Ja, auch ich habe damals Dallas geschaut. Und wenn die Jüngeren unter Euch nun lachen — wir hatten damals nur ARD, ZDF und das Ditte. Aber Schluss mit den Rechtfertigungen — wir haben es damals geschaut, weil es einfach geil war und weil Larry Hagmann mir J.R. Ewing den wahrscheinlich sympathischsten Unsympathen der achtziger Jahre geschaffen hat.
Das Leistungsschutzrecht und die Piraten
Kai Biermann fasst die Problematik des Gesetzentwurfes zum Leistungsschutzrecht gut zusammen. Wir leben schon in einem digitalen Entwicklungsland. Mit diesem Gesetzentwurf, sollte er tatsächlich so umgesetzt werden, bombt uns die Bundesregierung in die Steinzeit zurück. Und wer bisher geglaubt hat, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gehöre zu den Guten, wird nun endlich seine Augen öffnen und es besser wissen.
Die Bild hat eine Idee
Vor ein paar Monaten wurde bekannt, dass die Bild-Zeitung am 23. Juni plant, jedem Bundesbürger eine Gratis-Bild in den Briefkasten zu werfen. Schnell hat Campact eine Kampagne ins Leben gerufen, um den Axel-Springer-Konzern ein wenig zu ärgern. Ich hatte mit dem Abschicken meiner Mail noch abgewartet, schließlich war klar, dass auf diese Kampagne reagiert werden würde. Die Werbeaktion würde sich der Axel-Springer-Konzern nicht nehmen lassen, doch wie löst er das logistische Problem?
Das ehemalige Nachrichtenmagazin

Bild: F!XMBR
Der Tagesspiegel hat einen Bericht über das ehemalige Nachrichtenmagazin veröffentlicht. An der Auflagenkrise wird genau das manifestiert, was seit Jahren Kern der Kritik ist: Der Spiegel von heute ist belanglos, setzt keine Themen mehr, es ist zu einem Blättchen geworden, vor dem die Mächtigen wahrlich nicht mehr zittern müssen.
Wallraff und GLS: Ein gesellschaftliches Problem
Günter Wallraff war mal wieder undercover unterwegs. Mein erste Reaktion: Wie naiv, diese Zustände, Subunternehmertum und Scheinselbstständigkeit sind spätestens seit der Agenda 2010 politisch und gesellschaftlich gewollt und gefördert worden. Sie sind alltäglich in allen Branchen und größeren Unternehmen.
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Skandalöse Urheberrechtsverletzung
Wir kennen die Debatte um das Urheberrecht in unserem Land. Der unsägliche Tobias Künzel, Sänger der Prinzen, hat in einer TV-Sendung gesagt, er hätte etwas dagegen, wenn Eltern ihre Kids beim Tanzen zu einem Song der Prinzen filmen und das Video auf YouTube einstellen, schließlich würde es sein Urheberecht, sein geistiges Eigentum betreffen, er möchte die Kontrolle behalten.
Das Versagen des FC Bayern München. Eine schonungslose Abrechnung.
Eines gebietet die sportliche Fairness vorab: Herzlichen Glückwunsch an den FC Chelsea zum Gewinn der Champions League. Die Mannschaft als Spielzeug des Roman Abramowitsch, die Spieler als Milliardärstruppe zu bezeichnen, wird den Tatsachen nicht im Ansatz gerecht. Als wenn die Spieler in Madrid, Barcelona oder auch München weniger Geld als in London verdienen würden. Wer gestern Abend gesehen hat, wie Didier Drogba Bastian Schweinsteiger in den Arm genommen hat, der hat einen großen Sportsmann gesehen, der im größten Triumph eine große Geste gezeigt hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich Bayern-Fan wurde: Bekanntlich komme ich aus Osnabrück, da gibt es den VfL, natürlich braucht es da auch als Fußballfan, als aktiver Steppke einen Erstligaclub. Anfang der Achtziger liefen aber auch alle Schulkollegen mit HSV-Trikot über den Schulhof. Schon damals schlug mein Herz für die Schwächeren — ich habe mich dem HSV verweigert, wendete mich dem FC Bayern zu, wurde ausgelacht, bin dabei geblieben. Seitdem schlägt mein Herz rot.
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Vom Respekt vor dem Konsumenten

Foto: F!XMBR
Frank Schirrmacher hat heute in der FAS einen weiteren Beitrag zur Urheberrechtsdebatte geleistet: Schluss mit dem Hass. Seit beinahe 20 Jahren bin ich nun schon online, das erste Jahrzehnt fast ausschließlich auf Foren, in denen es Bereiche gab, in denen man alles finden konnte, was das Herz begehrt: Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Musik,Videos und TV-Serien. Und natürlich habe ich das eine oder andere Angebot angenommen. Ich erinnere mich an das erste große heruntergeladene Programm: 200 Files mit einer Größe á 1,44 MB, damit es auf Diskette passte. Heute habe ich hier mehrere Versionen dieses Programms als Original im Regal stehen.
Nannen
In den nächsten Tagen wird — mal wieder — ein Satz die Runde machen: Henri Nannen würde sich im Grab umdrehen. Die Bild-Zeitung ist heute in der Kategorie Investigative Recherche mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet werden. Das Team der SZ um Hans Leyendecker sollte ebenfalls ausgezeichnet werden, Leyendecker lehnte aber ab, da er nicht gemeinsam mit der Bild ausgezeichnet werden wollte.
Ich bin Urheber. Und ich bin Demokrat.
Autoren und Schriftsteller haben unter Federführung des Urheberrechtsverwerters Matthias Landwehr eine neue PR-Kampagne unter dem Titel «Wir sind die Urheber!» gestartet. Udo Vetter kritisiert den Alles-oder-Nichts-Kurs während Thomas Stadler eine breite gesellschaftliche Diskussion einfordert.
Ein Punkt wird dabei nur am Rande beleuchtet: Was sind die Folgen schärferer Gesetze? Wie möchte man das Urheberrecht im digitalen Zeitalter stärken? Wie will man die eigenen Forderungen durchsetzen? Die Antwort ist so einfach wie erschreckend und in vielen anderen Ländern schon usus:





