Oops, I did it again — Oops, they did it again

Chris says:   

Hab ich Euch schon erzählt, dass Microsoft ein Unternehmen ist? Ehrlich, genauso siehts aus, und Sinn eines Unternehmens ist es Geld zu verdienen, dazu gehört auch, den Marktanteil zu verteidigen, andere Bereiche, Branchen zu erschließen, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein, es zumindest versuchen — diese Überlegungen gibt es tagtäglich in jedem anderen Unternehmen auch — nur wenn Microsoft es macht, ist es evil.

  Oli says:   

Microsoft kann alles besser und ehrlich gesagt wollen sie den omnipotenten Einluß in jedem Bereich. An letzterem besteht kein Zweifel mehr und man muß schon recht naiv sein um darin den normalen Weg einer Firma zu sehen. Quo vadis Microsoft? Qualität statt Quantität wäre das bessere Credo für die redmondschen Jungs, denn an Qualität mangelt es massiv.

Wenn Microsoft also, wie Oli nebenan schreibt, ein neues Bilder-Format auf den Markt bringen will, warum nicht. Ist deren gutes Recht. Hey, wenn es nicht ankommt, wird der Markt es von selbst regeln, und das neue Format hat dann entweder JPEG abgelöst, oder halt nicht — ich gehe vom letzteren aus. Irgendwer hat mir vor Jahren mal gesagt, das PNG-Format wäre das Format der Zukunft, ja ne, is klar, es ist vereinzelt zu sehen, aber den Platzhirschen gibt es immer noch.  

.NET, okay, wen interessierts, auch da hat der Markt die Sache geregelt, im Fall DirectX ebenso, die meisten Spiele benötigen es, also wird es wohl nicht so schlecht sein, ich bin kein Spiele-Programmierer, kann da also wenig zu sagen, wenn also auf den meisten Spieleverpackungen als Systemvoraussetzungen unter anderem DirectX gefordert wird, muss da ja was (gutes) dran sein. Zu der c-Sache kann ich ebenso wenig sagen, nur eine kleine Sache: Mein Onkel ist Programmierer, frei im Wahl seiner Sprache, er macht es in C++ — aber gut, wie Oli schon sagte, gibt es da berufenere Leute. Der Markt wird es regeln, und jeder weiß, dass Microsoft zur Zeit besonders auf die Finger geschaut wird.

Wieso bin ich abhängig, wenn ich Microsoft einsetze? Es gibt teilweise keine besseren Programme für den einen oder anderen Bereich. Den nachgemachten Mist kann man doch größtenteils in die Tonne treten. Ich würde einen Maxthon (IE-Aufsatz) immer dem Firefox vorziehen, gut ich nutze Opera, aber auch nur wegen diverser Spielereien. Es gibt keinen besseren eMail-Client als Outlook — mit seinem Kalender, seinem Adressbuch — der Rest, Thunderbird, Evolution alles nur Abklatsch — und treibt die Systemauslastung teilweise in astronomische Höhen. Nein, wenn ich zwanghaft kein Microsoft einsetzen will, weil es ist ja evil, dann setze ich mich einer Gängelung aus, selbst für das beste Programm muss dann ja ne Alternative her, sei sie noch so schlecht.

Natürlich ist Microsoft — wie die Politik, wie jedes größere Unternehmen — mit der Contentindustrie verstrickt. Wo ist jetzt das Problem, trotzdem weiter das zu tun, was für uns möglich ist, diverse Entwicklungen zu stoppen, dagegen anzugehen. Natürlich ist DRM, sind diverse Kopierschutze mistig, das steht außer Frage, nur deswegen kann ich doch nicht jedes Unternehmen verfluchen, boykottieren, nur weil es mit der Contentindustrie verflochten ist. Wenn doch, dann sollte man ganz strikt trennen, kein Radio, keine DVD nichts mehr, sonst macht man sich auch ein stückweit unglaubwürdig, so einfach ist das.

