Peinlich — peinlicher — StudiVZ

Arbeiten bei StudiVZ und Holtzbrinck eigentlich nur Praktikanten? Gestern hatte Udo den neuen AGB’s des Berliner Bonkers ein vernichtendes Urteil ausgestellt, noch mal die entscheidende Passage:

Gegenüber Verbrauchern sind Vertragsstrafenregelungen nur sehr eingeschränkt zulässig. Selbst wenn man diese Klippe umschifft, stellt sich immer noch die Frage, ob die verwendete Vertragsstrafenklausel überraschend ist, den Nutzer unangemessen benachteiligt und damit unwirksam ist.

Ich beantworte das mit einem klaren Ja.

Laut Heise dann die Antwort der Berliner Praktikanten:

Der StudiVZ-Sprecher entgegnet: Die Klauseln sind im Übrigen nicht überraschend, weil ausdrücklich in Fettdruck und gesondert auf sie hingewiesen wird und weil das Wort Vertragsstrafenregelung selbst auch gleich am Anfang der gesonderten Klausel hierzu durch Fettdruck deutlich hervorgehoben wird.

Das ist fein — Screenshot der Mail:

StudiVZ Mail AGB's
Klick aufs Bild

Und ein Screenshot der Homepage:

StudiVZ AGB's Homepage
Klick aufs Bild

Selbst wenn die Behauptung der Fettschrift rechtlich haltbar wäre, wo ist sie nur? Hallo, Chris an Fettschrift, jemand zu Hause? Zur rechtlichen Seite hat sich Udo noch mal geäussert:

Der Jurist hätte ihnen erklärt, dass dies mit dem Fettdruck so eine Sache ist und allein die grafische Gestaltung einer Klausel den Überraschungseffekt nicht verhindern kann. Es kommt nämlich auch immer auf den Inhalt an. (Zur Hürde der Unzulässigkeit von Vertragsstrafen gegenüber Verbrauchern und der unangemessenen Benachteiligung ist StudiVZ nichts eingefallen?)

Dazu sage ich mal gar nichts. Überprüfen die Praktikanten da im Bonker nicht mal, was sie an die Öffentlichkeit geben? Liebe Studenten — solchen Leuten vertraut Ihr Eure Daten an, denkt mal zwischen den Tequillas drüber nach…

Nachdem Falk hier und in der Blogbar auf die Datenschutzerklärung hingewiesen hatte, konnte Udo nicht anders, und gibt den Herrschaften auch hier kostenlose Nachhilfe:

Sollte StudiVZ tatsächlich von der Datenschutz-Erklärung Gebrauch machen und im dort dargelegten Sinne schnüffeln, wäre das ein Fall für den Staatsanwalt. Auf die Verletzung des Fernmeldegeheimnisses stehen bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Man fragt sich wirklich, was für Menschen, Mitarbeiter, Praktikanten, Geschäftsleute da mit den persönlich(st)en Daten der Nutzer arbeiten. Können die denn gar nichts? Wenn es nicht um so ein ernstes Thema gehen würde, könnte man drüber lachen — es ist einfach nur noch peinlich. Macht den Laden dicht, wenn Ihr noch ein wenig Anstand im Leib habt!

41 Antworten zu “Peinlich — peinlicher — StudiVZ”

  1. Stephan sagt:

    Eigentlich hat man auch keine Fragen mehr, was mit dem angeblich so vielen Geld, das beim Verkauf geflossen sein soll, geschehen ist: Juristen, die sich mit solchen Dingen eigentlich auskennen sollten und die man (als Firma) sowas hätte gegenlessen hätte lassen, haben keinen Cent davon gesehen.

    Hauptsache die WiWis und BWLer dieses Landes haben ein neues gewaltiges Wort… Entrepreneurparties.

  2. Hansi Schnier sagt:

    Ich kann darüber auch nurnoch den Kopf schütteln: Ich halte beides für unfassbar: Das Verhalten von studivz und die Resistenz der Studis. Besonders letzteres verstehe ich nicht, aber ich glaube, dafür bin ich einfach zu alt.

  3. Bernd sagt:

    Aber was will man von Studenten anderes erwarten, wenn schon deren Vorbilder (v.a. die Politiker Deutschlands) den größten Schwachsinn seit Christi Geburt verlauten lassen.

    Sich «keinen Kopf drum» machen ist heute eben hipp.

    In einer Zeit, wo Menschen mit anscheinend gesundem Verstand Videospiele für Amokläufe und die zunehmende Gewaltbereitschaft von Jugentlichen verantwortlich machen, kann der denkende Mensch nur zur totalen Ignoranz überlaufen. Andere Spezel der Legislativen lassen verlauten, dass man gerade bei den Akademikern darauf achten müsse, dass sie vom guten christlichen Glauben nicht zum bösen Islam übertreten und vergessen dabei die alles entscheidende Tatsache, dass eben nicht jeder Moslem einen Bombengürtel mit sich trägt. Ich als Student, als Akademiker, als Atheist, als deutscher und vor allem ich als Mensch, schäme mich in Grund und Boden aufgrund solcher Deutungen, auch wenn diese nur ansatzweise vertreten werden.
    Die meisten von uns mögen es nicht zugeben wollen, aber sie haben das Vertrauen in unsere Gesellschaft und unsere Politk längst verloren und so wundert es auch nicht, dass auch die geitige Elite immer mehr Abstand von vielen Problemen hält, sich auf weniger als das wesentliche konzentriert und sich eben in der Zone der Ignoranz eine liebliches Plätzchen (Second Life) erschaffen hat.
    Wen kümmerts also, was StudiVZ mit den persönlichen Daten macht. 😉

  4. 1nk sagt:

