Noch mehr Trittbrettfahrer

Nach Amoklauf in den USA: Philologen fordern Verbot von «Killerspielen»

heise

Dieses mal sind es die Philologen wie Heise titelt und da erschrak ich doch schon recht massiv, kenne ich doch auch Philologen, die sich einem derartigen Dumfug niemals anschließen würde und auch nicht wüßten warum. Nun die Schrecksekunde hielt nur kurz an, es handelt sind um einen Verband der Gymnasiallehrer und Philologenverband hört sich da halt hochgeistiger an, als profan Gymnasiallehrerverband1 :)

Aber wenn man nur den Ansatz von Statistik versteht, treibts einem schon Tränen in die Augen auf welcher Grundlage hier Brandstiftung betrieben wird. Und mir wirft man Pauschalität vor, dabei habe ich mehr negative Beispiele aufzuweisen, eine Legion käme zusammen, als diese Trittbrettfahrer Amokläufer mit Computerspielehintergrund aufzeigen können. omfg

Wer käme vice versa auf den Gedanken ob bekannter Fäller prügelner, unfähiger Lehrer oder Lehrer die sich irgendwie sonst an ihren Schülern vergingen den kompletten Berufsstand zu ächten? Darüber sollte man vielleicht mal in den eigenen Kreisen nachdenken, auch da bekommt man weitaus mehr zusammen … nur mal so zum Nachdenken.

  1. Anmerkung meinerseits, ich erachte es als Anmaßung von Lehrämtern sich mit Titeln der Magistranden oder Doktoranden zu schmücken, an die Wissensessenz dieser reichen sie selbst in 20 Jahren nicht heran []

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10 Antworten zu “Noch mehr Trittbrettfahrer”

  1. Julius H. sagt:

    Deine Kritik in der Fußnote verstehe ich nicht. Wer maßt sich hier welche Titel an? Mit dem ersten Staatsexamen verläßt man ohne Titel die Uni (und wird dann evtl. mal StR), obwohl ein Lehramtsstudium (noch) ähnlich wissenschaftlich fundiert ausgelegt ist, wie ein Diplom– oder Magisterstudium (aber diese Diskussion will ich hier nicht führen). Oder geht es Dir einzig darum, daß auch Mathe– und Physiklehrer Mitglied im Philologenverband sind?

  2. Oliver sagt:

    >aber diese Diskussion will ich hier nicht führen

    Genau darum gehts mir, ähnlich wissenschaftlich fundiert ist weit übertrieben, daher auch die «Anmaßung» sich mit «Titeln» wie Germanist, Philosoph etc. zu schmücken, anstatt einfach tacheles zu reden ich bin Lehrer. Man braucht auch wirklich nicht drüber zu diskutieren, aber in den Bereichen in denen die Lehrämter massiv aufschlagen werden diese runtergezogen, das werden dir viele eingebildete Geisteswissenschaftler gerne und ausführlich erzählen. Das mit «ähnlich» zu titulieren bedeutet gleichermaßen dem reinen Magisterstudium die Qualität abzusprechen. Oder möchtest du mir weiß machen das ein Geschichtslehrer für die Oberstufe auch nur Ansatzweise, selbst nur vom Pensum beim Studium, an einen Magisterstudiengang herankommt? Oder in Philosophie? Bei letzterem wäre es ein Schlag ins Gesicht für jeden Philosophen, der ein langes qualitätsreiches Studium auf sich nimmt. Von echten Philologen ganz zu schweigen — Lateinlehrer Vs Lateinische Philologie … ja ganz sicher. Aber das im Prinzip nur nebenher, deswegen wurde es auch klein als Fußnote getickert. Ich weiß das Ego der Lehrämter grassiert auch an der Uni, man weiß wohl warum man sich selten Lehrer nennt und lieber aufschneidet.
    Jeder Magisterstudent würde schon mit der Zwischenprüfung in seinem Fachbereich mehr an der Oberstufe vollbringen als das *Gros* der Lehrer.

  3. Julius H. sagt:

    Da ich in beide Studienrichtungen (Magister und Staatsexamen) Einblick habe, maße ich mir an, die Vergleichbarkeit zu behaupten (die im Übrigen auch von den Dozenten, die ich kenne, angestrebt wird). Und nicht nur ich, auch viele Bekannte mit Doppelabschluß denken so (MA/Diplom und SekI mit oder ohne Promotion).
    Das mag aber je nach Bundesland, Uni und Fach anders sein.

