Prince

Wer kennt ihn nicht, seit dem Film Purple Rain war er zumindest für mich Kult 😀 Sein Kampf gegen die Musikindustrie drüfte auch bekannt sein, The Artist formerly known as Prince, schon da konnte man absehen welche Macht die Studios besitzen.
Nach der Ankündigung Prince sein neues Album kostenlos unters Volk zu bringen, reagierte man bei der Industrie derart:

«The Artist Formerly Known as Prince should know that with behaviour like this he will soon be the Artist Formerly Available in Record Stores. And I say that to all the other artists who may be tempted to dally with the Mail on Sunday.»

guardian unlimited

Besser kann sich wohl nicht die häßliche Fratze der Musikindustrie äußern, die Prince schon früher als Sklavenhalter bezeichnete. Sicher, er kann es sich leisten — aber wieviele Stars da draußen könnten es ebenso und tun nichts?

6 Antworten zu “Prince”

  1. Falk sagt:

    Und wozu brauchts heutzutage noch Record Stores, Vertriebe und Labels, um die Musik zu verteilen. Ebenso wie Mr. Reznor hat wohl dann auch Prince die Zeichen der Zeit erkannt und wird wieder vor ausverkauften Hallen spielen und sieht seine Aufnahmen und CDs als das an, was es heutzutage ist: Promotion.

  2. Grainger sagt:

    Ich stehe der Musikindustrie ja nun mehr als nur skeptisch gegenüber, aber gerade Prince ist da ein schlechtes Beispiel.

    Zum Revoluzzer hat er sich doch erst entwickelt als er für sechs (noch nicht existierende) Alben den damals höchstdotierten Plattenvertrag aller Zeiten erhalten hatte und sein Vertragspartner dann darauf bestand auch diese sechs Alben zu erhalten.

    Irgendwie habe ich schon Verständnis dafür, dass ein Vertragspartner auch auf die Erbringung der (bereits bezahlten) Leistung besteht.

    Prince hatte ja scheinbar auch kein Problem damit erst mal 100 Millionen US$ zu kassieren.

  3. Robert B. sagt:

    Ich habe zwar noch nie bewusst Prince gehört, aber wenn seine CD bspw. CC lizensieren würde, das wäre mir schon eine Radiosendung wert 😉

    Außerdem finde ich es gar nicht verwerflich, wenn mittlerweile reiche Popstars erkennen, dass das große Musicbiz ein ?
    «Schweinesystem» ist. Dass sie finanziell nicht (mehr) auf die großen Labels angewiesen sind ist dabei eine andere Sache.

  4. Ookami sagt:

    Klar hat er 100 Millionen für 6 Alben bekommen. Wenn aber die Plattenfirmen-Bosse dann nur das, was SIE auch für verkäuflich halten, vorschreiben, hört der Spaß auf.

    Remember the «Black Album». Zu anzügliche Lyrics… da ging es doch los.

    Der Kleine ist der Größte. Und wenn ich seine Scheiben beim Bäcker kaufen muss.

  5. Falk sagt:

    Und wenn ich seine Scheiben beim Bäcker kaufen muss.

    Coole Idee…

  6. […] Lobte ich ihn letztens noch in höchsten Tönen und erwähnte ihn gar eben noch als lobenswertes Beispiel, muß ich diese Aussage nun schon wieder revidieren. Denn Prince geht unter die Abmahner und fordert sein Eigentum zurück. Ja ne klar, das ist zwar sein gutes Recht, aber geschadet hats ihm auch nicht wirklich. Wer halt wieder zum symbol, zum Symbol für … nun man kann es sich denken. In an attempt to “reclaim the Internet,” Prince is preparing to file lawsuits against YouTube, eBay and the Pirate Bay, for allegedly encouraging copyright violations according to one of his representatives. […]

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