Ich frag mich, wo unsere Linux– und BSD-Freunde so viele Leute weinen sehen. Die meisten Windows-User sind glücklich und zufrieden. Ist es nicht viel mehr so, dass die großen Probleme erst anfangen, wenn man mal — aufgrund der Überzeugungsarbeit der Opensource-Jünger — z. B. mal ein anderes Betriebssystem einsetzt? Und ist man als (ehemaliger) Windows-User dann so mutig, in ein Linux– und BSD-Forum zu stiefeln, wird man erst die ganze Arroganz der Leute kennenlernen. Egal, welches Linux– oder BSD-Forum man besucht, die Distribution, die man einsetzt, ist die beste, alles andere ist Schwachsinn, und diese Windows-User, die gerade umgestiegen sind, werden gebashed — ist das der Opensource-Gedanke, ich glaube kaum. Ich hab das einmal mitgemacht, nie wieder. Stelle ich in einem Windows-Forum eine Frage, bekomme ich meist eine Antwort.

Im Übrigen nimmt Windows mir auch nicht das Denken ab, noch hab ich es nie erlebt, dass Word mir für F!XMBR den Artikel geschrieben hat, dass irgendein Game während ich einfach zugeschaut habe, einfach durchgespielt wurde — egal, was ist, ich muss es selber machen, ich muss selbst auf Lösungssuche gehen, niemand nimmt mir das Denken ab. Wer im Übrigen die Windows-Welt gut kennt, hat auch im Job bessere Chancen, da in den Unternehmen weitesgehend Windows & Co. eingesetzt wird, gut so.

Wieso sollte ich kpl. auf Opensource setzen, auch unter Windows, wie Oli z. B. vorschlägt. Dort, wo es Sinn macht gerne, da bin ich der erste, der es ausprobiert, aber sonst? Nicht wirklich. Natürlich setze ich MS Office ein, ich hab irgendwann mal eine Lizenz günstig bei eBay geschossen, Outlook 2003 hab ich mal umsonst bekommen. Was besseres gibt es nicht, auch nicht dieses sagenumwobene OpenOffice.org. Wieso sollte ich auf meine Originale von Nero und Alcohol 120% verzichten, nur weil sie kommerziell vertrieben werden? Damit ich einer Religion huldigen kann? Das ist kein Argument. Meine Backup-Lösung kommt von Acronis — was besseres gibt es nicht — jeden Sonntag, wenn ich nachts im Bett liege, gibbet ein Backup, alles wunderbar — ich habe mit TrueImage noch nie ein Problem gehabt, ganz grandioses Programm. Soll ich nur, weil es militante Opensource’ler fordern, auf alles verzichten? Nicht mit mir.

Dabei fällt mir ein, ich nutze TrueImage zur Verschlüsselung — und es ist Opensource. Chris, bist Du krank? Nein, es ist einfach ein geniales Programm — ich verteufel es nicht, weil es Opensource ist, weil ich differenzieren kann, im Gegensatz zu so manchen Opensource’ler. Wichtig ist, die Ausgewogenheit, wichtig ist, nicht die Augen zu verschließen, auch nicht vor den Problemen von Microsoft keine Frage, ebenso wichtig ist es aber auch, nicht blind irgendwelche Betriebssystem einzusetzen, an denen unzählige Leute rumfrickeln. Das Problem hat sicherlich Microsoft auch in seiner Entwicklungsabteilung, doch wenn ich die 20.000 verschiedenen Distributionen sehe, kann man nur zu dem Schluß kommen, zu viele Köche verderben den Brei.

Wer nicht den Blick für das Wesentliche verlieren möchte, die Ausgewogenheit, das Mittendrin statt nur dabei, wer sich weder gänzlich der einen oder der anderen Seite anschließen möchte, wer sich alle Optionen offen lässt, ohne die Probleme beider Seiten zu vernachlässigen, der handelt für sich selbst verantwortungsbewusst, der kann locker über dem Gejammer der Microsoft– und der Opensource-Jünger stehen. Wenn alle Beteiligten auch die Gegenüber respektieren, sich gegenseitig Hilfe gegeben wird, ist das ein guter Anfang, dann kann man gemeinsam an die Probleme gehen.

Disclaimer: Selbstverständlich meine ich Oli nicht mit diesem Text, er ist ebenso allgemein gehalten mit ein wenig Provokation, wie Oli sein Text.