  4. Oliver sagt:

    Ja ne und da bist du der einzige oder was? Klar Lehramt läuft neuerdings auf dem gleichen Niveau wie das eigentliche Magister … kann ich mir nur vorstellen wenn das Magister bei euch nicht das Papier wert ist auf dem es geschrieben wurde — auch das soll es geben. Und das Lehramt hier zählt noch zu jenen mit höherem Niveau als dem Rest der Bundesländer. Das Gefälle an Qualitäten der einzelnen Bundesländer ist ja gewaltig, gibt sogar einige die geben sich beim Lehramt mit 2 Fächern zufrieden. Aber bitte zieh ein anständiges Magisterstudium nicht mit diesem nonsense in den Schmutz. Hast du schon einmal ein anständiges Magisterstudium komplett absolviert?

    Und btw. ich bin ja so ein geduldiger Erklärbär, aber das hier ist schon offtopic und nicht das eigentliche Thema. Den Spaß mit dir wollen wir ja nicht dauernd wiederholen, oder?

  5. Julius H. sagt:

    Du diskutierst nicht, Du äußerst Dich in diskreditierenden Killerphrasen — is’ ja auch Dein gutes Recht, aber auf dieser Basis brauch’ ich tatsächlich keine Kommunikation, lieber Erklärbär.
    Schönen Tag noch.

  6. Oliver sagt:

    >Du diskutierst nicht,

    Du bist ja ein ganz Flinker, weil Mr.Offtopic es noch nicht schnallte, das sekundäre Infos nicht die initiale Info überschatten sollen. Das kannst du natürlich bei dir daheim handhaben wie du möchtest. Und ich fertige das eben so ab, wenn ich schreibe «heute hab ich Kopfschmerzen» gehts mir am Arsch vorbei worüber da irgendwer diskutieren möchte.

    > diskreditierenden Killerphrasen

    In welchem Fach lernt man das? Ist bestimmt ganz nett … schon einmal kürzlich ob meiner zermürbenden Pauschalitäten aufgeschlagen?

  7. phoibos sagt:

    ich hatte zuerst die schrecksekunde, es würde sich um den altphilologenverband handeln, denen ich irgendwie noch ein bischen mehr als reflexhaftes rumgezicke zutraue aufgrund ihrer humanistischen grundbildung. zu olis kritik: ja, leerämter ziehen die magister runter. dafür müssen sie auch quasi drei hauptfächer (in hh zumindest noch) studieren. aber auch nicht in allen bereich. und einige bereiche müssten den leerämtern auf knien danken, da sie diese am leben erhalten (klassische philologie bspw).
    die philologenleuts haben in einem recht, die eltern sollen mehr gefordert sein. hatte ich schon mal erwähnt, dass ich für die einführung eines elternführerscheins bin? für jeden mist braucht man in .de eine genehmigung oder führerschein, nur fürs kindererziehen nicht…

    ciao
    phoibos

  8. Oliver sagt:

    > hatte ich schon mal erwähnt, dass ich für die einführung eines elternführerscheins bin?

    Nun aber wer vergibt das Qualitätssiegel für die bestandene Prüfung? 😉

  9. phoibos sagt:

    tja, die alte frage, wer bewacht die bewacher… platon hatte es in seinem staat es sich recht einfach gemacht 😉 also zu meiner geburtszeit hat man eltern noch dringend empfohlen, die staatlich finanzierte elternschule zu besuchen. wenn wir uns so einen mist leisten können wie ein heft «was macht einen echten deutschen aus» für einzubürgernde, warum nicht auch didaktisch reflektierte elternschulen (wo wir schon wieder bei den leerämtern wären). aber was weiss man schon von kindeserziehung? von kindlicher psyche? und wer kümmert sich überhaupt noch um sein kind? die meisten müssen doch eh arbeiten, um es überhaupt ernähren zu können.

    und weil es grad so schön passt: ein vortrag von fuhrmann über bildung. leider ist der gute mann letztens gestorben. http://www.altphilologenv.….ag8.html

  10. Oliver sagt:

    Danke für den Link, sehr lesenswert der Text :)

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