Post vom Anwalt

Wenn man auf einmal im (elektronischen) Briefkasten Post vom Anwalt vorfindet, ich gebe zu, das Herz schlägt kurzfristig schneller. 😀 Diese Sache wurde von der Gegenseite dem Anwalt übergeben, nachdem ich den Herrschaften Rechnung und auch Mahnung per Einschreiben/Rückschein zugeschickt hatte. Ich lese gleich zweimal in dem Schreiben von ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht — hey, da scheint jemand zu schwitzen, das ist fein. Man macht mir ein sensationelles Angebot. Das PDF-File wurde Server entfernt. Man bietet mir nun an, direkt auf den Artikel zu verlinken, das würde zu mehr Besuchern auf meiner Seite führen. Das ist ja mal spannend — da werden meine Urheberrrechte verletzt, und will das mit nem Link, der eh gesetzt werden kann, ich glaube, ich muss da nochmal das Internet erklären, aus der Welt schaffen. Ich denke, das ist mir zu wenig… :)

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17 Antworten zu “Post vom Anwalt”

  1. soeren onez sagt:

    Ich verstehe das auch nicht, wenn ich andauernd emails rausschicken muss, weil irgendwer meine Texte klaut, ohne Backlink. Aber sehr oft bekomme ich dann die Antwortmail, in der dann ganz überrascht gefragt wird, was ich denn jetzt für ein Problem hätte, darf man das etwa nicht?

    Aber bisher bin ich immer um Rechtsschritte herumgekommen und habe die Einsicht durch überzeugen erreichen können. Auf Holz klopf.

  2. Chris sagt:

    Wenn irgend ein Privatperson meine Texte klaut — man kann über alles reden. Hier ist der Fall anders gelagert, ein Unternehmen, ein Usenet-Anbieter, der seinen Kunden den Tipp der Verschlüsselung mit auf den Weg gibt — muss ich mehr dazu schreiben oder denken wir uns nun alle unseren Teil?

  3. gnokii sagt:

    na immerhin, geben sie damit schon mal ihre Rechtsverletzung zu, da können die dreimal schreiben Anerkenntnis ohne Rechtspflicht. Tja auf gehts Donations für ein Projekt eintreiben, wenn simple Brötchen schon 6.000 Euro Streitwert haben 😀

  4. Chris sagt:

    na immerhin, geben sie damit schon mal ihre Rechtsverletzung zu

    Dem ist offiziell selbstverständlich nicht so… 😉

  5. soeren onez sagt:

    Das hatte ich überlesen, dann liegt der Fall sicherlich anders, obwohl ich dennoch nicht weiß ob ich direkt zum Anwalt gehen würde. Damit will ich nicht sagen, dass ich das für Falsch halte, du wirst deine Erfahrung mit solchen «Unternehmern» haben, aber ich möchte mir dennoch sagen können es im Guten versucht zu haben. Auch wenn das sicherlich andersherum nicht so laufen würde, gut, dass wir selbst schreiben können und deshalb nicht auf klauen angewiesen sind.

  6. Chris sagt:

    Ich denke, ich werde eine zurückhaltende Antwort verfassen — wenn man sich im Guten einigen kann, bin ich der letzte, der etwas dagegen hat. Nur eines ist auch klar: Auf den Arm nehmen lasse ich mich nicht.

  7. soeren onez sagt:

    Das ist es eben, wessen ich mir dann und wann nicht sicher bin. Sind die nur so freundlich, weil sie wissen, mit mir können sie es ja machen oder haben die wirklich eingesehen, dass es falsch war.

    Niemand lässt sich gerne veräppeln, aber Firmen haben Profis für sowas, da steig ich dann nicht mehr durch.

    Es ist nur schade, dass überhaupt soetwas laufen muss. Lizenzregeln sind doch so einfach, auch wenn ich unter meinem Blog ein copyright stehen habe, was so in Deutschland eh nichts bedeutet, muss doch klar sein, mit oder ohne c, dass geistige Inhalte erstmal dem Autor gehören und nur ihm.

