlungen) loslegen sobald mir die Gesinnung nicht passt! Ich kann nicht gegen eine Killerspieldebatte sein, aber in dem Fall so tun, als würden Bücher ihre Leser automatisch zu Nazis machen. Dann müsste ich ebenso davon ausgehen, dass Ego-Shooter gewalttätig oder Rennspiele verkehrgefährdend sind.

    Ich kann nicht Tauss aufnehmen und begrüßen, von Unschuldsvermutung faseln (obwohl er den Besitz zu gibt — ABER BEGRÜNDEN kann!) , ihn verteidigen und darauf warten wie das Verfahren ausgeht, aber im Gegenzug ausrasten wenn einer rechten Müll von sich gibt!

    Wir WERDEN SO ODER SO DURCH EINEN STURM AUS SCHEISSE GEHEN!! Egal was Bodo Thiesen von sich gibt oder nicht. Darüber mache ich mir keine Illusionen. Die Grünen wurden hindurch geschickt, die Linken werden es noch und bei der Piratenpartei ist man früher aufgewacht. Der Erfolg in Schweden und der Europawahl macht auf uns aufmerksam und die konservative Presse wird sich das bashen einer Minderheit nicht entgehen lassen.

    Aber aus Angst davor, eine Person aus einer Partei auszuschließen oder Mundtot zu machen etc. ist das, was die SPD auf ihrem Parteitag in kleinen getan hat. Wenn ich so schnell vorgehe, ungeachtet meines Brechreiz bei allem was ich gerade von Herrn Thiesen lese, dann hätte ich ich gleich woanders als Parteimitglied einschreiben können.

    Je nachdem welche Äußerungen Bodo Thiesen macht, bzw. was davon faktisch Ahndbar ist, bin ich der erste der Maßnahmen fordert. Aber Müll ist aber eben «nur» Müll. Ich selbst muss dem nicht folgen und darf es so nennen. Also muss ich es akzeptieren, sonst habe ich nichts anderes als eine Gesinnungsclique mit entsprechenden Haftungsregeln die sich «Links und Liberal» bloss auf die Fahnen kritzelt.

    Zu guter letzt:
    Das Herr Thiesen gewählt wurde, sagt gar nichts über die Partei aus. Wir sind innerhalb von 3 Wochen auf 3000 Mitglieder angewachsen. Alle konnten zum Bundesparteitag kommen und hatten Stimmrecht. Das «es mal angeprochen» wurde, bleibt Inhaltsleer und gerade deshalb unbedeutend.

  91. yetzt sagt:

    @chris: du solltest eine analogie, die ich nicht gemacht habe (weil ich analogien falsch finde), von einer analyse unterscheiden können.

    ich habe in der tat den eindruck, dass der artikel wie ein springer-artikel wirkt (im sinne von ein ergebnis erzeugt): es wird empörung aufgebaut und nicht eine debatte eingefordert.

    ich würde gerne wissen, ob das deine absicht war.

    wenn ich den eindruck gemacht haben sollte, ich würde dich mit einem springer-schreiber und dieses blog mit bild vergleichen: das war nicht meine absicht. ich bin mehr an der debatte und deren ergebnis interessiert als am rechthaben.

  92. ein Pirat sagt:

    Guten Tag.

    Ich bin Pirat, Halbisraeli, kenne Bodo persönlich und war gestern auf dem Parteitag. Meine Familie hat direkt unter der Shoa gelitten.

    Bodo ist vielleicht ein Depp, sogar ziemlich sicher, aber er ist kein Neonazi oder ähnliches. Er leidet meines Erachtens darunter, dass er nicht weiß, wie man eigentlich Quellenkritik betreiben sollte. Das führt dazu, dass er oft einfach Stuß redet, aber meist sehr strukturiert. Nicht weil er es böse meint, oder einer Ideologie frönen will, einfach nur weil er es nicht besser weiß. Ich habe mich da schon mehrfach mit ihm gezofft. Ich habe nicht für ihn gestimmt, aber ich werde mich trotz dessen weiter in der PP engagieren.

    Egal. Darum ist er von vielen als Ersatzrichter, einem wirklich nebensächlichen Amt, gewählt worden: er braucht wenn dann nur die Satzung der PP als Code zu interpretieren, und das kann er wirklich gut.

    Ich kann jetzt nur um eine Sache bitten: es sind mehrfach Vorwürfe gegen Piraten in diesen Kommentaren erschienen. Leugnung des Holocausts *ist* eine Straftat. Wenn ihr glaubt, dass das jemand von uns gemacht hat, reicht Anzeige ein. Ein Gericht wird euch entweder recht geben oder nicht. So betreibt ihr hier nur Hetze. Ich würde es selbst machen, wenn ich wirklich überzeugt wäre, dass ihr Recht hättet (abgesehen davon hätte ich Bodo selbst zusammengefaltet, eben wegen meines Hintergrundes)!

    Soweit von mir.

    Natürlich könnt ihr jetzt einfach weitermachen. Bin gespannt.

    Nachtrag: Bodo hat nicht Arbeitslose als Lügner bezeichnet. Das ist unzulässig verallgemeinert. Er hat klargestellt, dass er als Hartz-IV-Empfänger die Summe aufbringen konnte und er der Meinung ist, dass das jeder kann. Kann es sein, dass du eigentlich nur wem ans Bein pissen willst, auf Teufel komm raus?

  93. saarworres sagt:

    @Ein (ehem.) Sympathisant

    Ich fasse es nicht, dass jemand aus der PP-Führungsebene den Angriff auf ein Land, dessen Besetzung, die Ermordung seiner Einwohner, die Ausbeutung seiner Ressourcen in der PP gutheißt! Nochmal, für die Dummen im Vorstand der PP: Der Angriff auf Norwegen war nur deshalb erforderlich, weil Hitler vorher Polen angegriffen und den Zweiten Weltkrieg begonnen hat! Nach der Logik von saarworres ist es also in Ordnung, wenn das Dritte Reich, Norwegen überfällt, weil man damit auf Länder reagiert, die sich gegen einen Angriffskrieg zur Wehr setzen? Oh Sancta simplicitas!

    Oh Sancta simplicitas! Dabei kann ich Dir nur zustimmen. Das habe ich nämlich gar nicht getan, wie Du meinen ersten Ausführungen sehr leicht entnehmen kannst:

    Eine strategische Betrachtung des Kriegsverlaufes nimmt nichts an der Schuld, eben jenen erst angezettelt zu haben. Das verändert nichts an den Fakten. Hitler war Hitler! Kriegsgelüste, Kriegsängste, Angriffspläne oder Reaktionen hin oder her. Millionenfacher Massenmord bleibt millionenfacher Massenmord.

    Da ist keine Rede von «in Ordnung».

  94. sinahawk sagt:

    Nein, definitiv nicht mehr wählbar, danke für die Aufklärung. Schade, es scheint einfach keine vernünftige Alternative zu den großen Parteien zu geben.

  95. Blaumeise sagt:

    Also von dem Geschwurbel eines Einzigen, der offensichtlich Begriffs-Haarspalterei betreibt auf die Unwählbarkeit einer Partei zu schließen… das ist etwa die gleiche Haarspalterei und Du damit etwa auf dem gleichen Niveau angekommen.

    Die Piraten sind die einzige Partei, die momentan das Thema Bürgerrechte öffentlich vorrantreibt. Und die haben momentan aufgrund des immensen Wachstums andere Sorgen, als sich mit den wenig sinnvollen Ergüssen einzelner Leute auseinanderzusetzen.

    Aber wenn Du glaubst, bei der CDU ist weniger reaktionäres Personal unterwegs und die Partei ist weniger «rechts» als die PP, dann musst Du halt da Dein Kreuzchen machen, wo regelmäßig irgendwelche Landsmannschaften «ihr» Land zurückfordern. S-u-p-e-r Idee…

    Naiv nennt man sowas dann.
    Schade.
    Bisher war der blog eigentlich recht interessant und ausgewogen.

  96. […] (Weitere Beispiele finden sich auch auf fixmbr.de) […]

  97. marcel sagt:

    die frage ist eigentlich, was er mit diesem zitat wirklich meinte.

    seine aussage an sich stimmt natürlich. wenn etwas als wahrheit gesetzlich vorgeschrieben ist ist die diskussion darüber sinnlos. natürlich ist es ein schlimmer griff in die kloschüssel, wenn man den holocaust als beispiel heranzieht. damit kann man sich nur die finger verbrennen.

    wenn er damit allerdings durch die blume sagen wollte «es gab keinen holocaust» und er am ende gesetzlich vorschreiben will «es gab ihn nicht» ist es eine schreckliche sache.

  98. Anonymous sagt:

    Dieser Bodo Thiesen ist eindeutig ein Antisemit, was etwa dieser Satz in seinem PP-Wiki bezeugt:

    Schon in der Bibel kann man nachlesen, daß die Juden (interessanterweise aber nur unter einander) keine Zinsen nehmen (oder geben) durften. Offenbar gab es schon damals jemanden, der die Problematik begriffen hatte. Dieser Grundsatz ist als fester Bestandteil in das Wirtschaftssystem zu integrieren.
    Eine solche Person kommt als politischer Mitkämpfer überhaupt nicht in Frage. Und wenn hier andere Piraten versuchen, diese Aussagen zu relativieren und ein Parteiausschluss solcher Personen nicht die Konsequenz ist, dann wird die Piratenpartei nie wieder meine Stimme bekommen.

  99. Torsten sagt:

    @saarworres: Lassen wir das Geschwafel: Findest Du die Wahl von Thiesen in ein offizielles Parteiamt bei der Piratenpartei in Ordnung, obwohl der Bundesvorstand von seinen Aussagen wußte?

    Wie erklärst Du Dir, dass es bislang (Stand: Montag Mittag) keine offizielle Stellungnahme seitens der Piratenpartei zu dem Vorgang gibt, zum Beispiel bei Twitter? Ist das nicht etwas seltsam für eine maßgeblich durch das Internet geprägte Partei?

  100. Ein (ehem.) Sympathisant sagt:

    Wann merkt ihr Piraten eigentlich, dass es weniger um die Person BT und um seine Haltung geht als um eure, medial derzeit unglückliche Reaktion? Warum, saarworres, gibt es keine rasche Distanzierung des Vorstandes, des Präsidiums, was immer die PP da auch haben sollte? Nein, statt dessen beruft ihr euch auf formale (Meinungs-)Freiheit (was ja auch okay wäre, wenn entsprechende zivilgesellschaftliche Verantwortung als Institution, auch für die dt. Geschichte, dahinter stünde … als dem. Partei seid ihr dazu m. E. mind. ethisch verpflichtet ) und wiegelt ab oder zündet Nebelkerzen: was soll das Geschwätz von Index und NPD (warum vergleicht ihr euch zwanghaft mit denen?) und dummen Büchern? Klare und sofortige Distanzierung auf den Wikiseiten, dann Untersuchung und dann ev. Parteiausschluss. Was spricht dagegen? Muss ich daran erinnern, dass es selbt die dröge CDU schaffte, Martin Hohmann rauszuwerfen? Der ist mit weniger aufgefallen.
    Lächerlich übrigens, dass ihr, dir «Löschen statt sperren» brüllt, jetzt lieber bez. der Wiki-Äußerung gar nix tut. Es ist euer Server, völlig egal, welche Userseite und ob’s nach dem Wikiprinzip geht (ihr seid auch nicht die Wikipedia, sondern eine Partei im Wahlkampf).
    Und nochwas: «Um Kopf und Kragen» meint, dass ihr offenbar nicht kapiert, was BT für ein gefundes Fressen für die anderen darstellt. Im Gegenteil, mit deinen semi-offziellen Äußerungen als Vorstandsmitglieg zum Überfall auf Norwegen gibst du dem Mann ja sogar noch recht und läßt halbwegs historisch gebildete nur den Kopf schütteln. Glückwunsch.
    Ich muss mal eure Satzung lesen, offenbar ist euer Freiheitsbegriff nur formal und von jeder Verantwortung und von jedem Wertbegriff gereinigt. Wäre schade.

  101. Pandur2000 sagt:

    Die Aussagekraft einer Partei an einer Person zu messen ist nicht nur fragwürdig sondern zeugt von Dummheit.

    Wer sich Basisdemokratie auf die Stirn schreibt muss auch mit solchen Menschen in seiner Basis leben, solange sie nicht wegen entsprechender Dinge verurteilt wurden. Auch wenn es wehtut. Davon ab glaube ich nicht, dass all zu viele Piraten überhaupt etwas von Herr Thiesens Äußerungen in der Vergangenheit wussten — oder diese gelesen haben. Mich eingeschlossen.

  102. ichichich sagt:

    Eine gewisse Geschichtsvergessenheit kann man auch anderso bei den Piraten beobachten. Jede andere Partei, die ein solches Motiv plakatiert hätte, wäre gegrillt worden. Ich sehe nicht ein, hier mit zweierlei Maß zu messen.

  103. MatthyK sagt:

    Ich finde es sehr bedenklich, dass es doch einige gibt, die an Äußerungen eines einzigen Mitgliedes ihre komplette Haltung gegenüber der Piratenpartei aufhängen. Aber alle gemeinsam haben wir doch aber irgendwie das Bedürfnis, in der Politik von Strukturen, die von Einzelpersonen getragen werden, wegzukommen!

    Bodo Thiesen ist über Aktivität und Engagement in sein Amt (Ersatzrichter Bundesschiedsgericht) geraten — nicht weil seine Äußerungen in irgendeiner Weise Anklang gefunden hätten. Tatsächlich dürften nur den allerwenigsten Anwesenden auf dem Bundesparteitag diese Äußerungen überhaupt bekannt gewesen sein.

  104. Falk D. sagt:

    Das Amt des _Ersatz_-Richters im Schiedsgericht sehe ich als erstmal weniger wichtig, da die hauptamtlichen Partei-internen Schlichter, auch aufgrund ihrer Zuverlässigkeit gewählt wurden.

    Ich werde Bodo hier nicht verteidigen, meiner Meinung nach ist er nicht zu kritischem Hinterfragen fähig. Zu oft kam er auf dem bpt09 mit als Fakt präsentiertem gequirltem Blödsinn daher, zumindest konnte ich ihn mehrfach dabei stellen. Und im Grunde ging keiner seiner Anträge schadlos durch.

    Die «Affäre Bodo Thiesen» wurde übrigens Thema, bei seiner Wahl. Angesprochen, da aber aufgrund der gelebten Basisdemokratie, der bpt09 da schon 6 Stunden hinterhing, zugegebenermaßen nicht ausführlich beleuchtet.

    Allerdings glaube ich, dass seine Äußerung weniger Bosheit als mangelnder Reife und wie oben erwähnt zu wenig Denkschulung zuzurechnen sind. Die Piraten waren vorher zu klein und solche Personen, die aus ihrer Lebenssituation heraus viel Zeit zur Verfügung haben, können in einer Partei in Gründung viel erreichen, aber mit Erstarken der Strukturen greifen dann Systeme wie soziale Kontrolle und (zum Teil leider) Normierung.

    Du musst sehen, dass die Piraten in ihrer Vergangenheit zu weiten Teilen aus normalerweise völlig apolitischen Gamern, Lanern und Hackern rekrutierte und diese, Figuren wie Bodo relativ lange unkritisch ein Forum geben, da er «gute Arbeit» leistete. Mit der Zahl der Piraten steigt aber die (soziale) Kompetenz und sinkt der Bedarf an solchen übermotivierten Figuren.

  105. Oliver sagt:

    Ich dachte, genau das wäre der Sinn der Piratenpartei gewesen. Zensur verhindern, Meinungsvielfalt erhalten und fördern, gläserner Staat und transparente (und auch ungeliebte alternative) Informationen für alle?

    Der Herr Thiesen ist also mit der offiziellen deutschen Geschichtsschreibung nicht bzw. nur eingeschränkt einverstanden, weil man darüber nicht «neutral» (wie er sagt) reden darf. Zweifeln oder Nachfragen ist strafrechtlich relevant — ist das gelogen? Nein, es könnte strafrechtlich relevant sein. Und genau das kritisiert er, ob zurecht muss jetzt jeder für sich entscheiden. Aber warum muss er deshalb direkt «rechts» sein? Und warum ist dann die Piratenpartei direkt unterwandert und unwählbar? Wenn von 20.000 Demonstraten einer einen Stein wirft, sind dann direkt alle gewalttätig?

    Die meisten sog. «Fakten» fast aller Regierungen in den letzten 50 Jahren bei wichtigen Dingen waren mehr oder weniger gelogen, aber nehme ich die Opfer in Japan, Vietnam, Korea, Deutschland, Iran, Irak, Kuba usw. deswegen weniger ernst? Wenn man das Reden über die Naziverbrechen verbietet, warum dann nicht auch das Reden über den «Golf von Tolkin» oder den «Pearl Habor» Vorfall? Ist diese Kritik wirklich völlig unberechtigt?

    Wenn ja, nehmt bitte folgendes zu Protokoll:
    – Ich bin ein Pädokrimineller, weil ich nicht jeden Unfug glaube, den die CDU regelmäßig durch Frau vdL propagiert.
    – Ich bin ein islamistischer Fundamentalist, weil ich nicht an die offizielle Geschichtsschreibung zu 911 und 77 glaube und wichtige «Fakten» für fragwürdig halte.
    – Ich bin ein Kommunist, weil ich George Bush für einen Vollidiot halte
    – Ich bin Ultra-rechts-konservativ, weil Obama in meinen Augen keine bessere Alternative ist
    – Ich bin ein Ex Stasi Mitarbeiter, weil ich schon mal die Linke gewählt habe
    – Ich bin ein Anarchist und Sozialschmarotzer, weil ich das bedingungslose Grundeinkommen für eine gute Idee halte
    – Ich bin ein Terrorist, weil ich den Herrn Schäuble und die CDU Regierung für extrem gefährlich für unsere Verfassung halte

    Sorry, Leute. Ich finde diese «Kind mit dem Bade ausschütten» Mentalität, die hier zum Ausdruck kommt doch arg zum kotzen. Wenn er sein Amt gut ausfüllen kann, dann sollte er das auch tun — das ist erstmal das, was primär wichtig ist. Ich halte diesen Seperatismus, der hier vorgeschlagen wird für gefährlicher für die Piratenpartei als die einzelnen privaten Ansichten eines Herrn Thiersen.

  106. griesgram999 sagt:

    Ich finde schon, dass die Piraten wählbar sind. Warum erkläre ich in meinem Blog.
    Die Aussagen von Bodo Thiesen sollten an einer anderen Stelle diskutiert werden. Am besten jede für sich und die Person noch einmal extra.

