Oslo, Anders Behring Breivik und das Versagen der Medien

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Foto: F!XMBR

Wenn sich nach dem gestrigen Tag schon ein Fazit ziehen lässt, dann folgendes: Die Medien haben epochal versagt. Als am Nachmittag die ersten schrecklichen Meldungen aus Oslo veröffentlicht wurden, dauerte es nur wenige Minuten, bis Islamisten, sogar dem gesamten Islam, die Verantwortung zugeschoben wurde.

Jedes Medium, ob TV, Online oder Print, hatte sofort einen sogenannten Experten zur Hand — selbstverständlich trug der Bombenanschlag die Handschrift von Islamisten. Aus diesen Vermutungen wurde nicht nur in den deutschen Medien, an vorderster Front trat die altehrwürdige New York Times in Erscheinung, schnell Gewissheit.

Ehrlich gesagt stehe ich ziemlich sprach– und fassungslos vor dem gestrigen Tag. Angesicht der schrecklichen Ereignisse, als auch den Medien gegenüber. Selbst als klar war, dass der Attentäter offensichtlich aus Norwegen kam, bis zur Stunde gilt er noch als Einzeltäter, schwadronierten die Medien noch über islamistischen Terror in Norwegen.

Den Vogel schossen dabei die Berichte von Bertelsmann auf RTL, Vox und n-tv ab. In den Berichten wurde kurz die bekannte Anzahl von Todesopfern erwähnt, um dann die Bilder aus dem norwegischen Regierungsviertel zu zeigen. Um dann den Spin zu drehen, so sehe es nach einem islamistischen Anschlag aus. Mir ist nicht bekannt, ob Bombenanschläge unterschiedlich aussehen können, vielleicht werden bei anderen Anschlägen Gebäude zusätzlich rosa angemalt, aber hier war die Intention eindeutig:

Bombenanschlag = Islamistischer Terror.

Im Bericht folgten wurden die Anschläge in Madrid und London verarbeitet, um dann darauf hinzuweisen, dass in Norwegen die Integration weitestgehend als erfolgreich gilt. Abschlussstatement von Bertelsmann: Stellt sich nach diesen Anschlägen, wie lange noch.

Wie bitte?

Heute kristallisiert sich heraus, dass der Attentäter islamfeindlich, konservativ, christlich-fundamentalistisch geprägt war. Er war bis 2006 Mitglied der norwegischen Fortschrittspartei, die den Pro-Parteien in Deutschland als Vorbild gilt. Der Attentäter könnte mit seinen Ansichten bis zum gestrigen Morgen durchaus smartes Mitglied der Pro-Parteien in Deutschland gewesen sein, der Partei «Die Freiheit» oder auch Redaktionsmitglied des Axel-Springer-Konzerns oder auch bei Bertelsmann.

Stellt sich die Frage, warum die Medien gehandelt haben, wie es gestern geschehen ist. Der Journalismus von heute besteht weitestgehend aus dem Prinzip Stille Post. Eine Meldung wird verbreitet, alle anderen übernehmen sie, reichern sie an, mit eigenen Vermutungen, Zitate sogenannter Experten oder Politiker aus der zweiten Reihe. Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun.

Eine weitere Erkenntnis trifft das jeweilige Community-Management der etablierten Medien. Das BILDblog beispielsweise lässt aus gutem Grund keine Kommentare zu — Erfahrung macht klug. Wer in die dunkle Seele des (deutschen) Michels schauen möchte, sollte einmal nur, nicht nur heute beim Thema Oslo, in den Kommentarspalten der Medien zu schauen.

Offener Rassismus ist alltäglich, nicht nur linksgrünfaschistische Politiker werden täglich beleidigt, Bedrohungen werden (noch) in der Regel gelöscht. Die Springer’sche «Welt» muss immer häufiger die Kommentare unter den eigenen Artikel schließen. Es sind die Geister, die der Axel-Springer-Konzern gerufen hat. Zeig mir Deine Freunde, und ich sage Dir, wer Du bist.

Die etablierten Medien haben es in den letzten Jahren zugelassen, dass der Pöbel und insbesondere die Kommentatoren der rechten Foren und rechtsradikalen Blogs wie «Politically Incorrect» die Herrschaft in den Kommentaren übernommen haben. Das Versagen der Medien zieht sich also von den Verlagen herab in den Redaktionsstuben bis runter ins Community Management.

Stellt sich die Frage, ob dies politisch von den Herausgebern gewollt ist, oder ob dieser Prozess schleichend geschehen ist. Wer täglich bei 95% aller Kommentaren auf der eigenen Seite, von den eigenen Lesern, zu hören bekommt, der Moslem sei schuld, übernimmt irgendwann wie selbstverständlich diese Meinung in die nächste Schlagzeile.