    Nen wunderschoenen,
    Um mal etwas Abwechslung in die Kommentare zu bringen:
    Ich *habe* einen Account bei StudiVZ. Mit Realdaten.
    Es sind nicht allzuviele (Name, Foto, icq/jabber, gmx email), aber durchaus genug um hier vollste Verachtung zu verdienen :D.
    Was ich nach wie vor nicht nachvollziehen kann: was genau ist so schlimm daran dass jemand meine Profildaten vom StudiVZ nimmt und etwas damit anstellt, ohne dass ich Kenntnis davon habe?
    Nicht dass ich falsch verstanden werde: ich bin ausdruecklich nicht damit einverstanden.
    Nur ist der tradeoff: Menge der Informationen die interessierte Dritte ueber eine Plattform ueber mich rausbekommen Moeglichkeiten die mir eine Plattform bietet bei StudiVZ (imho!) durchaus ueberlegenswert («neutraler» Profil + Minimum an persoenlichen Informationen vorausgesetzt).
    Und dann eruebrigt sich mMn auch die gesamte Diskussion von wegen welche Idioten da eigentlich hinter dem Ganzen stehen: wenn ich damit leben kann dass alles was ich an Echtdaten ins StudiVZ reinschreibe gesammelt/ausgewertet/verkauft werden kann (sonst ist man nicht bei dem Laden angemeldet) stoert mich auch nicht dass es auch tatsaechlich gemacht wird. Ich bin ja vom «worst-case» ausgegangen als ich meine Daten da reingeschrieben habe, dass die Realitaet dem recht nahe kommt — nun, schoen ist es nicht, aber ich habe eh damit gerechnet.

    Den meisten Leuten ist der Datenschutz (und ich schliess mich zumindest teilweise ein; ob nun StudiVZ, unverschluesselte emails oder icq/msn/$Drexxmessenger ist egal) nunmal egal weil ihnen «nichts passieren» kann. Man sieht es finde ich ganz klar am filesharing: frueher hatte jeder den Esel laufen, jetzt muss jemand der filesharen will abwaegen: warez Moeglichkeit einer Abmahnung. Und viele fangen dann an nachzudenken -> ploetzlich will jeder Depp wissen was noch «sicher» ist und wie man die «Festplatte cryptet». Wenn also z.B. F!XMBR 😉 es schafft ein Szenario zu beschreiben wo StudiVZler richtig zu Schaden kommen (so dass es jeden treffen kann) werden viele umdenken. Die «StudiVZ durchsuchenden Personalchefs» lassen ja schon so manchen StudiVZler mit dem Gedanken spielen sich da abzumelden (kenne da einen aus dem Bekanntenkreis). Nur ist der Profil eben schnell auf «neutral» getrimmt…

    So, bevor die ersten faulen Tomaten fliegen noch ganz kurz:
    ich bin was Datenschutz angeht mit Sicherheit
    «vernuenftiger» wie 90% der Leute in meinem Alter. Alleine schon dass ich F!XMBR und (teilweise) .get privacy fuer eine spannende Lektuere halte… 😀

  5. Chris sagt:

    Wie naiv die Leute doch sind…

    was genau ist so schlimm daran dass jemand meine Profildaten vom StudiVZ nimmt und etwas damit anstellt, ohne dass ich Kenntnis davon habe?

    Klick 1

    Klick 2

    Ansonsten ist die Tatsache, dass Du hier und nebenan mitliest, schon mal ein guter Anfang. Vor Dir liegt aber noch ein ganz weiter Weg.

    Und wenn das alles so egal ist, warum hier anonym? 😉

  6. 1nk sagt:

    Wie gesagt Chris: «Karrierekiller StudiVZ» -> gelesen, ins Gruebeln gekommen, Profil auf die Tatsache hin ueberprueft ob da irgendwelche Sachen drinstehen die einem Arbeitgeber nicht gefallen wuerden -> fuer neutral befunden.
    Der andere Artikel leuchtet ja ein, ging mir aber vorhin nur ums StudiVZ. Damit wir uns verstehen: ich *kann* durchaus nahezu anonym sein bzw. meine Daten vor neugierigen Blicken schuetzen, wenn ich denn moechte. Ein lokaler Proxy auf Port 9050 ist im Opera eingetragen, Platte wo persoenliche Daten liegen ist mit blowfish + cbc + essiv stark verschluesselt, wie man jabber mit gpg + tor bedient weiss ich auch, etc.
    Es ist mir (wie oben schon gesagt) eben nicht «alles so egal» ich halte es in manchen Faellen lediglich fuer vertretbar Anonymitaet aufzugeben, falls mir die Plattform was dafuer bietet. Und solange kein Szenario existiert wo ich ganz konkret dadurch zu Schaden komme (der Karrierekiller Artikel zieht bei einem neutralen Profil nicht) wird das auch so bleiben.

  7. Oliver sagt:

    >ich halte es in manchen Faellen lediglich fuer vertretbar Anonymitaet aufzugeben

    Wenn die Plattform vertrauenswürdig erscheint …

    >Und solange kein Szenario existiert wo ich ganz konkret dadurch zu Schaden komme

    Wenn die Fantasie dazu fehlt, ist es naiv zu glauben anderen würde es ebenso gehen.

    >der Karrierekiller Artikel zieht bei einem neutralen Profil nicht

    Wie heißt es immer so schön? *Ausnahmen* bestätigen die Regel.

  8. Stephan sagt:

    @1nk Um Personen wie Dich, die sich mit der Materie auseinandergesetzt und einen Weg gefunden haben, mit dem sie im reinen sind, geht es auch gar nicht.

    Es geht um die Mehrheit, der man a) noch vor Monaten erzählt hat, dass ihre Daten nicht verkauft werden und b) die über die ganzen Crawling und Cracks im Unklaren gelassen wurden.

    Hinter StudiVZ hat noch nie die vorgegaukelte NonProfit-Studenten-Kampagne gestanden. Warum sollten auch Personen wie Lukasz Gadowski oder die Samwer-Brüder Geld in solch ein Projekt pumpen ohne mit einem Return of invest zu rechnen.

    Und die anderen Vorkommnisse, die man hier und auf der blogbar nachlesen kann, zeichnen nicht sooo das tolle Bild über das Projekt StudiVZ.

    Aber wie Du selber sagst: es kann jeder selber entscheiden, was er wie und wo mit seinen Daten anstellt. Nur sollte man vorher aufgeklärt werden, was mit seinen Daten passieren kann.

    Schau Dir auch einfach mal das hier an: http://turrican.unixag-zw.….yse/home
    Relativ harmlos, aber damit könnte man auch schon einige Informationen deuten, die vielleicht gar nicht mal so stimmen.

