P2P: et tu brute?

Das Landgericht Saarbrücken untersagte die Herausgabe von Nutzerdaten. Die Argumentation diesbezüglich: Allein aus dem Umstand, dass eine bestimmte IP-Nummer einer bestimmten Person zugeordnet werden kann, folge nach Ansicht der Richter noch nicht, dass die ermittelte Person auch zu der angegebenen Tatzeit über den genannten Anschluss die vorgeworfenen Urheberrechtsverletzungen begangen hat. Es wurde auch Zeit, endlich diesen nonsense der Industrie zu unterbinden, sowie den damit einhergehenden Kolateralschaden. Darüber hinaus zeigen derlei Urteile, sowie jene kürzlich des Bunderverfassungsgerichts, daß die von ausuferndem Lobbyismus durchzogene Politik auf ganzer Linie versagt hat. Insofern dürfen nicht nur Filesharer frohlocken1 , sondern auch Bürgerrechtler die somit die fortschreitende Inkompetenz des Staats in diversen Bereichen als factum erachten können. Was letztendlich noch fehlt ist ein mündiger Politiker der dieses ausgestellte Armutszeugnis auch als solches sieht und dementsprechend handelt.

  1. Hirn an, damit ist kein Persilschein gemeint! []

3 Antworten zu “P2P: et tu brute?”

  1. Oliver sagt:

    Warten wir mal ab, bisher arbeiteten sie an vielem und es kam kaum etwas durch. Dem neuen Grundrecht nach zu urteilen dürfte die erwähnte Idee kaum Bestand haben. Ich habe zwar jetzt die Referenzen zu dem Heise Text verfolgt, wundere mich dennoch das es sonst keinen interessiert in den Medien.

  2. Michael sagt:

    Ich habe kürzlich in den Kommentaren des lawblog diesen Link gefunden (beweislage bei Vorlage einer IP-Adresse). Sehr lesenswert. Man muß dabei aber immer im Auge behalten, welches technische Verständnis über das Internet in der Justiz verbreitet ist (link a.a.O.).

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