  107. mikado sagt:

    kritik ist ja berechtigt, aber immer gleich den schwanz einziehen, wäre mir zu einfach, weil es immer den geruch behält, man würde sich nur die rosinen rauspicken.
    die piratenpartei ist jetzt endlich bekannt durch die medien.
    allerdings muss sie wissen, dass alle etablierten parteien und die von ihr zum teil gesteuerten medien es nicht so einfach hinnehmen werden, dass da eine neue bewegung entsteht.
    eine 6.partei im bundestag wird man mit allen mitteln zu verhindern suchen., weil sich die bisherigen 5 ja ganz hübsch eingerichtet haben und den kuchen natürlich unter sich aufteilen wollen.
    ich spreche aus erfahrung, denn erinnert sei an das massive platt machen der ehemaligen wasg durch unterwanderung, hetzkampagnen und schliesslich die geplante übernahme durch die ex-PDS.
    vor allem sollte man besonders auf sogenannte parteien-hopper achten, ohne gleich immer misstrauisch zu werden.
    ganz wichtig, doppelmitgliedschaften sollten generell ausgeschlossen werden.
    und wie schwierig eben eine parteigründung sein kann, zeigt eben jetzt auch die o.g. personal-kritik.
    aber wegrennen ist auch keine lösung!!!

  108. somlu sagt:

    Ich stimme dem ehemaligen zu, der Thiesen ist nicht wirklich das Problem, sondern die Reaktion der Partei.

  109. […] zum Thema: Chris arbeitet auf F!XMBR schön heraus, wie die Piraten einen Holocaustleugner in Amt und Würden gewählt haben. Man könnte ja nun mit […]

  110. hanjo sagt:

    ach Leute,

    wie naiv seid ihr eigentlich?! Schon alleine der Name Piratenpartei spricht eine deutliche Sprache, sie impliziert, dass es in so einer «Partei» nur drunter und drüber gehen kann.

    Dieser Haufen bekommt meine Stimme auf keinen Fall.

  111. phoibos sagt:

    moin,

    die piratenpartei sehe ich als sammelbecken von netizen. insofern wundert es mich nicht wirklich, dass sich spinner in selbiger wiederfinden — im gegenteil, ich rechnete damit, dass sich ein paar aluminiumfolienhutträger und verschwörungstheoretiker in diesem umfeld profilieren werden. jedoch habe ich kein verständnis dafür, dass sich diese randerscheinungen des internets in realer politik rumtreiben wollen. und schon gar nicht irgendwelche geschichtsrevisionisten! dafür ist die thematik mir zu ernst.
    dass sich menschen mit abseitigen ideen in parteien tummeln, geschenkt. aber ebenso wie die cdu mir unwählbar ist wegen ihrer verstrickungungen und kontinuitäten, werden mir die piraten unwählbar sein. gut, mit solchen ansätzen sollte ich dann niemanden mehr wählen, doch sind mir die linken da noch ein demokratiefähiger kompromiss, da die spinner von der breiten masse der parteiangehörigen kompensiert werden. und dies sehe ich bei den piraten noch nicht. die sind per definitionem schon die «schmuddelkinder» und sollten deswegen ganz besonders gewisse konventionen beachten. tun sie es nicht — und das sehe ich grad, sind sie raus! zumindest für mich. nicht nur wegen tauss bietet diese partei eine offene flanke, deren größe den amazonas blaß aussehen lässt. klar kann man dann mit den «phasen» argumentieren, die ghandi mal implizit formulierte, jedoch hat ghandi keinen stein geworfen (was die pp im übertragenen sinne mit tauss (ja, in dubio pro reo, ich weiss) und thiesen tut). ihr wollt ein flammender schild bürgerrechtlicher intimsphäre sein? dann fackelt euer haus nicht ab!

    ciao
    phoibos

  112. saarworres sagt:

    @Thorsten
    Nein. Ich hätte, wären mir die Vorgänge bekannt gewesen, mir eine deutlichere Debatte gewünscht und wäre ich dort gewesen, hätte ich nicht für ihn gestimmt.

    ABER: Ich selbst habe das Problem dass ich davon nichts wusste. Ich selbst bin kurz vor der Gründung des LV Saarland zum offiziellen Mitglied der PP geworden und wusste nicht mal etwas von Bodo Thiesen. Bei der Gründung bin ich dann mit in den Vorstand gekommen. Insofern finde ich es plausibel, dass das bisschen «ansprechen» auf dem BPT gar nichts bewirkt hat, weil die wenigsten den Hintergrund hatten. Und offiziell ist Thiesen nun mal «wählbar» (s.u) weil das Verfahren erstmal nur eine Verwarnung hergab! Sollte er ähnliches wie in den Mails (nicht seine Stellungsnahme im Wiki) nochmal von sich geben, hätte er mich für ein weiteres Ordnungsverfahren als ersten im Nacken!

    @Ein (ehem.) Sympathisant
    Zum dem Punkt der Vorstand wusste davon:
    Das ist richtig. Aber es gab ja wie Du den Links oben entnehmen kannst
    bereits eine Verwarnung in der Sache. Somit also die «erste» Ordnungsmaßnahme verhängt wurde, konnte meines Erachtens der Vorstand nicht GEGEN Bodo Thiesen Partei ergreifen oder ihn ausschließen. Das wäre einer doppelten Bestrafung gleich gekommen.

    Warum keiner dazu offiziell Stellung nimmt, weiß ich nicht und ich finde es naiv auch einer sehr internetaffinen Partei zu unterstellen sie wüsste gleich alles was abgeht oder würde davon ausgehen, das neben den offiziellen Punkten im Wiki dazu weitere Stellungnahmen notwendig sind. Das ganze läuft nun mal derzeit sehr basisdemokratisch ab. Sprich auch chaotisch. Soweit ich sehe hat es aber eben auf der Mailinliste die Nachfrae nach einer offiziellen aussage gegeben, eine die man nicht in den tiefen des Wiki’s zusammensuchen muss.

    Ich schätze mal, die sind alle auh noch mit der Nachbereitung des BPT beschäftigt. Die PP hat JETZT 3000 Mitglieder und existiert seit 2006. Zu erwarten Sie reagiere so routiniert wie die Pressestelle der CDU ist nicht sehr realistisch finde ich. Natürlich läufts schief! Scheisse, Engagement und Enthusiasmus bedeutet nicht, dass man keine macht. Was erwartet Ihr? Die PP soll aus dem Stand alle Aufnehmen, alles organisieren, alles besser machen und immer besser reagieren?

    Selbst wenn bereits eine Stellungnahme raus wäre, was würde das ändern?
    Was ist denn bitte z.B mit meinem Geschwafel? Wer mit diskutiert kommt dabei um? Wir verbieten eben nicht unseren Mitgliedern Stellung zu nehmen. Deshalb kann ich hier so frei reden obwohl ich involviert bin! Weil es keine Zentrale stelle gibt, die sowas von oben durchorganisiert und wenn, diese z.Z auch noch 1000 andere Aufgaben wahrnimmt. Wem das nicht passt darf gerne Mitmachen!

    Wir sind Piraten keine Eierlegenden Wollmichsäue! Ich werde auch noch mal um eine Stellungsnahme bitten. Aber letztlich sehe ich formal, keine große Möglichkeit außerhalb des für alle festgelegten Verfahrens zu reagieren. Bodo Thiesen für «nicht wählbar» zu erklären oder auszuschließen ist einfach nicht drin. Seine Äußerungen im Wiki, sind wie ich sagte fragwürdig bzw. Müll, aber eben nicht weiter sanktionierbar soweit ich das sehe.

  113. erik sagt:

    Hallo zusammen,

    als ich von der Wahl jenes Herren gehört hatte, klingelte es bei mir. Aber ich dachte an eine zufällige Namensgleichheit. Es kann ja nicht sein, dachte ich, dass eine Partei, die sich die Verteidigung der Freiheit und der Demokratie auf die Fahne geschrieben hat, einen ausgewiesenen Geschichtsrevisionisten in ein Amt wählt. Offenbar habe ich mich geirrt. Allerdings, da gebe ich einigen Diskutanten hier recht, kann das mal aus Unwissenheit passieren. So gab es auch unter den Grünen in ihren Anfängen einiges rechtes Gesocks. Was schockiert, ist der Umgang mit diesem Fehler.

    Es wurde die Löschung des Beitrags jenes Herren im Wiki der Partei beantragt. Reaktion fast aller Beiträge in der Löschdiskussion: «Nicht löschen. Wir sind ja schließlich gegen Zensur und für Meinungsfreiheit.» Offenbar verwechseln die Piraten hier zwei grundlegende Dinge. Es geht hier nicht um die allgemeine Meinungsfreiheit, sondern um die Position innerhalb einer Partei. Es geht nicht darum, ob wir unsere Gesellschaft, unsere Demokratie für stark genug halten, solche «Meinungen» zuzulassen, sondern darum, ob sich eine Partei diese Positionen durch die Wahl eines Geschichtsrevisionisten in ein Parteiamt zu eigen macht.

    Ich selbst bin für die Aufhebung des Straftatbestandes der Holocaustleugnung. Warum habe ich in meinem Blog im Artikel Der Preis der Freiheit dargelegt. Auch in diesem Fall wäre es sehr hilfreich, wenn es jenem Herren nicht verboten wäre, seine abstrusen Thesen in aller Offenheit darzulegen. Dafür zu sein, dass auch solche «Meinungen» geäußert werden dürfen, heißt aber noch lange nicht, dieses braune Pack in den eigenen politischen Reihen dulden zu müssen. Im Gegenteil, wer dafür ist, dass das braune Pack sich offen äußern darf, der ist auch verpflichtet, dem in der politischen Auseinandersetzung Einhalt zu gebieten. Dazu gehört, dass man einen solchen Herren ohne Wenn und Aber rauswirft, sobald solche Äußerungen bekannt werden.

    Chris hat recht. Diese Partei ist unwählbar. Eigentlich wollte ich morgen abend zum hießigen Parteistammtisch gehen und mir die Piraten mal näher anschauen. Das werde ich nicht mehr tun. Eine Partei, die in ihren eigenen Reihen Geschichtsrevisionismus duldet, der behauptet, Polen sei schuld am Zweiten Weltkrieg, der behauptet, Hitler habe den Krieg nicht gewollt, der Zweifel äußert, dass Millionen Juden, Homosexuelle, Sinit, Roma, Kommunisten, Sozialdemokraten usw. usf. in den KZs ermordet wurden, ist nicht meine Partei. Eine Partei, die dann so reagiert, wie sie jetzt reagiert, wird es niemals sein. Die Reaktion erinnert an ein trotziges Kind, das seinen Fehler nicht einsehen will. Ich hoffe, dass es wirklich die eines trotzigen Kindes ist und diese Reaktion nicht darin ihren Grund findet, dass die «Meinung» heimlich geteilt wird.

    Liebe Grüße

    Erik

  114. KarlGustav sagt:

    Es ist ja nicht so, als würde man sich über den Holocaust nicht informieren dürfen. Wenn man will, wird man regelrecht mit Material zugeschüttet.
    Das Gefährliche an einer Relativierung sieht man sehr schön in der Diskussion hier, der Holocaust wird behandelt wie eine Verschwörungstheorie. Wenn man sich darauf erst mal einläßt, wird es irgendwann Diskussionen darüber geben, ob Deutschland zuerst geschossen hat, ob Hitler ein guter Mensch war oder warum man das Hakenkreuz nicht mehr an Wände malen darf, nur weil es mal von den Nazis mißbraucht wurde. Damit wären die Neonazis mitten in der Gesellschaft angekommen.

    Es geht einfach nicht, daß ein Mitglied einer Partei, die hauptsächlich die jüngeren Leute anspricht, in der aktellen Stellungnahme die NPD schönredet, weil sie eine «nicht-verfassungswidrige» Partei ist, und sich gegen Gegen-Demonstrationen ausspricht. Wenn man deren Parteiprogramm gelesen hat, ist es unmöglich, so etwas zu sagen. Das geht einfach nicht.
    Das ist das gefundene Fressen für die Neonazis: eine aufstrebende, jugendliche, unschuldige Partei, in der man unauffällig das braune Gedankengut verbreiten kann.

  115. Vankog sagt:

    Ich finde es immerwieder erschreckend, dass ganze Parteien nur an einer einzelnen Person gemessen werden.
    Und ich finde es auch beschämend, dass man alle guten Vorwände mit einem mal über den Haufen werfen kann.

    Das ist ja, wie wenn man ein ganzes Blogger-Netzwerk verteufelt, weil dort ein einzelner Autor unterwegs ist, der, zugegeben, krassere Äußerungen von sich gibt.

  116. saarworres sagt:

    Zitat aus dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 05.06.2008:

    Ordnungsmaßnahme

    Der Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland erteilt dem Mitglied Bodo Thiessen hiermit eine Verwarnung gemäß Abschnitt A, §6, Absatz 1,
    Alternative (1) der Satzung. Das Mitglied hat wie folgt gegen die Grundsätze und die Ordnung der Piratenpartei Deutschland verstoßen und
    ihr damit Schaden zugefügt:

    Das Mitglied hat in seinen E-Mails an die Haupt-Mailingliste vom 13.5.2008 leichtfertig und unreflektiert Position bezogen zugunsten der
    pseudowissenschaftlichen Abhandlungen von Germar Rudolf, der vielfach belegt und durch Gerichtsurteile bestätigt die erwiesenen Tatsachen um
    den Holocaust leugnet oder relativiert. Diese Aussagen verletzen die Menschenwürde der Opfer.

    Da die Piratenpartei im Kern auf der Achtung der Menschenwürde jedes Einzelnen beruht, ist ein solches Verhalten für ein Mitglied der
    Piratenpartei unangemessen und kann nicht geduldet werden. Um dem Mitglied dies unmißverständlich klarzumachen und um solche Vorfälle in
    Zukunft zu vermeiden, nimmt der Vorstand diese Verwarnung vor.

    Keinesfalls möchten wir den Eindruck erwecken, kritische oder unliebsame Meinungsäußerungen würden per se von Vorstand sanktioniert. Die
    geäußerte Ignoranz gegenüber geschichtlichen Fakten im Zusammenhang mit der Außerachtlassung des nötigen Respekts vor der Menschenwürde der
    Opfer des Nationalsozialismus sowie der Schaden für das Ansehen der Piratenpartei lassen uns in diesem Falle jedoch zu der Parteiordnungsmaßnahme greifen.

    Mit dieser Verwarnung wird dem Mitglied die Möglichkeit gegeben, in Zukunft die Grundsätze der Piratenpartei bei seinen Äußerungen stärker
    zu beachten.

    Die Durchführung der Ordnungsmaßnahme wird von den anwesenden Vorstandsmitgliedern einstimmig beschlossen. Der Vorstand beschließt weiterhin einstimmig mit allen anwesenden Vorstandsmitgliedern, die Verwarnung als eigenen Thread auf der Aktiven-Liste durch Dirk Hillbrecht zu veröffentlichen, sowie Bodo Thiesen vorab per Mail von Hauke zu informieren.

  117. Olaf sagt:

    Das brisante daran ist wohl, dass die Piratenpartei eben gerade eine «Ein-Themen-Partei» ist. Das bedeutet, sie wird sich inhaltlich vermutlich noch weiterentwickeln. Spätestens wenn ihr –zum Teil zu hören– erklärtes Ziel ist, in den Bundestag einzuziehen, werden sie auch zu anderen Themen Stellung beziehen müssen. In welche Richtung die Piraten dann gehen, ist die spannende Frage. Eine Person wie der Genannte ist dann wohl nicht hinnehmbar.

  118. Freiheit sagt:

    Und wie viele von denen, die Herrn T. gewählt haben, wussten von der ganzen Sache?
    Ich stimme völlig darin überein, dass die Äußerungen von ihm ein absolutes No-Go sind, das steht außerhalb jeder Debatte.
    Aber jetzt ist es ähnlich wie bei der Tauss-Diskussion, die — entgegen vieler Prophezeiungen — längst wieder abgeklungen ist: Ein einziges Mitglied in der Partei, mit der man sich bisher so gut identifizieren konnte und sie — wie du — vielleicht sogar beworben hat — und ganz plötzlich ist die Partei unwählbar, alles Abschaum, wie kann man nur…

    Das ist mir unbegreiflich, mehr sogar, ich finde es einfach nur schade. Man muss doch auch zu seiner Meinung stehen (ich meine jetzt nich so eine «Meinung», wie Herr T. sie vertritt, sondern eben die Übereinstimmung mit den Interessen der Partei), man kann doch nicht einfach wie bisher «das geringere Übel» unter den etablierten Parteien suchen, wie man das die Jahre zuvor gemacht hat… Die sind alle längst «unwählbar», alleine wenn man nach solchen personellen Kriterien geht.

  119. Hans sagt:

    Danke, Chris, für diesen Artikel und das Beharren auf Deiner Meinung in den Kommentaren. Die Ausführungen des saarländischen PP-Mitgliedes lassen mir die Haare zu Berge stehen. Die naiven «Ist doch gar nicht so schlimm»-Ausführungen vieler anderer Nutzer ebenso.

    Wenn dieses Thema nicht schon vorher thematisiert worden wäre, könnte man der PP Zeit einräumen, auf die Vorkommnisse um BT zu reagieren. Ihn aber mit diesem im Vorfeld erlangten Wissen in ein Amt der Bundespartei zu wählen, hat die PP für mich unwählbar gemacht.

    Diese Art Geschichtsrevisionismus ist schlicht nicht tolerierbar.

  120. Achso, nochmal der Link zu der Distanzierung von 2008:

    Stellungnahme zu Geschichte und Verantwortung

    ~~sjuerges

  121. e13.de sagt:

    Unter falscher Flagge…

    Liebe Piratenpartei, wie um Himmels Willen könnt Ihr ein Mitglied, das den Holocaust leugnet, den deutschen Überfall auf Polen als Notwehr deklariert und sich auch sechs Jahre nach diesen Äußerungen nicht etwa von ihnen distanziert…

  122. Martin sagt:

    Das ist wirklich eine schlimme Sache und es gilt diese Person schnellstmöglich aus der Partei auszuschließen. Meiner Meinung nach hat ein Herr Thiesen in einer Partei, die sich für die Rechte der Bürger und gegen Verleumdung einsetzt nichts verloren. Ich bin den Piraten nicht beigetreten um mit diesen für mich (und der Gesellschaft) nicht akzeptablen Meinungen assoziiert zu werden. Leider war ich beim Parteitag verhindert, aber das muss und wird ein Nachspiel haben. Allein die Tatsache, dass Herr Thiesen seinen Schmutz in das Wiki der Piratenpartei eintragen darf grenzt an Hohn. Die Piratenpartei versteht sich zwar als unzensierte Meinungsplattform, aber auch innerhalb dieser Partei gelten die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und die Leugnung des Holocausts ist mit Sicherheit nicht von der Meinungsfreiheit abgedeckt.

  123. Wolfgang Preiss sagt:

    Was du hier betreibst ist keine Meinungsäusserung mehr, das ist eine Hetzjagd. Ich teile die Meinung und Ansichten von Bodo nicht, dennoch solltest du mal klar differenzieren, was Partei und was Bodo ist. Nur weil etwas im Wiki steht, heißt das nicht, dass das offizielle Parteimeinung darstellt, schon gar nicht wenns nicht als Artikel sondern in der Benutzerseite steht.
    Was man nun davon halten kann, dass Bodo die Benutzerseite zur Selbstdarstellung/Rechtfertigung nutzt bleibt jedem selbst überlassen. Nicht ausser acht lassen sollte man jedoch, dass Bodo für die Ziele der Piratenpartei einsteht, die absolut konträr zu denen eines 3. Reiches stehen. Insofern sollte man doch überlegen ob die Vorwürfe gegen Bodo gerechtfertigt sind und ob aus einer «differenzierten Geschichtswahrnehmung» eine politische Richtung abzuleiten ist.
    Ob und wie Bodo gegen gültige Gesetze verstoßen hat kann ich nicht sagen, aber wenn jemand der Meinung ist, dann sollte er auf jeden Fall Anzeige erstattet.

