Opera 9.6b1: gefühlt flink

In Zeiten von Firefox 3, der immer mehr kann, dem Advent des Google Browsers oder auch der sicherheitstechnischen Reaktivierung des IE8, da hat es natürlich dieser kleine Browser aus Norwegen recht schwer. Gabs diesen in früheren Zeiten noch für Bares oder werbegestählt, darf man sich schon seit geraumer Zeit eines kostenloses Produktes erfreuen, auf dem Desktop aber auch in mobilen Gefilden.

Ich habe keinen Schimmer1 welcher Browser beim Benchmark besser abschneidet, welcher der Kandidaten u.U. eine Millisekunde vor liegt etc., aber gefühlt fühlt sich eben Opera oftmals flinker als Firefox an in so mancher Situation. Gleiches gilt übrigens auch für Safari, den ich zwar per se nicht derart mag, welcher aber dank Webkit auch desöfteren Gecko toppt. Nun vielleicht wird Tracemonkey beim kommenden FF einiges wett machen können. Es ist ohnehin mehr oder weniger grenzwertig. Nackt betrachtet, gibt Opera naturgemäß das bessere Bild ab, da dieser einfach mehr bietet. Von den Extensions her schauts natürlich eher mau aus, klar eine Domäne des kleinen Pandas — Widgets rocken nicht wirklich. But your mileage may vary. Siehe auch: Gadgets, widgets, plasmoids, whatever you call them, they’re pretty worthless.

Was also bleibt? Nun wie schon erwähnt: nackt macht der Norweger eine bessere Figur, deutlich besser, darüber hinaus ist auch der Mail-Klient nicht zu verachten — wenngleich ich auch nur Mutt oder Alpine nutze, was ein Test zeigte. Kommt mit IMAP usw. klar und bietet in dieser neuesten Inkarnation auch einen Sparmodus für weniger trafficreiche Zeitgenossen. Letztendlich genießt man nun auch endlich eine Vorschau des RSS-Feeds, längst usus bei anderen Browsern, en detail findet man alles in den Changelogs zur jeweiligen Betriebssystemversion2.

Er erledigt die eigentlich Aufgabe, das Browsen, mit Bravour und bietet darüber hinaus auch einige Finessen von Haus aus, die so manchen anderen Browser alt ausschauen läßt. Die Performance ist sehr gut, das Verhalten bei mit Javascript zugemüllten Angeboten ebenso. Wer Firefox hauptsächlich mit Foxmarks oder ähnlichem3, Firebug4, Adblock und Noscript erweitert, findet hier u.U. vielleicht gar die adäquatere Alternative vor. Letztendlich entscheidet das Geschmäckle und im praxisnahen Einsatz, universell betrachtet, ist ohnehin jeder Browser mehr oder weniger PITA :-)

Weitere Infos:

Addendum:
Kleiner Hinweis an alle Kleinkinder, die außer zweifelhaftem Englisch und Kompensation von Wissen mittels Wikipedia bisher noch nichts an Kultur erfahren durften: Advent enstammt nicht der englischen Sprache, auch wenn diejenigen welchen ihre Lehnwörter noch zu pflegen wissen. Danke und nun husch husch ins Körbchen Xbox daddeln. Oder in eurer Sprache: Vollspacken gebt euch die Kante.

  1. oder sagen wir mal, mit der Praxis eines Vielsurfers haben diese wenig gemein []
  2. Windows, Linux, FreeBSD []
  3. siehe Opera Link []
  4. in Opera siehe Extras -> Weiteres -> Entwicklerwerkzeuge []

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3 Antworten zu “Opera 9.6b1: gefühlt flink”

  1. Marco sagt:

    Du hast ein wichtigen Punkt angesprochen, der bei vielen Vergleichstests übersehen wird: Opera bringt von Haus aus die meisten Features mit und trupft regelmäßig mit innovativen Funktionen auf. Natürlich besticht der FF durch seine fast grenzenlose Erweiterbarkeit, so dass jeder den Browser an seine Bedürfnisse anpassen kann. Aber auch ein VW Golf läßt sich tunen, dass er einen Porsche abhängt. Trotzdem würde die Mehrheit den Porsche bevorzugen.

  2. slowcar sagt:

    Schaffe es beim Firefox nicht die Mausgesten genauso funktionieren zu lassen wie bei Opera. Ausserdem lädt der Firefox beim zurück/vorwärts Wechsel die Seite neu, wenn man z.B. einen Kommentar geschrieben hat und eben was nachgucken will ist der dann weg.
    Ansonsten ist Opera subjektiv schneller. <3

  3. Marco sagt:

    @slowcar
    Mit dem Add-on «Mouse Gestures Redox» kannst du die Gesten so anpassen, dass sie wie bei Opera funktionieren.

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