PC-BSD: Der 1. Eindruck

Mit dieser BSD-Konfiguration kann eigentlich niemand mehr mit der Ausrede kommen, BSD sei zu schwer zu installieren. Neben dem Installer von Fedora 5 ist dies die unkomplizierteste Art ein OS zu installieren. CD einlegen, booten, in dem sehr übersichtlichen (und hübschen) Menü die Festplatte konfigurieren, fertig. Nach ca. 15 Minuten war das System startbereit. Danach erfolgte noch die Installation der Sprachfiles von der zweiten CD, dann stand das laufende BSD-System mit KDE 3.5.2 auf dem Rechner.


Da man es hier mit einem vorkonfigurierten Free-BSD 6 zu tun hat, kann man dessen Softwarevielfalt nutzen. Via Portinstall bzw. den DesktopBSD Tools hat man über 14000 Programme jeglicher Art zur Auswahl, die Abhängigkeiten werden aufgelöst, die Software ist schon auf das System abgestimmt. Dank des PC-BSD eigenen PBI-Systems lassen sich aus einem Progammkatalog Software auch einfach per Download und Doppelklick installieren, was im Falle von Opera ohne Probleme funktionierte.
Bisher lief jedes Programm, daß ich ausprobierte habe. Unter Fedora hat Oli z.B. verzweifelt versucht mein geliebtes QuakeIII (Binärpaket im Eimer) zum laufen zu bringen — entweder startete es überhaupt nicht oder der Sound lief nicht.
Auch haben die Macher von PC-BSD KDE etwas angepaßt, so wird nicht jedes unnötige Programm von KDE automatisch mitinstalliert und die Menüeinträge sind daher recht übersichtlich gehalten. Wer z.B. Openoffice haben will kann es nachträglich installieren.

Jetzt muß ich mir nur noch den Vista-Skin für KDE suchen (duck und wegrenn) ;).
DVDs und Musik abspielen klappte auch auf Anhieb. Die entsprechenden Codecs gibts es alle in einem Paket und man muß diese nicht einzelnd zusammen suchen.

Oberflächliches …

aufgeräumte Menus

DesktopBSD Tools

16 Antworten zu “PC-BSD: Der 1. Eindruck”

  1. Chris sagt:

    Es reizt mich ja schon, mal wieder ein Dual-Boot-System aufzusetzen. Da benötigt es auch nur noch ein klein wenig Überredungskunst von Dir und Oli. 😀

  2. caprona sagt:

    Wieder ein desktop-isiertes *x,das den User nicht zum Lernen fordert. Foren und Usenet sind voll von (L)usern, die einen Tag oder Woche später hilflos vor Problemen stehen, weil die schöne bunte Oberfläche ihnen nicht erklärt hat, was bspw. eine rc.conf oder ein vi sind.

  3. Oli sagt:

    Ich nutze FreeBSD pur, habe aber auch Zeit und Willen mit da einzusetzen — andere haben diese nicht und auch diese Meinung kann man ihnen in einem freien Land nicht nehmen.
    Eric Raymond z.B. nutzte schon immer RedHat bzw. heute Fedora — sein Geektum stellt er durch Können unter Beweis, nicht durch die Fähigkeit ein System zu warten — obwohl er es durch Fedora auch nicht verlernt hat.
    Früher oder später kommt jeder mit tiefschürfendenderen Themen in Berührung, dann wenn er diese braucht — nicht als zwingende Vorraussetzung. Die Welt besteht nicht nur aus Schülern, Info-Studenten(dort kenn ich btw. einige denen derartiges zuviel ist 😉 ) und Hobby-Menschen wie meinereiner, die ihre Freizeit damit verbringen 😉
    Und bis jetzt habe ich noch kein *nix-System gesehen, bei dem der User ob einer Oberfläche zum Mausschubser wie unter MacOS oder Windows mutiert …

    Für FreeBSD gibts darüber hinaus ein knapp 1000 Seiten starkes Handbuch, online und auch in Deutsch — da kann jeder ob Anfänger oder Profi nachschlagen. Dazu sind alle man Dateien vollständig … unter Linux Systemen mag das also zum Problem ausarten, aber da langt auch schon irgendein Anfänger plus eine spartanische Distro.

    FreeBSD Handbuch deutsch

    …unter BSD zumindest steht niemand fragend da :)

  4. caprona sagt:

    Es geht mitnichten darum, jemandem seine Meinung zu nehmen.
    Ein OS nutzen zu können, schliesst die Fähigkeit es warten zu können, mit ein. Wem «derartiges zuviel ist», sollte von solchen Systemen die mausgewohnten Finger lassen. Freiheit allen anderen, die verstehen, zu nutzen, was ihnen ein *x ausser KDE und ähnlichem Bloat bietet. Der Rest soll weg– und im MS-Käfig bleiben.
    ESR benutzte RedHat? Schon mal ein frühes aus der Zeit, aus der er kommt, gesehen? Wahrscheinlich nicht.
    Beweisen braucht er weder uns noch irgendjemandem mehr etwas. Schwachsinnige Fragen, wie man sie von den in einschlägigen Foren immer wieder antrifft, kennt das Internet von ihm nicht. Sondern eine ganz nette Anleitung, sowas zu vermeiden.
    Distributionen wie dieser Free(PC)BSD-Bloat geben keine Freiheit, sondern beschneiden sie. Denen, die es wollen.