    Was ich hier sehe, ist, dass man sich eine überzogene Meinung zu einer Person gemacht hat, und diese auf 3300 andere überträgt. Das ist populismus und Hexenjagd pur. Egal ob der Name nun Tauss oder Bodo ist.

    Natürlich bleibt es dir überlassen, eine andere Partei zu wählen, und statt für Freiheit und Transparenz lieber für Überwachung und Maßregelung zu stimmen.

    Ich persönlich halte es so: Ich bin mit den Äusserungen von Bodo auch nicht einverstanden, aber ich differenziere zwischen einer persönlichen Meinung und einer Partei aus 3300 (und wesentlich mehr) Mitgliedern.

    Wie Tauss twitterte: «taussnotierte,was sich #Piraten+ z.Zt.anhoeren muessen: Kinderschaender,Diebe,polit.Arm vonkrimineller Vereinigung,nun rechtsradikal.Noch was?» … was hast du noch zu bieten? Immer nur her mit den Verallgemeinerungen :) Wir sind für alles bereit.

    Gruß

    Wolfgang

  124. […] mit dem Holocaust”. Auch mit dem Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen hat er so seine Verständnisschwierigkeiten. Man kann es auch als Gesinnung […]

  125. Falk D. sagt:

    Ich habe meinen Standpunkt überarbeitet und ein Offener Brief ist das Ergebnis.

  126. dazu nur ein Zitat:

    «Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.» — Evelyn Beatrice Hall

    Oliver zwei über mir drückt’s recht gut aus… Schlimm, was hier für ne Panikmache gleich abläuft, nur weil ein Verschwörungstheoretiker sich vor 6 Jahren geäußert hat und nun Stellung dazu bezogen hat…

    Wer deswegen gleich zu anderen Parteien «zurückläuft» sei der Link empfohlen, den ich weiter oben in den Kommentaren entdeckt habe: Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren

    Greetz

  127. Hive sagt:

    Ich werde nicht einfach der Partei meinen rücken zukehren, was wäre denn wenn jeder gleich aufgibt. Diese person muss entfehrnt werden, bzw ordentlich abgemahnt werden und kein Amt bekommen!
    Dazu kommt das eine Person für die ganze Partei steht ? niemals!
    Wir sind und bleiben Demokratisch, das wir von einer person unterwandert werden halte ich für ausgeschlossen.

    Ich werde nicht wegrennen nur weil sich ein irrer in unsere reihn verirrt hat!!
    wo kommen wir denn dahin wenn wir jedesmal gleich einknicken.
    Da hilft nur ein Rundschreiben an den Vorstand als eine art Petition!
    wer macht mit ?

  128. B. sagt:

    Plus: Es wird diskutiert! und es ist transparent! Ich bevorzuge eine Partei in der intern diskutiert wird und verschiedene Meinungen vorherrschen als eine alle auf konforme Meinungen abstimmende «Bürger«partei. Aber dadurch wird es natürlich schwierieger ein einheitliches Bild der Partei nach außen zu vermitteln.

    Minus: Ich wünsche mir Polemik, Fäkalsprache und Kraftwörter in Zukunft von allen (Parteimitgliedern) zu vermeiden wenn möglich.

  129. Babsi sagt:

    Unglaublich, — da zweifelt man so sehr an den Grünen (wo es ganz am Anfang auch rechte Spinner gab), dass man sich schon fast den Piraten zugewandt hat, und dann soetwas.

    Ich kann den Satz nur wiederholen, der weiter oben schon mehrfach zu lesen war:
    Solange die PP einen Mann wie Herrn Thiesen, mit einem so verdrehten Weltbild, für tragbar hält, werde ich bei ihnen kein Kreuz setzen.

    Schlimm genug, dass jemand, der vor seiner Wahl öffentlich gefragt wird, ob er sich dementsprechend geäussert hat, nach einer so ausweichenden Antwort dennoch gewählt wird. Da fragt oder schaut man doch nach!
    Würde Thiesen — soviel zur ebenfalls bemühten Unschuldvermutung — sich von diesem Gedankengut wirklich distanzieren, hätte er anders reagiert. Sehr viel anders.

    Wie aber hier das alles noch mit dem Verweis auf Meinungsfreiheit und «keine Zensur» schöngeredet wird — unerträglich.

  130. Pirat sagt:

    Schönen Dank für deinen Text! Ich sehe die Sache mit dem Thiesens ähnlich wie du und nicht zuletzt dein Text hat da eine kleine Welle losgelöst. Die Piratenpartei wird sich mit dem Thema beschäftigen müssen, und je nach dem was dabei raus kommen wird, wird man sehen wie Wählbar die Piraten denn nun wirklich sind…

  131. Von wem stammt die Zeichnung?

  132. […] schreibt Chris von Fixmbr völlig zu […]

  133. Daniel sagt:

    Ich war auf dem Parteitag und habe an der Wahl teilgenommen. Ich wusste, das Bodo 2003 diverse Äußerungen getätigt hat, die inakzeptabel sind. 2008 hat er von der Partei eine Verwarnung deswegen erhalten. Das er die Äußerungen in diesem Jahr auf einer Unterseite seiner Benutzerseite im Wiki nochmal gerechtfertigt hat wusste ich nicht und die Mehrzahl der Anwesenden ebenfalls nicht. In meinen Augen war die Sache erledigt, was sich jetzt im Nachhinein aber anders herausstellt.

  134. Blackbam sagt:

    Als Wähler der Piratenpartei finde ich es wirklich niederschmetternd das hier zu lesen — kaum zu glauben, dass erwachsene Menschen soviel Dummheit an den Tag legen können und dann sind sie auch noch in nicht unerheblichen Positionen in der Piratenpartei.

    Trotzdem hat eine junge Partei die noch dazu aus so unterschiedlichen Personen besteht natürlich noch gröbere Probleme, da läuft halt alles noch etwas chaotischer und ich bin mir sicher, dass kaum Mitglieder der Piratenpartei diese Aussagen mittragen würden. Die Chance, dass sich bei den mittlerweile 3000 Mitgliedern auch ein paar Vollidioten befinden ist doch relativ hoch, da findet man in der CDU sicherlich mehr Leute die den Holocaust gern leugnen würden, sie sind nur nicht so dumm.

    Es ist natürlich desasteriös für die Piratenpartei, wenn weiterhin so viele dumme Fehler gemacht/toleriert werden, aber ich hoffe doch, dass es bisher noch kein Anlass ist, sie nicht zu wählen, den im Endeffekt zerstört man damit vielleicht eine einmalige Chance auf eine Partei, die noch einmal den konservativen und bürgerrechtsfeindlichen Kurs der deutschen und noch wichtiger der europäischen Regierung aufhalten könnte.

    Engagiert euch lieber in der Piratenpartei und sorgt dafür, dass solche verbalen Spastis ein bisschen Geschichtsunterricht kriegen! Bitte! Sollte die Partei tatsächlich jemals zu echtem Einfluss kommen werden die sowieso gebannt!

  135. Anonymous sagt:

    Ich finde es interessant, auf wie viele Art und Weisen momentan versucht wird, die PP unwählbar erscheinen zu lassen. Gerade dieses Thema ist in GER stets der Joker schlechthin. Es ist natürlich klar, dass die Aussagen befremdlich und abwegig sind aber dieser Gedankenrichtung gibt die Piratenpartei sicherlich keine Lobby

  136. Hannes sagt:

    @Chris

    und du glaubs wirklich, CDU/CSU würde solche ausschliessen? lol, bei denen wird einfach nicht drüber geredet. ZAPP hatte mal nen guten beitrag dazu. viele CDU/CSUler die aktiv in ultrarechten Vereinigungen aktiv sind…

  137. Jakob sagt:

    Wer hier verharmlost und von Meinungsfreiheit spricht, sollte sich die Äußerungen erstmal genauer ansehen. Persönlich kann jeder noch so üblen Quatsch denken und sagen aber dann soll er zu DVU, NPD oder Republikanern gehen. Gleichzeitig sollte diese Doofheit nicht überbewertet werden — sofern schnell klargestellt wird, dass sich die Piratenpartei klar gegen rechten Geschichtsrevisionismus stellt und handelt, gibt es keinen Grund auf die PP einzudreschen.

  138. […] Die Internet-Community ist von den Piraten größtenteils hellauf begeistert. Endlich eine Partei, die die junge Generation ernst nimmt! Zensursula ist schlecht, da ist man sich einig, und der Ausbau des Überwachungsstaates muss gestoppt werden. Einigkeit ist etwas tolles. Dabei verliert man jedoch aus den Augen, dass das Internet nicht alles ist. Vorratsdatenspeicherung ist schlecht, keine Frage – es gibt aber wesentlich gewichtigere politische Themen. Sozialstaat, Wirtschaftspolitik, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Immigration… Dazu muss eine ernst gemeinte Partei doch irgendwie Stellung beziehen. Das wollen die Piraten nicht, weil sie es auch nicht können. Ein Einzug in den Bundestag ist nur dann möglich, wenn man alle potentiellen Wähler auch wirklich mobilisiert. Und deren Meinungen zu den oben genannten sind sehr heterogen. Bloß niemanden verprellen, ergo: Maul halten, und die Fahne in den Wind. Letztlich verfolgt die Piratenpartei also eine Taktik der “Querfront“. Ist dieser Begriff zu hart? Ich denke nicht – wer im Dienste des freien Weltnetzes sogar einen Holocaust-Leugner wie Bodo Thiesen in Parteiämter wählt, ist unwählbar. (ausführlicher Artikel dazu auf f!xmbr) […]

  139. Michael sagt:

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich über Bodo Thiessen etwas erstaunt bin. Ich kann mich in keinster Weise davon überzeugen lassen, dass eine persönliche Meinung von der politischen Meinung zu trennen ist. Für mich nur Heuchelei. Den Holocaust auch nur ansatzweise zu verleugnen stellt für mich den Gipfel der Dummheit dar. Man sollte Geschehenes nicht mit hypothetischen Annahmen vermischen und meinen, die Geschichte neuschreiben zu wollen. Basisdemokratie hin oder her, aber eine Person mit solchem, abgedrehten Gedankengut gehört nicht in die Piratenpartei. Für mich hat Bodo Thiessen eine gespaltene Persönlichkeit. 60 Min. Beschäftigung mit dieser Person reichen aus, um zu dieser Meinung zu kommen.

  140. Bernhard sagt:

    Habe mich auf meinem Blog auch zum Thema geäußert, der Trackback scheint leider nicht zu funktionieren. Ich stimme übrigens nicht mit Chris überein, wie es mehr oder weniger in den anderen verlinkten Artikeln der Fall ist.

    An die Prinzessinnen auf der Erbse

  141. Oliver sagt:

    >und du glaubs wirklich, CDU/CSU würde solche ausschliessen? lol, bei denen wird einfach nicht drüber geredet.

    @hannes, einfach mal richtig lesen. Chris schrieb von «manchmal» und nannte gar ein Beispiel. Das Gros des rechten Glanz und Gloria der Union/CDU hatten wir hier beispielsweise in der einen oder anderen Form auch schon einmal abwatschend gewürdigt.

    Ich sehe das ganze ähnlich wie Chris — logisch, oder? ;-) Natürlich bin ich Mitglied der Grünen und somit ist meine Meinung auch Wahlkampf in Reinkultur, so jedenfalls die Reaktion der Doofen, wenn diese ihre infantile Meinung gerechtfertigt sehen möchten. Aber davon mal abgesehen haben die Piraten und deren Mitglieder bzw. Wähler ein Problem: willkommen in der Realität. Der dogmatische Ponyhof ist natürlich immer eine feine Sache (siehe Linke und deren Lähmung respektive gar Selbstkasteiung), bei jeder Partei. Allerdings bauen viele erst einmal Mist treffen sie denn auf die Realität. Kein Problem: Jungpartei, zuviel Dogma, wenig Erfahrung etc. pp. Welpenschutz existiert leider keiner, da muß man durch — per aspera ad astra, sofern man es durchhält. Später: eventuelle Feuertaufe, sprich Regierungsverantwortung, mitunter Juniorpartner in einer Koalition — da geht ebenso vieles schief, der große erfahrene Partner kann da ob längerer Erfahrung schon einmal den Junior überrennen. Auch in diesem Fall: schwamm drüber. Muß einfach sein, sofern die Partei daraus lernt. Die Grünen beispielsweise haben noch viel Zeit, die richtigen Wege zu beschreiten — wie Chris schon erwähnte. Das gute Karma ist schon ein wenig aufgebraucht, aber ich bin guter Zuversicht.

    Zurück zu den Piraten, man kann zumindest ersteinmal versuchen es politisch handwerklich richtig zu machen. Ideologisch wird man so oder so die Luft rauslassen müssen, kann der Ideologe nicht wirklich, wird er aber müssen, nämlich dann wenn der politische Überlebensinstikt zuschlägt. Realität eben und dann hängt es davon ab, wie man die Utopia in die Realität umsetzt, peu à peu. Man kann natürlich träumen, wie z.B. die Linken und lebt so an der Realität vorbei, hat allenfalls noch Relevanz bei ebensolchen Träumern.

    Wie reagieren also diese Likedeeler nun? Relativiert man weiter in diesem Fall, indem man von Einzelfällen fabuliert — zeitgleich jedoch andere auf gleiche Art und Weise angreift? Der geistige Sondermüll der bis Feierabend hier teils aufschlug wurde von mir entsorgt, ich denke mal da sind wenige dieser Piraten drunter, wohl aber Rechte die mit ins Boot wollen. Hetze gegen die Piraten geht einfacher: einfach diese Kommentare stehen lassen, diese sprechen für sich selbst. Allerdings hätten wir dann u.U. ein rechtliches Problem.

    Übrigens diesen Begriff «Hetze» kennen wir aus diversen Gefilden, stammt in der Regel von all jenen denen Kritik nicht schmeckt. Als man mir beispielsweise bei den Genossen eben jenes entgegenschmetterte, ob anhaltender Manöverkritik (siehe diese Publikation) — linker Hetzer — zog ich dann doch von dannen und ließ diese hinter mir.

    Etwas neues sehe ich bei den Piraten keineswegs, man kämpft schon auf gleiche Art und Weise, nur mit dem Einstecken klappts doch nicht so wirklich. Aber keine Angst das wird schon. Willkommen in der Realität :-)

  142. halut sagt:

    Hauptsache die Messlatte ist überall gleich hoch

  143. phoibos sagt:

    @ oli:

    wäre es möglich, wenn ihr einen teil des «sondermülls» kommentiert als solchen publizieren würdet? ich denke, dass auch derartiges bei den piraten berücksichtigt werden muss — nicht nur, wie sie sich selbst sehen, sondern auch wie die rechten zu ihnen stehen, muss ein thema in diesem zusammenhang sein. eine gezielte unterwanderung wäre schließlich nicht auszuschließen.

    ciao
    phoibos

  144. Oliver sagt:

    Ein Hinweis an jene vergeblich auf Freischaltung wartenden: eure Kommentare wurde dem digitalen Nirwana überantwortet. Entweder beinhart grenzdebil, sprich rechts oder in der ersten Zeile schon mit Beleidigungen gespickt. Nein man kann Standpunkte gewiß diskutieren, die Zeit lassen wir uns jedoch nicht stehlen. Ein Tipp nebenbei: wer schon Anfangs behauptet wir hofieren die Union oder seien gar SPD-Supporter, der wird gar nicht zu Ende gelesen. Wie gesagt unsere Zeit ist uns heilig und die Geduld schwindet mit ansteigen derartiger Kommentare.

  145. Oliver sagt:

    >wäre es möglich, wenn ihr einen teil des “sondermülls” kommentiert als solchen publizieren würdet?

    Sicherlich wäre dies möglich, nur wie oben erwähnte stehlen mir jene einfach nur meine kostbare Zeit.

    >nicht nur, wie sie sich selbst sehen, sondern auch wie die rechten zu ihnen stehen

    Mit offenen Augen und ohne Dogmen zu wirken, wird man dies wohl selbst am besten beurteilen können — imho die erste Bestandsprobe.

  146. phoibos sagt:

    kann mal jemand dem thiesen erklären, dass der terminus «überfall auf polen» nicht mit dem strafrechtlichen begriff «überfall» gleichzusetzen ist? «überfall» resultiert aus den langfristigen kriegsvorbereitungen deutschlands, der nicht erfolgten kriegserklärung, den fingierten grenzverletzungen und den bruch des nichtangriffvertrages.

    sein geschichtsrevisionismus ist geradezu peinlich für die piratenpartei, die ihn sogar in ihrer stellungnahme diesbezüglich gewähren lässt.

    ciao
    phoibos

  147. Karsten sagt:

    Was soll dieses Rumgeschmähe? Wunderbare Idee auf einer basisdemokratischen Klitzepartei rumzuhacken mit dem billigsten der Kritikmaschen. Super Idee Piratenpartei Deutschland mit Geschäftspartnern des Bittorrenttracker PirateBay in Verbindung zu bringen. Alles Verschwörungspropaganda der Contentmafia gegen TPB. Cui bono?

    Meiner Ansicht nach sind zwei Sachen richtig:
    1. Wissenschaftliche Erkenntnis braucht kein Strafrecht zur Absicherung.
    2. Er hat Recht, dass man nicht gegen rechte Parteien demonstrieren braucht, denn sie nutzen ihr Grundrecht, das für alle gelten muss.

    Ich sehe die Piraten als die Verfassungspartei, die technologisch vermittelte Liberalität vertritt. Das ist natürlich mehr Liberalität als man sich vor 20, 30, 40 Jahren erlauben konnte, zu Zeiten als die echten ehemaligen Nazibonzen im vollen Saft in Führungspositionen der Wirtschaft und Politik standen.

    Wichtig ist es die Grundlagen einer totalitären Herrschaft auszuhöhlen, nämlich die staatliche Uniformierung und Kontrolle der Massen und eine «Volksgemeinschaft» homogener gesellschaftlicher Tatsächlichkeit.

    «Die Leugnung des Holocaust, Herr Thiesen, ist nicht Ausdruck von Freiheit oder gar eine Meinungsäußerung. In unserem Land ist es eine Straftat und zutiefst verabscheuungswürdig.»

    Verabscheuenswürdig, ja. Aber eine Straftat ohne Opfer. Die Frage ist halt wie lange eine liberale Gesellschaft sich solche Sonderregelungen noch erlauben kann. Irgendwie lächerlich. Sagen jedenfalls meine Kollegen aus den USA, wo ja auch diese Theorien nicht sonderliche Breitenwirkung entfalten obwohl sie erlaubt sind. Da hält man uns für Nazis, weil wir sowas verfolgen.

    «Und wer Polen die Schuld ein dem deutschen Überfall gibt, disqualifiziert sich völlig als ernstzunehmender Diskussionspartner.»

