PDF als Werbeträger

PDFs mit Werbung sind mir ehrlich gesagt noch nicht begegnet, also profan im Dokument selbst plaziert. Diese neuerliche Idee Adobes, der Flash-Einkauf war schon ein genialer Schachzug, Werbung im Reader selbst anzeigen zu lassen, wenn diese im Dokument getriggert wird, hat schon etwas für sich. Zwar werden wohl nun die meisten antworten, hach greif ich halt zu Reader xyz, der Acrobat ist schwer, unhandlich …. Klar me too, jedoch nur wenn es sich um die einfachen Texte handelt, spätestens bei komplexen Formularen etc. und anderen Dokumenten die auch eingebettete Funktionalitäten bieten, strecken getesteterweise all die freien Pendants unter Windows & *nix die Flossen von sich. Da wird man also nun mit dem Werbe-Ticker leben müssen, bei wissenschaftlichen Dokumenten komplexerer Natur wird das wohl kaum die Regel sein, auch nicht beim amtlichen Forumularen, dennoch ist es eine Tendenz die ich mit Argwohn betrachte.

Werbung im Netz an jeder Ecke ist ohnehin schon usus, Werbung bei Shareware ebenso, relativ neu ist Werbung in Spielen und mit Werbeeinblendungen finanzierte Anwendungen (Microsoft läßt grüßen), dazu nun auch noch die gekoppelte Verseuchung von Dokumenten, schöner kann die Welt nicht sein. Ich denke es ist auch nur eine Frage der Zeit bis die entsprechenden Formate existieren, die ohne passenden Reader selbstständig intelligent Werbung triggern und denen man sich nicht mehr so einfach entziehen kann. Keine Ahnung wohin diese Scheinwelt noch führt in Zukunft …

golem

9 Antworten zu “PDF als Werbeträger”

  1. Alex sagt:

    Was mich an werbefinanzierten Produkten am meisten irritiert ist die Tatsache, dass man im Endeffekt trotzdem dafür bezahlt. Die Ausgaben für die Werbung fallen ja nicht vom Himmel — die Firmen schlagen den Aufwand auf den Kaufpreis auf.
    Man muss sich mal die Ironie der Sache betrachten: Man bezahlt die Firmen dafür, dass sie einem mit bunt blinkenden Werbungslayern oder Spielfilmunterbrechungen auf den Keks gehen und fühlt sich auch noch als Gewinner, weil man glaubt man würde den irgendwas umsonst erhalten…

  2. Oliver sagt:

    >Die Ausgaben für die Werbung fallen ja nicht vom Himmel — die Firmen schlagen den Aufwand auf den Kaufpreis auf.

    Weißt du das dies glaube ich das erste Mal auf diesem Blog ist das mir in einem Kommentar diese logische Schlußfolgerung begegnet? In der Regel wird mit «aber es ist doch frei, kostenlos ..» argumentiert. Bezahlt wird halt, wie du schon bemerkst, immer und überall von allen.

  3. Peter sagt:

    PDFs mit Werbung sind mir ehrlich gesagt noch nicht begegnet, also profan im Dokument selbst plaziert“

    Die Artikel, die man für 50 Cent aus dem Online-Archiv des Spiegel kaufen kann, sporten in der PDF-Datei ganzseitige Werbeanzeigen.

  4. Oliver sagt:

    Spiegel? Ich sprach oben ja doch schon von etwas mehr Anspruch.

  5. kobalt sagt:

    Ich vertraue den Hackern. Die werden für PDFs Werbefilter basteln, genauso wie sie es fürs WWW getan haben.

  6. Oliver sagt:

    Gilt ja inzwischen in good old Germany als böse Straftat 😀 nebenher ist es inzwischen lächerlich, welchen Aufwand man betreiben muß, um die Scheinwelt einiger weniger aufrecht zu erhalten.

  7. derhans sagt:

    Hoffe ich doch mal das

    GNU PDF

    schnell einsatzfähig ist

  8. Oliver sagt:

    Japp so wie Hurd 😀

  9. Volker sagt:

    Heißt der dann AD-obe Reader? *kopfschüttel*

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