Projekt 18 erlebt sensationelles Comeback

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13 Antworten zu “Projekt 18 erlebt sensationelles Comeback”

  1. romanmoeller sagt:

    Bei jeder anderen Partei hätte ich mich kaputtgelacht! Aber dann sag mir doch mal, wie die SPD es deiner Meinung nach besser machen sollte? Beck behalten?

    Ich glaube, das ist gar keine Richtungsentscheidung, sondern einfach das Klammern an den einzigen Strohhalm: die Popularität von Steinmeier und Müntefering!

    Ist doch bei der CDU nicht anders — ohne Merkel wären die auch bei 30 und die Linkspartei wäre noch stärker.

  2. Falk sagt:

    …wie die SPD es deiner Meinung nach besser machen sollte?

    Vielleicht mal wieder auf die Basis hören. Die Politik machen, die es braucht, um Wählerstimmen zu bekommen? Aber anscheinend gehts ja nur noch um Personalien, denn um Inhalte. Und wofür steht denn ein Steinmeier und Müntefering? Doch mit Sicherheit nicht für eine soziale Politik, denn da wüsst ich was von. Und wenn ich dann so sehe, wer da jubelt, dann hab ich eine dumpfe Ahnung, wohin die Reise geht…und diese SPD will allen Ernstes dann bspw. in NRW wieder eine Ministerpräsidentin küren können wollen? Das erklär mal den Kumpels hier im Ruhrpott.

    Und zum Thema Merkel: Langsam merken die Menschen, daß sie mit Sätzen wie «Da müssen wir etwas tun» doch im Grunde nur hingehalten und verarscht werden. Kommt alles was später, aber ist ja noch ein Jahr Zeit, um ein paar Augen zu öffnen. Vorher machen wir noch in Georgien und der Ukraine ein bißchen Krieg mit, das passt dann doch gut ins Bild auch dieser neuen alten SPD-Führung. Da sind die doch in vorderster Front mit bei.

  3. Oliver sagt:

    >Aber dann sag mir doch mal, wie die SPD es deiner Meinung nach besser machen sollte? Beck behalten?

    Blog lesen? Unter den Schreibenden hier findest du langjährige SPD-Wähler, sogar ein ehemaliges Mitglied. Insgesamt ist es nicht schwer auszumachen, wo der rote Faden hier verläuft: http://www.fixmbr.de/cate.….der-spd/

    >Ich glaube, das ist gar keine Richtungsentscheidung,

    Nein was denn sonst? Wenn man weiß für welche Politik die beiden stehen, weiß man auch dies hier ist der neoliberale Vorschlaghmmer mit dem tabula rasa gemacht wird und zumindest noch verbleibende Gedanken um Nahles linke Genossen ausgemerzt werden. Hier wird die Politik des güldenen Gasgerd nicht nur weitergeführt, sondern zementiert.

    >Ist doch bei der CDU nicht anders — ohne Merkel

    Unsere Reisekanzlerin, Mutter Merkel, ist das Ablenkmanöver für den Mob. Regiert wird im Hintergrund, der Rest ist Optik für diejenigen welche sich mit Polit-Talks für die Wahl stählen. Einzig die Stimmen die die SPD verliert kommen der Linken zu gute und die SPD hat ohnehin nicht mehr viel zu bieten.

    Beschäftigung mit der Geschichte tut Not, nach der ersten großen Koalition — verfahrene Situation, Notstandsgesetze — kam die SPD mit Brandt und im Klüngel mit der FDP groß raus. Brandts Motto: mehr Demokratie wagen, u.a. mit dem Radikalenerlaß, welcher lange Zeit quasi als eine Art Berufsverbot für Linke in die Geschichte dieses Landes einging. Dejavu? Damals hatten sie es dennoch verstanden das Volk an der Nase herumzuführen und der CDU, zuvor gut Freund, den schwarzen Peter bei den Wahlen zuzuschustern. Dürfte dieses mal recht schwer werden, denn der sozialdemokratische Habitus ging unlängst vollends verlustig. Historisch betrachtet, ganz aus der geistigen Ferne, konnte man große Probleme lösen. Und begründete zugleich die beginnende Austauschbarkeit der Parteien. Unterschied zu heute, damals gabs wenigstens die APO.

    >die Popularität von Steinmeier und Müntefering!