    Sagen wir, es deutet auf eine geistige Verirrung, andererseits ist es mit den Geschichtskenntnissen der meisten Bundesbürger auch nicht gerade weit. Die wissen wahrscheinlich nicht mal von einem Überfall auf Polen.

    Ich will wissen, woran ich bin, ich will maximale Offenheit aller politischen Haltungen. Ich will mit einem Gegner offen zur Sache diskutieren können.

    Übrigens stammt das Zitat von Voltaire.

    Dich echte Frage ist, wer ein Interesse an der Kampagne gegen TPB haben könnte und wessen Maulwurf der Herr T. sein könnte.

  148. Torsten sagt:

    @saarworres: Ok, das nehme ich als Deine Haltung zur Kenntnis, allerdings bleibe ich inhaltlich bei meiner Auffassung.

    Ich finde es aber gut, dass Du hier (wenn auch als Privatperson) Stellung beziehst. Das kann man ja auch mal ruhig sagen, auch wenn man anderer Meinung ist.

  149. Freddy sagt:

    Ich frage mich was schlimmer ist, das eine Partei ein paar schwarze Schafe mit einer schlimmen Meinung haben, die gesellschaftlich nicht geduldet ist, oder das irgendwelche Blogger mit ihren Beiträgen einen guten Parteiansatz kaputt machen… ich finde, wer wegen einer Person so eine Hetze auf eine ganze Partei und deren («offensichtlich rechtes») Programm macht, ist weitaus schlimmer als das schwarze Schaf — wer die Meinung nicht «akzeptiert» und gleich hervorhebt, das diese Partei «unwählbar» wird, hat wie ich finde, auch kein demokratisches Grundrecht verdient, also sollte gleich bei allen Wahlen zu Hause bleiben (d.h. die Person hat die Demokratie nicht ganz verstanden).

    Scheinbar arbeitet der Inhaber des Blogs hier auf Bildzeitungsniveau , die formen sich auch jede kleine Wahrheit so zurecht, machen aus einer Mücke einen Elefanten und zerstören so jegliche freie Denkensweise der Leser. Macht gefälligst euer eigenes politisches Weltbild und hört nicht so sehr auf andere Leute oder Meinungen. Wer dennoch auf Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte steht, sollte bei der Piratenpartei immernoch am besten bedient werden, nur die Stimmen fehlen.

    Zum Holocaust — ich denke, auch wenn etwas schlimmes passiert ist, was jetzt auch schon über 70 Jahre her ist, man kann es nicht mehr rückgängig machen. Es ist verdammt schwer, sich eine Meinung von einem so komplexen Thema zu bilden, vor allem weil man nicht in der Zeit von damals lebt. Da ist es einfacher, sich der gesellschaftlich verbreiteten Meinung anzuschließen — alles was davon abweicht ist dann für die Gesellschaft gleich schlimm. Kriege waren damals ja noch ein ziemlich saloonfähiges, politisches Mittel um seine Gegner zu «bezwingen» «bekämpfen», aber jetzt ist es mit der heutigen Denkensweise nicht mehr vereinbar. Gestern ist Gestern, Heute ist Heute. Die Menschen haben damals für ihre Ideale gekämpft. Heute sollte man für unsere Ideale kämpfen, und das ist immernoch Freiheit, oder täusche ich mich da? Die Piraten kämpfen vorrangig für die Informelle und Bürgerrechtliche Freiheit, und ich denke das sollte man loben, währrenddessen die großen Parteien nahezu schon 3. Reich ähnliche Zustände wiederherstellen wollen… nur mit anderen Mitteln und Wegen und vor allem anderen Techniken (Internet).

    Ich bin kein Offizieller der Piratenpartei, aber ich wähle sie aus Überzeugung an der Freiheit…

  150. Anonymous sagt:

    Schon lustig, wie die Anhänger der Piraten im Ringelreigen andere Parteien als unwählbar erklären, aber zu den größten Heuchlern werden, wenn ihre eigene Partei Kritik einstecken muss und den «Unwählbarkeitshammer» um die Ohren bekommt.

    «Das ist doch nicht so schlimm, das ist doch keine Leugnung des Holocausts/Antisemitismus, er vertritt doch nur seine Meinung, ist doch nur einer von vielen, das hat doch mit der Partei nichts zu tun,» so klingt es kreuz und quer durch die Kommentare hier.

    Für die Leugner (zum Beispiel im Petitionsforum, wo ja alles, was nicht zu 100% konform mit der eigenen Meinung geht, sofort als Schwachsinn, Verschwörung, Zensurpropaganda oder eben unwählbar denunziert wird) gibt es dieses schöne Thiesen-Zitat hier.

    Und für die, die der Ansicht sind, das alles hätte doch mit der Partei nichts zu tun: Wenn das demokratische Grundverständnis der Piraten darauf berut, sogar Leugner des Holocausts unter dem Deckmantel der «Freiheit» in einem Parteiamt zu dulden, dann sollten die potentiellen Wähler mal eine Minute lang ruhig über ihre Entscheidung nachdenken.

    Ohne Parteiausschluss ist für mich hier Schicht im Schacht. Wer mit dieser Art von «Freiheit» und den Ansichten (die aber nichts mit Antisemitismus/Holocaustleugnung zu tun haben) von saarworres (sollte er denn tatsächlich im Vorstand der Saarland-Piraten sitzen) einverstanden ist, der möge die Piratenpartei wählen.

  151. phoibos sagt:

    Aber eine Straftat ohne Opfer.

    falsch. es gibt immer noch überlebende. und dann gibt es auch noch das andenken verstorbener. wer den holocaust leugnet, entwürdigt die opfer und beleidigt sie im nachhinein. und ermangelung eines besseren begriffes und trotz seiner problematik sind wir zudem ein tätervolk.

  152. Oliver sagt:

    >Sagen jedenfalls meine Kollegen aus den USA

    … und der arische Kumpel nicht fern ist, glaubt man diversen ureigenen Statistiken. Aber warum zetern? Man kann nicht einerseits mit der Rechtslastigkeit der Bundesrepublik argumentieren — wie oftmals gehört — und andererseits die Frage stellen, wie lange eine liberale Gesellschaft sich solche Sonderregelungen noch erlauben kann. Absurd.

    >Sagen wir, es deutet auf eine geistige Verirrung, andererseits ist es mit den Geschichtskenntnissen der meisten Bundesbürger auch nicht gerade weit. Die wissen wahrscheinlich nicht mal von einem Überfall auf Polen.

    Es wissen derer schon zu genüge, nur versucht man Wissenslücken gerne mit Fantasie zu kompensieren, dieses Netz ist ein Paradebeispiel für derlei grenzdebile Umtriebe in nahezu jedem Bereich. Aber nun gut, echte Freiheit muß auch den Mißbrauch dieser gestatten. Mißbrauch der natürlich in ebensolcher Härte getadelt werden darf und auch muß. Was soll dieses Rumgeschmähe? Von daher ist diese Aussage an Heuchelei kaum zu übertreffen, fordert man doch wiederum diese here Freiheit, mag jedoch eine ebenso gezielt beinahrte Kritik nicht annehmen.

    wer ein Interesse an der Kampagne gegen TPB haben könnte

    … oder wo endet die Realität und wo beginnt der verschwörungstechnische Horizont jener Gläubigen?

    Aber eine Straftat ohne Opfer.

    Die Opfer existieren und wenn man diese fortwährend verhöhnt, wie nennt man dies? Belassen wir doch die Kultur bei jenen, die sich damit auch beschäftigen und die Bits und Bytes bei jenen Piraten, die zwar keine Inhalte transportieren können, aber sich zumindest mit 0 und 1 im Cyberspace auskennen — so ist jedem geholfen :-)

  153. […] es gibt aber auch ganz andere stimmen. zum beispiel diese hier: […]

  154. HemPeteR sagt:

    Das ist eine person, die sicher nicht die Meinung de rPartei wiederspiegelt. In den andern parteien (gerade CDU/CSU) springen auch sone Spinner rum …

    Wir leben nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit und da ist es einfach wahrscheinlich, dass wenn wir in Deutschland prozentual eine Anzahl Leute haben, die solch verseuchtes Gedankengut teilen. Man die dan nauch irgendwo wiederfindet :o(
    wenn 1 mensch von 100 spaltisches Drüsenfieber haben sollte, dann wird davon sicher auch eine rin der Piratenpartei sein .….

    Aber ich denke das es bei der Piratenpartei nicht um Rechts oder Links geht, sondern eher um die Frage unserer zukunft in einer Welt, die von der heutigen Politik, nicht mehr sicht gemeistert werdne kann.
    Heutige Politik reagiert, wir müssen argieren und dafür brauchen wir eine partei im Bundestag, diedie digitalen Medien versteht. Daher ist die Piratenpartei ja auch nur eine einthemenPartei.

    Aber trotzdem finde ich auch, sie sollte isch genrell von solchen Menschen offen distanzieren und jedem Zeigen das sie mit rechtem gesindel nix am Hut hat !!!!!

    unterstütze da auch Quo vadis Piratenpartei?

  155. Oliver sagt:

    @freddy

    >Scheinbar arbeitet der Inhaber des Blogs hier auf Bildzeitungsniveau , die formen sich auch jede kleine Wahrheit so zurecht, machen aus einer Mücke einen Elefanten und zerstören so jegliche freie Denkensweise der Leser.

    Die Inhaber, Chris und meinereiner, machen das keineswegs. Das nennt sich Kritik und sollte auch in der angestrebten Netzfreiheit der Piraten erlaubt sein. Wenn man schon nicht kritikfähig ist, welche Freiheit möchte man denn dann erst verteidigen? Btw. wir schreiben für mündige Bürger, also jene die sich in Quellenkritik üben und somit in der Lage sind sich eine _eigene_ Meinung zu bilden. Per aspera ad astra — da haben die Piraten noch einen langen und steinigen Weg vor sich.

    >Es ist verdammt schwer, sich eine Meinung von einem so komplexen Thema zu bilden, vor allem weil man nicht in der Zeit von damals lebt. Da ist es einfacher, sich der gesellschaftlich verbreiteten Meinung anzuschließen — alles was davon abweicht ist dann für die Gesellschaft gleich schlimm.

    Tja, was bemängeln die Piraten fortwährend? Aah, die Inkompetenz der anderen in puncto Netz. Nun man kann sich eine Meinung bilden, schaltet man denn einmal den Computer ab oder nutzt diesen zu mehr als nur Kultur kopieren :-)

    >Die Piraten kämpfen vorrangig für die Informelle und Bürgerrechtliche Freiheit, und ich denke das sollte man loben

    Klar Augen zu und durch hat, was von geführt werden aber weniger von mündigem Bürger. Aber as I said, in echter Freiheit muß auch der Mißbrauch erlaubt sein, genauso wie die höchsteigene Dummheit etc. pp. Dafür stehen doch auch diese Piraten ein, wir sprachen doch von _Freiheit_ oder meintest du freies Kopieren, die Sau raus lassen im Netz usw.? Und wenn diese richtige Freiheit gemeint ist, dann darf man in gewissen Grenzen grenzdebil daherkommen und andere dürfen und müssen dies ebenso hart kontern.

  156. Falk sagt:

    Für die Leugner…gibt es dieses schöne Thiesen-Zitat hier.

    Ohne jetzt auf alles Andere hier eingehen zu wollen — aber ich les aus dem Zitat die generelle Kritik am Geldhandel und Zinsen heraus und keine Verachtung gegenüber Juden. Sobald dieser Begriff fällt, scheint da auch manchmal ein großes rotes Tuch zu fallen. Das diese Begründung hanebüchen wirkt, mag sein — aber daraus eine Leugnung von irgendwas herzuleiten, sagt auch viel über den Rezipienten.

  157. Oliver sagt:

    @hempeter

    >In den andern parteien (gerade CDU/CSU) springen auch sone Spinner rum …

    Exakt und deswegen tadeln wir diese auch regelmäßig.

    >wir müssen argieren und dafür brauchen wir eine partei im Bundestag, diedie digitalen Medien versteht.

    Wir brauchen eine Partei die diese Digitalität versteht, aber auch die Welt per se und da sehe ich bei dieser Partei schwarz.

  158. Peter sagt:

    Also ich muss sagen, dass ich zunächst, als ich Chris’ Beitrag las, auch durchaus schockiert war — nicht nur hatte ich gehofft, dass die Piratenpatei eine wählbare Alternative zu den etablierten festgefahren Großparteien sind, sondern ich hatte sie auch mehrfach positiv in meinem Blog promotet (z.B. ). Doch nach der Lektüre obiger Zeilen bin ich ein wenig ins Grübeln geraten — wie schon jemand schrieb ist die Piratenpartei bisher ja doch EHER eine 1-Themen-Partei, deren Absichten und Ansichten auf vielen anderen Feldern noch unklar sind (mir jedenfalls).

    Da kommen solche bescheuerten und abwegigen Äußerungen wie von diesem Bodo Thiesen natürlich zum Unzeitpunkt. Wer den Holocaust leugnet oder meint, dass Polen den Krieg begonnen hat, weil es aufgerüstet hat (was hat Hitler denn seit seiner Machtergreifung im großen Stile betrieben??), sollte kein politisches Amt in einer demokratischen Partei bekleiden, denn er ist offensichtlich verwirrt. Da nützt es auch nichts, auf die Freiheit der «privaten Meinung» zu pochen, denn es ist nicht davon auszugehen, dass BT (oder sonst jemand) seine persönlichen Ansichten aus seinen politischen Aktivitäten heraushalten kann. So jemanden will ich jedenfalls nicht wählen.

    Ich würde allerdings noch nicht so weit gehen wie Chris und einige andere hier, die PP für grundsätzlich unwählbar zu deklarieren — es kommt nun darauf an, wie die Partei darauf reagiert und ob sie versteht, dass bei solchen Äußerungen und Ansichten (und anderem wirren rechten Krams) die Toleranz an ihre Grenzen stößt — sonst bereitet man den Boden für die Unterwanderung durch Extremisten jeglicher Couleur, die dann im Schutze der «Meinungsfreiheit» bei den Piraten Unterschlupf finden könnten.

    Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht — die Äußerungen von saarworres waren jedenfalls nicht hilfreich . Jede weitere Relativierung von Kriegsschuld und Verbrechen der Deutschen rückt die Piraten nachher nur noch weiter ins bräunliche Zwielicht.

  159. phoibos sagt:

    übrigens, solange das — Stellungnahme zu Geschichte und Verantwortung — so online gehen soll, ist die partei genauso verlorgen wie thiesen. damit macht sie sich nämlich seine sondermeinung zu eigen.

    *kopfschüttel* ich dachte, die zeit, in der man vom anständigen deutschen und einer naziminderheit träumte, wäre vorbei. hier findet man eine neue sichtweise: die weimarer verfassung hat erst zum nationalsozialismus geführt… und nur das nazi-regime wäre böse gewesen. ich finde es grauslich, so etwas noch im 21. jahrhundert lesen zu müssen von menschen, die sich für aufgeklärt halten. leute, schaltet mal eure computer aus und lest ein geschichtsbuch oder besser noch mal ne diskussion zur goldhagen-debatte oder «ganz normale männer» von browning. es gab eine zeit vor dem internet.

    überhaupt, auch ein zurückziehen auf wir-werden-nur-politik-zu-themen-machen-von-denen-wir-was-verstehen hilft nicht! wie stimmt ihr ggf. ab, wenn es um den krieg in afghanistan geht? etc pp
    die piraten müssen noch sehr sehr viel lernen.

  160. Anonymous sagt:

    Um es vorweg zu nehmen, ich bin nicht einer Meinung mit Bodo Thiesen.

    Wer will diese Partei noch ernsthaft wählen? Ich hoffe, niemand.

    Wer ist hier katholisch? Ich hoffe, niemand.

    Unmut über den Papst: …Aufnahme eines Holocaust-Leugners in die katholische Kirche

    Papst entsetzt über deutsche Kritik

  161. […] zum Holocaust geäußert hat, unter der Prämisse der absoluten Meinungsfreiheit verteidigt. F!XMBR liefert einen guten Überblick über die […]

  162. Oliver sagt:

    >überhaupt, auch ein zurückziehen auf wir-werden-nur-politik-zu-themen-machen-von-denen-wir-was-verstehen hilft nicht!

    Tja dann scheitert man nämlich schon an Themen wie Freiheit oder Kultur.

  163. Ein (ehem.) Sympathisant sagt:

    Vielleicht sollten sich Personen wie @Falk einmal mit Gottfried Feder und seinem Geschwätz von der «Brechung der Zinsknechtschaft» befassen — vielleicht würden sie und andere dann merken, dass BTs Auslassungen im Duktus und der Wortwahl erstaunlich nahe an einem Parteiprogramm sind, das mit gutem Grund abgewirtschaftet hat. Gottfried Feder
    Ich finde es ja gut, dass @saarworres hier den Kopf hinhält und die seltsamen Reflexe der PP verteidigt (wobei, einerseits hält man viel von Expertentum, andererseits fordert man wenn einem das vorgehalten wird das Recht des Dilettanten, der noch fleissig üben muss … ). Aber vielleicht sollte er lieber mal selbst klären, wo er steht: Den Überfall auf Norwegen findet er ja offenbar auch völlig in Ordnung, doitsche Selbstverteidigung? Für einen angeblich «Linken» eine erstaunliche Einschätzung … Willy Brandt hätte sicherlich gek… . Aber es gibt natürlich andere Sozialismen, nationale bspw., die diese Meinung stützen würden … . BTW: Der Überfall auf Dänemark, Frankreich, Jugoslawien, Belgien, die Niederlande, die Sowjetunion waren so gesehen auch nur Selberverteidigung — vor den Bütteln der Zinsknechtschaft, nicht wahr?
    Wie gesagt, es geht m. E. nicht um BT, sondern darum, dass die PP nicht nur reichlich monothematisch ist, sondern auch von Personen geführt und getragen wird, die selbst kaum, das sind, was ich mündige Staatsbürger (von denen es leider, das ist mir in den letzten Monaten klar geworden, nur ganz wenige in Parteien überhaupt gibt) nennen würde, sondern beleidigte Scriptkiddies, denen man ihr Spielzeug angeblich madig machen will. Meinungsfreiheit, Demokratie, Grundrechte etc. sind halt doch mehr und anstrengender als in der Presse gegen ein Verbot von Paintball zu agitieren und Freiheit-Freiheit zu blöken (aber nicht so genau wissen, was das ist oder ob’s unterschiede zwischen formaler oder gebundener, verantwortlicher Freiheit gibt). Ich würde allen Funktionären der PP mal raten, weniger Zeit im Netz als in einer guten Bibliothek zu verbringen. Bildung hilft manchmal gegen Fachidiotenum. Und ein Buch entschleunigt und sorgt für wenig Ablenkung.

  164. putakee sagt:

    die frage ist nur lieber chris: wie änderst du deine meinung wenn die piratenpartei diesen vollspacken ausschließt? änderst du deine meinung oder werde ich in zukunft nur noch antipiratenparteiliche artikel auf diesen sonst wunderbaren blog lesen?