    Stell Dir einfach mal vor, Du hast einen verlinkten Freund, dessen Freund Kontakte zu extremen Gruppen (egal welch politischer Ausrichtung) unterhält. Und schwupps könnte man so gemein sein und Dir eine ähnliche Orientierung unterstellen.

  9. Oliver sagt:

    >Und schwupps könnte man so gemein sein und Dir eine ähnliche Orientierung unterstellen.

    Grob ausgedrückt ist das u.a. ein Bestandteil der Rasterfahndung. Man stochert im Dunkeln herum, Kollateralschäden gab es dabei auch schon zu genüge. Auch hier im Vorfeld fehlt schlicht die Fantasie derartige Dinge zu vermuten. Die Leute, die mal ne Ecke weiter dachten wurden als paranoid durchs Dorf geprügelt.

  10. @Herrn Schnier: Fühlen Sie sich nicht zu alt, aber erkennen Sie, was in den letzten Jahrzehnten in Deutschland passiert ist. Ich bin gerade dabei, das ein wenig in Worte zu fassen für mein Blog. Kurz gesagt, die armen Tölpel können wenig dafür. Sie sind in ihrem eigenen Gefängnis befangen. Das deutsche Bildungssystem hat in den letzten Jahrzehnten sehr fahrlässig gehandelt und latent eine Verschiebung zwischen Anspruch und Realität befördert.

  11. Bernd sagt:

    @Alexander Trust: Die Realität möchte funktionierende Units, die Schulen werden dem Anspruch also gerecht.

  12. Falk sagt:

    Die Realität möchte funktionierende Units

    Irgendwas stört mich an diesem Halbsatz.

  13. Ich schrieb vom Bildungssystem. Das Bildungssystem in Deutschland hat zwei Säulen. Die Berufsausbildung ist eine, neben der Schule + Hochschule. Das Bildungssystem hat sich oberflächlich geöffnet, einen quantitativen Schub erzeugt, einen qualitativen Verlust erlebt und heraus kommen Leute, die auf dem Gymnasium waren, oder einen Hochschulabschluss haben (über die, denen es noch schlechter widerfährt mag man gar nicht erst sprechen) und die Leute glauben, sie wären toll. Man hat den Leuten aber die Wahrheit verschwiegen. Wenn ein drittrangiges Ergebnis von PISA z. B. ein Ranking erzeugt, in dem bayrische Schüler im europäischen Mittelfeld in manchen Fächern landeten… also wenn jemand, der im Vergleich irgendwo landet, nur eben nicht an der Spitze, aber denkt, er sei besonder schlau… dann entsteht dauerhaft eine Verschiebung zwischen Anspruch und Realität. Das haben wir bei Toll Collect gesehen, bei der ALG II, das erleben wir derzeit bei Holtzbrinck/StudiVZ und werden es noch häufiger erleben. Wer meine Autorität für zu wenig, na ja, etabiliert betracht, der möge z. B. auf Quellen von Sozialwissenschaftlern wie Rainer Geissler, Ralf Dahrendorf, und vielen anderen gucken, die sich mit dem Bildungssystem beschäftigt haben. Es ist eines, den Leuten Sand in die Augen zu streuen, aber man muss sich dann eben nicht wundern, wenn am Ende solche kaum den Ansprüchen genügenden Arbeiten dabei herauskommen. Was man an Hauptschulen produziert sind Arbeitslose auf Halde. Vor 30 Jahren konnten Hauptschüler immerhin Kopfrechnen und sich sicher ausdrücken. Das können sie heute nicht. Ganz gleich welche verschiedenen Ursachen das hat, und wie man dagegen angehen sollte — es kann ja nicht ausreichen das bloß festzustellen. Wenn man heute einen gymnasialen Abschluss benötigt, damit man Kopfrechnen kann, und wenn von 1,5 Millionen Studis nur 5% ein eigenes Blog haben, und darin tagtäglich zeigen, wie wenig sie sich in ihrer Muttersprache auskennen. Das Bild, dass Studierende abgeben ist traurig, aber man sollte dann endlich anfangen aufzuklären und möglichst produktiv in die Zukunft zu arbeiten. Das geht uns ALLE an. Ich tue in meinem Umfeld das Möglichste, bin geduldig, antworte auf Fragen, ermuntere Leute sich selbst einzubringen und gebe ihnen nicht irgendwas vor sondern versuche oft ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Wenn man nur sagt, die Leute sind doof — dann baut man eher ne Barriere auf. Keiner ist perfekt, nur es sollte für uns wichtig sein, dass wir ALLE zusammen mehr aus unserer Gesellschaft herausholen können.

  14. Oliver sagt:

    Das mag dir auch keiner nehmen, aber ich denke ich spreche auch für Chris wenn ich sage nach uns die Sinflut 😉
    Nicht das uns diverse Dinge nicht interessieren, aber mehr oder weniger machen wir uns hier Luft — ziehen vielleicht auch 2–3 rüber. Das Gros der sogenannten Gesellschaft ist uns mehr oder weniger schnuppe, wir schleppen da auch keinen mit Gewalt mit oder warten, wer nicht will der hat schon und wird mitunter nur noch geflissentlich abgewatscht.
    Deine Einschätzung ist schon korrekt, aber heutzutage geht es nur noch um Schadensbegrenzung für einige, die nicht der Herde folgen. Die anderen dürfen weitertrampeln. Das Mitreißen, war bei mir mal usus vor vielleicht 12–15 Jahren 😉

  15. @1nk: Na ja, was ist schon ein «neutrales» Profil, und welcher Personaler ist neutral? Die Familie meiner Ex-Freundin war oberflächlich katholisch und haben hinter vorgehaltener Hand (wie ich das bloß erfahren habe?), immer über die evangelische Konfession des Ex-Freundes der Schwester meiner Ex-Freundin getuschelt. Öffentlich war natürlich heile Welt. Es soll Personaler geben, die jemanden wegen seiner Konfession, wegen der politischen Einstellung, weil er oder sie eine beliebige Musikrichtung bevorzugen, warum auch immer eben — es gibt halt unheimlich viele oberflächliche Ausschlusskriterien. Auch die Anzahl der Freunde (zu viele, zu wenige). Jetzt erkläre mir, was zwischen diesem Minenfeld noch als neutrales Profil übrigbleibt. Das sind prinzipiell Dinge, die man eventuell in einem Vorstellungsgespräch andeutungsweise auch mitbekommen kann, aber ob jemand jetzt gelb wählt oder schwarz oder Genosse ist oder sonstwie, steht einem ja nicht auf die Stirn tätowiert. Folglich gibt es viele Dinge, wenn sie denn Leute in ihre Profile schreiben, die schon vorab dazu führen könnten, dass ihnen die Chance verwehrt bleibt, sich in einem Vorstellungsgespräch zu beweisen.

