Opensource DVD v8.0: Windows geht auch sauber

Sprich ohne properitäre Software. I know, es ist schon ein Paradox dies unter Windows zu wollen, aber es ist eben ein erster Schritt. Auch akzeptiere ich den Pragmatismus einiger, welcher mir jedoch im Prinzip mehr oder weniger egal ist, denn gibts nicht, gibts eben bei freier Software nicht. Nun gut, die erste und umfangreichste Anlaufstelle für freie Software wäre immer noch Essential Freebies. An zweiter Stelle setzen dann solcherei Opensource Sammlungen auf DVD ein, wie z.B. die just geupdatete Opensource DVD. 310 Programme befinden sich auf dieser, natürlich nur eine kleine Auswahl aus der schier endlos erscheinenden Masse. 2.4Gb ist die ISO groß und kann hier bezogen bzw. heruntergeladen werden. Alphabetisch geordnet findet man eine Programmliste, inklusive ausführlicher Beschreibungen der einzelnen Opensource-Highlights. Man muß da eigentlich keinem Dogma mehr folgen, um Opensource einzusetzen. Mag zwar das eine oder andere mal eine fanzy Oberfläche fehlen, wird diese doch mittels omnipotenter Funktionalitäten für lau wett gemacht. Man muß nur die Augen aufmachen und diese Opensource DVD ist ein probater Einstieg =)

6 Antworten zu “Opensource DVD v8.0: Windows geht auch sauber”

  1. LeSpocky sagt:

    I know, es ist schon ein Paradox dies unter Windows zu wollen, aber es ist eben ein erster Schritt.

    Das sehe ich nicht so. Ich habe ein Notebook, die Festplatte ist nur 40 GB groß, Lizenzen für Windows und DVD-Player waren dabei. Die gesamte Hardware wird korrekt angesprochen, sprich ich muss mich nicht mit Treibern rumschlagen, die nich wollen oder mir stundenlang eigenen Kernel kompilieren, damit die Stromsparfunktionen klappen.

    Da das System selbst stabil arbeitet und es sehr sehr viel freie Software auch für Windows gibt, sehe ich keinen Grund, etwas anderes zu installieren, zumal ab und zu auch noch ein Spielchen möglich ist. Es ist vielleicht kein Ansatz nach der reinen Lehre, aber Windows + freie Software vertragen sich sehr gut. Auf Raubkopien von Anwendungen ist man ja nicht angewiesen und da das OS legal erworben wurde, geb ich mir nich den Stress von einem System, mit dem ich eingespielt bin, umzusteigen.

  2. Oliver sagt:

    Frage nicht was Opensource für dich tun kannst, frage was du für Opensource tun kannst. Die sogenannte reine Lehre ist die Basis von Opensource, ein Geben und Nehmen. Pragmatiker und das Gros der Windows-Nutzer nehmen hingegen nur und geben nichts zurück. Und bei einem Community Projekt ist es halt kaum damit getan ab und an mal das Genommene anzupreisen a la «schau mal hier für lau».
    Das sich Windows und freie Software technisch gut vertragen war auch zu erwarten, ansonsten war es das aber auch. Btw. das letzte mal als ich für Stunden kompilieren mußte das war 95/96 und meine Kiste war recht fußlahm und auch die Treibergeschichte war ziemlich bescheiden. Wir schreiben nun heute aber bald 2008 und die Sache sieht gänzlich anders aus, selbst von Linux grundlegend verschiedene Systeme wie *BSD haben da stark aufgeholt. Und der Laptop, der Support fällt schwer, wenn man den ACPI Teil absichtlich inkompatibel hält in den meisten Fällen.Und das ist keine der üblichen Verschwörungstheorien, sondern recht leicht nachweisbar anhand dekompilierter Bios von Laptops. Übliche Desktop-Rechner machen in der Regel keinerlei Probleme, außer das Bios dort ist wirklich fehlerhaft, was sich meist auch in Windows irgendwo äußert.

    In meiner Vorstellung von Freiheit kann ohnehin jeder im Prinzip machen was er möchte, das hindert mich jedoch nicht daran jene zu kritisieren die diese Freiheit einschränken möchten, ob nun bewußt oder unbewußt.

  3. Dirk sagt:

    Da muss ich doch mal eure Aufmerksamkeit auf ReactOS lenken :-)
    http://www.reactos.org/de.….dex.html

    Damit ist Windows und frei kein Widerspruch mehr.

  4. LeSpocky sagt:

    Frage nicht was Opensource für dich tun kannst, frage was du für Opensource tun kannst. Die sogenannte reine Lehre ist die Basis von Opensource, ein Geben und Nehmen. Pragmatiker und das Gros der Windows-Nutzer nehmen hingegen nur und geben nichts zurück.

    Da fühle ich mal nicht angesprochen, meine Baustelle heißt Eisfair und da stecke ich viel Arbeit rein, gerade weil ich viel zurückbekomme. Das Prinzip OpenSource ist klasse und ich bin sicher mit dabei, wenn es darum geht, diese Freiheit zu stärken.

    Bei meinem Notebook sehe ich das allerdings pragmatisch, weil ich damit arbeiten muss und gerade die ACPI-Geschichten nerven. Ich hab mich halt am »paradox« aufgehangen. Ich kann auch Auto fahren, obwohl ich Greenpeace unterstütze, die Welt ist ja nicht schwarz/weiß. 😉

    Die DVD, um die es in Deinem Beitrag eigentlich ging, finde ich klasse! Es ist ein wirklich guter Weg, Leute, die keine Erfahrung mit freier Software haben, diese damit in Kontakt zu bringen, ohne sie aus ihrer gewohnten Umgebung zu reißen und sie gleich 100% ins kalte Wasser eines anderen Betriebssystems zu werfen. 😎

  5. Oliver sagt:

    Ich habe knapp sechs Jahre lang ein paar tausend Programme auf http://www.efb.nu vorgestellt und getestet für Windows (freie Software), darüber hinaus habe ich ähnliches (im deutlich geringeren Umfang) eine Zeitlang auch für Linux gemacht (Linuxsoftboard). Letzteres sollte mal ein Pendant für das EFB im Linuxbereich werden. Wenn ich also derlei Dinge äußere, wie oben, meine ich diese auch bin aber auch weit entfernt davon ein Dogma zu postulieren.

  6. Oliver sagt:

    @Dirk ja ich kenne ReactOS, habe es auch desöfteren ganz Nørd mal ausprobiert. Und was soll ich sagen, hier trifft mal wieder Wunschdenken auf Realität.

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