    Ich wäre sicher auch der Letzte, der sagen würde, ne den Text dürft ihr nicht verwenden.

    Es machen sowas ja nicht nur Adsense-zocker und Spam-fetischisten, sondern auch der Blogger von nebenan, der eine Woche keine Artikelidee mehr hatte, dann wird eben einer von ausserhalb genommen.

  8. Chris sagt:

    Oliver hat es hier und hier schon richtig gesagt — nur haben wir hier (zur Zeit noch, interne Diskussion noch nicht abgeschlossen) einzig die Einschränkung, nicht kommerziell, ansonsten, macht was «Ihr» wollt. Ich stehe (zur Zeit noch) auf dem Standpunkt, wenn hier wer mit den Texten Geld verdienen soll, sind das Oliver und ich. :)

  9. soeren onez sagt:

    Wobei dann noch die Frage ist, was ist kommerziell? Meist ist das wohl rcht eindeutig zu klären, aber was ist mit einem Blog, wie meinem, wo ich ein paar Euros mit Adsense verdiene. ist das schon kommerziell?

    Ich frage nicht, weil ich anfangen möchte Texte von euch ins Netz zu stellen, aber die Frage ist mir schon oft bei Flickr bzw. bei entsprechender CC-Lizenz gekommen.

    Auf meinem Blog mit Adsense verwende ich das dann sicherheitshalber nicht, aber wie wäre das rechtlich?

  10. Oliver sagt:

    Mir ist es im Prinzip egal, wo man etwas verwendet. Bleiben wir jedoch bei dem Punkt kommerziell, so wäre das in meinen Augen alles was primär kommerziell läuft. Sprich ein Firmenblog beispielsweise.

  11. soeren onez sagt:

    Werde mich zu den beiden oben verlinkten Artikeln äußern, dafür muss ich aber erstmal meine Gedanken sortieren. Mit dem Freiheitsbegriff bin ich nicht ganz einverstanden.
    Aber die Unterscheidung, die du hier triffst ist eindeutig.

  12. kobalt sagt:

    soeren onez:
    Ich war eben auf deiner Website und habe nirgenwo Adsense-Sachen gesehen. Das scheint kaputt zu sein, oder so. Ich nehme an, da müßten unter «Refinanzierung» irgendwelche Buttons auftauchen.
    Wenn es nicht funktioniert, kann es nicht kommerziell sein. 😉

  13. Oliver sagt:

    Rechte Seite ohne Adblocker kobalt 😉

  14. soeren onez sagt:

    Dann ist ja allen geholfen:)

  15. Oliver sagt:

    Klar das ist eben die Differenzierung die viele nicht verstehen, wir prangern jene an die gezielt werben bzw. initial kommerziell agieren — mehr nicht :)

  16. soeren onez sagt:

    Ich hoffe es verstanden zu haben, nichte erst seit diesem schönen Gespräch. Auch im Hinblick auf euren neuesten Artikel über Deppen, die nicht lesen, manchmal kommt es auch einfach zu Missverständnissen.

    So geschehen, vor einiger Zeit, habe das erste Mal hier kommentiert, eine kritische Anmerkung, weiß nicht mehr zu welchem Artikel.

    Ihr entgegnetet, ich soll mich einlesen, dann verstünde ich den Artikel.

    Ich lese aber diese Blog schon lange und auch (fast) jeden Artikel.

    Will nur sagen, dass nicht immer das schlechteste Angenommen werden muss, wobei mir auf meinem Blog Kommentatoren auch auf den Keks gehen, die nicht lesen und zu viel behaupten.

  17. Dr.Dean sagt:

    Ich denke, zwei Versuche einer gütlichen Einigung kann man im Fall eines kommerziellen Anbieters unternehmen — danach wird eilverfügt, geklagt und abgemahnt.

    Wenn sich eine Firma wirtschaftliche Vorteile auf Kosten anderer verschafft, zudem in vollem Wissen, dass dieses Verhalten nicht gebilligt wird: Dann ist das unlauter.

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