quo vadis ct?

Projekt Indiana: Erste Version der OpenSolaris-Distribution … besser spät als nie liebe ct? Ich mein ja nur, wenn man es u.a. bis heute noch nicht gepeilt hat den tatsächlichen Release-Zyklus von FreeBSD 7 zu veröffentlichen bzw. auf die Betas überhaupt hinzuweisen, mal abgesehen von der bloßen Verlautbarung. Schließlich weiß man das hier nicht x weitere Versionen folgen werden, sondern das dies eben einen wichtigen Schritt hin zum Release aufzeigt. Man könnte glatt vermeinen Absicht dabei herauszulesen, denn für Damn Small Linux reichts ja auch und das gar für richtige Texte =) Macht man sich da nicht auf Dauer etwas lächerlich? Oder ist der Erfolg derart zu Kopf gestiegen, ich meine in der Community habt ihr irgendwo immer noch den Stellenwert eines primus inter pares der IT-News? Woher kommt eigentlich diese Abneigung, sicher auch für OpenBSD habt ihr euch neulich noch hinreißen lassen eine News zu posten aber sonst? Wird wohl nur noch mehr auf die reinen Releases hinauslaufen, die spärlichen News eurerseits listet ihr ja auch hübsch immer pro BSD-Artikel auf, könnte sonst auch was verloren gehen. Und nach der Reduzierung auf Releases erfolgt die Gewichtung hin zu den essentiellen BSD-Forks? Ach ja in puncto OpenBSD ereifert ihr euch noch gelegentlich, wenn es um die beinahe gehässige Darstellung *eurer* Fehlerinterpretation geht.

Diese Quote, nicht wahr? Linux zieht besser, so gut das man aus Opensource bei ct quasi ein Linux-Source macht. Es geht auch anders wie Golem zeigt und deswegen entwickelten sich diese auch zu recht zu einem wertvollen Pendant, bei dem man erstens News teils schneller bekommt bzw. überhaupt. Danke ct, aber nach der Enttäuschung mittels des Print-Magazins schon vor Jahren (Soft-/Hardwarekatalog), folgt nun die Online-Ausgabe … da hätte man wirklich mehr draus machen können. BSD ist da übrigens nur ein Beispiel, man kanns in anderen Bereichen ebenso verfolgen. Ich habe nichts gegen die Linux-News, nur beinahe jegliche Distro, jegliche Beta und sonst nichts mehr, das hat nichts mit Opensource zu tun und läßt eine Rubrik wie heise open einfach nur lächerlich wirken.

Gut man könnte hier eine Überreaktion meinerseits vermuten, your mileage may vary, aber auch im prof. Teil der BSD-Community habt ihr euren Ruf weg und dennoch glaubt man immer noch die Hoffnung stirbt zuletzt. Beispiele wären auch die spärlichen bis fehlenden Erwähnungen von DesktopBSD und PC-BSD, bei letzterem langte es noch für 1.3, 1.4 war schon uninteressant. Eure Quote stimmte, ob der Ausgewogenheit. In Zukunft werde ich mich bemühen die News eurerseits zu meiden, schwer nach vielen Jahren der Gewöhnung, aber notwendig um nicht einer einseitigen News-Gewichtigung anheim zu fallen … ich bemühe mich und gelobe Besserung.

Quintessenz dieser Kritik: diese unsägliche Gewichtung und den schleifenden News-Charakter.

, , , , ,

7 Antworten zu “quo vadis ct?”

  1. Martin Ruger sagt:

    Ich finde die Kritik unberechtigt. heise.de gehört eindeutig zu den Mainstream-Nachrichten-Portalen. Dann kannst du dich ja gleich über SPON oder stern.de aufregen, wenn die nicht über FreeBSD berichten.

  2. Chris sagt:

    Der eigene Anspruch der ct ist aber ein anderer. Man hat in den letzten Jahren eine Reise unternommen, vom viel beachteten, respektierten Magazin für fachlich versierte Anwender hin zum, wie Du sagst, Mainstream-Mist. Das ist (auch) Gegenstand der Kritik.

  3. Oliver sagt:

    @Martin Ruger

    In der Schule würde man dir jetzt ein Thema verfehlt bescheinigen. Ich las das Print-Magazin seit den 80ern und selbst heute noch ist dieses, Achtung(!), IT-Nachrichtenmagazin immer noch unabhängig zu nennen von Blubber-Medien, für den technisch unbeleckten Mob, a la SPON und stern. Zudem kenne ich auch die Online-Ausgabe seit ihren zaghaften Anfängen im Netz. Wenn man heute also nur noch Chip, PC–crap & co gestählt daher kommt, muß man sich auch hier nicht veranlaßt sehen mitreden zu wollen.

  4. Alvar Freude sagt:

    Mit der c’t/Heise-Kritik hast Du einerseits vollkommen Recht.
    Andererseits: Die berichten nur davon, was sie erfahren. Da sie offensichtlich keine Redakteure haben, die sich (intensiv) mit xBSD beschäftigen (und wie bei Linux jedes Mini-Release mitkriegen), muss man es ihnen sagen, per Mail.
    Das ist zwar einerseits unschön, aber auch verständlich.

    In anderen Bereichen ist es im gleichen Hause übrigens genauso. Jede popelige PHP-Version, auch mal eine Beta etc, schafft es in den Ticker, bei Perl ist das nicht der Fall. Klar, PHP 6 hört sich auch besser an als Perl 5.8.8 oder 5.10 — auch wenn «Perl 5 in Version 8.8 bzw. 10.0″ korrekt wäre 😉
    Die Perl-Leute bei Heise sitzen alle in der Web-Entwicklung, nicht in der Redaktion. BSD-Leute gibt es da meines wissens gar nicht …

    So, ich werde gleich mal schreiben, mal gucken ob es was bringt!

  5. Oliver sagt:

    >Da sie offensichtlich keine Redakteure haben,

    Es war nur ein Beispiel unter vielen Dingen, die in den letzten Jahren auffielen, ob nun Print oder Online-Auftritt.BSD Freunde, soweit würde ich nicht gehen, BSD-Kenner schon eher. Von Linux-Kennern zeugen manche Artikel auch nicht immer und dennoch gibts dort zumindest Linux-Liebhaber 😉

  6. Alvar Freude sagt:

    Huch, die Mail-Adresse ist oben rausgeflogen — egal, steht auf der Startseite ganz unten dran («Fehlt eine wichtige Nachricht? Geben Sie uns Bescheid!»).

    So, Mail ist nun raus, mal gucken was da zurückkommt. Wahrscheinlich mal wieder keine Antwort oder «wir berichten ja manchmal» und «interessiert halt keinen, im Gegensatz zu Linux 2.6.24-rc3 oder der Beta-Version von Distribution XYZ»

  7. […] Von uns oftmals heftig kritisiert, kann man so manchen Artikel doch noch gebrauchen. Zumindest erzählt mir das Monat für Monat mein Onkel, der seit über einem Jahrzehnt treuer Abonnent der c’t ist. Nun bietet der Heise Zeitschriftenverlag mal wieder ein Schnupper-Abo an. Das wirklich gute daran ist, dass die Lieferung automatisch nach Zustellung der 3. Ausgabe endet. Sprich: Kein automatisches Abonnement. Man bekommt die 3 Ausgaben, bekommt sicherlich danach von Heise Werbung ins Haus — das war es dann aber. Das ist vorbildlich. So sollten Schnupper-Abos immer sein — und nicht profaner Abzocke-Versuch, wie es sonst immer der Fall ist. […]

RSS-Feed abonnieren