Desaster für Brokeback Mountain — Die Oscars 2006

6. Der F!XMBR-Newsticker zur Oscar-Verleihung 2006 — Part 3

04:50 Uhr:

Auch wenn es für uns eine Enttäuschung war, weiter gehts:

film editing für Hughes Winbourne für Crash

Lecker - Hilary Swank 😮 es wird wieder sehr ernst:

actor in a leading role für Philip Seymour Hoffman für Capote

Für mich sehr überraschend, weder Joaquin Phoenix für Walk the Line, noch Heath Ledger für Brokeback Mountain. Wenn Brokeback Mountain nicht noch bester Film wird, kann man durchaus von einem Disaster sprechen.

05:30 Uhr:

Weiter gehts:

cinematography für Dion Beebe für Memoirs of a Geisha

Wieder nicht Brokeback Mountain, als wenn ich es vorher geahnt hätte. 😉 Es wird wieder ernst, Jamie Foxx am Mikrofon:

actress in a leading role für Reese Witherspoon in Walk the Line

Diesmal habe ich nicht nach Gefühl vorgeschrieben, hätte es aber machen können. Zucker — Reese Witherspoon, verdient. Nun kommt Dustin Hoffman.

adapted screenplay für Larry McMurthry & Diana Ossana für Brokeback Mountain

Okay, jetzt noch bester Film, und es könnte ein versöhnlicher Abend für den Film werden. Oha, Uma Thurman, aber mit einer Frisur, schrecklich.

original screenplay für Bobby Moresco und Paul Haggis für Crash

Crash neben King Kong und Memoirs of a Geisha der heimliche Sieger des Abends. Ein Superstar betritt die Bühne — Tom Hanks.

directing für Ang Lee für Brokeback Mountain

Da hatte ich doch tatsächlich vorhin die beste Regie vergessen, die geht an Ang Lee, die zweite große Auszeichnung für ihn, hatte er doch schon den Golden Globe gewonnen. Und ein ganz Großer des Showbiz hinterher — Jack Nickolson präsentiert den besten Film:

best picture für Crash (Paul Haggis Producer)

Was soll man sagen? Auch mit dem Gewinn des Oscars von Ang Lee ein Disaster für Brokeback Mountain. Es waren eine ausgeglichene Oscar-Verleihung — kein großer Gewinner, im Gegenteil, die Favoriten liefen eher auf gleicher Augenhöhe neben den anderen Nominierten. Meine Top 5:

Schönstes Kleid: Jessica Alba

Peinlichster Moment: Jennifer Garner

Größter Gewinner: Crash

Größter Verlierer: Brokeback Mountain

Lustigster Moment: Meryl Streep und Lili Tomlin

Ich hoffe, Euch hat der Liveticker gefallen.

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3 Antworten zu “Desaster für Brokeback Mountain — Die Oscars 2006”

  1. Oli sagt:

    Gibt es eigentlich Zahlen, inweit der diesjährige Oscar überhaupt noch weltweit interessiert? Ich denke uninteressanter, wenn er es überhaupt schon einmal war, konnte er wohl nicht mehr daherkommen.
    Die tatsächlichen großen Filme fehlten, King Kong hatte z.B. viel Technik aber wenig «Seele», so gab man sich mit ein paar «Außenseiter» zufrieden.
    Nichts gegen letztere doch in den Jahren zuvor, in den die Blockbuster abräumten, gab es auch viele dieser «Außenseiter» mit weitaus höherem Niveau als die «US-Klischees» ( homosexuelle Cowboys, Rassismus ).
    Beides sehr wichtige Themen aber schon früher weitaus besser «verpackt».

  2. […] Eines der schlechtesten Remakes ever leistete sich Steve Martin mit Der rosarote Panther. Sehr schade, aber es kann halt nur einen Clouseau geben: Peter Sellers. Die Oscar-Verleihung geriet für Brokeback Mountain zum Desaster — ich konnte mit dem Schwulen-Western Western-Melodram nicht wirklich was anfangen — ich hab mich sehr darüber geärgert, nicht auf *mein* Gefühl vertraut zu haben, und dass ich mir die DVD ausgeliehen hatte. Zum Geheimtipp im März geriet Natalie Portmann mit der Comicverfilmung V wie Vendetta. Das — für mich — Hauptaugenmerk allerdings, die Kritik an einem faschistischem Überwachungsstaat wurde leider nur in Ansätzen angesprochen, viel mehr wert wurde auf die Beziehung zwischen Evey und V gelegt — schade. […]

  3. […] — Ich sehe gerade, Jens macht auch nen Lifeticker — da könnte ich mich nach letzten Jahr eigentlich zurücklehnen. Hat damals eh kaum einen […]

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