  16. Hehe: @Olli. Also, ich sprach eigentlich speziell auch den Vorschreiber Bernd an. Aber so haben wenigstens alle auch deinen Standpunkt zu meinem Sermon lesen können, und wieder ist einer der F!MBRler ein Stücken aus der Anonymität heraus getreten, indem er sich zu erkennen gegeben hat, wie er in Wirklichkeit ist. 😉

  17. Oliver sagt:

    In Wirklichkeit? Nun einen Teil kann man hier im Blog lesen, ich verstelle mich nicht. Meine ureigene Meinung gibts eigentlich immer zu lesen. Hast du das Gegenteil erwartet? Wir machen eigentlich keine Hehl draus, das uns nur ein kleiner Kreis interessiert, die Lernresisdenten mögen weiterhin mit ihrem Schmodder leben :)

    Das ich mich z.B. bei StudiVZ köstlich über die Deppen da amüsiere ist doch auch rauszulesen? Sonst würde man wohl mehr dazu von mir hören 😀

  18. Chris sagt:

    Das was Oli sagt.

    Was denkst Du Dir eigentlich Alex, hier solche unterschwelligen Behauptungen abzusetzen?

    Wollen wir uns mal über Dich unterhalten?

    Können wir gerne. :)

    Stichwort Glaubwürdigkeit.

    Oh, ganz evil, was für ein böses Wort. 😉

    Von wegen in einer Tour über StudiVZ bashen — gleichzeitig nen Button zu einem Mitbewerber, mit dem wie auch immer verbunden sein, auf der Homepage haben. Dabei ist es derselbe Dreck.

    Unsere Kritik gegen solche Plattformen sind auch IMMER genereller Natur. 😉

    Sorry, aber vielleicht tippsel ich dazu mal was. :)

  19. @Olli: Ja, klar, kriegt man das Gefühl, ihr würdet euch nicht verstellen. Nachprüfen können das im Prinzip nur diejenigen, die euch im wirklichen Leben kennen. Damit zweifle ich die Aussage nicht an. Nur dein letztes Statement ging ja nicht nur über die StudiVZler sondern darüber hinaus — von wegen: Nach euch die Sintflut.

    Ich persönlich, und da schließe ich eventuelle Feinde, die ich mir mit meiner Meinung mache mit ein, nehme alle Leute in den Blick und mein Idealismus ist da nachwievor ungebrochen.

    @Chris: Ihr dürft mich gerne durchleuchten. Ich bin gespannt, was dabei heraus kommt. Vielleicht irgendwie eine Mischung aus meinem ersten Romanmanuskript und ein paar mehr Realnamen anstatt vagen literarischen Figuren. Ernsthaft, ich finde, man lernt auch immer, wenn andere Leute einen beurteilen.

    Und na ja, zum Thema Gotfriends.net: Ich engagiere mich deshalb, weil ich im Kern die gute Sache verfolge. Wir wollen langfristig ja nicht nur Spaß bieten, sondern vor allem auch Nutzen erzeugen. Man kann prima Webapplikationen integrieren, die zum Beispiel Studierenden den akademischen Austausch erleichtern. Es gibt ja jetzt schon WordPressplugins beispielsweise, die LaTex einbinden, oder die BibTex unterstützen, solche Dinge kann man auch in eine andere Webumgebung integrieren. Mir fallen recht viele Dinge ein. Aber vor allem fällt mir auf, dass eben StudiVZ überhaupt nichts im Sinn hat mit Studierenden. Kennt ihr die studiAnalyse von der FH Kaiserslautern? Das StudiVZ hat im Januar deren Arbeit einen Riegel vorgeschoben. Es geht eben die Ökonomie vor der Akademik. Man hätte viele sozialwissenschaftlich relevanten Arbeiten mit den Daten erzielen können. Jetzt müssen die Beteiligten neuerdings eher mit Vertragsstrafen rechnen. Was mich eben stört ist, dass dort was über «von Studierenden für Studierende» kommuniziert wird, letztendlich der Impetus aber ein anderer ist. Erst Recht nachdem Holtzbrinck dort eingestiegen ist. Im Prinzip geht es jetzt nur noch um Unterhaltung. Das ganze Potenzial im Netz etwas wirklich tolles für die akademische Welt in Deutschland zu vollbringen hat sich dort jedenfalls von der Bildfläche verabschiedet. Wie viel interdisziplinäres Arbeiten, und wie viele Synergieeffekte dort jetzt ungenutzt bleiben müssen, bloß weil man eben über Unterhaltung Geld verdienen möchte. Und mein Engagement bei Gotfriends geht eben auch in die Richtung, langfristig genau dieses Potenzial umzusetzen.

  20. Chris sagt:

    Alex: Was StudiVZ angeht, sind wir einer Meinung — die Meinung hattest Du ja schon vor Gotfriends.net. Nur mutet es in letzter Zeit verdammt seltsam an, ganz ehrlich, wenn da ein Artikel steht, das StudiVZ-Logo da ist, gebashed wird, und in der Sidebar wird für einen Mitbewerber geworben.

    Zu den PR-Worten sage ich mal nichts — für mich sind das alles Datenschleudern, um es mal ganz diplomatisch und zurückhaltend auszudrücken, egal ob da GotstudiVZ 😀 steht oder etwas anderes… *g*

    Kurz zu «nach uns die Sintflut»: Sicherlich drastisch ausgedrückt, aber trifft den Kern aller Artikel hier. Wer mitziehen möchte, gut, wer nicht mitziehen möchte, und? Wir können es nicht ändern.