  165. […] Quo vadis Piratenpartei? » F!XMBR – ich bin mal gespannt wann und wie der Parteivorstand reagieren wird, sonst muss ich mir ernsthafte Gedanken um meine Stimme bei der Bundestagswahl machen […]

  166. Oliver sagt:

    @putakee keine Angst, ich glaube nicht daran. Und wenn doch, dann wäre dies ein Indiz für die Ankunft in der Realität. Im Moment ist diese monothematische Versteifung ein Garant für Achselzucken par excellence. Schau die Genossen sind da im Moment weitaus interessante, die üben sich in Pleiten, Pech und Pannen im gesamten Daseinsspektrum.

  167. […] zum Holocaust geäußert hat, unter der Prämisse der absoluten Meinungsfreiheit verteidigt. F!XMBR liefert einen guten Überblick über die […]

  168. Eidechse sagt:

    «Die Holocaust– und Angriffskriegleugner nehmen in allen Parteien zu.«
    Ist zwar etwas Offtopic aber auch in Östereich sind die Rechten stark im Kommen. Wir werden uns wohl auf eine braune Überschwemmung gefasst machen müssen!:-(

  169. eine (demnächst) Piratin sagt:

    Ich finde es schade, dass sich hier viele entrüsten und sich entziehen…
    Viele von euch haben doch in der Piratenpartei eine Chance gesehen, etwas, dass euch anspicht, das ihr für besser gehalten habt als die anderen Parteien (aus welchen Gründen wisst ihr alle selbst am besten).
    Jetzt gerät etwas aus dem Ruder und ihr wendet euch ab, statt euch mit eurer Sachkenntnis und eurem (geschichtlichen) Verantwortungsbewusstsein einzubringen.
    Ich habe heute meinen Mitgliedsantrag abgeschickt. Nicht weil ich jeden einzelnen Piraten kennen und lieben gelernt habe, sondern weil die im Parteiprogramm enthalten Ziele für mich sehr wichtig sind.
    Die Plattform ist geschaffen, und ich will nicht, dass sie wieder kaputt geht in einem «Sturm aus Scheiße», weil sich alle die denken können komplett davon abwenden.
    Macht mit! Gestaltet diese Basis, die ihr mal für vielversprechend gehalten habt, mit! Und lasst euch nicht von Leuten mit hochgeradig kontroversen Äußerungen abhalten, euch zu engagieren!

  170. […] interessante Meinungen zum Thema: Revisionismus in der deut. Piratenpartei Quo vadis Piratenpartei? Zum Meinungsfreiheitsverständnis der […]

  171. Anonymous sagt:

    Vielleicht interesiert euch ja was auf der Pressekonferenz des BuPT zu dem Thema gesagt wurde. Fängt bei 14:15 an.

    PK (OGG)

  172. KarlGustav sagt:

    @Piratin
    Die PP sollte alt genug sein, auf das Problem angemessen zu reagieren. Und es ist IHRE Aufgabe, das zu regeln, und nicht die der Kommentatoren hier.

    >Falk
    >Ohne jetzt auf alles Andere hier eingehen zu wollen — aber ich les aus dem
    > Zitat die generelle Kritik am Geldhandel und Zinsen heraus und keine
    > Verachtung gegenüber Juden.

    Was steht denn da?

    >Zinsverbot
    >Schon in der Bibel kann man nachlesen, daß die Juden (interessanterweise >aber nur unter einander) keine Zinsen nehmen (oder geben) durften. >Offenbar gab es schon damals jemanden, der die Problematik begriffen >hatte.

    Kurz:
    Juden dürfen keine Zinsen nehmen oder geben. Weil es offensichtlich ein Problem ist, wenn Juden das dürfen.

    Eine «generelle Kritik am Geldhandel» kann ich da nicht herauslesen.
    Aber daß Juden fiese Geschäftemacher sind und sich durch Zins und Zinseszins die Taschen vollstopfen, das «wußten» schon die alten Nazis.

  173. -Sven- sagt:

    Als Neupirat muss ich sagen, dass ich es als unfair empfinde wie unsere Partei hier als Ganzes behandelt wird.
    Der Parteitag fand in einer chaotischen Zeit aufgrund starken Andrangs neuer Mitglieder statt. Von den grob 3000 Mitgliedern waren grade mal 10% auf dem Parteitag, es sind einfach die Leute hingefahren welche die Zeit dafür aufbringen konnten. Das diese repräsentativ für die ganze Partei stehen bezweifel ich. Außerdem bezweifel ich, dass die Teilnehmer des BPT sich vorher mit der Person Thiesen da diese Äußerungen innerhalb der Partei wohl kaum jemanden bekannt waren. Wenn dies der Fall gewesen wäre, bin ich überzeugt, dass er jetzt nicht Ersatzrichter wäre.

    Für mich persönlich wäre auch noch wichtig zu wissen ob er unhaltbare Ansichten wie «Hitler war an einem Krieg nicht interessiert» auch noch heute vertritt. Eine klare Stellungnahme wäre notwendig. Danach ist eine Entscheidung der Partei nötig und danach dürfte man sagen was man von der Partei als Ganzes hält.

    Meine persönliche Meinung.

  174. saarworres sagt:

    @Ein (ehem.) Sympathisant

    Also mein liebe ehemaliger Sympathisant. So langsam zweifle ich doch sehr an Deinen Intentionen, da Du dir offenbar alle Mühe gibt mir eben nicht zuzuhören. Es heißt ja eigentlich «don’t feed the Trolls». Aber ich will gerne nochmal versuchen mein Beispiel von zu Beginn auch Dir zu erläutern, bevor ich mir die x-te Falschdarstellung gefallen lassen muss. Wenn Du ja so geschichtlich gebildet bist, solltest Du ja Anhand der Quellenlage meine Ausführung widerlegen können wogegen ich nichts hätte; im Gegenteil so wird man schlauer.

    Zuerst aber und bevor das im allgemeinen Rauschen und Deuteln wieder untergeht:
    Ich betreibe keinen Geschichtsrevisionismus, noch liegt mir daran etwas rechte Äußerungen in der Sache in Schutz zu nehmen. Ich bin, wie ich oben bereits erwähnte der Meinung, Massenmord kann man eben nicht schön reden. Schuld bleibt Schuld und Kreigstreiberei, Kriegstreiberei. Deutschland hat Polen überfallen. Deutschland hat den Krieg begonnen und auch mein Beispiel zu Beginn lässt keinen Zweifel daran, dass die Schuldfrage vollkommen unzweifelhaft ist. Der Holocaust ebenso wie die Kriegsverbrechen. Das habe ich bereits oben sogar wiederholt, es war der Satz, der direkt auf den folgt, auf den du dich gerne beziehst. Ich finde es also bemerkenswert, ihn gleich mehrfach zu «überlesen».

    Ich bezog meine Ausführungen nicht auf bunte Bildchen im Internet. Es wäre also Hilfreich wenn Du deinerseits weniger mit Andeutungen als mit Fakten argumentieren würdest. Statt dessen schiebst Du Unterstellungen nach und vermengst munter Dinge, die niemand außer Dir bisher in einen Topf geworfen hat.

    Mein Beispiel stammen aus «History of the Second World War» von Sir Basil Liddell Hart. Mir ist es bis heute nicht gelungen Quellen aufzutreiben die dem Mann Geschichsrevisionismus oder ähnliche Intentionen unterstellen würden.
    Ich denke die Deutsche Nationalbibliothek würde ihn in dem Fall wohl auch nicht Listen. Aber man weiss ja nie.

    Falls das der Fall sein sollte wirst Du in mir niemanden finden, der an diesen Dingen festhält. Ich lerne ganz gerne dazu. Nur tu das bitte dann mit den entsprechenden Quellenangaben anstatt mit Vermengungen und Andeutungen.

    Zurück zum Thema:
    Das einzige was man dem Mann nachsagen kann, ist das das Buch in seiner 1. Auflage von 1958 stammt soweit ich mich erinnere. Das wird aber auch im Vorwort zur zweiten Ausgabe ebenso erwähnt, dass er eben nicht immer auf Höhe der Zeit ist, was seinen Ausführungen für Deutschland angeht. Desweiteren merkt man Ihm seine Verbitterung an, an den Vorwürfen gegenüber der alliierten Strategie. Offenbar war der Mann vor dem Krieg einer der Mahner vor Nazideutschland, der nicht gehört wurde. Das kommt auch in dem Buch stellenweise durch. Ebenso ist der man eiskalter Stratege. Er betrachtet die Geschichte als reine abfolge von militärischen Feldzügen. Dabei kann es einem durchaus Eiskalt den Rücken herunter laufen wenn man sich des Hintergrundes bewusst ist. Dennoch konnte ich trotz Recherche in diesen Punkt keine anders lautenden Ausführungen auftreiben.

    Auch in der englischen Wikipedia wird darauf eingegangen. Die Deutsche Fassung spricht das ebenfalls an, ist aber nicht so detailliert. Im Zuge des «viele Augen» — Prinzips, denke ich mal, dass es hier sicherlich jemand es korrigiert hätte.

    Zumindest was die britische Seite angeht, ist Liddell hart aber offenbar Zitatfest und bisher — soweit ich das sehe — unwiderlegt. Demnach bestand also durchaus auf britischer Seite der Plan, unter der Rechtfertigung in den finnischen Winterkrieg einzugreifen, die Neutralität Norwegens zu brechen, Truppen anzulanden um die Eisenberkwerke von Gallivaere so einzunehmen und Nazideutschland von der Versorgung abzuschneiden. Laut Liddell Hart kam die deutsche Agression, dabei der Landung des britischen Expeditionskorps nur Stunden zuvor. Man möge mich eines besseren belehren. Ich wäre dafür echt dankbar.

    Was ändert das? NICHTS! Nichts m Überfall auf Polen, nichts am Überfall auf Frankreich oder der Sowjetunion. Nicht das GERINGSTE an der Kriegschuld oder dem Holocaust, nicht das mindeste an der Unmenschlichkeit der Nazidiktatur. Mein Punkt war der, das diesen Aspekt aus dem Kontext zu reißen, eben noch kein Geschichtsrevisionismus darstellt und ich ich dafür plädiert habe, Bodo Thiesen nicht vorschnell solchen zu Unterstellen und seinen Kopf zu verlangen auch wenn er ein Dummkopf und Querulant sein mag.

    Ich bin allerdings der Meinung, dass man gut daran täte, nicht pauschal Phrasen zu dreschen. Selbst wenn es solche Dinge betrifft. Denn wem an einer ernsthaften Auseinandersetzung gelegen ist und wer nicht Nazis eben durch diese Pauschalität eine Tür öffnen will, sollte auch im Sinne der Opfer wissen wovon er redet, in dem er das erst nimmt und sich damit auseinander setzt. Einem Nazi der mich mit der Andeutung «Deutschland ist an allem Schuld!» mundtot machen will und ins lächerliche ziehen möchte, muss man in der Lage sein differenziert seine hohle Birne nachzuweisen. Damit umstehende nicht auf die Idee kommen er könnte ja irgendwie doch irgendwo recht haben. Fakten und Quellen schlagen Gesinnung eigentlich meist ziemlich gut aus dem Feld.

    Ich bemühe ich hier die Sache transparent und offen zu diskutieren und die Dinge differenziert zu erläutern auch wenn meine Position weder (wie ebenfalls von Dir angedeutet) semi-offiziell sind, noch unbefangen. Das hatte ich in meinem ersten Beitrag auch eben so erwähnt. Ich rede als Parteimitglied aber Privatperson.
    Die Aussagen früher und auch die aussagen im Wiki von Bodo Thiesen sind Müll und bleiben es. Auch wenn mir nach Nachfrage von Leuten die auf dem Parteitag zugegen waren, mitgeteilt wurde, er habe sich insoweit von seinen Äußerungen distanziert, dass es offenbar nicht in seiner Absicht lag den Holocaust zu leugnen oder da etwas zu beschönigen.

    Dennoch ist der Mann offenbar Querulant, wie seine Gegendarstellung belegt. Aber Querulantentum ist eben nicht (weiter) Sanktionierbar. Er redet Unsinn und beruft sich auf eben solchen. Aber auch das ist nicht Sanktionierbar und sollte es in meinen Augen auch nicht sein, solange sie nicht explizit die Würde anderer verletzt oder eben strafrechtlich relevant ist. Das mag einen dabei nicht trösten, aber eine Gesinnungsjustiz verfehlt in meinen Augen noch mehr das Ziel, als so etwas notfalls ertragen zu müssen!

    Er wurde vom Vorstand aufgrund seiner Äußerungen von 2003 offiziell Verwarnt (die eben zu recht sanktionierbar waren und sanktioniert wurden) und seitdem ist nichts mehr vorgekommen außer seinen Äußerungen im Wiki auf seiner privaten Profilseite. Man kann dazu stehen wie man will, — ich selbst empfinde das als Bullshit und werde mich wie gesagt noch mit entsprechenden Fragen an Ihn wenden — aber was dort steht gibt meiner Meinung nach, den offiziellen Regeln entsprechend keine weiteren Sanktionen her. Die gelten aber für jeden und ich stehe nicht dafür ausnahmen dazu wegen seltsamer Gesinnung einzuführen. In der Satzung ist dazu alles klar geregelt.

    Jeder der der Meinung ist, die Ausführungen von Herrn Thiesen seien eine Leugnung des Holocaust, sollte Ihn Anzeigen. Jeder der den Mann für untragbar hält, kann sich gerne einschreiben und Mithelfen solche Leute abzuwählen und klein zu halten. Aber als Außen stehende, hier ein Fass auf zumachen und eben nicht zu Argumentieren, sondern emotional alles mögliche denjenigen pauschal an den Kopf zu werfen, die sich dafür einsetzen das die Regeln für alle gleichermaßen zu gelten haben, ist meiner Meinung nach etwas billig.

  175. Rohrschach sagt:

    Erst mal ‘tschuldigung, daß meine Worte hier nicht so eloquent rüber kommen, wie bei den anderen. Ist mir ehrlich gesagt zu anstrengend und zeitaufwändig. Aber trotzdem:
    Der Typ, der zum stellvertretenden Trichter gewählt wurde ist doch bloß ein ***** der irgendwie bis heute übersehen worden ist. Das kommt schon mal vor und lässt sich selbst heutezutage in unserer aufgeklärten Gesellschaft nicht vermeiden. Solche Typen kommen einfach nicht mit der belastenden deutschen Geschichte klar und suchen nach fadenscheinigen Anhaltspunkten, um Ihr schlechtes Gewissen reinzuwaschen. Aber jetzt hat Chris ja dazu beigetragen daß es doch noch an die Oberfläche kommt. Gut gemacht! Das ist wie Hautkrebs: Rechtzeitig erkannt besteht eine gute Chance auf Heilung.
    Man darf es einer jungen Partei mit so ehrgeizigen Zielen wirklich nicht verübeln, wenn so einer mal durch’s Netz geht. Falk hat es ja schon erwähnt, es ist momentan ziemlich viel los bei der PP. Außerdem hat er einen offenen Brief verfasst, den man sich auf seiner HP mal ansehen sollte. Ich bin sicher, daß so einer wie … (wie heißt der noch mal?) bald da landet, wo er hingehört. Ich kann verstehen, daß einige von Euch jetzt entrüstet und entäuscht sind, aber mal ehrlich, das ist doch nichts im Vergleich zu dem, was die regierenden Parteien bisher an Entäuschung in der Bevölkerung ausgelöst haben. Man merkt im Grunde, daß Ihr alle völlig überzogene, aber nicht unbegründete Hoffnungen in die Piraten gesetzt habt. Jetzt aus Resignation doch lieber die Grünen oder sonst irgendwas zu wählen, wird Euch mittelfristig auch nicht zufriedener stimmen. Jetzt bietet sich die Chance ein harmloses politisches Zeichen zu setzen. Selbst wenn die Piraten die 5% Grenze knacken und sich anschließend als pädophile Faschos outen … was ich aber beides für sehr unwahrscheinlich halte.

  176. […] Posted in Meinung, Politik by jfenn on 6. Juli 2009 Je länger ich die Diskussion[1] [2] [3] [4] über den Umgang der Piratenpartei mit einem Mitglied verfolge, das seit mehreren […]

  177. Morla sagt:

    @all — mal zur Auflockerung was Prinzipielles:

    Wir sind schon längst in der von Orwell beschriebenen Welt angekommen. Wir sind gerade dabei, diese von ihm gelieferte Vorlage zu perfektionieren.

    Längst haben so genannte gemeinnützig wirkende Vereine das Feld übernommen. Sie beauftragen PR-Agenturen und diese gründen Vereine und inszenieren Parteien.

    Die Null-und-Eins-Generation beherrscht zwar die Tastaturen ihrer Maschinchen. Sie ist damit beschäftigt sich im world-wite-web zu vernetzen. Sehr viel ihrer Lebenszeit verbringen sie damit in diesem „kleinen“ Bereich noch perfekter zu werden.

    Dabei bemerken sie nicht, wie beliebig sie inzwischen geworden sind. Einem Bildungssystem entwachsen, in dem bestimmte „Vereine“ überaus erfolgreich Kinder– und Eltern-, und natürlich auch Lehrerhirne, manipulieren und ihr „Geschäft“ immer weiter perfektionieren, hat sie zu „Maschinenmenschen“ werden lassen.

    Sie fühlen sich den anderen Generationen überlegen, weil sie eine Maschine handeln können, die ihnen vorgaukelt, vernetzt zu sein und damit Erfolg zu haben, um dann endlich zur „Elite“ zu gehören.

    Die Wirkungen der tatsächlichen Vernetzung zwischen Mensch und Natur, konnten sie nie begreifen. Dazu hat sie keiner befähigt. Im Gegenteil, diese „Neutralisation“ scheint Teil der Aufgabe zu sein, die diese bestimmten Vereine und Stiftungen, für ihre Auftraggeber kreieren und ausführen.

    Doch irgendwie fühlten sich die Vertreter der Null-und-Eins-Generation plötzlich ausgegrenzt. Besonders, als „Unwissende“ drohten ihnen in ihr Betätigungsfeld zu pfuschen, wurden sie aktiv.

    Gut, man betont, dass man sich gegen Internetzensur und Überwachung der Gesellschaft stellt, aber bei allen Abwehrversuchen ging und geht es hauptsächlich darum, den „Unwissenden“ außerhalb der comunity zu beweisen wie blöd sie doch sind – und dass man derlei Einmischung nicht will.

    Fern ab von jeglichem Vermögen politische Zusammenhänge zu erfassen und zu durchdringen, setzten sich Protagonisten zur Wehr – und staunten nicht schlecht – ihre Peditionsaktion wurde ein „Riesenerfolg“. Die meisten von ihnen waren darob so verblüfft, dass sie nun schon wieder handlungsunfähig wurden.

    Tja, und da schlug wieder die Stunde unserer bestimmten Vereine und Stiftungen. Statt mit dem Potenzial von 140 000 Stimmen, tatsächlich etwas zu bewegen; doch dazu musste man ja erst einmal herausfinden „was“ das sein solle, fiel man auf die modernen Rattenfänger herein.

    Die konnten es sicher selbst kaum glauben wie leicht es war die Kinder hinter sich zu formieren. Die Null-und-Eins-Generation, die jetzt meint, von der Gesellschaft endlich wahrgenommen zu werden und die hofft, nun auch bald zu den Eliten gezählt zu werden, strömt in Scharen in eine Partei.

