Podcast #2 — Die Hartz-Reformen

In meinem heutigen Podcast geht es um die Hartz-Reformen. Es mag den einen oder anderen zum Halse raushängen, dennoch werde ich nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen.

Das Lied, welches gespielt wird, ist (wieder) von The Columbines und heißt The World Is In Flames und steht unter dieser Creative Commons-Lizenz.

Links:

F!XMBR — Hartz IV — Es hilft nur noch beten

Freitag 21 — Ein-Euro-Jobs als lukratives Geschäft

NachdenkSeiten.de — Die neue Hartz Debatte — ein paar Fragen und Anmerkungen zur Einordnung

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DDL F!XMBR Podcast #2

14 Antworten zu “Podcast #2 — Die Hartz-Reformen”

  1. maloXP sagt:

    Hallo Chris,

    ein sehr schöner Podcast, vielen Dank! Gerade deine letzte Theorie, dass bestimmte Gruppen von Politik und auch willfährigen Medien isoliert und gegeneinander aufgehetzt werden sehe ich seit einiger Zeit auch genau so.

    Könntest Du noch ein bisschen an deiner Tonqualität feilen?

    Viele Grüße,
    maloXP

  2. Chris sagt:

    Die Qualität ist in Mache. Hab hier im Moment nur son Headset, nicht das beste, ich muss schon das File jedesmal wegen Rauschen überarbeiten. Schau m’er mal, was sich da in Zukunft machen lässt.

    THX fürs Kompliment, sowas hört man gerne. :)

  3. somlu sagt:

    Ein Einwand, es werden nicht nur die 200.000 Arbeitsunwilligen gedemütigt sondern alle 5 Mio (schätzungsweise 8 Mio). Ich wäre auch sehr an der Quelle dieser Zahlen (55.000 auf 1,5 Mio) interessiert.

    Btw. wie findest du die Residenzpflicht für ALG II EmpfängerInnen?

    Anmerkung, wenn Dich Deine Familie während deines ALG II Bezugs unterstützt hat, bist du genau genommen ein Sozialbetrüger (Achtung, ich bin heute sehr schlecht drauf, das ist Sarkasmus)

    Zum gegenseitig Aufwiegeln habe ich schon vor einer Weile geschrieben, und hier gesichtert (war noch in meinem alten Blog).

  4. Chris sagt:

    Vorweg erstmal danke für den netten Kommentar: Natürlich werden alle Arbeislosen gedemütigt, ihnen die Würde abgesprochen, aus ihnen werden Menschen 2. Klasse gemacht, politisch verordnet, ein Teil der Gesellschaft steht grinsend daneben. In einem Satz hatte ich mich bei den 200.000 falsch ausgedrückt, ist mir hinterher auch aufgefallen. 😉

    Wenn man es so sehen mag, haben die 20,- euo Unterstützung, die meine Familie mir ab und zu zugesteckt hat, damit ich was zu Essen kaufen konnte, viel zu der (finanziellen) Misere unseres Landes beigetragen. 😀

    Zu Quellenangabe: I know, nicht die seriöseste Quelle — aus der Printausgabe der Mopo der letzten Tage.

    Nachtrag zur Residenzpflicht: Wenn man es überspitzt darstellen möchte, schaffen die neoliberalen Schwchköpfe der Union und SPD ein neues faschistisches Reich mit Einwilligung eines Großteils der Gesellschaft, betrifft ja nur die sozialschmarotzenden Arbeitslosen. 😉

    Nochmal zu den 55.000. Hab jetzt lange gesucht. Kann sein, dass ich da was verwechselt habe :( und auf 1,5 Mio. Arbeitslose 55.000 offene Stellen kommen. Ich finde den entsprechenden Artikel im Moment nicht wieder. Sollte es so sein, sorry, aber selbst dann wird die Grundaussage des Podcasts ja nur unterstrichen — kümmert Euch nicht um Sanktionen, helft denen, die arbeiten wollen.

  5. somlu sagt:

    Es geht nicht um einen Vergleich mit Juden, es geht um den Vergleich faschistoider Praktiken.

  6. Chris sagt:

    Perfekt ausgedrückt, manchmal findet man nicht die richtigen Worte. THX :)

    Dazu passend: Die Patriotismus-Debatte kommt wieder

  7. Oli sagt:

    quirinus schreibt in einem lesenswerten Beitrag über die neue, alte Hatz auf Arbeitslose, Vergleiche mit Juden, die vor 1,5 Jahren als gefährlich galten, halten heute diese Vergleiche stand. Dicki ist einer dieser Solzialschmarotzer und hat nun ein Schreiben bzgl. seiner Wohnung bekommen. Die Junge Welt dokumentiert, dass die Verschärfung der JudenHartz IV-Gesetze 

     

    Ich bin durchaus immer gerne dabei Polemik bis zu einem gewissen Grad zu nutzen, gerade jedoch von meinem Fachbereich her, würde ich eher einen Sprung zum Fenster wagen als Juden, faschistoide Praktiken und dergleichen als Vergleich für derartige profane Dinge zu nehmen.
    Damit verharmlost man diese schrecklichen Dinge und begibt sich auch heute auf ein massives Glatteis, denn es ist nicht das Gleiche und derlei Vergleiche, tut mir leid, zeugen von massivem Unverständnis!
    Die Emitionen kochen hoch, zu Recht, aber man sollte dennoch immer die Intelligenz in letzter Instanz walten lassen.
    Wenn man derartige Strukturen vergleichen möchte, muß man weit ausholen, exakt definieren was man meint, worauf man hinaus will, ansonsten bleibt es schlicht sinnfrei und unverantwortlich.