  21. Na ja, für mich sind es nur bedingt PR-Worte. Für mich hat es auch was mit meiner persönlichen Lebenseinstellung zu tun. In meinem Privatblog habe ich unheimlich viele Inhalte z. B. aus dem Studium rekapituliert, und ich weiß von einigen Kommilitonen, denen das Geschreibsel dort geholfen hat. Ich habe sogar ein Mal in einem Seminar auch einen Dank dafür gekriegt. Wenn man so will habe ich ein Dirty Little Helper-Snydrom. 😉 Scherz beiseite — es gibt eben viel Potenzial, das irgendwo schlummert, aber ungenutzt bleibt. Ich kann nur das tun, was ich für richtig halte. Gotfriends ist nebenbei bemerkt nicht als zweite Goldgrube für uns angelegt, sondern werden wir einen Verein gründen. Wir tun das dort nicht, weil wir reich werden wollen, sondern weil wir was verändern möchten. Ich erkenne da einen himmelweiten Unterschied.

    Und, na ja… ich kann deine Vorbehalte verstehen. Ich wische sie auch gar nicht vom Tisch. Aber das ist wieder ein Grund, warum Gotfriends die Möglichkeit «bietet» keine Datenschleuder zu werden, weil wir «gerne» so etwas wie eine OpenSource-Gemeinde drumherum aufbauen wollen. Angenommen, es würden Spezialisten ein wenig ihres Eifers darauf verwenden wollen, Gotfriends eben dahingehend zu verwandeln, dass sie keine Datenschleuder mehr ist, sondern ein Datensafe, dann wäre das im Sinne aller beteiligten. Wobei ich halt bei der Technik nicht mitreden kann, sie steht in Süddeutschland und mein Engagement liegt auf einer anderen Ebene. Es gibt Leute, die coden an Firefox, und welche an Linux oder BSD-Systemen, und an vielen anderen Dingen mehr. Warum soll es nicht auch welche geben, die so ein Projekt unterstützen? Es gibt ja genug, die ein Betriebssystem möglichst «sicher» haben wollen, warum dann nicht auch welche, die ein soziales Netzwerk möglichst «sicher» gestalten wollen? Und du darfst auch gerne direktere Worte verwenden, das wird nicht wirklich einen Keil zwischen mir und dieser Seite treiben. 😉

  22. Oliver sagt:

    >Ich persönlich, und da schließe ich eventuelle Feinde, die ich mir mit meiner Meinung mache mit ein, nehme alle Leute in den Blick und mein Idealismus ist da nachwievor ungebrochen.

    Feinde? Nein ich streite mich mal, aber Feinde? Ich gehe dann normal, wenns zu blöd wird. Wenn man verheiratet ist und ein paar gute Freunde hat, gibts wichtigeres worum man sich kümmert. Wenn du in diesem Bereich nur Ansatzweise was vermittelst bist du wirklich gut, aber auf die Masse bezogen? Unmöglich … reiße im kleinen Kreis etwas herum und freue dich, man kanns auch im großen Stil versuchen und endet letztendlich in einem Politikum. Ist mir auch nicht fremd. Idealismus im großen Stil endet in der Regel in einem betriebsblinden Zustand des sogenannten Idealisten. Bist du da raus, erkennst du die wichtigen Dinge.

  23. Oliver sagt:

    >Es gibt ja genug, die ein Betriebssystem möglichst ?sicher? haben wollen, warum dann nicht auch welche, die ein soziales Netzwerk möglichst ?sicher? gestalten wollen?

    Bei ersterem sieht man tatsächliche Fortschritte und kann diese nachweisen, bei letzterem … nun siehe meine Aussage zuvor.
    Soziale Netzwerke, echte, gibts da draußen. Da konnte man sich schon früher dran beteiligen und diese fördern und kann es auch heute noch — ohne Netz und doppelten Boden.

  24. … mir und dieser Seite… ja, es wird immer später.

    @Olli: Ich gebe dir vollkommen Recht. Solche Fehler haben Herren wir Marx, Brecht und andere mehr auch getan. Sie hatten guten Willen, aber eine total falsche Strategie. Ich strebe nicht nach der Masse, sondern arbeite eben in kleinem Rahmen. Aber dies hier ist für mich im Augenblick ja auch ein kleiner Rahmen. Wenn ich das richtig sehe, diskutiere ich hier mit dir und Chris. Klar werden das morgen auch andere Lesen, und sicherlich freut es einen, wenn die auch noch darauf einsteigen, nur… na ja… es ist nicht so, dass ich hier in einem anonymen Chatraum irgendwie gegen eine Masse von ein paar Hundert Leuten irgendwie einen Link gepostet habe. Meine Intention ist ja auch nicht, hier Werbung zu machen, dazu würde ich anders vorgehen. Sondern meine Absicht ist, eine interessante Diskussion mit euch beiden zu führen. Ich weiß, wir haben gewisse Überschneidungen, und ich weiß aber auch, dass wir zum Teil unterschiedliche Auffassungen vertreten, aber gerade das macht die Dinge interessant, weil man sich nicht immer selbst reden hört. Ehrlich gesagt finde ich es nicht am schönsten, wenn die Leute zu allem Ja und Amen sagen. Wenn jemand etwas durchdenkt und einen Standpunkt hat, und sei er auch nicht der meine, ist mir das viel lieber.

  25. Bernd sagt:

    Es gibt ja jetzt schon WordPressplugins beispielsweise, die LaTex einbinden, oder die BibTex unterstützen

    😀
    Ich bin mir sicher, viele Studenten haben schon mal was von LaTex gehört, werden es aber dennoch nie benutzen. Schade eigentlich, da die meisten Arbeiten mit LaTex einfach gut aussehen im Vergleich zur Diplomarbeit, die via Word verfasst wurde. Das soll nicht bedeuten, dass Word jetzt schlecht ist, es soll eher bedeuten, dass die Meisten Stümper sind (Fließtext-mit-Arial-Autoren!).