    Programm und Richtung, nämlich das intensive Beschäftigen mit der Beliebigkeit, sind bereits vorbereitet. Die „Parteiengestalter“ haben auch für die nötige Durchmischung“ gesorgt, vom Neonazi bis zum Esoteriker ist alles dabei, so dass die Computerle(e)(h)rlinge meinen, hier sei Informationsvielfalt angesagt. So werden die armen Kinder abgeführt.

    Die wohlwollende Berichterstattung von Mainstreamblättern und von CDU nahen Fernsehanstalten beweist geradezu wie man zufrieden das Wirken dieser bestimmten Vereine und Stiftungen genießt. Die „Kanalisierung“ eines weiteren Teils der Gesellschaft scheint gelungen: Die „Kinder“ sind beschäftigt, die Macht der Kapitalhalter scheint gefestigt.

  178. Jan sagt:

    Hier gehts ja mal wieder heiß her, der Chris war ja aber auch böse und hat das kleine Kind angeblafft.

    Liebe Piraten, ihr befindet euch im Parteibildungsprozess und dieser wird noch eine ganze Weile andauern, in dieser Phase kann man einige Fehler machen, viele kleine und auch einige große.
    Nun ist es in der Regel so, dass kleine “aufstrebende” Parteien allerlei an Menschen jeglicher Couleur anziehen, vorallem aber auch die, die in andern Parteien mit ihren Ansichten gescheitert sind. Hinzu kommen die Sektierer, Esoteriker, die Rechten Spinner und die Linken Spinner und soweiter, aber alle haben eins gemein sie werden über kurz oder lang den Zielen der Partei und damit der Partei selbst schaden. Deswegen muss man diese auch möglichst schnell und bestimmt in ihre Grenzen verweisen und sie gegebenenfalls aus der Partei ausschließen.
    Aber ganz sicher erweist man sich einen Bärendienst, wenn man solche Menschen innerhalb einer Partei in Ämter hebt, egal wie unwichtig diese sind, denn dies vermittelt ein falsches Signal nach außen und zieht, wie das Licht die Motten, noch mehr dieser Menschen nach.
    Als junge und vorallem kleine Partei muss man darauf achten, dass man nicht unterwandert wird, dass geht schneller als man denkt.
    Verlasst euch nicht zu sehr auf den “Sicherheitsgedanken” des basisdemokratischen Grundsatzs, auch ein Angriffskrieg lässt sich basisdemokratisch beschließen.
    Die Presseerklärung von der ich hörte, die Morgen veröffentlich werden soll, ist nicht clever — sondern wird böse nach hinten los gehen.
    Meiner Meinung nach gibt folgenden Lösungsansätze.
    BT distanziert von seinen Aussagen und legt sein Amt als Ersatzrichter nieder, bleibt Mitgliede in der Partei (Bauchschmerzlösung)

    Die Partei, distanziert sich von BT und dessen Aussagen und leitet ein Parteiausschlußverfahren ein.

    Aber eins geht gar nicht, die Partei kann sich nicht hinstellen und sagen, dass ist die persönliche Meinung von Herr BT aber nicht die Meinung der Partei, belässt aber in der Konstellation alles wie gehabt. Es gibt nunmal keine Trennung zwischen Partei und Person wenn diese ein Amt übernimmt und sei dieses noch so unwichtig. Diese Person repräsentiert die Partei und seine persönliche Meinung ist auch immer ein Spiegel der Partei, wenn diese eine solche Meinung ohne Konsequenzen stehen lässt.

    Aber mir kanns egal sein… ich schlag mich weiter in meiner Partei mit meinen Sektierern rum… ;)

  179. Anonymous sagt:

    Hier noch zwei Usenet-Postings von Theisen. Sind schon ein paar Jahre alt, aber ich glaube einfach mal nicht, dass er sich um 180° gedreht hat. (Sehr aufschlussreich auch seine sonstigen Äußerungen in dieser und anderen Netzdiskussionen zu politischen Themen.)

    Hier findet sich u.A. Folgendes:

    Nun, obwohl es seit den letzten beiden dritteln des vergangenen
    Jahrhunderts üblich ist, Nationalsozialismus mit Judenverfolgung gleichzusetzen, bin ich da anderer Meinung:
    1. Nationalismus.
    […]
    Also Nationalismus ist die Verbundenheit mit dem Staat — korrigiere: Mit der Nation.
    […]
    2. Sozialismus.
    Nun, sind die Ziele der SPD irgendwie — hm — «verwerflich»? Ich denke «nein».
    […]
    Wenn man jetzt beides zusammen packt, also einen Nationalisten, und einen Sozialisten, erhält man einen Nationalsozialisten. Daran ist erst einmal nichts schlimm.

    Auch die Ziele der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) waren für sich genommen ersteinmal nicht verwerflich.

    Was Hitler dann daraus gemacht hat, ist ein anderes Thema. Aber das hätte er ohne die Hilfe der VSA auch nicht geschafft.

    (Anm.: Mit «VSA» meint Theisen die Vereinigen Staaten von Amerika.)

    Oder hier:

    Genau dies hier ist unser gesellschaftspolitisches Problem. Solange dich jeder Jude persönlich angegriffen fühlt, wenn man ihn auch nur schief anschaut, solange werden Deutsche und Juden nicht vernünftig miteinander leben können.
    […]
    Ich stelle jetzt mal eine Provokante Frage: Wenn Du als Mitgleid einer kleinen Gruppe im Ausland leben würdest, und Dich dort bedroht fühlen würdest, würdest Du dann dort bleiben, oder wieder auswandern? Ich weiß jedenfalls, daß ich dann einfach das Land verlassen würde. Den Rest überlasse ich deiner geistigen Phantasie.
    […]
    In der Gefahr jetzt für einen Nazi gehalten zu werden:
    Es steht jedem Juden frei, jederzeit Deutschland für immer zu verlassen. Und im Gegensatz zum 3. Reich dürfen die heute sogar ihr gesamtes Hab und Gut mitnehmen.
    Ich denke aber, daß Integration die bessere Alternative wäre, aber dafür braucht man dummerweise zwei.

  180. Dunkelangst sagt:

    @Jan:

    Ich kann Dir nur im vollsten Umfang zustimmen. Es ist fast schon schade, dass dein konstruktiver Beitrag hier angesichts der mittlerweile fast 200 Kommentare untergehen wird.

    Ich meine:
    Wer liest sich denn schon noch alles durch? Die wäre eigentlich schon eine Blog Publizierung für sich wert…

  181. Ohne Beispiel, aber nicht singulär…

    Nachdem die Piratenpartei in der vergangenen Woche noch mit dem Wechsel von Jörg Tauss kräftig für sich werben konnte (und auf Grund des Fehlens jeglicher vernünftiger Ideen für die Welt außerhalb des Internet immer noch nicht wählbarer geworden ist), …

  182. Ein Mensch sagt:

    «Ich hoffe, die Piraten lernen schnell und ziehen aus der nun hoch kochenden “Welle” die richtige Konsequenz.»

    Die umgekehrte Konsequenz wäre dann wohl: Goodbye fixmbr. Es hätte sich als ernstzunehmendes Blog disqualifiziert. Keine Sorge, mach ich nicht.

    Bodo Thiesen ist vielleicht ein Wirrkopf, ein Nazi aber sicher nicht.

    Und dann noch ein Wort von Hoffmann-Riem: «Die streitbare Demokratie sollte es unterlassen, durch Repression Märtyrer zu schaffen.»

  183. Anonymous sagt:

    Tauss! Unwählbar!
    Thiesen! Unwählbar!

    Was für ein Schwachfug!
    Könnt Ihr bitte mal aufhören wegen einzelnen Personen von Unwählbarkeit zu sprechen? Was kommt als nächstes? Hmm? Bei wem graben wir noch in der Vergangenheit?

    Ist ja schlimmer als die BILD zu lesen hier…

    [x] PIRATEN

  184. […] nach einer erneuten, klaren Stellungnahme Thiesens, nicht entscheidend. Entscheidend ist das Signal. Und tragisch wird der virale Effekt […]

  185. […] lasst euch das eine bitte gesagt sein: Dass ihr so einen wie Bodo Thiesen, einen Relativierer des industriell betriebenen Massenmordes im D…, das geht gar […]

  186. Ein Pirat sagt:

    Hallo, ich bin Pirat. Will um diese Zeit nur kurz den Status Quo widergeben:

    Bei Bodos Wahl wussten viele nichts von seinen alten Äußerungen. Sie sind von 2003 und wir haben viele neue Mitglieder. In der Vergangenheit wurde er bereits von der Parteispitze dazu gerügt, er hat sich wohl entschuldigt, aber nie richtig distanziert. Da die Leute, die ihn kennen, aber wissen, dass er möglicherweise ein Mensch mit anstrengenden Meinungen, aber sicher kein Neonazi oder so ist, wurde das ganze auf sich beruhen lassen. Ich glaube im Mai 2008 hat er dann auch eine Stellungnahme unterzeichnet, die zur Distanzierung beitragen sollte, aber auch nicht so glücklich formuliert war.
    Die Diskussion, die heute wieder hochkocht, wird am heftigsten in unseren eigenen Reihen geführt. Es gibt viele Stimmen, die bereits den Ausschluss oder zumindest seinen Amtsrücktritt fordern. Der Vorstand berät sich nun über die beste Vorgehensweise.

    Parteistand:
    §1 der Bundessatzung distanziert sich klar von diktatorischen, faschistischen und noch irgendwelchen Bewegungen. (Sorry für keine Quellen, aber es ist sooo spät.) Die Piratenpartei beruft sich auf Grundgesetz und (indirekt) die Menschenrechte, womit eine Bewegung nach rechts ausgeschlossen ist. In unseren Wahlprogrammen geht es u. a. um ein transparentes Staatswesen und mehr Demokratie. Auch ein Passus zu stärkerer Durchsetzung der Gewaltenteilung wurde für das Wahlprogramm diskutiert. (Weiß gerade nicht genau, ob zugestimmt.) Alles Punkte, die gegen «rechts» sprechen. Wie mit Bodo verfahren wird, wird sich zeigen — die Piraten an sich wird diese alte Affäre inhaltlich nirgendwohin bewegen. Wir werden uns auch in Zukunft für Bürgerrechte, Demokratie und Wissenszugang engagieren. Wer uns wegen einer Person nicht wählen möchte, dem sei das aber ebenfalls gestattet.

    Gute Nacht. :-)

  187. somlu sagt:

    Ich frage mich, wenn «ihr» Piraten auf Kritik durch einen euerer Supporter, der sicherlich recht scharf formuliert, den Finger in eine ziemlich faulige Wunde steckt, wie wollt ihr klar kommen, wenn ihr die 5% Hürde nehmt?

    Dann wird es erst richtig losgehen und sicherlich nicht von «unserer» Seite. Also, lieber weniger beleidigt reagieren und mal konstruktiv mit der Situation umgehen.

    Ihr wollt im Parteiensystem mitmischen, das ist ein Weg, der auch einen Preis kostet, mindestens.

    Was mich angeht, schmeißt den Typ raus und fangt mal an die anderen Themen, die auf euch warten zu bearbeiten. Wie steht ihr zu Atomkraft, Genfood, Gleichstellung, Außenpolitik usw. usf.

  188. […] Quo vadis Piratenpartei? » F!XMBR Worst Case würde ich dazu sagen. Holocaustleugner bei den Piraten. Werft ihn raus. (tags: Piraten Politik Partei Piratenpartei) « Oh weh, Piraten! […]

  189. Christian sagt:

    Nö, die Aufregung verstehe ich nicht.
    Und obwohl es ja eigentlich klar sein sollte:

    Geschichtliche Verantwortung

  190. Erinnerer sagt:

    Ich kann nur an folgenden Vorfall erinnern:
    «Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes.» (11.04.07 Günther Oettinger, Ministerpräsident von Baden Württemberg)

    Das war natürlich eine krasse Lüge! Was ist passiert? Da gabs ein paar Rücktrittsforderungen, ein wenig gespielte Empöhrung und ein wenig bla bla und dann war die Sache gegessen.
    Wer Oettinger kennt weiß: Der war und ist in einer Studentenverbindung, die gerne auch mal Die Wacht am Rhein und die gesamte Nationalhymne singen. Warum wird dem das sofort verziehen und der kann weitermachen und hier wird Hetzjagd auf eine neue Partei gemacht?

  191. Falk sagt:

    Juden dürfen keine Zinsen nehmen oder geben. Weil es offensichtlich ein Problem ist, wenn Juden das dürfen

    @KarlGustav: Auch wenns nur ein kleines Detail ist — und ich wiederhole mich gern: Die anderen Aussagen find ich ebenfalls gelinde ausgedrückt ziemlich verquer und die Kritik hanebüchen begründet — ich wollte damit nur zeigen, daß Interpretationen von Aussagen sowohl möglich, als auch sehr wahrscheinlich sind. Nur, daß eben bestimmte Aussagen immer auch sofort einen bestimmten Reflex auslösen, so das hierzulande bspw. überhaupt nicht wertefrei in Bezug auf Juden und deren Geschichte argumentiert werden kann. Weil Kritik sofort als rechts deklariert wird.

    Mir ging es lediglich um 2 Dinge:

    1. Ausagen sind immer zu hinterfragen und die eigene Interpretation muss nicht zwangsläufig die sein, die der Autor erzielen wollte.

    2. Mal ein wenig Druck aus dem Kessel zu lassen und versuchen, auch mit Reizthemen sachlich umzugehen.

    Ob ich jetzt eine bestimmte Personalie innerhalb einer Partei gutheiße oder eben nicht, weil ich andere Moralvorstellungen habe, tut in dem Fall für mich nichts zur Sache.

  192. erik sagt:

    Hallo zusammen,

    was mich wirklich wundert, warum schreiben so viele Piraten, sie hätten von den Äußerungen nichts gewusst? Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Lest Ihr Euer eigenes Wiki nicht? Lest doch mal das, was jener Herr für wirtschaftspolitische Vorstellungen hat. Dann vergleicht das mal mit den einschlägigen Publikationen des rechten Randes. Vielleicht geht dann dem ein oder anderen ein Licht auf. So lange so ein hirnverbranntes Zeug in Eurem Wiki steht, bleibt Ihr für mich und wahrscheinlich für viele andere, die sich wie ich seit nunmehr 30 Jahren mit Politik und unter anderem mit der Neuen Rechten beschäftigen, schlicht unwählbar. Da hilft es auch nichts, dass Ihr immer wieder betont, das sei ja seine persönliche Seite. Es ist Euer Wiki, in dem das steht. Es ist Euer Mitglied, das Ihr in ein Parteiamt gewählt habt. Und Ihr entblödet Euch nicht, das auch noch zu verteidigen.

    Nicht Chris, die anderen Kritiker und auch nicht ich sind es, die in Eurem Sandkasten die neu gebaute Burg zertreten. Das macht Ihr mit dem Verhalten ganz alleine. Wir machen darauf lediglich aufmerksam. Nicht wir schaden dem Anliegen für ein freies Netz und eine freie Gesellschaft. Das seid Ihr, indem Ihr jemanden in ein Parteiamt wählt, der zumindest was die Wirtschaftspolitik angeht, eindeutig die rechte These von der Zinsknechtschaft vertritt. Schaut Euch doch mal die Comics an, auf die jener Herr verweist. Und wenn Ihr das tut, dann stellt Euch die Krake mit Bart, Kippa und Pejes vor. Vielleicht wird dem ein oder anderen dann auch schlecht.

    Liebe Grüße

    Erik

    P. S.: Kippa ist die Bezeichnung für die kreisrunde jüdische Kopfbedeckung und Pejes sind die Haare an der Schläfe, die orthodoxe Juden nie abschneiden.

  193. saarworres sagt:

    Herjje. Nein JEDER Pirat ließt pro Tag jede Unterseite des Wiki. Alle anderen Aufgaben haben so lange zu ruhen. Es steht Dir natürlich frei, die Piratenpartei nicht zu wählen. Wie jedem. Hier ist jedenfalls die offizielle Stellungnahme vom Bundesvorstand. Ihr könnt also die Fackeln wieder einpacken… *kopfschüttel

    Piratenpartei distanziert sich von Äußerungen eines einzelnen Mitglieds

    Der Bundesvorstand der Piratenpartei fordert das Parteimitglied Bodo
    Thiesen dazu auf, sich eindeutig und endgültig von seinen fragwürdigen
    Äußerungen zum Holocaust zu distanzieren. Bereits im Juni 2008 hatte der
    Vorstand Thiesen dafür eine Verwarnung erteilt. Durch die erneut laut
    gewordene Kritik innerhalb der Partei sowie in der Blog– und
    Twittersphäre hält der Vorstand eine noch klarere und deutlichere
    Distanzierung für nötig. Sollte Bodo Thiesen dieser Aufforderung nicht
    binnen 24 Stunden nachkommen, wird der Bundesvorstand die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

    Piratenpartei distanziert sich von Äußerungen eines einzelnen Mitglieds

  194. wonko sagt:

    Ja, auch ich sage immer, dass Demokratie und Meinungsfreiheit für mich heisst, dass ich mir unliebsame Äusserungen tolerieren sollte und auch für das Recht streite, dass sie gesagt werden dürfen.

    Nur, dass was Bodo Thiesen da so blumig umschrieben ausdrücken möchte ist keine Meinung, sondern Blödsinn, Blödsinn, Blödsinn. Basta.
    Da kann er noch sooft die viel beschworenen «Gedankenverbote» ins Spiel bringen oder sich in dialektischer Betrachtung üben — es bleibt Quatsch. Und zwar sehr gefährlicher Quatsch. Einige Piraten hätten sich vielleicht schonmal vor den digitalen Bürgerrechten für Politik interessieren sollen, dann wüssten sie, dass das was der Herr da von sich gibt eine uralte Taktik der äussersten Rechten ist.

    In der Wissenschaft — Natur-, wie Geistes– — ist natürlich nichts verboten, weder ein Gedankenspiel, noch eine alternative Betrachtungsweise. Das kann man alles durchspielen und schauen, wohin das führt. Aber, die Fakten in der Causa Holocaust wurden schon mehrmals und über Jahrzehnte einer immerwährenden Überprüfung unterworfen und liegen seit langem auf dem Tisch. Es ist ja nicht so, dass seine Ansichten sooooo schrecklich neu wären.
    Wenn er meint, dass das alles ganz anders gewesen ist, dann bitte keine Gedankenspiele mehr, sondern seine Fakten her. Halten die einer Überprüfung nicht stand, dann soll er weiter suchen und Quellen und Belege finden oder sich trollen. So einfach ist das.

    Letzendlich wundert mich bei dieser Sache und der Verteidigungslinie einiger Piraten hier nicht sonderlich, warum der Bundesvorsitzende bei Phoenix so gnadenlos untergegangen ist und auf wirklich jedwedem rhetorischem Kniff und jeder argumentativen Nebelkerze hereingefallen ist.
    Vielleicht sollten ein paar mehr Geisteswissenschaftler in die PP eintreten, denn anscheinend sind dort zuviele Naturwissenschaftler vertreten, die nicht wirklich fähig sind in einer Welt in der 1+1 nicht immer 2 ist, einem Pseudoargument und einem argumentativen und logischen Fehlschluss auf die Schliche zu kommen. Und sich dann leider auf die Meinungsfreiheit einschiessen, wenn es nicht um Meinungen, sondern um widerlegbare Haltungen geht.