  Neuester Coup, Windows Media Photo als Rivale zu Jpeg bzw. Jpeg2000. Weitaus bessere Kompressionsraten soll es bieten als Jpeg etc., die Lizenz soll der Verbreitung auch keinen Abbruch tun. Nun all das kennen wir schon von Windows Media Audio/Video, viel Hype, wenig Qualität im Vergleich zu anderen Formaten, die zudem noch in freier Form daher kommen.  

Wohin soll das führen? Die quasi Todgeburt .NET als Pendant zu Java, Iron Python gegen Python, das unausgegorene DirectX (im Grafikbereich) gegen OpenGL, überhaupt die Etablierung unsinniger und i.d.R. oft unterlegener eigener Standards nur um dem Monopol zu fröhnen und die Nutzer zu gängeln, ja liebe Leute nicht nur die sogn. Contentindustrie gängelt. Apropos Contentindustrie, wer das immer noch getrennt betrachtet hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt, Microsoft ist einer der größten Supporter dieser Industrie und dank des quasi-Monopols auch sehr einflußreich in ihrem Unterfangen. Über C# versus C++ versus profanem C läßt zu genüge streiten — was ich da bisher ausmachen konnte, C an sich langt für alle Fälle, aber dafür gibts berufenere Leute 😉

Mag sein, das das ein oder andere mal ein paar nutzbare Fortschritte dabei herausspringen, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn, aber zu welchem Preis? Der Preis ist omnipotente Abhängigkeit und Gängelung, das Arbeitswerkzeug der Contentindustrie ist nunmal das weitverbreiteste Betriebssystem — Windows.

Ich mag gewiss nicht Apple als Firma oder gar als Betriebssystem, aber immerhin zeigen sie das man auch mit der Nutzung offener Standards gut und einträglich leben kann. Wenn man denn will, Microsoft ist eng verstrickt mit der Contentindustrie und tickt somit ähnlich.

Was also tun gegen DRM, Kopierschutz an jeder Ecke, Gängelung etc. whatever. Zetern, polemisieren, mit gleichen Mitteln zurückschlagen? Wohl kaum, jeder bekommt das was er verdient. Das Gros der User unterstützt den Microsoft way und somit auch aktiv die Gängelung, tat ich auch — shit happens.

Man kann sich natürlich weiterhin ausweinen und das ach so einfache Windows nutzen mit all den innewohnenden Unmöglichkeiten, nur wird all dies in einer Betriebssystemdiktatur nichts nutzen. Wer Freiheit, echte Freiheit — free as in freedom — möchte muß zu einem freien System migrieren und damit den Kampf aufnehmen. Da muß man halt mal in den sauren Apfel beißen (nein nicht Apple) und ein wenig umdenken. Es lohnt sich, anderfalls befindet man sich auf verlorenem Posten und trägt Eulen nach Athen.

Natürlich mag der eine oder andere einwenden, aber Linux/BSD ist schwer und ich muß wieder anfangen selbstständig zu denken, okay das ist halt die harte Realität und diese macht jedes kleines Kind durch das die Welt kennenlernen möchte :)

Man möchte also dagegen ankämpfen und etwas verändern? Ja tatsächlich, man gab doch auf Dauer das Hirn mit der Benutzung von Windows ab. Microsofts Erfolg basiert nicht auf Gutmenschentum, warum sollten sie freiwillig davon abrücken oder gar die vielzitierte Contentindustrie? Get serious, eher friert die Hölle ein …

Wenn man etwas ändern möchte muß man konsequent sein bzw. überhaupt mal damit beginnen. Aktiven Umweltschutz usw. betreibt man auch nicht indem man den Grünen beitritt und sein Haus in feng shui einrichtet, da heißt es aktiv werden und konsequent handeln. Mitunter bezeichnet man diese Leute dann als militante Umweltschützer etc., heuchlerisches Handeln wird eben höher eingeschätzt in dieser Gesellschaft.