    Wie viel interdisziplinäres Arbeiten, und wie viele Synergieeffekte dort jetzt ungenutzt bleiben müssen

    Naja, dazu brauchts kein StudiVZ, oder? Dafür gibts die guten alten Newsgroups, oder täusche ich mich da jetzt? Andererseits hat das interdisziplinäre Arbeiten auch schon vor Erfindung des Internets statt gefunden, nicht wahr?

    bloß weil man eben über Unterhaltung Geld verdienen möchte

    😀
    Der ist gut! Bloß??? Mit Unterhaltung und Spaß macht man heutzutage soviel Geld wie noch nie. Wir sind eine Schwatz– und Spaßgesellschaft. Die Clowns und Komödianten der aktuellen Regierung bestätigen diesen Verdacht.

  26. Oliver sagt:

    >Die Clowns und Komödianten der aktuellen Regierung bestätigen diesen Verdacht.

    Die im Volk bieten den Support und stellen bei Bedarf immer wieder neue Pappkameraden.

  27. @Olli: Na ja, aber gerade du, oder ihr alls Technikaffine solltet zugeben, dass die Computer und die Technik durchaus auch gewisse Potenziale freilegen. Ob man etwas neumodisch Social Network nennt… Wikis, Foren, etc. sind auf ihre Art auch Netzwerke von Gleichgesinnten. Selbst eine Webseite oder ein Blog mit seinen Lesern ist eine Form von Netzwerk. Meine Intention geht nicht dahin, alle Leute dazu zu verdonnern, ihre Kontakte elektronisch zu pflegen. Dieser «Spirit» soll in Gotfriends auch nicht vermittelt werden. Wir haben in den letzten 2 Monaten 30% Wachstum erfahren, was die Nutzerzahlen angeht, und ich habe auch einen Anteil daran. Ich habe mir die Zeit genommen, und nehme mir sie auch heute noch, die Leute dort nicht in irgendeiner Anonymität verkommen zu lassen. Wenn man ein guter Gastgeber ist, kommen die Leute auch gerne wieder. Und ich habe nicht vor, alle Leute zu bekehren, und schon gar nicht, wenn sie es nicht wollen. Wenn ich unter Blogs kommentiert habe und für Gotfriends geworben, habe ich das als Angebot formuliert. Nicht jeder ist darauf eingegangen und auch Freunde oder Bekannte, die ich frug, haben nicht alle gesagt, toll… noch so ein Netzwerk. Ich bin kein Messias. Ich wäre ein schlechter Verkäufer oder Versicherungsvertreter, weil ich Leuten nicht ein X für ein U vormachen kann, aber eben auch nicht will.

  28. Ehm… dass die Dinge vorher schon da waren, ist mir klar. Nur dass die Post zu Pferd ein paar Tage durch ein Land gebraucht hat, das weiß auch jeder. Interdisziplinäres Arbeiten wird sehr stiefmütterlich behandelt. Wenn ein Akademiker Gegenteiliges behauptet, ist er in meinen Augen betriebsblind. Das kann man a) anhand der vielen akademischen Literatur erfassen, die über schlechte interdisziplinäre Arbeit berichten, aber eben auch, indem man b) die vorhandende Literatur nach interdisziplinären Arbeiten durchforstet. Wenige Leute sind bereit übern Tellerrand zu gucken. Und «manche» sind einfach auch zu bequem. Der Computer allerdings ermöglicht, auch die Bequemen zu integrieren, die vielleicht Spaß am interdisziplinären Arbeiten haben. Folgendes: Newsgroups sind im Verhältnis zur DSL-Verbreitung in Dtlnd. ein Nischenprodukt. Ich hab schon an anderer Stelle davon geschrieben, ich saß in einer Vorlesung von Geisteswissenschaftlern und dort sollte «nur» ein Literaturverwaltungsprogramm vorgestellt werden. 2 1/2 Vorlesungssitzungen haben nicht ausgreicht bei einigen Hundert Leuten Klarheit zu schaffen. Man darf nicht von sich auf andere schließen. Ich hab mir gelangweilt in den Vorlesungseinheiten, aber ich war verblüfft, habe sehr viel über die Technikbegeisterung von Gleichaltrigen gelernt. Ich hab jemandem angeboten, ihm ein Blog einzurichten, weil er mit mir zusammen einen Kurzgeschichtenwettbewerb ausrichtet. Er hat dankend abgelehnt, weil sein technisches Verständnis dazu nicht reicht. Letzteres kann man ja aufbessern, doch dann geht es eben auch darum, ob man das «will». — Ich bin der Meinung, man kann (man hätte das auch im StudiVZ erledigen können), viele viele Steine ins Rollen bringen können. Man kann die Leute auch neugierig machen, und ihnen zeigen, dass akademische Arbeit Spaß machen kann, oder eben das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, usf.

    Es gibt ja sogar solche Online-Zusammenarbeits-Server, die auf Hochschulen immer mehr zum Einsatz kommen, vom Fraunhofer-Institut. Im Prinzip keine schlechte Idee, aber die wirken dann so abgespaced und autark wie Newsgroups eben auf viele Leute wirken. Man braucht ein «extra» Programm… und alles ist so wenig bunt und so trostlos, und die Ergonomie und Bedienung, etc. pp. — Bei StudiVZ hatte man den Vorteil, dass über ne Million Studierender sich daran gewöhnt hatten, und das System gut fanden. Was meint ihr, wieviele Dozenten meine Kommilitonen vorher triezen mussten, sie mögen doch von dem Angebot dieser BSCW-Server Gebrauch machen. Wir haben auch einfachere Dinge wie PHPBB-Foren… doch die Resonanz ist mau. StudiVZ hat es geschafft, die Aufmerksamkeit zu kriegen… und dann ist alles, was sie damit anfangen Angebote für Universal-Music zu verbreiten und was sonst noch für Werbung folgen wird. So eine StudiVZ-Kiste könnte, ebenso wie Facebook in USA eine, na ja… Revolution in der akademischen Zusammenarbeit herbeiführen.

  29. Bernd sagt:

    StudiVZ hat es geschafft, die Aufmerksamkeit zu kriegen?