Der gestrige Tag war eine Bedrohung für die öffentliche Ordnung, weltweit. Diese Bedrohung ging aber nicht vom Attentäter Anders Behring Breivik aus. Die Medien haben nicht nur versagt, es war eine journalistische Bankrotterklärung. Mir persönlich bleibt ja immer die Hoffnung:

Der Mensch mag blind sein, er kann aber im Dunkeln sehen.

Das Ansehen von Journalisten liegt ungefähr im Bereich von Werbern und Bankern. Vielleicht sollten einige Damen und Herren den schrecklichen gestrigen Tag einmal zum Anlass nehmen über sich selbst und die eigene Zunft nachzudenken. Nicht eine Tagesschau-App ist schuld, wenn Zeitungen sterben. Die Menschen möchten einfach wieder gute journalistische Texte lesen, keine Kampagnen und schon gar nicht rassistischen Dreck. Es sei denn, man möchte weiterhin Doppelpass mit rechtsradikalen Blogs und Foren spielen.

Journalismus bedeutet große Verantwortung.

Es ist an der Zeit, sich wieder an die Werte zu erinnern, die sich auch in unserem Grundgesetz wiederfinden. Sollte dies nicht geschehen, ist es um keine Zeitung, um kein Magazin schade, welches eingestellt wird. Im Gegenteil. Es wäre ein großer demokratischer Fortschritt.

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38 Antworten zu “Oslo, Anders Behring Breivik und das Versagen der Medien”

  1. […] Christian Sickendieck: Oslo, Anders Behring Breivik und das Versagen der Medien […]

  2. Achim sagt:

    Wie immer wunderbar auf den Punkt gebracht. Danke!

  3. […] Oslo, Anders Behring Breivik und das Versagen der Medien […]

  4. Nofate sagt:

    Genau so ist es!
    Den etablierten Medien kann man so gut wie alles zutrauen, nur keinen guten Journalismus mehr. In den heute-Nachrichten um 19.00 Uhr wurde wenig Sachliches berichtet, stattdessen beschwor ein sogenannter (selbsternannter?) Terrorismusexperte eine Terrorwelle. Er vermutete natürlich sofort Al-Kaida, weil anderes in manchen Hirnen gar nicht denkbar ist.
    Das erschien mir so absurd und abstoßend, dass ich nach wenigen Minuten umschaltete und auf Phoenix weiter schaute. Dort wurde sachlicher und vorsichtiger berichtet und Zeugen kamen zu Wort.
    Die besten Informationen und zudem Live-Interviews gab es schließlich nur auf Al Jazeera zu sehen. Endlich!
    Sehr gut gefielen mir auch die zurückhaltenden und vorsichtigen Äußerungen von Stoltenberg und seinem Justizminister. Alle norwegischen Stimmen erschienen mir betroffen, aber besonnen. Von Panik oder Panikmache keine Spur und auch nicht von vorschnellen Urteilen.
    Daran sollten sich unsere Panikmacher/Scharfmacher und alle, die jetzt wieder nach internationaler Zusammenarbeit gegen den Terrorismus schreien ein Beispiel nehmen. Schön wäre es, wenn aus diesem schrecklichen Ereignis auch ein wenig Selbsterkenntnis erwachsen könnte: Dass man mit seinen Urteilen vorsichtiger sein sollte, dass man umfangreich informieren und weniger in irgendwelche Glaskugeln schauen sollte. Und dass Journalismus nicht bedeutet sofort Antworten parat zu haben, sondern Fragen zu stellen!

  5. Anonymous sagt:

    «Die Menschen möchten einfach wieder gute journalistische Texte lesen, keine Kampagnen und schon gar nicht rassistischen Dreck.»

    Ich fürchte der Erfolg der Springer-Presse legt das Gegenteil nahe.

  6. lisa sagt:

    Murdoch in Großbritanien, Berlusconi in Italien, Bertelsmann (RTL, NTV und Konsorten) und Springer in Deutschland.

    Journalistische Verantwortung? Fehlanzeige. Diese Medien sind auf Standard — Schuldige ausgerichtet, sie recherchieren nicht mehr, sie greifen auf und spinnen weiter. Mit Recherche hat das schon lange nichts mehr zu tun. Im Übrigen sind leider viele andere Zeitungen, TV etc. nicht anders.

  7. Lynx Werter sagt:

    Wunderbarer Text. Ich habe mich schon bei der Studie von Prof. Pfeiffer zu Kriminalität und Religiosität unter Muslimenn, und deren Missdeutung bei 90% der Medien gewundert, dass nicht mehr dagegen angegangen sind, nur Jörg Lau hat damals in seinem ZEIT-Blog darauf hingewiesen, dass es ein publizistischer Skandal sei, eine Bankrotterklärung und es hochgradig peinlich für die Journaille sei.
    Anders als du, finde ich es durchaus legitim darüber zu spekulieren, ob der islamistische Terrorismus dahinter steckt, obwohl keine Fakten vorlagen, auch wenn 2010 laut http://www.standard.at in Europa von 249 Terroranschläge nur 3 (!) islamistischer Natur waren. ABER man hätte gewiss auch in andere Richtungen ebenso spekulieren können. Ab da, wo bekannt wurde, dass es jemand war, der sich festnehmen ließ, dass er ne schusssichere Weste trug (schon am sehr frühen Abend bekannt), ab da hätte aber die Presse die dschihadistische Spekulation unterlassen müssen! Da bin ich dann deiner Meinung.
    Gruß und Ciao.

