Personensuchmaschinen

Und wieder eine neue, 123people.com aus Österreich. Klar Google ist groß und böse und derart möchte man auch überhaupt nicht daherkommen, man stellt nur ein recht effizientes Interface bereit, daß aus bestehenden Quellen die Information anzapft und ohne Umschweife zu Verfügung stellt. Wir wollen nicht die sein, die eine Datenbank über alle Menschen aufbauen., so argumentiert natürlich auch der CEO der neuen Suchmaschine. Und einem derartigem Sing-Sang befleißigen sich auch alle bisherigen Aspiranten auf der Suche nach des Users Daten, wir sind nicht böse, das sind die anderen und blöd ist ohnehin nur der User. Mit letzterem hat man auch nicht wirklich Unrecht, betrachtet man doch Dinge wie StudiVZ oder das noch hemmungsloser genutzte SchülerVZ.

Natürlich liegt es primär in der Hand des Users, welche Daten ins Netz gelangen und es besteht auch kein Zweifel daran, daß alles was nicht bei drei aus dem Netz enfernt ist von Google und Co pauschal eingesammelt wird. Dennoch macht es einen gewaltigen Unterschied, ob ich effenziente Mittel zur Personensuche bereitstelle oder ob der Suchende selbst sein Hirn aktivieren muß, um auch im Spam der Suchmaschinen fündig zu werden. Der Staat sollte sich wo es geht zwar heraushalten, allenfalls Rahmenbedingungen schaffen in puncto Datensammelwut, mitunter wäre es da auch angebracht mit gutem Beispiel vorranzuschreiten und sich nicht dem inkompetenten Wahlkampfgerede einiger hinzugeben, aber man sollte auch derlei perfide Ansprüche dieser explizit auf die Erfassung von persönlichen Daten ausgerichteten Suchmaschinen unterbinden. Darüber hinaus werden diese Suchangebote, die Profile von Menschen erstellen, noch finanziert mittels Werbung. Eine unheilige Allianz in doppelter Hinsicht. Der Schaden für den User per se und noch die Vermarktung dieser Daten, indem nebenbei mit Werbung unterhalten wird.

Eine paneuropäische Regulierung in genau diesem Bereich wäre wohl angesagt, aber mit dem Advent der enorm gesteigerten staatlichen Begehrlichkeiten wird man wohl frohlocken, ob dieser formidablen Vorarbeit =)

heise

Eine Antwort zu “Personensuchmaschinen”

  1. […] leichtfertig die digitale Marke hinterläßt oder auch der Mißbrauch durch diverse Personensuch-Maschinen. Aber auch ist man sich bewußt, daß man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen sollte […]

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