    Wenn Steinmeier, Münte und Merkel derart populär sind beim Mob, fragt man sich natürlich zurecht, warum Zeter und Mordio schreien? Schließlich bekommt das Volk nur die Regierung, welche es sich redlich verdient hat :-)

    Den anderen bleibt dann wohl nur die physische Flucht oder jene geistiger Natur in die private Welt, quasi Biedermeier reloaded — das hat hier schon Methode. Aktivität im weitesten Sinne kann man dann der Marke Schreibtischtätertum schauen, sprich willfähriges Durchwinken und das Treten gen Minderheiten.

  4. romanmoeller sagt:

    @Falk:

    «Die Politik machen, die es braucht, um Wählerstimmen zu bekommen?»

    Sicher muß man mehr auf die Basis hören. Aber was Stimmen bringt, muß ja nicht automatisch die richtige Politik sein. Wer das konsequent durchzieht, der kann gleich zur Linkspartei gehen!

    «Und wofür steht denn ein Steinmeier und Müntefering? Doch mit Sicherheit nicht für eine soziale Politik, denn da wüsst ich was von.»

    Ich finde, dass das Duo Steinmeier und Müntefering sehr wohl für soziale Politik steht, die eben aber auch finanzierbar sein muß. Ich bin noch einer der Typen, denen die Sanierung des Haushaltes nicht unwichtig erscheint. Uns so unsozial können die beiden auch nicht sein, wenn sie in der SPD Spitzenämter bekleiden.

    «Und zum Thema Merkel: Langsam merken die Menschen, daß sie mit Sätzen wie “Da müssen wir etwas tun” doch im Grunde nur hingehalten und verarscht werden.»

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    @Oliver:

    «Blog lesen?»

    Hier in den Blogs entsteht doch kein repräsentatives Meinungsbild — ein Blog ist eine gute Möglichkeit seine Meinung kundzutun. Je provozierender man wird (mein pro SPD-Beitrag wirkt anscheinend zum Beispiel der anziehend auf SPD-Gegner!), desto mehr wird man beachtet und kommentiert. Klar können und sollten die mal unsere Blogs lesen — aber das kann nicht alleine des Ausschlag über den Parteikurs geben.

    «Nein was denn sonst?»

    Natürlich ist es keine Richtungsentscheidung! Am liebsten würde die Partei mit Steinmeier und Müntefering die Agenda 2010 kassieren, um das zu machen, was die Wähler wollen. Das ist zum Glück nicht so einfach. Es ist falsch.

    «Wenn Steinmeier, Münte und Merkel derart populär sind beim Mob, fragt man sich natürlich zurecht, warum Zeter und Mordio schreien?»

    Ich würde die drei nicht in einen Topf werfen! Wie Falk ganz richtig schreibt, geht der Stern von Angela Merkel langsam unter. Bei mir war sie noch nie beliebt, weil ich ihre Hinhalte-Und-Raushalte-Tour früh durchschaut habe. Offensichtlich liest man in der Blogosphäre nur wenig gutes über die beiden SPD-Leute, aber privat (wo ich mehr einfache Wähler als Leute wie euch treffe, die sich eingehender mit Politik beschäftigen, von denen es insgesamt leider auch weniger Menschen gibt) schneiden Steinmeier und Müntefering durchaus gut ab.

  5. Oliver sagt:

    die Publikation hier repräsentiert unsere Meinung und genau nach dieser unserer Meinung wurde oben gefragt. Ich mag vielleicht in puncto Wirtschaft der größte Naivling sein, jedoch erst der Mensch, dann die Krämerseelen. Bildun, Soziales etc. pp. zahlen sich erst auf lange Sicht aus und werden somit nie wirklich lukrativ sein. Der Staat ist eben kein Konzern, dieser repräsentiert eine gewachsene Gemeinschaft. Die Finanzierbarkeit ist dort absurd wo Menschen zu einer Nummer degradiert und ökonomisch optimiert werden. Wer nichts arbeitet braucht auch nichts zu Essen laut Münte. Oder wie wäre es mit den Parasiten eines Clement? Wie sozial Schröders Mannen sind kann man Tag für Tag seit Jahren schauen, das war für mich ein Grund aus der SPD auszutreten. Und Lafontaine? Ob seiner Person und seiner Politik ging ich Ende der 80er zu den Genossen — jetzt verdingt er sich als Dampfplauderer bei den Linken und lockt dort den Mob. Dumm ist man in der Regel nur einmal im Leben bei einer solchen Sache. Und bei den Wahlen sehe ich Wechselwähler, sprich gestern SPD morgen die Union. Was meinst du warum die SPD zuvor 16 Jahre abgestraft und CDU gewählt wurde — auch von Legionen von Arbeitern? Alles ganz anders heute? Nur zum Teil und keinesfalls bei der polit. Bildung des Volks. Die leute wählten nach Kohl zweimal Schröder, wenn auch beim zweiten mal schon indirekt die große Koalition inoffiziell ihre Arbeit aufnahm, welche bei den letzten Wahlen öffentlich bestätigt wurde. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt oder wie?