Predigt hier der perfekte Übermensch von seiner Kanzel? Wohl kaum, nur erkenne ich meiner Meinung nach große Teile der Problematik und einen essentiellen Ansatz diese zu lösen. Da muß man auch nicht viel zu tun, man muß nur einmal den virtuellen Arsch in Bewegung setzen. Der erste Schritt z.B. weg von Windows kann auch schon sein konsequent auf Opensource selbst unter diesem System umzustellen, Anleitung findet man dazu auch auf EFB.NU. Der arme Mensch der von seiner Firma gegängelt wird gewisse Software zu nutzen, wird daran wohl kaum etwas ändern können, das Gros der Leute jedoch, die sogn. Privatanwender, könnten etwas bewegen, wenn sie denn wollten.

Stattdessen konstruiert man permanent Ausflüchte, erhofft sich durch permanentes Zetern eine Änderung der desaströsen Zustände herbeizuführen. Von nichts kommt halt auch nichts, die Situation wird nur immer schlimmer.

Wie Chris hier bemerkt in puncto Contentindustrie,

Krise? Eine Krise an Unfähigkeit und Verlogenheit

das gilt natürlich für beide Seiten. Denn wir die Kunden/die Nutzer bauen uns die, die uns letztendlich gängeln! Wer also aktiv sein möchte, muß anfangen zu denken und auch zu handeln — bequem ist der Weg nicht, aber Gejammer bringt letztendlich auch nichts.

 

Hermann Kopierschutz 1

Hermann Kopierschutz 2

Hermann Kopierschutz 3

Hermann Kopierschutz 4

Hermann der User Homepage

9 Antworten zu “Oops, I did it again — Oops, they did it again”

  1. Oli sagt:

    Wir schließen uns immer gegenseitig aus, sonst könnten wir wohl kaum solange etwas zusammen machen 😀

    //Chris die faule Socke ist nur zu bequem noch mal die alten grauen Zellen anzustrengen :p 😉 //

  2. Falk sagt:

    Und wie sooft sagen beide irgendwie die Wahrheit. Allerdings muss ich wirklich zu bedenken geben, dass man (egal ob pro oder kontra MS) es mehr als nur bedenklich finden kann, wenn ein Monopolist seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt, um eigene patentierte «Standards» unters Volk zu bringen. Genau das ist der einzige Vorwurf, den sich MS *und* Apple gefallen lassen müssen. Und Nutzung von Windows hat ja nun auch nicht nur was damit zu tun, ob man faul oder träge ist. Ich hab da recht gute Erfahrungen mit internen Netzwerken auf Basis von MS-Systemen und nach außerhalb mit Nutzung von Linux-Servern. Inkl. der Möglichkeiten remote via VPN (Linux) auf einen Terminal-Server(Windows) zuzugreifen. Geht und genau dort muss man am meisten nachdenken.

    .NET allerdings ist tatsächlich oversized und bietet außer dem programmierenden Mausschubser eine Menge Arbeit abzunehmen, keinen wirklichen Mehrwert. Auch wieder nur der Versuch einen eigenen «Standard» zu etablieren, wo es dies alles schon tausendfach gibt und auch weiterhin geben wird.

    Was eben bedenklich ist, dass die ganzen Linux-Experten nicht selbst das Heft in die Hand nehmen. Der zögerliche Einsatz seitens der Hardwarehersteller ist ja nun nicht nur der Knebelverträge von MS geschuldet. Nur konzentriert man sich in dem Falle auch nicht auf die Vermarktung, sondern eher auf den Kern des Geschehens. Klar das dann die breite Masse keinen Zugang dazu findet. Und jeder kommerzielle Vorstoss in diese Richtung ist dann immer gleich mit leuten Buhrufen aus der Community begleitet. Genau wie das Prinzip «Trial and Error» und RTFM für uns zwar plausibel ist, wirkt dieses aber auf Otto Normal mit der Telefonnummer 08/15 eben abstossend. Hier an der Stelle sollte man mal bei den «Konkurrenten» MS und Apple ein wenig abkucken und lernen.