  5. Falk sagt:

    «Ein OS nutzen zu können, schliesst die Fähigkeit es warten zu können, mit ein.»

    Diese These (mein neues Lieblingswort seit gestern) halte ich für sehr gewagt :)

  6. Oli sagt:

    Ja ich kenne Redhat aus der Zeit und ich kenne NetBSD von der ersten Version her — das z.B. noch auf einem Amiga 😉 Man bezeichnet mich schon manchmal als OS Evangelisten, aber so tief würde ich nicht sinken ob meiner Erfahrung anderen meine alleingültige Meinung aufzudrücken. Zudem man lernt immer hinzu.
    Ich stelle noch eine These auf, es soll auch Anwender geben die Stellen jeden «OS-Warter» in den Schatten mit ihren Fähigkeiten und kontern «… und nu, kannst du sonst noch etwas?».

    Du weißt so gut über Raymond bescheid? Nun du weißt sich auch was er von diesen «System-Wartern» hält die permanent wieder in die Höhlen zurück möchten — nichts, er schenkt ihnen Verachtung. Öfters mal seinen Blog lesen :)

    Eric Raymond zu CUPS

    The biggest obstacle between open-source software and world domination is not Microsoft, it’s our own endemic cluelessness about how to design software that won’t make nontechnical users run screaming.

    ESR

    Freie Unix-System bieten weitaus mehr Vorteile als nur das Herumgefrickel in der Konsole, um zu beweisen was für ein Held man ist — el konsolero. Es geht um die Freiheit an sich, auch um Sicherheit die einfach schon einmal höher ist. Und wer zum Mann werden möchte kann dies auch anderswo beweisen. Hätte es damals zu Chris und meiner Zeit ein Linux gegeben, wir wären wohl ebenso als tollkühne Konsoleros in die Geschichte eingegangen 😀
    Ich bevorzuge die Konsole, zwinge sie aber keinem auf und wenn es für diese Leute einen leichteren Weg gibt umso besser. Ich helfe statt mit Ausdrücken a la RTFM etc. herumzuwerfen. Jeder der wechselt, egal wie, trägt zur Opensource Sache bei.
    Dumme Fragen müssen ersteinmal beantwortet werden können, ich bezweifle das die meisten dies in den Foren überhaupt können.

  7. caprona sagt:

    Der einzige, der hier seine Meinung einer gegensätzlichen aufzudrücken sucht, unter anderem mittels –unangebrachter– persönlicher Details, bist Du, Oli(ver)… davon abgesehen, dass das adhoc sowieso nicht beweisbar ist (zu sein braucht :) ).
    ESR wurde nicht von mir in diesen Disput eingebracht, geschweige denn mit einer Anmassung von Wissen… hysterisches Geplapper.

    Ihr seid mir schon ein Geek– Nerd– und sonstiger Blog… viel Spass weiterhin :):)

  8. Chris sagt:

    Und tschüss. *winkt noch mal hinterher*

    Zitat aus einer Mail zwischen Oli und mir:

    Als der auftauchte, hab ich mir so gedacht:

    Den überlässt Du Oli. 😀 😀 😀

    Manchmal ist das Leben schön und manche (bekannte) Leute so vorhersehbar.

    Machs gut, und lasse Deinen (nicht ausgeprochenen) Worten 😀 Taten folgen und komme nicht wieder.

    Der erste und einzige, der hier persönlich wurde, bist Du — in Deinem letzten Kommentar.

  9. Oli sagt:

    Ach ich hab nichts dagegen wenn sich auch Jugendliche hier äußern, wenn man sie dann zwar darauf anspricht mutieren sie immer zu den Nachkriegskindern und ultimativen Sys-Admins 😉 … aber lassen wir das.
    Anonymität hat leider ihren Preis …

  10. Steffi sagt:

    Nicht jeder hat halt Lust den Mount oder Shutdown-Befehl jedesmal von Hand einzugeben oder muß sich den passenden Treiber selbst programmieren können.

  11. Falk sagt:

    Wie bekannt kommt mir denn DAS jetzt vor 😀 Prost! Ich hab zu feiern *lach*

  12. Chris sagt:

    So, Winrar entpackt gerade das VMware-Image von PC-BSD. 😀

    Schau m’er mal, was gleich passiert. 😉

  13. Chris sagt:

    Das ist der Preis, wenn man die alte VMware-Version 4.5 einsetzt, die mal bei einer c’t dabei war. :eek

  14. Chris sagt:

    Huhu, this is Chris from PC-BSD. 😀

    Funzt, sehr aufgeraeumt, da ich das Image fuer den VMware-Player hier habe, amerikanisches Tastatur-Layout.

    Fein, fein. :)

  15. […] PCBSD 1.3 erschienen 03.01.2007 von persephone *bsd, bsd, desktop, freebsd, pcbsd unix PCBSD ist ein auf FreeBSD basierendes freies Unix-Derivat. Meine Erfahrungen mit der Version 1.0 kann man hier nachlesen. Da ich mich mit KDE und ähnllichen Monsteroberflächen nicht so recht anfreunden kann, blieb ich jedoch bei FreeBSD mit Fluxbox. Die neue Version werde ich mir bei Gelegenheit installieren. […]

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