Pegasus geht offline

Der bekannte kostenlose Mailclient Pegasus streicht die Segel (nach 17 Jahren!), aufgrund mangelnder Spendenbereitschaft der Anwender. Manch einer mag nun entgegnen, …und? Da gibts auch viele andere kostenlose Software. Selbst schuld., jedoch trifft die Aussage des Entwicklers genau den Punkt, auch im Open Source Bereich ist es zum größten Teil nur eine Konsumhaltung1 a la free beer, man greift ab, nutzt es, fordert gar und trägt in der Regel nichts dazu bei, weder mittels Naturalien2 noch Spenden. Die Anzahl derer die tatsächlich mithilft ist im Open Source Bereich verschwindend gering, im Verhältnis zur stark ansteigenden Zahl der Nutzer.
Open Source oder auch einfach nur kostenlose Software lebt von der Mitarbeit, sprich der Community — entweder man hilft oder man spendet. Bloßes nutzen hingegen, gemäß dem Motto soll der andere es doch tun, mutiert nach einer Weile, wie hier zu beobachten, zum Pferdefuß.

  1. siehe auch die teils haltlosen Forderungen im Bereich des Filesharings etc. []
  2. Mithilfe bei einem Projekt etc. []

12 Antworten zu “Pegasus geht offline”

  1. gnokii sagt:

    ja stimmt leider

  2. Simbarto sagt:

    Tja.
    Ein paar Leute von der Uni werden umdenken müssen!

  3. Maxx sagt:

    Also ich habs schon fest eingeplant, demnaechst mal ein bisschen Geld Richtung OpenBSD zu schicken…

  4. Marting sagt:

    @Simbarto: Was heisst denn hier «Ein paar Leute von der Uni werden umdenken müssen!». Ist mir total unklar was du damit meinst.

  5. Chris sagt:

    @Marting: Viele Studenten nutzen anscheinend Pegasus. Da steht wohl ein Wechsel des Clients an.

    Haben, haben, haben — Oli, wie oft habens wir schon besprochen, immer das gleiche, ne. :(

  6. Pepino sagt:

    Das ist nicht nur im Open-Source-Bereich so… «die Jugend» ist beim Abgreifen sehr schnell, aber beim Zurückzahlen extrem schwach. Wozu auch, man macht ja schließlich gerade Karriere und kann sich um solchen Kinderkram nicht kümmern…

  7. Oli sagt:

    Durch die glücklichen Umstände das ich selbst in dem Alter bin und viel Kontakt mit jüngeren habe, würde ich eher behaupten das es heute gerade egal ist welcher Altersklasse man angehört, um zu schnorren.

  8. Simbarto sagt:

    Richtig.
    Es ist tatsächlich so, dass an meiner (alten) Uni sehr viele Leute Pegasus genutzt hatten.
    Ich bin absolut begeistert von der Open Source Idee und finde es sehr traurig, dass die Spendenbereitschaft bei guten Projekten so minimal ist. Die gleichen Leute sind nämlich teilweise bereit für Schrott viel Geld auszugeben.

  9. Grainger sagt:

    Ich hatte (vor vielen Jahren) Pegasus mal angetestet, war aber nicht mein Ding (warum weiß ich gar nicht mehr).

    Da ich schon länger Opera-User bin nutze ich den dort integrierten eMail-Client, für meine persönlichen Bedürfnisse reicht der mehr als aus.

    Das die meisten Menschen für etwas, das sie umsonst bekommen können (und dann sogar noch legal «für umsonst»), nur selten freiwillig etwas zahlen, mag bedauerlich sein, ist nun aber mal so und auch nicht unbedingt eine neue Erkenntnis.

  10. […] Nach 17 Jahren wird die Entwicklung des Mailclients eingestellt. […]

  11. Cici sagt:

    Tja, leider fallen so ziemlich alle auf die Übersetzung von free == gratis und nicht free == frei herein. Eine Tatsache die auch Richard Stallman immer wieder anprangert… man wird sehen was daraus wird ;-(

  12. Oli sagt:

    Nun ja free ist ein allgemeines Wort … wäre vielleicht liberty passender gewesen.

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