    Und eigentlich wollte ich erst gar nichts und dann nur wenig schreiben — und wurde doch wieder von den eigenen Gedanken überrannt. To be continued…

  3. Sammy sagt:

    Die meisten Leute kaufen einen PC, schalten ihn ein und wollen dann schreiben, spielen und ins Internet gehen können. Genauso wie es die Werbung für Computer suggeriert. Mehr brauchen sie ja auch nicht. Daran ist auch gar nichts auszusetzen.
    Aber dabei spiegelt Windows eine Mentalität wieder. Ich bin ich und den Fortschritt machen andere. In diesem Fall Microsoft.
    Im Computerbereich ist das harmlos, schließlich, wie Chris anmerkt, hat Windows keinen großen Einfluss auf das, was ich am Computer produziere. (lässt man DRM mal außen vor 😉 )
    In der Gesellschaft dagegen ist so eine Denkweise höchst fatal.
    Über die Verbindung zwischen Windows und der Gesellschaft kann man sich streiten. Was kam zu erst. Die Henne oder das Ei?

  4. Oli sagt:

    @Sammy die meisten Leute bleiben eben nicht blutige Anfänger ihr ganzes Leben — eben dort zielt der Text ab und auch auf erfahrenere Anwender.

    Windows kam zuerst durch monopolistischen Druck, indem man schon damals — nachgewiesen — DrDOS torpedierte, um so Firmen etc. an dem Produkt zweifeln zu lassen. Nutze man Dr DOS als Win3.11 unterbau erschien eine Fehlermeldung. Vielen Anwendern wie mir 😀 war dies egal, Firmenkunden lies das jedoch zweifeln. Im Antitrust Urteil gegen Microsoft kam auch das zur Sprache, leider zu spät.
    Derartige Dinge wiederholten sich sehr oft, insofern rede ich heute schon lange nicht mehr vom «dummen» Anwender der sich damals für Windows entschied.
    Darüber hinaus wäre Microsoft nichts ohne die debilen Raubkopierer, müßte jeder die Produkte tatsächlich erwerben (nahezu jeder nutzt Office und bekommt allenfalls Works als OEM 😉 ) wäre die Situation eine ganz andere. Insofern hoffe ich das Vista den härtesteten möglichen Kopierschutz integrieren wird, ähnlich Mac OS. Natürlich nicht unknackbar, aber frickelig genug für das Gros der Anwender :)

    @Falk,

    auch über das was das Gros der Linux-Anwender macht, schrieb ich hier schon genügend Dinge und das ich darüber keineswegs glücklich bin. Aber wie auch im Fall DRM und Gängelung durch Windows, liegts am Anwender den «virtuellen Arsch» in Bewegung zu setzen.
    Der Computer ist eben kein Videorekorder, wobei dort auch gerade viele Probleme haben/hatten ;), und wird es auch nie sein. Sprich «Computer mach mal…» a la Star Trek ist zumindest für die nächsten Jahrzehnte pure Fantasie.

    Linux/BSD ist schwer, nun ich warte auch bei vielen Leuten im Bekanntenkreis die Computer mit Windows inklusive, insbesondere bei recht häufigen Problemen (je mehr man macht) versagen selbst recht intelligente Leute.
    Insofern sind die meisten Argumente contra Linux/BSD recht sinnfrei, da diese auch von recht erfahrenen Anwendern vorgebracht werden :)

    q.e.d.

  5. Falk sagt:

    Bezüglich der Argumente mit den häufigen Fehlern bei Windows kann ich dir nur Recht geben. Sogar der Begriff «Turnschuh-Administrator» existiert ja nicht ohne Grund. Ich wollte an sich nur aufzeigen, das in einem gesunden Verhältnis _mit_ offenen Standards beide Systeme durchaus gleichberechtigt nebenher existieren können. Aber ich hab mir auch die Sohlen früher wegen irgendwelcher Windows-Fehler abgelaufen. Die Linux-Server waren wie der gute alte Käfer.

    Allerdings bleib ich dabei, dass ein gutes Marketing dem durchaus potenten Linux auch auf dem Desktopmarkt einiges an Marktanteilen sichern könnte. Dem «Ich-weiss-wo-ich-einschalte»-User ists doch schlichtweg schnuppe, was da auf der Kiste läuft, hauptsache er kann die aktuellsten Pornos saugen, im Netz surfen, Tante Emma einen Brief schreiben und DVDs brennen etc. Mehr interessiert doch niemanden vom Gro der Leute tatsächlich. Da kommst halt mit dem «Arsch-hoch»-Argument nicht mehr weit (leider), also andersrum — man muss es eben diesen faulen Menschen auf dem Silbertablett präsentieren. Und das konnte eben MS am besten bisher.

