Ode an die 80er

Via Youtube passend die grande dame höchstpersönlich: Tina Turner mit private dancer (1984).

.….…… für alle angehenden 30jährigen, Mitte-Dreißiger und junggebliebenen Vierziger !

Offen gestanden kotzt es mich an: dieses dumme Gerede der derzeitigen «Generation Z», die 80er Jahre wären langweilig gewesen. Totaler Bockmist!

Hört genau zu, Ihr zungengepiercten Techno-hoppler mit Tattoos auf der linken Arschbacke: Ihr wart nicht dabei! Wir Dreissiger haben sie live erlebt: die Geburt des Synthesizers und den wahren Soundtrack der 80er, der von Bands wie Depeche Mode, Cure und Yazoo geschrieben wurde.

Wir haben noch mit Midischleifen und Oszillographen gekämpft! Wir haben Euer «Tekkno» erfunden, bei uns nannte sich das aber noch «Wave» und war tatsächlich Musik. (Übrigens verwursten Eure DJ’s die Dinger noch heute zu einer Art musikalischer Canneloni mit schwülstiger Computerbass-Sauce).

Wir mußten noch keine Angst haben, daß uns Tina Turner mit dem klassischen Seniorenoberschenkel –halsbruch von der Bühne purzelt und wir haben Madonna noch mit festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt, Ihr Nasen!

Yes ma’am! Den äußerst lesenswerten Rest des Texts findet man dort. 😀

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9 Antworten zu “Ode an die 80er”

  1. stimme sagt:

    «Und weil ihr gerade im Leistungskurs für Informatik sitzt: die AC/DC Einritzungen auf den Tischen sind von UNS — und es geschieht Euch nur recht, wenn ihr glaubt, daß die Dinger aus dem Physiksaal kommen, wo irgendein findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung für «Starkstrom/Schwachstrom» in die Bank gemeisselt hat!
    Der Tag ist nun erstmal gerettet *g*..

  2. Prinzzess sagt:

    Eben! Wir kannten die Hits, die ihr nur als Cover betanzt, noch fast persönlich!
    Und FormelEins fand damlas mit Ingolf Lück statt. Und hatte ausser dem Titel NIX von dem (sinnlosen) Motorsport! HA!
    Was waren die 80er schön!!!

  3. ZEITungsleser sagt:

    Jetzt bin ich aber erstaunt. War es doch bisher immer Tenor hier, dass Kultur, und somit Musik inklusive, immer als ein Remix von Vorangegangenem aufzufassen ist. Und jetzt kommt Oliver daher und verspottet diesen Grundsatz … *SCNR*

    MfG ZEITungsleser, der als angehender Mittdreißiger weder zungengepierct noch sonstwo tätowiert ist, aber seit Jahren auf «elektronische Tanzmusik» steht, gleichzeitig aber den Mitte der 90er aufkommenden «Deppen-Techno» ‚aka Eurodance etc. , noch nie etwas abgewinnen konnte. Gut gemachter elektronischer Trance ohne Singsang lässt meine Seele wesentlich freier baumeln, als es irgendwelche «wütenden Männer mit Stromgitarren» je vermocht haben. Und derlei Werke gibt es angefangen seit Mitte der 70er bis in die heutige Zeit hinein.

    pps: Ja, Tina Turner zähle ich nicht zu den «wütenden Männern» und ich kann sie mir auch heute noch anhören.

  4. Oliver sagt:

    Ein Fleischwolf wäre auch ein Remix. Ich spreche z.B. auch keinem Pablo Picasso seine Kunst ab, auch wenn mir seine blaue Phase besser gefiel, jedoch sagt mir die Arbeit eines Rubens mehr zu. Sprich ich bin kein Kultur-Nazi, aber persönliche Vorlieben seien mir gegönnt, schließlich bewegen wir uns hier auf F!XMBR auch auf heimischem Parkett und mein Musikgeschmack genießt zudem eine recht extreme Bandbreite :-)

  5. Prinzzess sagt:

    @seraphyn: stimmt! 😀
    und nach ingolf kam kai böcking und dann stefanie tücking!
    aber den ingolf fand ich am besten!
    und meine selbstgestrickten schuhe sowie die netz-shirts waren eh der modische renner. 😉

  6. Seraphyn sagt:

    Ich wiederspreche Prinzessin, zuerst war Peter Illmann:D Der auch noch so hässliche Pumaturnschuhe mit seinen Namen auf den Markt bringen liess. Aber ja, der Text rettete mir auch den Tag, sehr fein, vor allem AC/DC und der Hinweiss auf die schlechten Musikremakes, vergessen will ich auch nicht das mit den Hüften *g*
    Gruss

  7. Leo G. sagt:

    Der Text gefällt, wenn er auch etwas aggressiv gegenüber der jetzt jungen Generation (sind ja längst nicht mehr so viele wie wir damals) rüberkommt. Ich (Jg.‘70) hielte eine mitleidige Attitüde für angebrachter.

  8. Oliver sagt:

    Na ja es ist eine Meinung und warum soll man fortwährend everybodies darling mimen, wenn vice versa einem fortwährend das Wasser abgegraben wird? Erwähne ich hier die 80er in diesem Umfang, so ist das ein gewisser Bereich der mir liegt, ich begeistere mich aber auch recht gerne für die 60er, 70er. So eng sehe ich das nicht und die Dame dort gewiss auch nicht.

  9. ZEITungsleser sagt:

    Hallo Oliver

    Es lag mir vollkommen fern in meinem Kommentar deinen Musikgeschmack, oder gar den anderer, in Frage zu stellen. Vielmehr wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass man als Mittdreißiger auch der elektronischen Tanzmusik zugeneigt sein kann. Und begonnen hat das alles ja so richtig Mitte der 70er als Jean Michele Jarre oder Klaus Schulze an ihren Elektrokisten anfingen fleißig die Kabel zu stöpseln.
    Von daher beginnt zwar eine Stilrichtung immer in einer gewissen Epoche, ist dann aber nicht mehr fest an diese geknüpft. Ich denke da gerade z.B. an das schöne Klassikstück von Karl Jenkins «Palladio», welches vielen vielleicht nur aus einer Werbung der 80er der Melodie nach bekannt sein dürfte.
    Auch mein Musikgeschmack ist extremst breit gefächert, und es gibt kaum eine Musikrichtung welcher ich nichts abgewinnen kann. Nur bei aktueller «Hosentiefträgermusik» fällt es mir zugegebener maßen schwer vielen «Werken» irgend etwas abzugewinnen.
    Aber wie dem auch sei, so hat auch jeder seine Vorlieben. Und weil die «elektronische Tanzmusik» im zitierten rant für meinen Geschmack etwas zu schlecht weg kam, musste ich auf jeden Fall das Wort ergreifen. Mir gefallen halt Stücke welche keine verbale Botschaft vermitteln besser als jene, welche einem die Denkweise durch entsprechende Textpassagen beim Zuhören vorgeben.
    In diesem Sinne wünsche ich allen dass es Musik gibt, welche es schafft sie in allen Lebenslagen zu begleiten und zu unterstützen, egal welchen Genres.

    Gruß Eurer ZEITungsleser

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