  8. naturtrunken sagt:

    Exzellenter Text — Danke! Was würden wir nur ohne Qualitätsmedien machen? Man stelle sich vor: Nur Texte von Berufsjournalisten lesen zu können — schreckliche Vorstellung. (<- Das ist eine traurige Feststellung… :-/ )

  9. Nofate sagt:

    Der norwegische Ministerpräsident Stoltenberg sagte:
    «Die Antwort auf Gewalt ist mehr Demokratie, mehr Menschlichkeit, aber nicht mehr Naivität.«
    Danke, wir brauchen mehr solche Stimmen!

    Unsere Sicherheitsfanatiker hingegen reagieren mit Aufrufen zu mehr Wachsamkeit, mit der Beschwörung einer Gefahr auch für deutsche Städte, mit «Kenntnissen» über «stille Islamisten», die über alles Bescheid wüssten und sicher sehr bald schon mit Forderungen nach mehr Kompetenzen für Pozilei und Geheimdienste, nach der Wiedereinführung der VDS, mehr Überwachung und nach einem «Killerspiele»-Verbot (der Täter hat ja WoW gespielt)…

  10. Irene sagt:

    Dass man bei Attentaten in Europa seit einigen Jahren auch an Islamismus denkt, ist ja nun nicht völlig abwegig. Ich habe gestern nach dem Anschlag im Regierungsviertel eine Weile Phoenix geschaut (und nichts anderes). Es wurde ausgiebig spekuliert, was dahinter stecken könnte. Doch dabei fiel auch das Stichwort «Oklahoma», und in Sachen Islamismus wurde abgewogen, was eher dafür und was eher dagegen spricht (ein Attentat auf ein fast menschenleeres Gebäude sei eher untypisch). Und zwischendrin gab es immer wieder Schaltungen zu den Behörden in Norwegen, die klar sagten, dass es noch zu früh ist, um zu sagen, wer evtl dahinter steckt.

    Wenn andere öffentlich-rechtliche Sender einfach mit dem Programm weiter machen, finden es viele Leute unangemessen. Und über was soll man dann die ganze Zeit reden? Ich wüsste es nicht besser als Phoenix gestern.

    Dass es politisch gewollt ist, dass jeder Müll als Leserkommentar abgesetzt werden darf, scheint mir abwegig. Welche Motive sollte z.B. die Taz (die praktisch gar nicht moderiert) haben, einen Rechtsruck voranzutreiben? Vielleicht fehlen einfach die Leute für mehr Moderation. In den Medienhäusern muss immer weniger Personal immer mehr Aufgaben übernehmen, da ist es kein Wunder, wenn einiges auf der Strecke bleibt.

  11. Bernd sagt:

    So lange sensationalistische Berichterstattung nicht sanktioniert wird (ob vom Leser oder vom Gesetzgeber ist dabei zweitrangig), so lange werden wir eine Medienlandschaft besitzen, die auf Schlagzeilen setzt und nicht auf Recherche.

    Leider muss man in dem Zusammenhang konzedieren, dass das Internet die bereits vorher vorhandene Tendenz der Medien zu spekulativem Schwachsinn nur verstärkt hat. Je höher der Zeitdruck, desto dünner die Faktenlage, desto mehr geistiger Dünnpfiff.

  12. Felix sagt:

    Ich bezweifle, dass es vor allem die rechten sind, die ihre Kommentare hinterlassen. Nur, wenn man bei der Welt die Kommentare liest, hat man zwangsläufig ein anderes Publikum dabei als beim Neuen Deutschland oder hier oder bei indymedia. Spiegel Online zB macht, wenn’s um Themen um Islamisten geht, gar kein Forum auf, weil sie wissen, was dabei herauskäme. Geht’s zB um Israel wird’s aber regelmäßig aufgemacht, damit die Leser von rinks und lechts ihren Gefühlen freien Lauf lassen können.

    Die taz scheint mir übrigens relativ stark auszuwählen, ich habe zumindest schon mehrere Kommentare geschrieben, die nicht auftauchten, auch ohne, dass ich allzu extreme Meinungen vertrat oder gar irgendwen beschimpfte. Und: mal geht’s schneller, mal langsamer. Ist ja aber auch ihr gutes recht, man will eben nur bestimmte Kommentare haben. Ist doch hier zB nicht anders, manche Meinungen werden zugelassen, andere nicht. Vollkommen normal.