    Ich sehe hier wie dort nur eine kurze Erwähnung zum «Vergleich», keine Ausführung der Strukturen. Da langt kein Knopp um derartige Dinge aufzuzeigen, selbst so mancher Prof bei uns würde sich hüten derartiges zu postulieren.

    Das ist aber auch alles was ich daran kritisiere und ich schieße auch nicht mit Kanonen auf Spatzen, gerade in der heutigen, oberflächlichen Zeit sollte man nicht derart verallgemeindernd vorgehen!

  8. Chris sagt:

    Okay, wir sind ja der gleichen Meinung, nur bei der Wahl der Mittel, es dem Leser näher zu bringen, sind es unterschiedliche Vorstellungen.

    http://www.jungewelt.de/2.…./047.php

    Was sagst Du denn zu dem heute Verabschiedeten? Profane Dinge, sorry, da hört für mich jeder Spaß auf — Vergleiche lassen sich ziehen, gerade zu früheren Anfängen, Punkt 😉

  9. Oli sagt:

    Die Junge Welt übersieht in ihrer polemischen Darstellung geflissentlich das derartige Dinge ohne ein williges Volk gar nicht möglich wären, insofern ist es korrekt die Anfänge miteinander zu vergleichen.
    Was nützen mir «eine Handvoll» Blogger die zustimmen nicken und von Revolution zetern und menschenunwürdigen Zuständen, wenn das Gros der Bevölkerung mit strahlenden Augen zur WM schaut und der Geiz-ist-geil-Mentalität fröhnt? Brot und Spiele, wie im antiken Rom — damit hält man die Debilen still.

  10. Chris sagt:

    Was nützen mir ?eine Handvoll? Blogger die zustimmen nicken und von Revolution zetern und menschenunwürdigen Zuständen, wenn das Gros der Bevölkerung mit strahlenden Augen zur WM schaut und der Geiz-ist-geil-Mentalität fröhnt? Brot und Spiele, wie im antiken Rom — damit hält man die Debilen still.

    Was wollst damit jetzt sagen — mit diesem Spruch wäre das Weblog absolut sinnlos, und ich könnte es heute noch schließen und löschen. 😉

  11. Oli sagt:

    Das ist die Realität oder meinst du vielleicht die geballte Ladung der Ebay– und Warennutzer hebt mal nebenbei den Kopf an zum Nachdenken?
    Ich sehe nie etwas als nutzlos an, mache mir aber auch keine falschen Hoffnungen. Die «paar Blogger», damit meiner ich übrigens die geballte Ladung Blogger die recht politisch links aktiv ist bzw. derlei Dinge überhaupt postuliert, sind eben im Vergleich zu dem Teil der Bevölkerung die im Netz umherstreunen relativ gering.
    Nutzlos wäre es der Kritik der «Blog-Versenfung» aller Nachrichten nachzugeben und den Kopf in den Sand zu stecken.
    Nutzlos ist es auch den Blog in Frage zu stellen ob der Realität und der herrschenden Gleichgültigkeit in dieser Republik.
    Verantwortungslos ist es, nur in eine Richtung zu kritisieren.

    Jeder bekommt das was er verdient. Und in einer Demokratie haben sich alle der Mehrheit unterzuordnen, insofern auch der klägliche Rest, unverdienterweise …

  12. Volk, erkauder!…

    Die Stigmatisierung von Arbeitslosigkeit als «eigene Schuld» des Arbeitslosen ist in Deutschland st…

  13. theman sagt:

    Wie immer wenig Zeit aber ein «Einzeiler» hinterlasse ich Euch noch. 😉

    Das «C» der CDU/CSU sowie das «S» der SPD kommt, bei über fünf Millionen Arbeitslosen und mehr als hunderttausend Obdachlosen Bürgern (euphemisch als Nichtseßhafte bezeichnet), einer Gotteslästerung gleich, die in der BRD sogar strafbar ist.

  14. marcc sagt:

    Ja, ich frage mich schon länger, wieso wir Habenichtse (die allermeisten von uns sind auf Arbeit angewiesen, weil wir finanziell abhängig sind) uns prima und ganz schnell wegen vermeindlicher Vorteile anderer Habenichtse die Köpfe einschlagen. Man könnte ja fast eine von denen Verschwörung denken, die von solventen, saturierten sponsorenunterstützten Schauspielern, Sportlern und Sängern ablenkt. Aber es ist nur eigene Dummheit, die den Blick fürs wesentliche verlieren lässt. Einen Gedanken, den man immer wieder fassen sollte, wenn man sich über den Urlaub anderer, Arbeitszeiten von kleinen Beamten, nagelfeilende Verkäuferinnen, faule Studenten, Frührentner, Arbeitslose oder Opeltester etc. aufregen will. Übrigens:

    Netzeitung, 31. Mai 2006: Annahmen zu Hartz IV waren ?zu positiv? ?Die Annahmen waren zu positiv ? man erwartete höhere Wachstumszahlen und eine geringere Arbeitslosigkeit.? […] Die Planzahlen wurden [Thea] Dückert zufolge bei einem ?Gezerre im Vermittlungsausschuss? erarbeitet ? dort waren neben Vertretern der damaligen rot-grünen Koalition also auch Vertreter der Union wegen ihrer Mehrheit im Bundesrat dabei. ?Da sind alle mit im Boot und verantwortlich dafür, dass die Daten falsch waren.?

    Netzeitung, 2. Juni 2006: Kaum Missbrauch beim Arbeitslosengeld II Während Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am Freitag klarstellte, dass es keine Kostenexplosion gibt, wies die Bundesagentur für Arbeit (BA) darauf hin, dass lediglich sechs Prozent der Hartz-IV-Betroffenen zu Unrecht Arbeitslosengeld (ALG) II bezögen.

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