    Ja stimmt, aber doch nicht durch technische Neuerungen oder durch intelligente Lösungen vorhandener Probleme. SudiVZ ist deshalb «erfolgreich» weil es was bietet?
    Genau! Unterhaltung! Was macht man denn auf StudiVZ? Man schaut nach seinen alten Klassenkameraden und lacht sich eins, was aus dem oder der geworden ist oder man, v.a. die Gruppe der männlichen User, macht den altbewährten «Schnecken-Check». Das wissen natürlich viele Jungs und Mädchen und deshalb geben sie sich auch von ihrer besten Seite. 😉
    Nochmal: StudiVZ ist definitiv kein Forum für Akademiker, angehende Schriftsteller oder Forscher — es dient nur zur Unterhaltung.
    StudiVZ ist die Reinkarnation des Chatrooms.

  30. @Bernd: Offensichtlich hast du mind. einen meiner Beiträge unter diesem Artikel hier überlesen, glaube ich. Auch, weil du oben mal geantwortet hattest, und da dann auf Dinge eingegangen warst, die schon etwas später von mir kommentiert wurden. Aber okay, probieren wir es noch Mal: WAS StudiVZ derzeit ist, interessiert mich nicht. Ich sage, sie hätten mehr als das bisherige werden können, indem sie eben das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Ich bin nicht der Meinung, dass man es dabei belassen muss, die Aufmerksamkeit lediglich dazu zu nutzen, Unterhaltung zu verbreiten.

    Ein einfach zu integrierendes Feature wäre z. B. die persönlich Bibliothek. Studis könnten ihre Aufsätze und Bücher bibliographieren, und angenommen, in der Bib ist ein Buch ausgeliehen, und man müsste noch Monate darauf warten, findet man vielleicht einen Studi, der das Buch oder den Aufsatz hat und man könnte ihn sich von besagter Person kopieren. Et voilà. Aber das Beispiel ist ein Pups gegen das, was man alles mit so einer Plattform anstellen «könnte». Ich finde das «schade» — deshalb möchten wir zum Beispiel bei Gotfriends einen anderen Weg gehen.

  31. Oliver sagt:

    >die Gruppe der männlichen User, macht den altbewährten ?Schnecken-Check?.

    Erwähnte schon jemand mal Niveau? Klar als ich 15 war drehten die Hormone teils auch ein wenig durch, aber bei manchen Studis hörts bis zum Ende des Studiums nicht auf und trotzt höherer Weihen vermeint man bei vielen, das sie den Status eines Erwachsenen erst 10–15 Jahre später erreichen als der Rest der Bevölkerung.

    >StudiVZ ist die Reinkarnation des Chatrooms.

    Ich kotz gleich.

    Die Reinkarnation der üblichen konservativen Seilschaften, bei denen jedoch der Fun obsiegt und das Hirn auf der Strecke bleibt.

    Weißt es klingt wohl sehr altklug, aber das Gros der wir spielen nur Leute–dort weiß doch in puncto Netz etc. nicht einmal von was sie da reden — gut ersichtlich an solcherlei hahnebüchenen Vergleichen a la Reinkarnation des Chatrooms

    Man kann sich alles gut reden und viele machen das auch täglich mehr oder weniger, aber Dummheit mit Spaß und wir spielen nur zu definieren und Vorgänge von ganz anderer Tragweite herunterzuspielen, zeugt wirklich von einem Mangel an geistiger Reife dort.

  32. Bernd sagt:

    Ein einfach zu integrierendes Feature wäre z. B. die persönlich Bibliothek. Studis könnten ihre Aufsätze und Bücher bibliographieren, und angenommen, in der Bib ist ein Buch ausgeliehen, und man müsste noch Monate darauf warten, findet man vielleicht einen Studi, der das Buch oder den Aufsatz hat und man könnte ihn sich von besagter Person kopieren.

    Ist es dadurch nicht noch einfacher mich in eine Sparte zu Stecken und mich noch genauer zu analysieren?
    Meiner Meinung nach sollte man doch eher die Energie aufbringen und die Bib darauf hinweisen, dass sie die Anzahl von gewissen Exemplaren einfach zu gering und die Wartezeiten zu hoch sind. :)

    @Oliver:

    Weißt es klingt wohl sehr altklug, aber das Gros der wir spielen nur Leute-dort weiß doch in puncto Netz etc. nicht einmal von was sie da reden — gut ersichtlich an solcherlei hahnebüchenen Vergleichen a la Reinkarnation des Chatrooms

    Vielleicht oder nein ganz sicher, kam der Satz «Reinkarnation des Chatrooms» zu unüberlegt von mir — das gebe ich zu. Ich versuchte da eher aus Anwendersicht zu denken, was wohl nicht so ganz funktioniert hat 😀 und der Vergleich wurde auch ohne die möglichen Konsequenzen eines StudiVZ– oder OpenBC-Kontos gezogen. Insofern gebe ich Dir recht bei der Kritik, allerdings lasse ich es nicht zu, dass man mich in eine «Fun++ & Brain–» Sparte stellt. :(

  33. @Bernd: Schon mal über Ressourcenverschwendung und Nachhaltigkeit nachgedacht? — Was machst du mit 200 Büchern, wenn die irgendwann nur noch als Staubfänger rumstehen? Und wenn du es vom ökonomischen Standpunkt aus betrachtest, wirst du feststellen, dass es nicht möglich ist, immer aktuell und immer in der ausreichenden Stückzahl zu arbeiten. Aber es gibt natürlich gerne Leute, die die Verantwortung immer von sich weisen.

    Wenn jemand Theologie studiert, wird er wohl kaum Informatik-Literatur in seine Bibliothek aufnehmen, und wenn jemand Chemie studiert, wird er wahrscheinlich eher weniger Seminararbeiten über Marx schreiben. Mir scheint, du bist niemand, der sehr viel von akademischem Arbeiten profitieren wollte, sondern eher so einer: Lass die anderen mal machen. Selbst ist der Mann.