  13. [110] sagt:

    die kampagne hat gerade erst begonnen.

    momentan sind wir bei schritt #2 — man hat keine andere wahl, als
    die fakten (erwiesener rechtsradikaler hintergrund) zu berichten.

    die eigene rolle bei schritt #1 («vermutlich islamistisch-djihadistischer
    hintergrund», welt online)

    schritt #3 wird in den kommenden tagen eingeleitet, wenn deutsche
    innenminister wieder erklären, die grösste gefahr ginge von bürgerrechtlern
    (sog. «linksextremisten») aus, weswegen neue sicherheitsgesetze gegen
    diese gruppe erfunden werden müssen.
    oder mit den worten des hamburger verfassungsschutzes: das grösste
    problem an rechten straftaten ist, dass sie die antifa stärken.

    und es ist ja auch was wahres dran: man kann überfälle von nazis auf
    andersdenkende verhindern, wenn man denandersdenkenden einfach
    verbiete sich öffentliche zu treffen.

    oder anders zu denken.

  14. [110] sagt:

    die eigene rolle … ist schon wieder vergessen.
    :/

  15. Felix sagt:

    @110: das ist doch blödsinn. natürlich sind die meisten medien keine selbstüberwacher, die nun, wo die fakten ihren spekulationen widersprechen, das groß ausbreiten, aber dafür gibt es ja mittlerweile meta-medien: medien, die sich mit den problemen der medien beschäftigen.

    schritt #3 ist vollkommene fantasie und entbehrt jeder grundlage. niemand sagte irgendwo, dass gewalt von links das größe problem wäre, nur ist kaum zu bestreiten, dass die gewalt in der linksautonomen szene zugenommen hat (gegen sachen und bei demonstrationen auch gegen menschen. ja, auch wenn menschen uniformen tragen bleiben sie menschen). und das wird nun auch diskutiert, zumindest von manchen. die innenpolitiker jeglicher parteien sind für gewöhnlich konservativer und eher richtung law & order unterwegs als die anderen. dass die in «wir wollen den staat abschaffen und versuchen das mit dem plündern von supermärkten und dem anzünden von autos umzusetzen» besonders allergisch und mit überschwang reagieren dürfte kaum überraschen. das als irgendeine strategie, einen großen plan zu sehen ist pure verschwörungstheorie.

    und klar: man kann überfälle von nazis auf andersdenkende verhindern, indem man verbietet, anders zu denken. man kann ebenso das anzünden von oberklasse-autos verhindern, indem man keine oberklasse-autos mehr verkaufen lässt. man kann auch das errichten und anzünden von barrikaden aus müll-containern verhindern, indem man müll-container verbietet. man kann aber auch einfach das problem an der wurzel packen und rechtsextreme verfolgen, die irgendwen angreifen und linksextreme verfolgen, die autos anzünden oder flaschen auf polizisten werfen. und wenn man beides tut, ist das auch ganz wunderbar. solange von rinks und lechts auf die polizei geschimpft wird, habe ich keine sorge um den rechtsstaat an sich. klar, auch die polizei schlägt oft über die stränge, aber dann wird ermittelt, die medien berichten und die skandale werden aufgedeckt. dass skandale aufgedeckt werden, ist ein beweis dafür, dass wir in einem rechtsstaat leben. gäbe es keine skandale mehr, würde das nicht bedeuten, dass kein unrecht geschieht, sondern nur, dass es nicht mehr berichtet werden darf / kann. insofern: bitte die panikmache etwas zurückschrauben, die apokalypse nächste woche fällt aus.

  16. Die Blogs waren mal als «Korrektiv» zum Mainstream gedacht — heute sind sie kaum weniger von «Geschäft» und eigenem Wahn entkoppelt als die Objekte ihrer Kritik. Schade. Zeit für «Blog 2.0″!

  17. dagmar.schatz sagt:

    Mit diesem Artikel hast Du ein must-read abgeliefert. Respekt.

  18. Querdenker sagt:

    Als ich zufällig in die Nachrichten stolperte, kam es gerade auf allen Kanälen… Und schnell (ohne dass irgendwer dazu eine Begründug abgab!) fielen die Begriffe Islam, Al Kaida, moslemische Extremisten,…

    Und nun: Ein rechtsradikaler fundamentalistischer _Christ_!

    Aber nun wird es interessant: Ein Einzeltäter, kein Umfeld, …

    Fazit: Islamische Terroristen haben natürlicherweise ein breites Umfeld und sind aufgrund ihrer Religion selbstverständlich schon vorbelastet. Christliche Terroristen sind hingegen wirre Einzeltäter, die ihre Religion nur als Schutzschild verwenden.

