Open Moko

Ich will dieses Handy. Ich telefoniere alle Jubeljahre mal — son Phallussymbol Statussymbol Mobilfunktelefon wie das nette iPhone, wo viele Kollegen gerade feuchte Unterhosen bekommen, brauche ich nicht wirklich. Via Rabenhorst bin ich aber gerade auf das OpenMoko aufmerksam geworden — wenn das nicht mal grandios ist. Ziel des Projekts, ist eine komplett offene Linuxplattform für Mobilfunktelefone. Vorerst wurde mit dem taiwanesischen Unternehmen First International Computer Inc. ein Partner gefunden, welches das Neo1973 herstellt und mit der entwickelten Software ausrüstet.

Der Preis ist natürlich, weil keine Massenware (oder Phallussymbol), nicht wirklich niedrig. Das Neo Base für Softwareentwickler kostet 300,- USD und für das Neo Advanced für die berühmte Zielgruppe, also meine Wenigkeit, muss man 450,- USD überweisen. Hacken ist ausdrücklich erwünscht, das sollte niemand der Bundesregierung erzählen. Die Spezifikationen des Neo 1973:

  • 2.8″ VGA TFT color display
  • Touchscreen, usable with stylus or fingers
  • 266MHz Samsung System on a Chip (SOC)
  • USB 1.1, switchable between Client and Host (unpowered)
  • Integrated AGPS
  • 2.5G GSM ? quad band, voice, CSD, GPRS
  • Bluetooth 2.0
  • Micro SD slot
  • High Quality audio codec

Weiteres auf der Projektseite. Dieses Telefon will ich — wenn nur die Kosten nicht wären… 😀

So bleibe ich bei meinem 0815-Vertragsdingens — es wäre eh nur Spielerei.

Obwohl…

OpenMoko

14 Antworten zu “Open Moko”

  1. Oliver sagt:

    Wenns gut spiegelt bei ausgeschaltetem Display würds meine Frau garantiert als Handspiegel nehmen — aber nicht für das Geld 😀

    Ob opensourcig angehaucht oder profan kommerziell, ich brauch ein Telefon zum telefonieren — der Rest ist Bockmist.

  2. steda sagt:

    hier isses aber verdammt feiner bockmist *gg*
    bockmist deluxe quasi 😉 das hat schon was… ich verfolge das seit langer zeit bei heise, ankündigungen und vorankündigungen gab es ja genug… weil ich aber nicht wirklich der entwickler bin werde ich mir erstmal mindestens die nächste hardwarversion anschauen… da kommt noch was

  3. dakira sagt:

    Die taiwanesische First International Computer Inc. ist uebrigens wohl z.T. deswegen «Partner», weil der (britische) Projektleiter / Erfinder von OpenMoko dort arbeitet. Das nur so zur Info.

  4. Oliver sagt:

    Eine weitere Info wäre noch das ich mal sehr gute Mainboards von denen hatte in den 90ern. K.A. aber ob sich das positiv auf den Mobilmarkt auswirkt 😀

  5. dakira sagt:

    Also laut Heise sind die 300 und die 450 Euro Versionen ja identisch. Nur muss man die 450 Euro Version noch selbst zusammenbauen. Dafuer liegt dort aber das entsprechende Werkzeug bei und das ganze kommt in einem schicken Koffer.

    In der naechsten Hardware-Revision ist dann auch WLAN dabei. Das war bisher nicht integriert, weil is bis dato keinen WLAN-Chipsatz mit Opensource Firmware gab (Treiber ja, aber die Firmware ist halt immer closedsource). Das ist jetzt wohl anders (zu den neuen IPWs gibts ja mittlerweile auch Treiber UND Firmware als Opensource).

    Man muss sich auch ueberlegen, dass das Neo noch ein Entwicklertelefon ist und TROTZDEM fuer 300 eu (OHNE Vertragsbindung) angeboten werden kann. Das laesst auf jeden Fall darauf hoffen, dass das Endprodukt deutlich guenstiger sein wird.

  6. Oliver sagt:

    >In der naechsten Hardware-Revision ist dann auch WLAN dabei

    … und noch teurer?

    >Das war bisher nicht integriert, weil is bis dato keinen WLAN-Chipsatz mit Opensource Firmware gab

    Tja dumm gelaufen, versteift man sich auch nur auf Linux und wagt nicht den Blick über den Tellerrand.

    RT2500 Chipsätze brauchen z.B. unter OpenBSD keinerlei Firmware, RTL8180L glaube ich ebenso wenig. Bei NetBSD sollte es ähnlich aussehen.

  7. Grainger sagt:

    Ist das ein Irrtum oder soll tatsächlich die fertig montierte Version billiger sein als der Selbstbau-Kit.

    Ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen das ich für das zweifelhafte Vergnügen des Selbst-Zusammen-Bauens auch noch 150 Euro Aufpreis zahlen soll?

  8. Peter sagt:

    » In der naechsten Hardware-Revision ist dann auch WLAN dabei

    > und noch teurer?

    Ja. Aber eigentlich reicht die Base Version, da man auch dort ohne Probleme seine eigene Software drauf spielen kann. Und dafür sind 218 Euro nicht wirlich viel. Wenn da nur nicht die hohen Versandkosten aus Taiwan wären…

    Und Wlan-Chipsätze mit offenen Treibern für Linux gibt es ja auch ein paar. Das Problem war einen für embedded Geräte mit niedrigem Stromverbrauch und offenen Treibern zu finden.

  9. Oliver sagt:

    Realtek findet da oft Anwendung und besitzt ebenso offene Treiber. Bei OpenBSD finden sich nur offene Treiber, einige sind natürlich mit Firmware bestückt, andere nicht. Der Stromverbrauch beim Gros der Chips ist ohnehin indetisch niedrig und findet in Notebooks als auch Subnotebooks Anwendung. Ist ja nicht so das dies das erste mobile Gerät wäre auf ARM Basis.

  10. Christoph sagt:

    @Dakira, Granger:
    Die Base und Advanced Versionen enthalten ein identisches Gerät, es ist auch in beiden Fällen schon fertig montiert. Allerdings enthält die Advanced Version noch zusätzliches Werkzeug. Neben einem Schraubenzieher und einem und einem Plektrum, ein paar Kabeln und dem Koffer, ist das auch ein Debugboard, das man allerdings nur braucht wenn man wirklich den Kernel debuggen oder den Bootmanager austauschen will.

    @ Oliver:
    Ich kenn mich jetzt nicht so gut mit Embedded Hardware aus. Aber ich vermute mal, dass es nicht ein Notebook oder Subnotebook Chip bei 5V betrieben wird, ein Embedded Gerät aber maximal 3.3V zur Verfügung stellt

  11. Maxx sagt:

    Es gab zum OpenMoko-Projekt auch eine Chaosradio Express-Folge mit Tim Pritlove und Harald Welte: Chaosradio: OpenMoko — Das neue Projekt zur Entwicklung eines Telefons mit freier Software

    Also ich hab schon ein bisschen ein Auge auf das OpenMoko geworfen 😉

    Man muesste sich doch eigentlich aus einem Zaurus-PDA mit GSM-PCMCIA-Karte auch ein OpenBSD-Handy bauen koennn, oder? 😀

  12. dakira sagt:

    @Christoph:
    Alles klar. Dann hatte ich auf den Photos von Engadget das Debugboard mit der Hauptplatine des Geraets verwechselt 😉

  13. […] Und wer nun an den Teufel mit dem Beelzebub denkt, für den bleibt immer noch das Open Moko. […]

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