  6. Chris sagt:

    Und ich behaupte mal einfach: Diese Arsch-hoch-Argumente sind im privaten Bereich genau der falsche Ansatz. Da wird man nie was mit erreichen.

    In meiner Freizeit will ich entspannen, meinen Ruhe, da will ich mich nicht mit irgendwelchen PC-Problemen rümärgern — was ist das denn für ein Betriebssystem, welches nicht mal Mp3’s oder DVD’s abspielen kann, wenn ich es installiert habe — wenn ich erst im Internet auf Suche gehen muss, um irgendwo ein halbwegs zufriedenstellende Lösung zu finden.

    Es soll auf Knopfdruck funktionieren, fertig, so einfach ist das. Ein Windows-System habe ich funktionell, schon diverse Dienste abgeschaltet 😉 innerhalb einer Stunde eingerichtet. So muss das sein.

    Irgendwelches Opensource-Gefrickel, wenn ich da Wochen «lernen» muss, Probleme lösen muss, bis es irgenwann mal funktioniert, dazu habe ich ganz einfach keine Lust.

    Macht BSD oder Linux funktionell, lasst es auf Knopfdruck funktionieren, dann test auch ich es wieder — bis dahin bin ich als erfahrener Anwender durchaus in der Lage, Windows verantwortungsvoll einzusetzen.

  7. Oli sagt:

    Ein BSD/Linux System habe ich in 20min fertig, lauffähig, 20min später steht das Desktop mit allen(!) Programmen. Kompiliere ich neu (bei FreeBSD) brauche ich knapp 3h. System+alle Programme die ich nutze :)
    Gib deiner Mutter Window frisch verpackt, sie soll es installieren ohne Hilfe, dazu Soundkartentreiber und Grafikkartentreiber aus dem Netz zusammensuchen etc. Nicht zu vergessen, «funktionell», ohne Office, ohne Bilderverarbeitung, ohne alles …

    1h braucht jeder um Windows einzurichten, egal wie schnell der Rechner ist — erfahrene Anwender richten BSD/Linux innerhalb von 20min auf dem gleichen Rechner ein mit Office & Co 😉

    Zu den «Arsch hoch argumenten» im privaten Bereich, ich schrieb auch von nichts kommt nichts — die Erfahrung der «Faulheit» machte ich auf dem EFB über Jahre hinweg im Windowsbereich insofern ist das ein recht armes Argument 😀

    Von Frickeleien im Bereich Windows sind die Foren auch gefüllt, dazu noch von fehlerhaften Treiber etc. Btw. installiere ich Windows + diverse Anwendungen sitze ich schon ein paar Stunden dran — nicht so bei Linux/BSD und auch Mac. Gerade bei letzterem lasse ich noch das klick’n go Argument gelten, nie und nimmer bei Windows!

    Und ich behaupte weiterhin Chris wer mit php und Mysql herumspielt, bekommt Linux — wenn er denn überhaupt will — in minimaler Zeit installiert! Ich sage aber auch weiterhin das die falsche Distro da einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen kann. FreeBSD für mich ja, würde ich jedoch vielen nicht unbedingt anraten. Ubuntu hingegen schon, Fedora aus diversen Gründen weniger etc.

  8. Falk sagt:

    Mac ist ein gutes Beispiel, was man aus einem Linux machen kann :)

  9. Steffi sagt:

    MacOs und AOL sind ein gutes Beispiel für ein rundumsorglos Paket a la anstöpseln und loslegen. Nicht umsonst ist diese Kombination bei Frauen so beliebt ;)). Aber wie hält man es mit der Sicherheit. Der User weis ja gar nicht was sein System macht. Bei AOL gibt es Firewall und co noch nicht so lange.

    Ganz früher, zu DOS-Zeiten, mußte ich mehr am System frickeln um ein Spielchen zum laufen zu kriegen als unter *nix. Frickeln tut ein gro der User auch heute noch mit Vergnügen um an seine Raubkopie zu kommen und sie dann lauffähig zu bekommen (Ich sage nur Starf**ce).

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