Paul Potts hat eigentlich alle Eigenschaften, die man schreiend ablehnen würde. Er ist ein ziemlich langweiliger Mobilfunk-Verkäufer aus Wales. Er hat zudem die britische TV-Show Britain’s Got Talent gewonnen — so eine dämliche Castingshow wie Deutschland sucht den Superstar. Auch das ist nicht wirklich — nach unseren Erfahrungen hier in Deutschland — ein Empfehlungsschreiben. Doch nun wird es interessant — hat Paul Potts doch nicht wirklich viel mit Rock oder Pop am Hut. Wie konnte er dann die TV-Show gewinnen? Nun — Oper ist sein Metier. Und nach anfänglicher Skepsis hat er sich in die Herzen der Jury und die Herzen der Zuschauer gesungen. Er hatte keine Chance und die hat er genutzt. Die Folge: Mittlerweile weltweiter Ruhm, ein Vertrag, dotiert in Höhe von 1 Mio. Pfund sowie Auftritte im Königshaus.
Ich habe heute durch Zufall das erste Mal seine CD One Chance gehört — ganz grandios.
One Chance
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Nessun dorma
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Time to say goodbye (Con te partirò)
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Amapola
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Everybody hurts (Ognuno soffre)
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Caruso
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Nella fantasia
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You raise me up (por ti sere)
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My way (A mi manera)
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Cavatina
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Music of the night
Und da ich keine Ahnung habe, wie das rechtlich ausschaut, hier nur ein Link zu YouTube.




Nachtrag: Und hier sein erster Auftitt — er wolle Oper singen, die Leute, auch die Jury, verdrehen die Augen. Und dann fängt er an zu singen…
Wow …
Einfach nur … wow — habe Gänsehaut bekommen bei dem Video.
Danke vielmals für den Link!
Live muss das natürlich noch imposanter sein — endlich ein Beweis, dass solche Sendungen doch einen Sinn haben können, werden sie nur von wirklich genug talentierten Künstlern besucht, die sich nicht bis zum letzten Hemd ausbeuten lassen. Aber das ist ein anderes Thema
Na ja, die Titel sehen so nach Popklassik aus — nichts gegen Puccinis Nessun Dorma oder Lloyd-Webbers Phantom, aber das reiht sich gut in die CDs ein, die man seiner Mutter zu Weihnachten schenken kann ohne vorher groß nachdenken zu müssen obs passt oder nicht.
Ad Astra