  6. romanmoeller sagt:

    Aber wir sind uns doch hoffentlich einig, das zukunftsfähige Politik bezahlbar bleiben muß und nicht auf Pump erfolgen darf und soll??

    An der Basis sehnt man sich doch aber danach, die Agenda 2010 in mehr oder weniger großen Teilen rückgängig zu machen, was in meinen Augen viel zu sehr in Richtung «unseriöser Populismus á la Linkspartei» geht.

    «Aber die Hoffnung stirbt zuletzt oder wie?»

    Wenn mir als Wähler die Hoffnung abhanden kommen würde, dann könnte ich meinen Blog dichtmachen, bräuchte solche (ohne Zweifel interessanten) Diskussionen wie auf eurer Seite nicht zu führen. Ich bräuchte dann auch nicht mehr wählen gehen. Ich wäre dann politisch tot — das aber kommt für mich nicht in frage. Das trifft auf euch ohne Zweifel auch zu, eine Eigenschaft die uns vereint — schade, das es nicht mehr von uns gibt!

  7. Oliver sagt:

    >Aber wir sind uns doch hoffentlich einig, das zukunftsfähige Politik bezahlbar bleiben muß und nicht auf Pump erfolgen darf und soll??

    Bei der Lektüre dieser Publikation sollte dir eines bewußt sein, nein wir werden uns in diesem Punkt nie einig sein. Da dies die neoliberale Relativierung für unmenschliches Gebaren darstellt.

    >Ich wäre dann politisch tot — das aber kommt für mich nicht in frage.

    Man stirbt politisch nicht, nur weil man Mensch ist und die Realität auch als solche betrachtet. Ich bin heute ausschließlich nur noch in Bürgerorganisationen aktiv und überlasse panem et circenses der Großpolitik jüngeren Eiferern. Ich würde mein Dasein als Historiker verleugnen, wäre denn Hoffnung und nicht Wissen Triebfeder meiner selbst. Ich helfe den Menschen direkt wo ich kann, kleiner Maßstab aber immerhin, die willfährigen Diskussionen wie wer wo eine Partei retten könnte, wo man noch linken Habitus oder überhaupt ein Iota Humanismus erkennt bei diesem oder jenem Volkszertreter das ist auf Dauer wirklich nicht (mehr) mein Niveau.

    Letztendlich fühle ich mich als Mensch wohler, denn als Politiker.

  8. romanmoeller sagt:

    «Bei der Lektüre dieser Publikation sollte dir eines bewußt sein, nein wir werden uns in diesem Punkt nie einig sein. Da dies die neoliberale Relativierung für unmenschliches Gebaren darstellt.»

    Das heisst also, du willst lieber realitätsferne Wähler-Bonbon-Politik auf Pump und auf Kosten späterer Generationen anstatt solidem finanziellen Kurs?

    «Man stirbt politisch nicht, nur weil man Mensch ist und die Realität auch als solche betrachtet.»

    Völlig korrekt! Nur ist «Mensch sein und Realität als solche betrachten» nicht das Gleiche wie «Hoffnung verlieren»!

  9. Falk sagt:

    ..und nicht auf Pump erfolgen darf und soll

    Mir darf die Frage erlaubt sein, ob wir hier von einer Volkswirtschaft und einem Staat oder von einem Privatunternehmen bzw. Finanzdienstleister reden? Das hätt ich grad gern mal geklärt, bevor ich noch was zu sage.

