Desaster für Brokeback Mountain — Die Oscars 2006

Ang Lee verhinderte mit seinem Regie-Oscar das ganz große, so wurde es für Brokeback Mountain nur ein kleines Desaster. Reese Witherspoon und Philip Seymour Hoffman wurden als beste Schauspieler des Jahres ausgezeichnet, das Gesellschaftsdrama L. A. Crash war der große Gewinner des Abends, und wurde bester Film des Jahres. Als absoluter Glücksgriff erwies sich Host Jon Stewart, mit viel Witz und Charme führte er durch die Show. Ungewöhnlich einige Frisuren weiblicher Stars - zu den dort bevorzugten Hairstylisten will man dann selbst als Privatkunde nicht gehen. Das waren die Oscars 2006. F!XMBR bot seinen Gästen in der vergangenen Nacht einen Liveticker, zum Nachlesen mit allen Entscheidungen ab Seite 4.

oscar1. Oscar — Die Oscar-Verleihung 2006 am 05.03.2006
2. Oscar — Eine Geschichte
3. Oscar — Ein paar Rekorde
4. Oscar — Der F!XMBR-Newsticker zur Oscar-Verleihung 2006 — Part 1
5. Oscar — Der F!XMBR-Newsticker zur Oscar-Verleihung 2006 — Part 2
6. Oscar — Der F!XMBR-Newsticker zur Oscar-Verleihung 2006 — Part 3
7. Oscar — Alle Entscheidungen kompakt zusammengefasst


Die Oscar-Verleihung 2006 am 05.03.2006

Nächste Woche Sonntag, in der Nacht vom 05.03.2006 auf den 06.03.2006 ist es wieder soweit. Die Oscars werden in Hollywood verliehen. Hoffen und Bangen der Nominierten, faire, nicht so faire Verlierer, Hollywood, die Reichen und die Schönen werden hoffentlich auch dieses Jahr wieder alles liefern, was das Cineasten– und Boulevard-Herz begehrt.

Nominiert sind:

Beste männliche Hauptrolle:
Joaquin Phoenix für ?Walk the line«
Heath Ledger für «Brokeback Mountain«
Terrence Howard für «Hustle and Flow«
Philip Seymour Hoffman für «Capote«
David Strathairn für «Good Night, and Good Luck»

Beste weibliche Hauptrolle:
Charlize Theron für «North Country«
Reese Witherspoon für «Walk the line«
Kiera Knightley für «Pride and Prejudice«
Felicity Huffman für «Transamerica«
Judi Dench für «Mrs. Henderson Presents»

Beste Regie:
Steven Spielberg für «Munich«
George Clooney für «Good Night, and Good Luck«
Bennett Miller für «Capote«
Paul Haggis für «Crash«
Ang Lee für «Brokeback Mountain»

Bester Film:
Brokeback Mountain
Munich
Good Night, and Good Luck
Crash
Capote

Wäre ?Walk the Line? auch noch als ?Bester Film? nominiert worden, so hätte man im Vorfeld von einem Zweikampf zweier toller Filme sprechen können, so bleibt ?Brokeback Mountain? der große Favorit, nun kann der Film eigentlich nur verlieren: Gewinnt er wie erwartet die meisten Oscars, so ist es halt gekommen, wie erwartet. Gewinnt er nicht wie erwartet die meisten Statuen, wird er als die große Enttäuschung des Abends gelten.

Auch ein deutscher Film geht mal wieder ins Rennen: «Sophie Scholl» ist als «Bester ausländischer Film» nominiert worden. In dem Film geht es, wie sollte es anders sein um die letzten Tage im Leben der Sophie Scholl, der gemeinsam mit ihrem Bruder ihren Einsatz für die Widerstandsgruppe «Weiße Rose» mit dem Leben bezahlt hat. Drücken wir die Daumen, zumindest ist dieser Film international hoch angesehen, und polarisiert auch nicht so stark, wie letztes Jahr «Der Untergang», polarisierende Filme mögen die Oscar-Juroren nicht so gerne.

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3 Antworten zu “Desaster für Brokeback Mountain — Die Oscars 2006”

  1. Oli sagt:

    Gibt es eigentlich Zahlen, inweit der diesjährige Oscar überhaupt noch weltweit interessiert? Ich denke uninteressanter, wenn er es überhaupt schon einmal war, konnte er wohl nicht mehr daherkommen.
    Die tatsächlichen großen Filme fehlten, King Kong hatte z.B. viel Technik aber wenig «Seele», so gab man sich mit ein paar «Außenseiter» zufrieden.
    Nichts gegen letztere doch in den Jahren zuvor, in den die Blockbuster abräumten, gab es auch viele dieser «Außenseiter» mit weitaus höherem Niveau als die «US-Klischees» ( homosexuelle Cowboys, Rassismus ).
    Beides sehr wichtige Themen aber schon früher weitaus besser «verpackt».

  2. […] Eines der schlechtesten Remakes ever leistete sich Steve Martin mit Der rosarote Panther. Sehr schade, aber es kann halt nur einen Clouseau geben: Peter Sellers. Die Oscar-Verleihung geriet für Brokeback Mountain zum Desaster — ich konnte mit dem Schwulen-Western Western-Melodram nicht wirklich was anfangen — ich hab mich sehr darüber geärgert, nicht auf *mein* Gefühl vertraut zu haben, und dass ich mir die DVD ausgeliehen hatte. Zum Geheimtipp im März geriet Natalie Portmann mit der Comicverfilmung V wie Vendetta. Das — für mich — Hauptaugenmerk allerdings, die Kritik an einem faschistischem Überwachungsstaat wurde leider nur in Ansätzen angesprochen, viel mehr wert wurde auf die Beziehung zwischen Evey und V gelegt — schade. […]

  3. […] — Ich sehe gerade, Jens macht auch nen Lifeticker — da könnte ich mich nach letzten Jahr eigentlich zurücklehnen. Hat damals eh kaum einen […]

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