    Mag sein, dass der Islam (heute!) aggressiver auftritt, aber warum wird den Leuten unterstellt, dass sie als Gruppe gefährlicher sind, als eine christlich geprägte Gruppe? Das sich Christen radikalisieren und als Mob mordend und plündernd durch die lande ziehen ist zwar eine Weile her, aber wenn ich mir so einige Hassprediger anschaue, dann mag ich nicht darüber nachdenken, wie schnell sich das Blatt hier wenden könnte.

    Damit will ich nicht irgendeine konkrete Religion angreifen, aber der Missbrauch von Religion zum Durchsetzen wirrer politischer oder sonstiger Machtansprüche ist immer wieder erstaunlich.

  19. Sonnenstrahl, sagt:

    Hi Christian!

    Mir gefällt, was du schreibst. Ein paar Anmerkungen habe ich.

    1. Der Attentäter war, anders als es die norwegische Polizei und die treu folgenden deutschen Medien verbreiten, KEIN fundamentalistischer Christ. Das ergibt sich aus der eigenen Beschreibung des Täters, seinem fast vollständireitegen Desinteresse an Texten der Bibel und auch daraus, dass er beispielsweise geplant hatte, eine softpornografische, rechtsgerichtete Tageszeitung in Norwegen zu veröffentlichen. Nur, fand er keine Mitstreiter dafür.

    2. Das «Doppelpass-Spiel» der Medien mit den neuen Rechten und Ausländerfeinden ist nach meiner Überzeugung, wenn man einmal von Welt und anderem Springerdreck absieht, überwiegend unfreiwilliger Natur. Deren Foren und Kommentarspalten werden einfach überrannt — was auch explizit zur Strategie der Rechten zählt. Nach der Veröffentlichung des unsäglichen Sarrazins ist das noch einmal schlimmer geworden. Ich behaupte, die sind in erster Linie überfordert. Tja, und dann gibt es inzwischen einige Möchtegern-«Publizisten» und journalistische Versager, die das Pferd der neuen Ausländerfeindlichkeit gerne reiten möchten. Sie werden mittlerweile in fast allen Tageszeitungen veröffentlicht, vielleicht auch, weil die Verleger die begeisterten Leserbriefe mit echter Zustimmung einer breiten Leserschaft verwechseln.

    Okay, diese Einschätzung von mir ist überwiegend spekulativer Natur und ich kann auch verstehen, wenn man ihr nicht folgen mag.

    3. Ich finde, auch die Bloggerszene hat versagt. Ich habe inzwischen fast 2.000 Seiten aus der Hand des Attentäters bzw. aus direkten Kontakten mit diesem Attentäter vorliegen. Ich weiß inzwischen, wer die geistigen Brandstifter sind, dem dieser Mann gefolgt ist. Vereinfacht formuliert könnte man beim Attentäter aus einer Kreuzung von Wilders, Sarrazin und einem Terroristen sprechen. Tatsächlich ist der geistige Mentor des Attentäters, womöglich das sogar unfreiwillig, ein gewisser Fjordman, der in der rechten Antimultikulti-Szene Europas einen großen Ruf genießt. Noch präziser kommt man dem ideologischen Kern sowie dem Umfeld des Terroristen nahe, wenn man sich die Besucher und Redner der Counterjihad-Konferenzen genauer betrachtet.

    Es war alles garnicht so schwer heraus zu finden (und es gäbe noch so viel mehr zu sagen), aber ulkigerweise gibt es bilang kaum eine vertiefte Analyse seitens deutscher Blogger. Nunja — die deutschen Medien liefern bislang auch nichts, und Spiegel Online gehört, ob man sie mag oder nicht, bislang noch zu den besten. Allerdings haben sie noch nicht heraus gefunden bzw. veröffentlicht, dass der Attentäter vor seinem derzeitigen, inszenierten Facebook-Account (gut erkannt von Spiegel Online) einen Facebook-Account mit über 7.000 «Freunden» hatte.

    Wie auch immer, es gäbe noch sehr vieles, was zutage gefördert werden könnte.

    4. Ich werde wohl heute oder morgen einen Rechercheblog zum Attentäter und seinen «Ansichten» und deren Wurzeln bzw. Mentoren aufmachen. Vermutlich wird «Hakuna Matata» im Namen vorkommen, jedenfalls werde ich hier Bescheid geben. Zusätzlich werde ich ein Wiki aufmachen bzw. dranpappen, und freue mich über jeden, der sich an ernsthafter Recherche interessiert ist. Bei mir ist es inzwischen so, dass ich nach rund 12 Stunden Quellenstudium norwegische Texte im Original lese (dabei bin ich eigentlich garnicht so sprachbegabt), aber es ist einfach zuviel Material, das durchzupflügen ist und auch sonst ist zuviel zu tun, als das ich das alleine stemmen könnte — beispielsweise die Suche nach seinem alten Facebook-Account und die Suche nach den aktivsten seiner norwegischen «Freunde» dort. Beispielsweise die Frage, wen er bei seiner Deutschlandreise besucht hat. Und vieles mehr.