    Basisdemokratie hin, Parteigründung her. So nicht werte Piraten.

    PS: Übrigens kann man mit derselben Argumentation einiger Piraten hier auch ohne Weiteres Intelligent Design als alternative Lehrmeinung zulassen. Nur die ist genauso wenig wissenschaftlich, wie es die «Denkverbotswidersetzungen» des Herrn Thies sind.

    I

  195. erik sagt:

    Hallo zusammen,

    @saarworres

    Aus Deiner ironischen Bemerkung zu meiner Rückfrage, ob Ihr denn nicht einmal Euer eigenes Wiki lest, schließe ich, dass Du der Meinung bist, es sei nicht notwendig, sich vor der Wahl eines Mitgliedes in ein Parteiamt und auf eine Landesliste darüber zu informieren, was den der Herr politisch so vertritt. Danke, dass Du mir das Recht zugestehst, die Piraten nicht zu wählen.

    Schön, dass Ihr jetzt jenen Herren nochmal auffordert, sich von seinen Äußerungen hinsichtlich des Holocausts zu distanzieren. Aber wie steht es mit den anderen Themen? Was ist mit der Kriegsschuldfrage? Und viel wichtiger, da es sich hier um ein aktuelles politisches Thema handelt: Wie steht die Partei zu den wirtschaftspolitischen Aussagen jenes Herren?

    Liebe Grüße

    Erik

  196. nils sagt:

    Haltet mal die Füße still, nur weil ihr hier rum blökt heißt das nicht, dass die Mühlen in der Partei jetzt schneller mahlen. Wenn die Partei ernstegenommen werden will muss sie *vernünftig* mit solchen Problemen umgehen und nicht in einer hau-ruck-Aktion Leute rausschmeißen. Gibt es in der Piratenparte eine Instanz die alleine entscheiden kann und solche Leute vor die Tür setzen kann? Wohl eher nicht, die Organisation dürfte ohne einzelne Führungsperson mit alleinger Entscheidungsgewalt klarkommen. Und dass solch eine Entscheidung begründet werden und formalen Gesichtspunkten genügen muss ist auch klar.

    Die Partei hat inzwischen reagiert (24h Deadline für den Kerl): Piratenpartei distanziert sich von Äußerungen eines einzelnen Mitglieds

    Und das innerhalb von einem Tag. Vielleicht solltet ihr mal überlegen was ihr von dieser Organisation erwartet. Sie soll schnell groß werden, die Großen angreifen, nicht so sein wie die Großen, aber genauso (schnell) reagieren. Soweit ich weiß wartet auf dem Dampfer keine Armada von Sekretärinnen darauf, eine Stellungnahme mit Standard-Floskeln rauszuhauen sobald irgendwo ein Skandal auftaucht.

  197. […] Chris | – Ich muss und werde mich wohl nach einer neuen Alternative im politischen Spektrum […]

  198. Martin sagt:

    Ich habe mir gerade die «butterweiche» Erklärung durchgelesen. Was bitte ist daran butterweich?
    Die Erklärung ist in meinen Augen sehr eindeutig, absolut passend und genau das was ich erwartet habe.
    Das ein Holocaust Leugner in ein Amt gewählt werden konnte ist ein Nachteil der Demokratie. Abstimmungen haben manchmal hirnrissige Ergebnisse.
    Der Umgang mit diesem Ergebnis ist aber in meinen Augen ok und die Reaktion war schneller und deutlicher als bei anderen Parteien üblich.

  199. phoibos sagt:

    @ nils:

    die piraten haben doch schneller reagiert, als man es von den großen parteien kennt (s. hohmann, oettinger und vor allem all die nazialtlasten, die unsere bundesrepublik gestaltet haben). sie hat imo richtig reagiert — auch wenn es eigentlich gar nicht erst so weit hätte kommen müssen. aber hey, ihr lernt. und das ist doch wichtig.

    ciao
    phoibos

  200. saarworres sagt:

    @erik,

    Erstmal, ich war selbst nicht auf dem BPT. Ich bin beruflich unterwegs.
    Ich bin sehr der Meinung man sollte sich darüber informieren. Aber vorzuschreiben kann man das niemandem. Ich glaube auch nicht das dieser Maßstab bei anderen Parteien so durchgesetzt werden kann den Du hier von uns verlangst.

    Entschuldige, ich wollte Dir nicht das Recht zubilligen, die Piratenpartei nicht zu wählen. Ich bin nur mit der Zeit etwas genervt davon, das ich hier hingestellt werde, als würde man als Pirat alles relativieren nur weil die Konsequenzen ohne Abstimmung nicht schon gestern gezogen werden.
    Ein Tag dafür finde ich wirklich in Ordnung. Denn erst gestern wurden die Fakten der breiten Basis bekannt.

    Ich bin aber auch der Meinung das man sich selbst kurz informieren könnte, bevor her einige die Fackel auspacken. Hier wird mir zu viel durcheinander geworfen bei der Darstellung der Vorgänge. Teilweise wird hier eben ohne die Abstimmung von Außen stehenden Konsequenzen gefordert, die so schlicht ein aushebeln der einen Satzung bedeutet hätten. Nur weil wir wohl die internetaffinste Partei sind, bedeutet das nicht das wir in Echtzeit im Netz operieren oder uns abstimmen. Die Regeln gelten für alle und kommen bei jedem zur Anwendung. Also aufgrund von Vorwürfen einen Lynchmob zu gründen, finde ich eher Barbaren– als Piratengemäß.

    Die zeitliche Abfolge war schlicht eine andere. Auf dem Parteitag wurde Bodo Thiesen für den Posten aufgestellt. Derzeit gibt es keine Meldefristen für die Ämter! Also wäre ein zuvor Informieren meines Erachtens so leicht nicht möglich gewesen. Auch das ist ein Merkmal unserer offenen Struktur. Auf den mir vorher bekannten Kandidatenlisten war er jedenfalls nicht aufgeführt: Kandidaten BPT 09. Außerdem wüsste ich nicht wie man sich immer über alles auf dem laufenden halten sollte.

    Wir sind eine sehr offene Partei und wir halten sehr viel auf diese offene Struktur und Organisation. Derzeit ersetzen Engagement und Enthusiasmus nun mal die Parteifinanzierung. Das wird mir irgendwie in der Diskussion verdrängt, das hier keine Berufspolitiker agieren. Derzeit gibt es auch keine voll-zeit Funktionsträger. Jeder hat seinen Beruf Studium oder sonstwas.

    Ich finde diese offene Struktur auch sehr gut. Allerdings hätte dabei !unser! Grundsatz der Transparenz nicht derart stiefmütterlich behandelt werden dürfen. Die Vorgänge hätte im Gesamtbild präsentiert werden müssen. So wurde es — wohl aufgrund der Tatsache das der Zeitplan über 8 Stunden überzogen wurde — die Sache nur «angesprochen» und Herr Thiesen konnte kurz Stellung nehmen. Das dabei kein klares Bild für die Anwesenden heraus kam, wundert mich nicht.

    Die Äußerungen von Bodo Thiesen überschreiten in Ihrer Gesamtheit jedes für mich erträgliche Maß. Nur wurden Sie bereits einmal sanktioniert und die Frage war, ob das einfach so nochmal zur Begründung herangezogen werden kann, ohne eine Art Doppelbestrafung durchzuführen.

    Seinen Ergüssen im Wiki zum trotz, ergeben sie nur mit seinen früheren Äußerungen aus 2003 ein schlüssiges Gesamtbild. Es ergaben sich ja auch anders lautende Aspekte, die das Bild nicht so eindeutig machen, wie es viele mit dem Ruf «hängt ihn höher» gerne suggerieren. Immerhin hat er auch einen
    Stellungnahme zur Geschichtlichen Verantwortung unterzeichnet.

    Ich selbst kenne den Mann nicht und habe außer einem sehr sehr üblem Beigeschmack keine Ahnung wo er letztlich steht. Ich fürchte nur, für meine Begriffe ist es dort Stock-dunkel. Die Abstimmungsarbeit musste aber erstmal geleistet werden, alle Aspekte (nicht nur die negativen) zusammengetragen werden.

    Das hat sich jetzt in der Partei mit der Distanzierung und Stellungnahme des Bundesvorstandes geklärt.

    Ich vermute mal, geade weil eine Doppelbestrafung nicht möglich sein soll, aufgrund bereits einmal geahndeter Äußerungen von 2003, fordert der Bundesvorstand nochmals eine Distanzierung und zwar eine Glasklare. Danach sind auch seine Äußerungen bezüglich seiner Stellungnahme sanktionierbar. Was die Kriegsschuldfrage angeht oder seine Äußerungen zur
    Wirtschaftspolitik, sind sie zwar Grund genug ihn nie wieder zu wählen aber allein kein Ausreichender Grund ihn aus der Partei zu werfen. Ahndbar ist laut Satzung nur seine relativierenden Äußerungen zum Holocaust.

    Das mag Dir nicht umfassend genug sein, aber man kann es eben nicht jedem immer recht machen. Nach allem was ich seit gestern auf den Mailinglisten gesehen habe, teilt kein Mensch die kruden Thesen von Bodo Thiesen. Viele versuchen zu verstehen was in ihm vorgeht, aber bisher hab ich dafür keinerlei Zustimmung gesehen.

  201. corny sagt:

    Zu der eigentlichen Diskussion will ich mich jetzt mal nicht äußern, ich denke da wurde schon alles oft genug gesagt. Aber hat sich jemand mal das Wiki-Profil durchgelesen? Der Typ ist FÜR Gentechnik! Alleine schon deswegen hat er in alternativen Strukturen nichts verloren. Gentechnik hat einen einzigen Sinn: Unpatentierbares patentierbar zu machen und damit die Gewinne multinationaler Konzerne zu erhöhen. Durch die Machenschaften der Saatgut-Konzerne verhungern jedes Jahr tausende von Menschen und Millionen werden in die Armut getrieben, bzw. dort gehalten.

    Wenn ich sowas lese bekomme ich doch starke Zweifel an den Piraten.

  202. hapa sagt:

    «Wir müssen die Rechte der Andersdenkenden selbst dann beachten, wenn sie Idioten oder schädlich sind. Wir müssen aufpassen. Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit — Keine Zensur!» Wau Holland

  203. Wo wir beim Thema Vergangenheitsrelativierung sind, auch die GRÜNEN haben ihre braunen Wurzeln:

    Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher

    Die AUD, die «Aktionsgemeinschaft unabhängiger Deutscher» dürfte heute aber nur noch Altgrünen und Politarchäologen bekannt sein. Nicht alle in der AUD waren rechtsextrem, aber zahlreiche Altnazis ( der Wiki Artikel nennt noch nicht mal alle ) waren in der Führung der AUD.

    Damals hat man der AUD und der grünen Bewegung aber auch eine lange Entwicklungszeit eingeräumt, sich davon zu trennen, bzw. sich zu reformieren.

    Ich denke man muß hier unterscheiden, die Leugnung des Holocausts und der Verbrechen des 3.Reichs kann man als Bestandteil einer ultraliberalen Meinungsfreiheit einfordern, diese selbst als hochrangiges Mitglied einer Partei zu vertreten, sollte aber rechtsextremen Parteien vorbehalten bleiben.

    Eine Partei, in der einige hochrangige Vertreter Hitlers Kriegsschuld relativeren wollen, würde ich nicht wählen, eine Partei die sich gegen Meinungsstraftatbestände allgemein einsetzt schon.

  204. markus sagt:

    @ hapa … hier geht es aber nicht um gentechnik oder nicht oder die frage nach co2 abscheidung oder doch lieber mehr windenergie um mal ein paar ökothemen und den post oben drüber aufzugreifen. das wären «meinungen, die es zu tolerieren gilt», auch wenn man mit ihnen nicht übereinstimmt.
    da möchte ich auch der antigentechnikkämpferin ins wort fallen… die piratenpartei ist noch keine ökopartei und hat auch mit den themen 3.welt und co wenig am hut. das ist was für die grünen. wie sich das gentechnikgeschäftsmodell mit dem reformierten patentrecht der piraten verträgt muss mir aber auch noch einer erklären ;)

    aber btt.

    leugnung des holocaust oder die infragestellung der dt kriegsschuld stellt für mich eine nachträgliche legitimation des wohl schlimmsten verbrechens der Menschheitsgeschichte dar. das ist in etwa so als würde man der vergewaltigten 13 jährigen noch hinterherrufen, dass das mit nem keuschen rock bis über die knie wohl nicht passiert wäre. letzteres ist zwar im gegensatz zur Gaskammergschichte in DE nicht strafbar, aber Äußerungen in der Liga enthüllen einen ziemlich widerlichen charakter.

    in jedem fall niemand den ich mir in irgendeiner Partei wünsche, erst recht nicht in welcher leitenden position auch immer.

  205. Oliver sagt:

    @Caroline Kaiser

    Das ist vielen Grünen bekannt und wurde sogar schon desöfteren thematisiert. Aber es sind nicht die braunen Wurzeln, sondern u.a. auch braune Wurzeln, neben vielfältigen anderen aus einem breiten Spektrum — das Iota braune Altlast wurde erfolgreich niedergekämpft (und eben dies ist auch dies Ziel einer Kritik, ebenso wie der Fingerzeig — also nicht mittels Geschichte relativieren, sondern daraus lernen :-) ). Damals gab es leider noch kein Internet, ansonsten hätte man es wohl ebenso plattgetreten — zu recht. Aber wenn sich die Piraten schon heute so weinerlich geben, dann sollen sie doch bitte den grünen Kampf um Akzeptanz als Vorbild nehmen — denn die Schmähungen zu jener Zeit waren noch weitaus härter und gezielter gegen einzelne Personen, als heute überhaupt vorstellbar.

    Apropos Vergangenheit, wer z.B. weiß dass die CDU von vielen ehemaligen KZ-Häftlingen, Verfolgten etc. gegründet wurde. U.a. sticht da auch Andreas Hermes hervor. Tja die Zeiten änderten sich. Aber ich gebe den Piraten natürlich auch nicht nur eine Chance, sondern mehrere und schaue mal in fünf Jahren noch mal vorbei.

  206. […] den deutschen Überfall, der den 2. WK endgültig einläutete, verantwortlich sei (genauer hier und den Links hier folgen). So weit, so […]

  207. Eriks Blog sagt:

    Piraten hart steuerbord?…

    Der Fall Bodo Thiesen
    Wohin segeln die Piraten? fragt sich die Szene, seit Bodo Thiesen auf dem Bundesparteitag zum stellvertretenden Mitglied des parteiinternen Schiedsgerichts gewählt wurde und sich auf einer Landesliste der Partei befindet. Kurz da.…

  208. […] man zur Zeit überall im Netz (und vermutlich auch außerhalb davon) lesen kann, hat die Piratenpartei wieder einmal mit […]

  209. kartoffelsalat sagt:

    hab grad keine lust hier alle kommentare zu lesen.
    aber ich habe noch was entdeckt, was von unserem freund bodo thiesen stammt. und was seine ansichten weiter bekräftigt. antiisraelisch gibt er sich übrigens auch gerne…
    zu finden hier: Kauft nichts aus «Israels«
    Zitat: «Hitler wollte die Juden ursprünglich nicht
    vernichten. Ursprünglich wollte er sie nur aus D heraus haben. »

  210. Ein (ehemaliger) Sympathisant sagt:

    @saarworres: Nun, ich will nichts unterstellen. Im Gegenteil: Anerkennung für das, was du für deine Partei hier leistet! Ehrlich! Man findet das selten, schon gar nicht in bestimmten braunen Ecken der CDU (Oettinger wurde ja bereits genannt). Also vorneweg, falls du etwas als beleidigend etc. angesehen hast: Entschuldigung von meiner Seite. Du stehst für eine sachliche Auseinandersetzung und das finde ich gut! Sieh’ es als sportliche Auseinandersetzung ;-)

    Ich weiß nur, dass du BT’s Äußerungen unter anderem (und aus deiner Sicht vielleicht nicht mal herausgehoben) mit einer Bemerkung zum reaktiven Überfall auf Norwegen gekontert hast. Intention hin oder her: das war doch doof, oder? Es mag deine Meinung sein, es mag sein, dass es ein brit. Militärhistoriker, der heute in der Fachwelt praktisch nicht mehr zitiert wird (jedenfalls nicht mit politischen Aussagen) aber vielleicht kulturhistorisch nicht uninteressant ist, so sieht wie du. Möglich, dass auch die wikipedia es so sieht, das juckt aber nur die und deren Leser. Leider differenziert die Öffentlichkeit selten. Und deine faktische Aussage bleibt seltsam.

    Nochmal: Der Angriff auf Norwegen war nicht: «Der Norwegenfeldzug war wohl nach allen mir bekannten Fakten ein reiner Reaktionskrieg und keine reine Angriffshandlung.» Das schreibst du (und zerlegst damit nebenbei jeden Kontext, den du bei anderen einforderst …). Warum ist das falsch? Ganz einfach, der Überfall wäre NIEMALS notwendig gewesen, wenn Hitler 1939 nicht Polen usf. überfallen hätte. Denn dann hätte es keine brit. Kriegserklärung usf. gegeben, wären Dtl. nicht die Erzeinfuhren ausgegangen usf..

    Weiterhin: Ein Reaktionskrieg, was immer das genau ist, zeichnet sich meist NICHT dadurch aus, dass man eine NS-Vasallenregierung installiert, einen Reichskommissar einsetzt, die Juden des Landes umbringt, die Gesellschaft umbauen will usf. Genau das tat NS-Deutschland aber. Und genau darauf wollte ich dich hinweisen. Okay, ich war etwas polemisch (aber ich glaube im Rahmen dessen, was hier abgeht :-)

    Zuletzt ein paar Tipps zur Lektüre: Vergiss brit. Militärhistoriker der 50er Jahre. Da war auch die deutsche Historiographie beschissen. Lies lieber die voluminöse, aber gute Reihe «Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg» aus dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Lies die Monographie von Robert Bohn über das Reichskommissariat Norwegen, lies Petrick, Die Okkupationspolitik des deutschen Faschismus in Dänemark und Norwegen (DDR-Schule, viel marx. Quack, aber gute Dokumentenauswahl). Schau dir mal Knut Hamsuns Biographie an (der die Besatzung willkommen hies) und die Reaktion der Norweger auf diesen großartigen Dichter. (Quellen findest du im BArch Militärarchiv in Freiburg, im BArch Berlin usf., damit kann ich nicht dienen, du meinst aber Sekundärliteratur vermute ich, denn Lidell Hart hatte garantiert auch nicht sehr viele QUellen in den 50ern.)

    Ach so: Nur weil irgendwas in der Nationalbibliothek wo auch immer steht, ist es nicht gut. Solltest du wissen, die NB sammelt in Dtl. per Auftrag sämtliches deutsches Schriftgut, auch Scheiße zwischen Buchdeckeln, wenn sie eine ISBN hat. Neuerdungs auch Internetseiten — diese eigentlich auch? In der Lib. of Congress sind sogar Teile von Hitlers Bibliothek, die Bücher, die der Führer las weredn dadurch aber nicht besser ;-)

  211. thomas sagt:

    Also ich persönlich beurteile die Wählbarkeit einer Partei gerne nach ihrem Programm und ihrem Abstimmungsverhalten, nicht nach denjenigen persönlichen Meinungen der Einzelpersonen, welche den politischen Kurs nicht beeinflussen.