    Und damit hast du eher noch einen Punkt mehr für die Fun++ Sparte gesammelt. Bisschen Eigenverantwortung kann wohl nicht schaden. Wenn du in einer Bibliothek wie in Aachen z. B. über eine Million Titel hast, und aber 32T Studierende… sollst du dann tatsächlich 32T Exemplare eines jeden Buches haben? Wirklich sehr unüberlegt und vorschnell auch dieser Gedanke. Und selbst wenn du die Zahl nach unten korrigierst wirst du feststellen, dass du dich eher dem Punkt annähern musst, bei dem es passieren könnte, dass eben manchmal zu viele Exemplare ausgeliehen sind. Alles andere ist logistisch und ökonomisch nicht machbar. Die Bib der RWTH Aachen müsste dann drei oder vier Gebäude in der Größe bauen, in der sie heute untergebracht ist, und dann natürlich noch die Leute einstellen und eben die Bücher besorgen.

  34. Bernd sagt:

    Schon mal über Ressourcenverschwendung und Nachhaltigkeit nachgedacht? — Was machst du mit 200 Büchern, wenn die irgendwann nur noch als Staubfänger rumstehen?

    Du bist auf meinen ersten Punkt nicht eingegangen!
    Ich wiederhole ihn gerne nochmal:

    Ist es dadurch nicht noch einfacher mich in eine Sparte zu Stecken und mich noch genauer zu analysieren?

    Wenn Du mir das Gegenteil garantieren kannst… 😉

    Wenn jemand Theologie studiert, wird er wohl kaum Informatik-Literatur in seine Bibliothek aufnehmen,

    Ich studiere auch nicht Informatik aber ich schau mal in mein Regal: FreeBSD 4, LaTex, PHP 4, VPN mit Linux. Und habe ich jetzt Deine Aussage widerlegt oder Dich einfach nicht verstanden?!

    Mir scheint, du bist niemand, der sehr viel von akademischem Arbeiten profitieren wollte, sondern eher so einer: Lass die anderen mal machen. Selbst ist der Mann.

    Diesen Kommentar verstehe ich jetzt nicht ganz. Die Frage die ich mir Stellen muss ist, ob diese akademische Arbeit einen Wert für mich hat — rein egoistischer Natur also. Ob ich einen Profit daraus ziehen kann, hängt stark von der Arbeit der Autoren ab, z.B. ob die darin enthaltenen Informationen auch meiner Arbeit dienlich — im Sinne von reproduzierbar — sind, denn sonst ist es reine Zeitverschwendung. Ferner sind akademische Arbeiten nicht automatisch objektiv oder besser gesagt annähernd objektiv. Aus diesem Grund bin ich gezwungen akademische Arbeiten gegenüber misstrauisch zu sein und die Devise «Selbst ist der Mann» ist oftmals nicht die schlechteste, denn am Ende oder in erster Linie schaut man auf mich und auf meine Ergebnisse und nicht auf die Autoren, von denen ich gewisse Thesen übernomemn habe.

    Aber um nochmal auf den Bezug von Arbeiten zurückzukommen. Du kennst Science, Nature, NCBI und Osiander? Genau daher bekomme ich das was ich brauche, ohne Gefahr zu laufen, dass ich aktenkundig werde, weil ich mir einen Artikel herunter lade, indem Bacillus anthracis als Modellorganismus herhalten musste.

    Und damit hast du eher noch einen Punkt mehr für die Fun++ Sparte gesammelt. Bisschen Eigenverantwortung kann wohl nicht schaden.

    Na dann pass nur auf, dass das mit der Eigenverantwortung nicht zum Boomerang wird 😉
    Weiterhin viel Erfolg.

  35. Ich bin nicht so explizit darauf eingegangen, aber ich habe doch eine Antwort gegeben, dass nämlich ein theologe andere Bücher liest als ein Informatiker. Es geht sich dabei um wissenschaftliche Literatur, nicht um deine Schmöker von daheim. Da wären wir wieder bei Unterhaltung. Wenn du nicht bereit bist, das an Information der Akademik preiszugeben, dann musst du es nicht, aber es gibt viele, die diesen akademischen Austausch betreiben wollten.

    Selbst ist der Mann, ja. Ich bin der Akademik gegenüber auch skeptisch, so wie Bourdieu es zeitlebens blieb. Nur, wo ist das Problem, akademische Literatur auszutauschen? Dich persönlich zwingt keiner, aber dein Argument ist egoistisch, ja. Und ich denke eben an die Allgemeinheit. Weil ich die Akademik gutheißen kann, vor allem wenn ich skeptisch auch selbst daran teilhhabe.

  36. Oliver sagt:

    Ich weiß ich bin der mega-showstopper, aber please back to topic. Meta-Themen bringen auf Dauer nichts.

  37. @Oliver: Ah, du meinst solche Meta-Hinweise, man möge bitte back-to-topic. 😉 Na ja, warum verzichtest du dann nicht darauf. *G* — Ich persönlich bin übrigens der Auffassung, dass sich in den Kommentaren eine Diskussion entwickelt, wo die hingeht… tja, das weiß man am Anfang nicht. Aber wenn du Hilfe brauchst, ich erklär dir, wie wir von a nach b gekommen sind. Nur damit du verstehst, dass wir (meines Erachtens) noch immer beim topic sind. 😉

  38. Oliver sagt:

    Ich kann auch ganz bestimmt sagen wohin es geht, wenns darauf hinausläuft.

  39. Oliver sagt:

    Das ich ansonsten meist inflationär mit Smilies um mich werfe hat schon seine Gründe Alexander.

  40. Chris sagt:

    So Alex, Feierabend hier für Dich.

    Deine Unverschämtheiten haben hier auf F!XMBR ein Ende. Und bevor Du fragst:

    «…indem er sich zu erkennen gegeben hat, wie er in Wirklichkeit ist.»

    «Aber wenn du Hilfe brauchst, ich erklär dir, wie wir von a nach b gekommen sind. Nur damit du verstehst, dass wir (meines Erachtens) noch immer beim topic sind.»

    Rien ne vas plus, es war mal ganz witzig, aber wenn Du meinst, den Helden spielen zu wollen, bitte, nicht mehr hier.

    Ich habe echt die Schnauze voll. Du hast eine Art und Weise an Dir, die hier nicht mehr erwünscht ist.

    Danke.

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