    Mir schwebt da z.B. ein halboffenes Wiki vor, das nur via Einladung funktioniert, damit es nicht von rechten Deppen oder linken Grabenkämpfern lahm gelegt wird. Muss aber nicht sein,es könnte ja auch noch bessere Ideen geben, wie man sowas handhabt.

    Vor allem: Hat jemand Lust, mit zu recherchieren? So eine Art Breivikplag vielleicht? Ich denke, wir könnten den deutschen Medien mal so richtig zeigen, was mittels Kollaboration so alles geht. Würde mich freuen, wenn ich hier Mitstreiter fände!

  20. m.hoberg sagt:

    Und alle deutschen Medien nennen Anders Behring Breivik nun einen Nazi. Breivik selbst dürfte eher davon überrascht sein. Schließlich verehrte er den gegen die Nazis kämpfenden norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus. Inzwischen heißt es, der terroristische Biobauer habe möglicherweise ein «pro-israelisches» Motiv gehabt und sich mit seiner barbarischen Aktion gegen die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die norwegischen Sozialdemokraten richten wollen. Ein pro-israelischer Nazi — das wäre ein Novum.

    Bei seinem Massaker an den Schülern auf der Insel Utoya stieß er immer wieder Freudenschreie aus, wenn er Menschen ermordete. Welche Auffassung der Massenmörder auch immer tatsächlich hat, eines ist sicher: Er ist schwer psychisch gestört.

  21. Wolf sagt:

    Hervorragende Analyse und eine traurige Wahrheit.
    Man sollte die vorbildlichen Berichte norwegischer Qualitätsmedien lesen, um festzustellen, was in unserem Lande fehlt: Gelassenheit, Sachlichkeit und Geduld.
    Traurig auch die hiesigen Versuche vieler Medien, vom radikalchristlichen Hintergrund abzulenken. In diesem Sumpf bewegen sich nämlich jene Christen, die auch gern mal Ärzte niederschießen und die Todesstrafe befürworten.

  22. […] weiterer lesenswerter Beitrag zu diesem traurigen Thema ist hier aufrufbar. Ich bete für die Seelen der Opfer und wünsche den Familien und Angehörigen viel Kraft […]

  23. Karlo sagt:

    Danke für diesen Artikel. Ein Biobauer war der Täter übrigens auch nicht, sonst hätte er keine Säcke mit Kunstdünger gekauft. Aber seit dem EHEC-Skandal stehen wohl auch die Biobauern auf der Verdachtsliste.

  24. Marc sagt:

    Wenn man sieht und hört wie viele Sender / Stationen reflexartig über Islamisten als mutmassliche Urheber berichtet haben, könnte einem Angst und Bange werden um den Journalistenberuf. Und dann gibt es da noch den deutschen Journalisten Henryk Broder, der für Breivik eine besondere Rolle als Vordenker und Mitstreiter gespielt hat. Auch nicht zum Angeben.

  25. willi sagt:

    @sonnenstrahl: wo wird man das Ergebnis begutachten können? Kann die zwar gerade keine Hilfe anbieten, wüsste aber trotzdem gerne mehr über den Background.

  26. Nofate sagt:

    So, da ist ja schon der erste Ruf nach der Vorratsdatenspeicherung, respektive der Totalüberwachung jeglicher Kommunikation.

    So instrumentalisieren deutsche Politiker wie erwartet die terroristischen Anschläge in Norwegen.
    Während man in Norwegen mehr Respekt und Demokratie fordert, will man hier wieder mehr Angst, mehr Misstrauen und mehr Überwachung. Aber was will man auch von CDU-Politikern anderes erwarten?

  27. HakanMuenster sagt:

    WoW. Bin sehr beeindruckt von diesem Artikel.
    Sehr schön auf den Punkt gebracht.

    Ich finde es «mal» (leider ist es sehr selten), das auch für uns Moslem gesprochen wird. Mittlerweile ist es so, das wir für sehr vieles verantwortlich gemacht werden und sehr schnell amgestempelt werden.

    !!! Danke für diesen Artikel !!!

    #Gegen Gewalt, Terror und Handlungen gegen die Menschenwürde#

  28. Basti sagt:

    Wirklich ein guter Beitrag, so etwas fehlt mir im heutigen Journalismus!

    Ich bin auch gar nicht mit der Berichterstattung über den Täter zufrieden.
    Er wird als kranker Nazi dargestellt. Aber damit unterschätzt man ihn und die Gefahr die von einer solchen Person ausgeht.

    Es ist erschreckend wie rational, wohlüberlegt und zielorientiert er vorging.
    Alles andere als einer in die Fantasiewelt abgedrifteter Irrer.