  10. phoibos sagt:

    ob wir hier von einer Volkswirtschaft und einem Staat oder von einem Privatunternehmen bzw. Finanzdienstleister reden?

    das spielt doch für dieserlei menschen gar keine rolle. die perspektive wird immer so gedreht, dass es ihnen in den kram passt (bei verlusten von wirtschaftsfunktionären ist der staat bitteschön protektionistisch, bei gewinnen selbiger wollen wir die radikale marktbefreiung und sobald es um den menschen an sich geht, sind wir jenseits eines raubtierkapitalismus — da werden schon fast sozialdarwinistische züge offenbart).

    ciao
    phoibos

  11. Oliver sagt:

    Ich finde es doch bemerkenswert wie alle gerne der einzig bedeutungsvollen Frage ausweihen: REDEN WIR VON MENSCHEN? Wenn ja dann sollten wir uns auch wie solche zueinander verhalten. Ein etwaiges aber … kann folglich auch nur lauten … aber der Mensch, wo bleibt der MENSCH? Schickt mir eine Mail, wenn es soweit ist. Einstweilen fege ich löschend durch die Moderation ob unmenschlichen Craps — ohne Ausnahme.

  12. Chris sagt:

    Ich habe gerade die Sendung Anonyme Dorftrottel abgesetzt, sprich ausgesperrt.

    Ich sollte den Spinnern noch ein paar Links rüberreichen, von weiteren Vollpfosten, die auch nach Artikel 5 schreien. Kein Wunder, dass die Politik bei solchen Granaten so leichtes Spiel hat.

    Und ich verbitten mir, von solchen Spinnern mit Kollegen angesprochen zu werden. Nur weil ich zufällig WordPress nutze, bin ich keiner Sekte beigetreten…

  13. Grainger sagt:

    Ich finde, dass das Duo Steinmeier und Müntefering sehr wohl für soziale Politik steht, die eben aber auch finanzierbar sein muß.

    In unserem politischen und wirtschaftlichen System ist mehr als genug Geld vorhanden, um unsere Sozialsysteme ausreichend und so zu finanzieren, das sie diese Bezeichnung überhaupt verdienen.

    Es dreht sich ausschließlich um ein Verteilungsproblem.

    Das fängt bei den angeblichen Solidarsystemen an, die mehr und mehr darauf angelegt werden, dass die Armen untereinander solidarisch sein dürfen während die Reichen (bzw. reich gewordenen) sich aus den Solidargemeinschaften verabschieden dürfen (Private Krnakenversicherungen, private Altersvorsorgen, usw.). Sollten sie aber mal unverschuldet in Not geraten, sollen sie von der zuvor verschmähten Solidargemeisnchaft aber wider mit offenen Armen aufgenommen werden.

    Wir geben Milliarden Euros für Transferleistungen innerhalb der EU aus. Und wenn sich heraus stellt, das die Empfänger der Transferleistungen Jahrzehntelang gelogen und betrogen haben, um diese zu erhalten, bleibt das ohne jegliche Konsequenzen (Beisiel: Griechenland).

    Da ist mir doch der vielzitierte Hartz4-Empfänger, der angeblich 30 Euro im Monat extra kassiert, vollkommen egal. Was die Griechen in 27 Jahren EU-Mitgliedschaft abkassiert haben würde vermutlich ausreichen, um allen Hartz4-Empfängern die monatlichen Almosen zu verdoppeln.

    Oder eine Nummer kleiner: da lassen sich irgendwelche vollkommen unwichtige Politiker/innen gerne mit dem Hubschrauber für 27.000 Euro pro Flug durch die Gegend fliegen, um maximal 1 Stunde Fahrzeit einzusparen. Dies wird zwar von den Rechnungshöfen moniert, aber ich bezweifele doch sehr stark ob da jemals jemand in Regreß genommen wurde.

    Für das, was jeder dieser Flüge kostet, könne man an einen Hartz4-Empfänger rund 78 Monate den Regelsatz bezahlen.

    Da ich sehr bezweifele, das die Arbeitszeit auch nur eines unserer Politiker den Einsatz der Flugbereitschaft rechtfertigt, plädiere ich für deren Abschaffung.

    Sicherlich lassen sich innerhalb dieser Bandbreite tausende von Fällen finden, in denen unsere Steuergelder einfach sinnlos verschleudert werden.

    Das würde locker ausreichen, anständige Sozialhilfesätze (egal wie man diese auch immer nennen mag) und gleichzeitig den Haushalt zu sanieren.

    Man müsste nur wollen.

    Dass das keine der Parteien wirklich will ist eine andere Sache.

    PS: Franz Müntefering war es doch, der sich öffentlich darüber geärgert hat, das die bösen Wähler eine Partei doch tatsächlich an ihren (gebrochenen) Wahlversprechen mißt, oder?

    Das ist genau der richtige Mann für einen Neuanfang. 😀

    Hoffentlich erinnern sich die Wähler 2009 noch daran und vergessen nicht, was sie deswegen von den Wahlversprechen der SPD zu halten haben.

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