Noch ein offener Brief

Diesmal von Macrovision, die uns schon seit Videorekorder-Zeiten schützen, als Antwort auf Steve Jobs thoughts on music.

As an industry, we can overcome the DRM challenges. A commitment to transparent, interoperable and reasonable DRM will effectively bridge the gap between consumers and content owners, eliminate confusion and make it possible for new releases and premium content to enter the digital environment and kick off a new era of entertainment.

Macrovision

Quintessenz, DRM ist nicht böse, wir müssen es den Leuten nur richtig erklären, warum DRM gut für sie ist. War ja nicht anders zu erwarten, ich meine der Verzicht auf DRM würde letztendlich die Pleite der Firma bedeuten 😀
Ebenso Steve Jobs, der geflissentlich die Musikindustrie abwatscht, jedoch die Filmindustrie außen vor läßt — warum? Nun als größter Anteilhaber von Disney schneidet man sich doch nicht ins eigene Fleisch. Glaubhafter hätte er dort Vorreiter spielen können. Ein Politikum, viel PR, wer bekommt die meisten Jünger …

4 Antworten zu “Noch ein offener Brief”

  1. DRM ist nicht per se böse. Es wird «böse», wenn es die «Rechte» des Konsumenten einseitig zum Vorteil des Inhalteanbieters beschneidet.
    Aktuelle Implementationen von DRM bei Online-Musikshops sind sogar für den Konsumenten weniger benachteiligend, als beim Kauf von kopiergeschützten CDs: die DRM-Lizenzen erlauben das Brennen von Audio-CDs, und dadurch die Entfernung des DRM. Schliesslich lassen sich die so erzeugten Audio-CDs wieder digital auslesen und das Resultat DRM-frei weiterverwenden. Die dabei auftretenden Qualitätsverluste hören eh nur Tonmeister. 😉

  2. Oliver sagt:

    «DRM ist nicht per se böse.» nein ich bezeichne es nicht als böse, sondern als selten dämlich und als *massive* Gängelung gegenüber dem Kunden.

    Ich habe halt eine andere Auffassung von Freiheit.

    DRM bringt dem Kunden Einschränkungen, über den Grad der Blödheit je nach Verfahren brauchen wir also nicht zu diskutieren.

    «Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.» — Perikles

    Mut auch mit dem Finger auf die Gefahren zu zeigen, die da die Freiheit einschränken. Und wenn es nicht anders geht und mich diese Dinge einschränken, spiele ich eben nicht Kauflemming und verzichte!

  3. Verzicht auf den Kauf ist eben das einzige Mittel der Industrie klarzumachen, dass DRM nicht akzeptabel ist.
    Ich verzichte ebenfalls auf den Kauf von DRM-haltiger Ware.
    Andererseits kann ich als selber Musikschaffender aber durchaus die Interessen der Produzenten nachvollziehen — als Musik-Produzent bin ich mittlerweile auf den Goodwill des Konsumenten angewiesen, denn halbwegs populäre Musik kann Jeder in einschlägigen Kanälen kostenlos beziehen.
    Meine Musik gibt es bisher kostenlos, aber nur mit vorheriger Registrierung. Man will halt schon wissen, wer sich den Kram freiwillig anhört. 😉

  4. Oliver sagt:

    als Musik-Produzent bin ich mittlerweile auf den Goodwill des Konsumenten angewiesen, denn halbwegs populäre Musik kann Jeder in einschlägigen Kanälen kostenlos beziehen.

    Tja ein hausgemachtes Problem. Allerdings habe ich noch nicht davon gehört das man die Millionengagen zurechtstutzt oder plötzlich Manager gefeuert werden.

    Und damit wir uns hier nicht falsch verstehen, wenn der *Musiker* oder jeder sonstige Kunstschaffende Geld für sein Erzeugnis verlangt, um zu leben — dann ist mir das nur recht und billig.
    Für die Industrie drum herum habe ich jedoch keinerlei Verständnis.

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