    @Sonnenstrahl:
    Ich wäre sehr an deinen bisherigen Recherchen interessiert und würde gerne mithelfen.
    Das Wichtigste wäre jetzt sein Netzwerk aufzudecken und die gedanklichen Mitstreiter ans Licht zu zerren.

  29. Be-obachter sagt:

    Die selbsternannten,spontanen Ex-perten haben schnell die Schuldigen genannt,sind dann aber durch die Aussagen des Killers widerlegt worden.Dieser Killer ist ein Narzist,ein eitler Selbstdarsteller,mit grausamer Menschenverachtung gepaart,der sich in der Rolle des Rächers des Abendlandes versteht,krude Gedankengänge haben ihn geleitet . Eins hat er erreicht, die Weltöffentlichkeit kennt ihn.…. er bekommt jetzt einen Strafverteidiger ‚Tag-und Nachtquartier mit Vollverpflegung und wie man hört höchstens 21 Jahre «Knast «.….Humanisten können weder die Tat noch die Strafverfolgung begreifen.

  30. Claudia sagt:

    Die Medien waren schon immer Machtmittel Nr. 1 und ausführende Kraft der «Informationspolitik», was nichts damit zu tun hat, Menschen von tatsächlichen Gegebenheiten zu informieren.
    Vielmehr soll ein ganz bestimmter Anschein erweckt werden um in den Menschen genau die Einstellung und Wahrnehmung zu erzeugen, die eine ohnehin bereits geplante Entwicklung unterstützt.
    Nichts ist da so unwillkommen und unnütz, wie friedliche und Sicherheit vermittelnde Botschaften.
    Da diese nicht gewollt sind, werden sie nicht veröffentlicht oder schlecht bezahlt.
    Was lesen wir also? Lauter schlimme Dinge, die uns Angst machen und uns das Vertrauen nehmen in die Tatsache, daß der Mensch im Grunde seines Wesens liebevoll ist, sich nach Ruhe und Produktivität sehnt, Erfüllung darin findet, Gleichgewicht zwischen sich und seinen Mitmenschen zu schaffen und es ihm eine Freude ist, anderen Freude zu bereiten.
    Entsprechend jeder Mentalität, jeder Religion und jeder Kultur drückt sich der Mensch in diesen Urbedürfnissen verschieden und jeder nach seiner Art aus,- wenn man ihn nicht durch ständige Bedrohung krank macht vor Angst und Sorge.
    Aber genau das geschieht seit grauer Vorzeit. Raffiniert gelenkt von denen, die sich den Menschen gefügig machen wollen damit die Masse der Menschen ihre Kraft für die Ziele der Lenker zur Verfügung stellen.
    Der Mensch ist gut. Es wäre nicht möglich, die Breite Masse dafür zu begeistern, in den Krieg zu ziehen und andere zu verletzen und sogar zu töten, weil die eigene Regierung erklärt, das Öl oder das Wasser oder Bodenschätze dieses Landes zu benötigen um sich persönlich zu bereichern.
    Anders, wenn man der breiten Masse vermittelt, man habe es mit blutrünstigen Barbaren zu tun, die eine Gefahr für andere Unschuldige oder das eigene Wohl darstellen.
    Hass macht sich breit und der Griff zur tödlichen Waffe wird schnell durch den ehernen Zweck geheiligt, dem man glaubt zu dienen.
    Aber weiß man wirklich, ob alles so ist, wie einem ständig vermittelt wird?
    NEIN! Glauben heißt nicht Wissen. Und wissen kann man erst, wenn man selbst gesehen hat und die Hintergründe eines Bildes kennt. Und das ist uns,- jedenfallst meistens nicht möglich.
    Sich mittels übertragenen Informationen Meinungen zu bilden ist unverantwortlich!
    Ganze Völker werden zu einem bestimmten Zweck «geimpft». So werden sie im Zweifelsfall dazu gebracht, für etwas kämpfen, was sie niemals wollen würden, wenn sie die Wahrheit kennen würden.
    Beispiel «Überwachungsstaat»: Bist Du der Meinung, es ist sicherer für die Allgemeinheit, Dich in allem was Du tust zu überwachen? Nein? Ach Du hast keine bösen Absichten? Du bist ein guter Mensch und Du hast nichts zu verbergen?
    Ja,- so geht es mir auch und so ist es wohl bei fast allen.
    Warum brauchen wir denn dann so viel teure Überwachung?
    Die anderen sind gefährlich? Nun, ich kenne niemanden, der gefährlich ist. Aber ich kenne Menschen, denen von den Überwachern viel Unrecht getan wurde.
    Wer will denn dann den Überwachungsstaat? Ach so! Ja genau,- die Überwacher selbst und natürlich die, die daran verdienen.
    Wir zahlen ja nur. Aber es wurde uns jahrzehnte lang erklärt, daß wir einer großen Gefahr ausgesetzt sind und man uns vor ihr schützen muß.
    Und wo sind wir jetzt? Geht es uns gut? Sind wir nun sicherer?
    Ja,- denn das alles einzurichten und zu erhalten awr so teuer, daß wir nun wenigstens keine Angst mehr haben müssen, daß wir bestohlen werden. Denn wir haben gar nicht mehr so viel zu verlieren.
    So jedenfalls geht es den meisten heute.
    Dafür kann sich aber auch niemand mehr rühren, ein Geschäft eröffnen oder eine gute Idee verwirklichen, anderen Menschen unbürokratisch helfen, ohne daß es gleich richtig kompliziert wird voe lauter Auflagen und richtig teuer. Also beinahe undurchführbar.
    Man überwacht uns und jede Mark von uns auch.
    Das macht soviel Arbeit, daß die gesamte Freizeit dran glauben muß, wenn man denn noch eine hat.
    Keine Chance mehr auf unkompliziertes Leben, Unbeschwertheit, Familienfreizeit etc.