    Auch wenn also eine gewisse Schuld bei jedem Parteimitglied feststellbar ist (vor der Wahl nicht gut genug informiert bzw. Äußerungen gebilligt), der Imageschaden also die gerechtfertigte Folge des Geschehenen darstellt, sollte dieses Vorkommnis die Wählbarkeit der Piratenpartei eigentlich nicht beeinträchtigen. Denn um Schuldfeststellung oder eine moralische Bewertung der Äußerungen einzelnen Politiker geht es bei einer pragmatischen Entscheidung wie einer Wahl nur sekundär; moralisch verwerfliche Kommentare und moralisch verwerfliches Handeln sind zweierlei. Moralisch stark verurteilen kann man die Piratenpartei als Ganzes sowieso nur bei Ausbleiben einer angemessenen Reaktion; das Gegenteil wäre ungefähr dasselbe, wie einen Arzt für den Pfusch eines Mitarbeiters zu verurteilen.

    Kurz und gut: Eine ordentliche Rüge hat die Partei verdient, aber unwählbar ist sie wegen der Äußerung eines einzelnen Mitglieds (egal, wie verwerflich diese sein mag) noch lange nicht. Denn die Gefahr, dass Aussagen wie diese das zukünftige Verhalten oder gar die wahren Ziele der Piratenpartei andeuten, ist speziell in diesem Fall dann doch extrem gering …

  212. phoibos sagt:

    Denn die Gefahr, dass Aussagen wie diese das zukünftige Verhalten oder gar die wahren Ziele der Piratenpartei andeuten, ist speziell in diesem Fall dann doch extrem gering …

    nun, diese affäre zeigt doch sehr, wie wenig geschichtsbewusstsein den piraten ist. und politik, also ein sich-kümmern-um-das-morgen, ohne zu wissen, wo man denn herkommt, ist imo nicht möglich.

  213. Jan sagt:

    @kartoffelsalat:

    an dieser Stelle muss ich wohl auch noch mal etwas schreiben:

    Es gab wohl wirklich Bestrebungen die Juden nach Madagaskar auszusiedeln.

    Madagaskarplan

    Hier zu gibt es aber ja auch die verschiedenen Einordnungen von Histroikern.

    Einordnung in den Kontext des Holocaust

    Diese Aussage soll nicht und relatviert auch nicht, denn selbst wenn es zu diesem Szenario gekommen wäre, hätten nur wenige diese Umsiedlung überlebt. Madagaskar wäre auf der einen Seite gar nicht in der Lage gewesen soviele Menschen auf die schnell zu beherbergen und zu ernähren, auf der anderen Seite war und ist Madagaskar ein Hochrisikogebiet für Malaria und andere Tropenkrankheiten. Oder anders gesagt, es wäre nur eine räumliche Verlegung des Holocaust gewesen.
    Denn die unzähligen Toten unter den Depotierten hätten das Naziregime sicher billigend in kauf genommen.
    Kranke Scheiße, kranke Geister.

    Wer allerdings der Meinung ist die Nazis hätten nach einer humanitären Lösung gesucht und versucht mit dem Madagaskarplan die Geschichte der NS-Zeit und des damit verbunden Holocaust zu relativieren oder zu schönen, der spielt in der Liga der kranken Scheiße und kranken Geister mit.

    In diesem Sinne…

  214. […] – im Nebenjob Sachas Blog: Klarmachen zum ändern ! Sven: abgründe der piratenpartei F!XMBR: Quo vadis Piratenpartei? mspr0.de: Die Piraten und die richtige […]

  215. […] F!XMBR: “Quo Vadis Piratenpartei?” […]

  216. […] ging es direkt durch Twitter, dann kamen Spiegel Online, dann der Focus, schließlich die FAZ. Für FIXMBR! und die Ruhrbarone sind die Piraten nun unwählbar. Im Wiki der Piratenpartei entstand eine […]

  217. Anonymous sagt:

    Es ist immer interessant, wenn Leute mit keinerlei Geschichtswissen anfangen Schaum vorm Maul zu bekommen wenn es um das Thema drittes Reich geht.
    Bei so einem derartig kontroversen Thema gibt es viele Kanten und Ecken und es spricht gegen die Reife der meisten Deutschen, dass man keine objektive, sachliche Diskussion darüber führen kann.
    Auswendig nachgegrölte Parolen wie «FASCHISMUS IST KEINE MEINUNG SONDERN EIN VERBRECHEN» sind nicht hilfreich sondern hochgradig unreif.
    Wenn man sich einem Thema nicht objektiv nähern kann, wird man es auch nie aufarbeiten können.
    Thiesen ist ein Idiot, weil er eigentlich um die Wirkung seiner Meinung wissen müsste aber zur Meinungsfreiheit gehört nunmal auch ungültige, falsche oder unmoralische Meinungen zulassen zu müssen sonst wird das ganze zur Farce.

  218. Noch Fragen? sagt:

    […] nichts gewusst und ihn deshalb gewählt. Man schaue sich nur die Kommentare auf einen Eintrag auf f!xmbr an. Nun ist auf Youtube ein Video aufgetaucht, das zeigt, wie die Wahl genau abgelaufen ist. Und […]

  219. Anonymous sagt:

    @phoibos:

    nun, diese affäre zeigt doch sehr, wie wenig geschichtsbewusstsein den piraten ist. und politik, also ein sich-kümmern-um-das-morgen, ohne zu wissen, wo man denn herkommt, ist imo nicht möglich.

    Dass bei den Piraten noch einige kompetente und historisch gebildete Politiker fehlen, die für ein wenig Geschichtsbewusstsein in der Partei sorgen, war (zumindest mir) auch schon vor dem Vorfall klar und ist, wenn man an das Alter der Partei denkt, auch nicht wirklich verwunderlich … Wem Kompetenzen in diesem Bereich wichtig sind (wie offensichtlich dir), für den war eine kleine Partei wie die Piraten auch schon vorher unwählbar.

  220. saarworres sagt:

    @Ein (ehemaliger) Sympathisant

    Ja insofern hast Du recht. Das Zitat war dümmlich. Ich hätte es wesentlich besser formulieren sollen. Ich wollte nur ein Beispiel geben was ich eine (aus dem Kontext reißen etc..) Da war ich selbst zu undifferenziert.
    Entschuldige, dass ich so widerborstig reagiert habe.

    Ich verlagere Aufgrund neuer Entwicklungen meine Antwort an Dich mal auf den neusten Artikel hier

  221. phoibos sagt:

    @Anonymous:

    ich hielt das bisher eigentlich für allgemeinbildung.

  222. […] hat der Mann einen eher revisionistischen Blick auf die deutsche Geschichte. (Mehr zum Thema auf fixmbr und […]

  223. Chris sagt:

    Bevor hier wieder 10 Leute rumschreien:


    Benutzer:Bodo Thiesen/Distanzierung

    Ja, ich habe diese nette Kurzgeschichte an das Volk auch gelesen. Oder wie es ein Kollege ausdrückte:

    Dessen Aussage liest sich wie eine Bekennerschreiben, vorgelesen von einer Geisel.

  224. […] das ist noch nichtmal das Schlimmste. Wenn man sich mal die Kommentare zu Artikeln auf F!XMBR durchliest, kann es einem echt nur noch […]

  225. Silmaril sagt:

    Sehe ich das richtig? Du möchtest die Piratenpartei wegen einem Mitglied nicht mehr wählen?
    Verwarnt wurde er schon. Der Vorstand hat sich auch explizit distanziert. Intern bekommt er seinen Patzen Kritik von den anderen Mitgliedern, da bin ich mir sicher Was willst du mehr? Das er quasi über nacht ausgeschlossen wird? Sorry aber das ist weltfremd.

    Es wird hier auch gar nichts verharmlost, Thiesens Äußerungen sind hirnverbrannte Geschichtsleugnung. Aber fast genauso dumm ist es eine ganze Partei mit einem Mitglied zu assozieren um dann zu sagen «die sind doch unwählbar».

    Die Verantwortlichen der Partei sind alles Ehrenamtliche. Meinst du nicht, man sollte ihnen ein bisschen Zeit lassen?

    Ich nehme dir auch nicht ab, dass du eine Partei nur wegen einem einzigen Vorfall mit einem einzigen Mitglied nicht mehr wählst, und deren Ziele einfach hintenanstellt. Soetwas wäre kurzsichtig und dumm und ich kenne dich anders.

  226. Oliver sagt:

    >Die Verantwortlichen der Partei sind alles Ehrenamtliche. Meinst du nicht, man sollte ihnen ein bisschen Zeit lassen?

    Das ist ihr Problem, das Gros der Parteien wird von ehrenamtlichen gestellt. Und es soll sogar Ehrenamtliche geben die etwas leisten und nicht nur wohlfeil Worte drechseln. Kurzum neint man soll ihnen keine Zeit einräumen. Ich denke wir sprechen hier von der Netzkompetenz per se oder eher vom Netzgelächter in spe, welches sich aus Verschwörungstheoretikern, Heise-Foren, TPB und dem G:b formiert?

    >und deren Ziele einfach hintenanstellt

    Welche Ziele? Dieses orientierungslose Gefasel in puncto Netz, Freiheit und Kultur? Die Netzkompetenz gilt es erst zu beweisen, Kultur und Freiheit ohnehin nur sinnentleert für biedere Zwecke genutzt. Willst du wissen wie ein richtiger Kampf um Freiheit und Bürgerrechte ausschaut? Schau beim CCC bzw. der Humanistischen Union vorbei. Diese Partei bietet inhaltsleere Floskeln und gereicht selbstredend derartiges wie oben erwähnt zu einem Plus an negativem Karma. Netzarroganz durch und durch, Netzkompetenz — weit gefehlt. Bitte nicht so schnell, wir sind noch klein und machen dies alles überhaupt nur als Hobby — ganz ehrlich, so schaut es auch aus: große Klappe und wenn es drauf ankommt zieht man den Schwanz ein und winselt. Steht ihr für Soziales? Gemäß dem Parteitag nicht. Freiheit, Gerechtigkeit funktionieren jedoch nicht ohne diese Komponente. Schwamm drüber, euch geht es gut und ihr verteidigt auch nur eure Freiheit im Netz. Auf solche gesellschaftlichen Schildbürger kann man dankend verzichten.

  227. Anonymous sagt:

    Bodo dreht sich, gar nicht dumm, um 180 Grad herum.
    Distanziert sich lapidar, vom letzten Sonntag, wunderbar!

  228. […] ich werde dafür genauso wenig bezahlt wie Stefan. [x] Ja, viele Piraten haben das Prinzip Meinungsfreiheit nicht verstanden. [x] Nein, Bodo Thiesen ist kein Einzelfall. [x] Nein, die Distanzierung war die […]

  229. […] ist denn da los? Lili Masuhr über den Thiesen-Vorfall bei der Piratenpartei Mehr zum Thema bei F!XMBR, Spiegelfechter, […]

  230. dakira sagt:

    @Karsten:

    2. Er hat Recht, dass man nicht gegen rechte Parteien demonstrieren braucht, denn sie nutzen ihr Grundrecht, das für alle gelten muss.

    Das Grundrecht koennen die Faschisten ja auch gern in Anspruch nehmen. Die verfassungsfeindlichen Aeusserungen, die sie auf ihren Veranstaltungen bringen muss ich mir allerdings nicht bieten lassen. Zumal die Polizei sie gewaehren laesst. Anzeigen bringen auch nichts. Ich kanns nur immer wieder den Standardsprich bringen: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

    Die Faschisten sollen (wie gesagt) gern ihre Grundrechte in Anspruch nehmen. Ich lasse mir aber nicht sagen, dass es unsinnig ist mit Gegendemonstrationen zu zeigen, dass man damit nicht einverstanden ist.

  231. Wirtshaus sagt:

    zensi… zensa… die Piratenpartei ist da?…

    Die Piratenpartei fordert keine Zensur im Internet, zensiert mich aber aus ihrem Forum raus?
    .…..

  232. […] zwischen allen drei. Dieser “Themenblock” startete für mich diese Woche bei F!XMBR. Da ich keine Lust habe, sämtliche Artikel zu verlinken, empfehle ich einfach mal alles dort […]

  233. […] Dafür wird er in rechtsextremen Foren beklatscht, während demokratische Blogger (emptysignifier, f!xmbr, ruhrbarone) erklären, wegen ihm die Piratenpartei nicht mehr wählen zu […]

  234. […] Bloggen bedeutet, zu diskutieren. […]

  235. Jens sagt:

    Naja nun wurde der seiner Ämter enthoben und das Parteiausschlußverfahren wurde gestartet. Für eine junge Partei ein konsequentes Durchgreifen, dass man so nicht oft im politischen Umfeld sieht (z.B. Kohl).

    Wenn man solch eine Messlatte der Unfehlbarkeit anlegt, welche Partei ist dann noch wählbar, die Freie Union? Aber auch nur solange bis, irgendein dummes Parteimitglied in einem Interview seinen geistigen Dünnpfiff verbreitet und danach aus der Partei geworfen wird.

    Man kann an einem Mitgliedsantrag nunmal nicht das Wesen eines Menschen ablesen, und wenn die richtigen Maßnahmen bei Fehlern oder Verblendungen getroffen werden, kann man der Partei m.E. nichts vorwerfen.

    Ich wähle Piraten! ;)

  236. Andi sagt:

    Also mal ehrlich hätte die PP Thiesen rausgeworfen wäre sie jetzt unwählbar für alle die, die Grundrechte bewahren wollen denn vorher pocht die PP auf die Grundrechte und nun wird die freie Meinungsäußerung bestraft. In anbetracht der Tatsache das er dies alles vor seiner Wahl äußerte zweigt sich für mich nur einmal mehr das es hier nur darum geht einen möglichen erfolg der PP zu verhindern. Ich für meinen Teil wähle weiter die PP.

    schönen Tag noch

  237. luttz sagt:

    Den Grünen ihre letzte Chance geben?

    Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internet

    Bitte verstehe mich nicht falsch: die Grünen zu wählen ist durchaus lobenswert, aber wegen Einzelpersonen gleich eine Partei als unwählbar zu bezeichnen — mir ist der Artikel etwas stark übers Ziel hinausgeschossen.

    Nichtsdestotrotz bleibt dein Blog einer meiner Lieblingsblogs, gerade weil es nicht so einseitig ist.

    Letztlich würden wohl alle Oppositionsparteien im Bundestag von sich aus in einer Koalition nicht zensieren, aber wenn der Koalitionspartner es denn vorschlägt, würden sie es wohl alle mitmachen. Auch etliche Grüne, wenngleich sicher nicht unbedingt die Mehrheit. Und das ist der Punkt der Piratenpartei: in diesem zentralen Punkt ist man sich ebenso einig, wie jetzt noch die FDP abgestimmt hat (Das Abstimmungsverhalten Ihrer Wahlkreisabgeordneten). Allerdings würde von den meisten eine solche Position wohl zugunsten wirtschaftsliberaler Politik aufgegeben…

  238. […] EU und Vertrag von Lissabon Die Zukunft der BRD mit Chinesischer Sklaverei Wählen gehen: Alternative Parteien / Piratenpartei Zensur und […]

  239. […] Webdiskussionsthreads verfolgen will, der klinke sich in diesen Beitrag des Blogs Fact Fiction oder in diesen Beitrag des Blogs fixmbr ein. Blick Log über Twitter folgen oder Beitrag über folgende Dienste empfehlen, ausdrucken […]

  240. Anonymous sagt:

    Die CDU ist schnell mit sowas??? Wieso ist dann Rüttgers noch im Amt? Er hat zwar nicht den Holocaust geleugnet, aber er ist im Gegensatz zu Thiesen Ministerpräsident eines großen Landes. Als Ministerpräsident kann man nicht auf so einem BILD-Stammtisch-Niveau parlieren. DAS ist unhaltbar.
    Dass bei einer so jungen Partei (bezogen auf das Durchschnittsalter der Mitglieder) gravierende Fehler gemacht werden ist normal. Und dass eine neue Partei auch viel Gesocks anzieht, ist ebenfalls normal.

    Selbstverständlich ist dieser unsägliche Text von Thiesen untragbar, aber das wegen eines derart niedrigen Postens für derart kurze Zeit soweit hochzuspielen ist absolut lächerlich. Was sich da gestandene Politiker und Ministerpräsidenten geleistet haben (zB der «brutalstmögliche» LügenchefKoch in Hessen oder der Rumänen-Freund Rüttgers) finde ich da deutlich schlimmer, weil es einfach von wesentlich höhergestellten Politikern kommt, die es besser wissen sollten.
    Newbies machen Fehler und lernen daraus… also lasst die Piraten erstmal lernen, bevor ihr den gleichen Maßstab wie bei den alten Politik-Hasen anlegt!

  241. Oliver sagt:

    >Newbies machen Fehler und lernen daraus… also lasst die Piraten erstmal lernen, bevor ihr den gleichen Maßstab wie bei den alten Politik-Hasen anlegt!

    Newbies werden auch anderswo zurecht gekantet, wenn sie eine dicke Lippe riskieren und schon im Ansatz alles falsch machen, obwohl sie gemäß dem eigenen Gusto alles besser können.

  242. […] dennoch würde sie niemand mehr in rechtsextreme Ecken stellen wollen. Die Piratenpartei hatte Bodo Thiesen und zehrt noch heute von dessen Formulierungen, obwohl ihre übrigen Mitglieder sich ausdrücklich […]

  243. dranto sagt:

    Junge Piraten…

    Nachdem Die Partei in einem absurden Verfahren von der Bundestagswahl ausgeschlossen wurde, drängt sich die Frage auf, ob stattdessen eine Stimme für PiratenPartei, als vermeintlich einzige nicht völlig von der eigenen Lebensr.….

  244. […] dem Begriff Irre noch freundlich beschrieben – Kinderschänder, nur halbwegs verkappte Rechtsextreme und viel andere Spinner sammeln sich bei den Piraten – aber das gab es dass auch alles in den […]

  245. […] die Vorwürfe zutreffen, droht der Piratenpartei nach der Affäre um Bodo Thiesen die nächste Auseinandersetzung um die Frage, wie man es innerhalb der Partei mit Antisemiten […]

  246. […] Filter grundsätzlich funktionieren, wenn auch erst nachträglich (Fälle wie Thiesen und das Junge-Freiheit-Interview von Andi Popp halte ich nicht für grundsätzliche […]

  247. […] Benjamin Ölke, Bodo Thiesen und dem mittlerweile zur fremdenfeindlichen Partei Die Freiheit abgewanderten Aaron Koenig leistet […]

  248. […] und Antisemitismusskandale in der Piratenpartei reißt nicht ab. Nach Udo Hempel, Bodo Thiesen, Aaron Koenig, Benjamin Ölke, Andre Stüwe, Valentin Seipt, Kevin Barth und Boris Turovskiy hat […]


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