  31. Sebastian sagt:

    Danke Chris.
    Seit einiger Zeit wünsche ich mir wieder die Beiträge, für die ich F!XMBR schätzen gelernt habe: hart, an der Grenze zur Polemik, möglicherweise viel zu einseitig und von sich selbst überzeugt. Dieser Text ist wieder so, wie ich ihn mag.

  32. andré sagt:

    Absolut perfekt kommentiert — gibt ein Post bei meinen G+ Acc aber mit ganz großen roten Balken drumherum (wenns gehen würde…) super geschrieben, genau mein denken beschrieben, als ich gestern und heute den tv anschalte oder die zeitung überfliege (ich weigere mich bild mit «lesen» in verbindung zu bringen…)

    top! mach bitte weiter so! das ist journalismus!

  33. […] Orten munter drauf los. Das Netz reagierte gewohnt und schon kurz danach kursierten die ersten Blogbeiträge und Twitternachrichten, die sich des Themas mehr oder weniger ernsthaft angenommen haben und das […]

  34. […] Orten munter drauf los. Das Netz reagierte gewohnt und schon kurz danach kursierten die ersten Blogbeiträge und Twitternachrichten, die sich des Themas mehr oder weniger ernsthaft angenommen haben und das […]

  35. Unhöriger sagt:

    Tja, alles so richtig. Nur das ist nicht erst seit gestern oder vorgestern…

    Ich weiß warum ich keine Zeitung mehr abboniert habe, seit etwa 10 Jahren! und warum ich seit ca 16 Jahren keine Bild-Zeitung mehr lese.

    Das einzige, was an mich heran kommt sind Nachrichtensendungen der öffentlich-Rechtlichen und das nicht nur aus einer Quelle.
    Wer z.B. ORF schauen kann, und noch Schweizer Nachrichten und dann die Deutschan und das Internet gezielt durchsucht und somit in mehreren Quellen liest, kann sich eventuell sein Bild selbst machen. Aber auch da ist man nicht gefeit vor Desinformation, weil in bestimmten Themengebieten alle! nicht die Wahrheit schreiben.

  36. Anonymous sagt:

    Hi,

    sehr gelungener Artikel. Was Du angeprangert hast, ist mir gar nicht aufgefallen, da ich seit geraumer Zeit keine Nachrichten mehr gucke. Das hat natürlich den Vorteil, dass man z.T. überarbeitete Versionen zu Gesicht bekommt, wo sich die Gemüter dann doch erst mal beruhigt haben, das dumme Geschwätz mehr vom Tisch ist und ein paar Fakten da sind. So im Nachhinein… ich kann es nur empfehlen. :)

    @Felix: Dir gebührt ein großes Lob für den besten Nebensatz, den ich seit langem gelesen habe «…,die apokalypse nächste woche fällt aus.» 😀 — Ausgezeichnet!

  37. uwe sagt:

    Hallo,
    wie kann es sein, dass einige Medienmogole ungehindert unsere Medien beherrschen und sich in jedem Land zum Molloch entwickeln können. Sie leben in Symbiose mit der Politik. Manch einer macht sich eigene Gesetze, wie im Mittelalter ein Berluskönig in Italien. In Deutschland– Leo, Springler, Bertelschwamm oder Murloch in Engeland. Freier Journalismus ist fast unmöglich. Anstatt Gewissen scheint nur die Masterkart im Kopf zu stecken. Nach dem Motto «Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.» Die Feder ist eine scharfe Waffe, egal wer sie gebraucht oder missbraucht. Sie hat schon manch eine Regierung zu fall gebracht und unterstützt z.t. immer noch Kriege beführwortet. «Der Krieg fängt immer im Kopf an.» Das ist den Politikern und den Schreiberlingen sehr bewusst.
    «Bild Dir Deine Meinung»

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