No Pirates Allowed

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Die Neuen Rechten, wenn auch im neuen Gewand, mag ich immer noch nicht…

Pantoffelpunk — Aaron, zieh wenigstens das St. Pauli-Shirt aus!
Udo Hempel kandidiert für den niedersächsischen Landesvorstand der Piraten
Jens — Klarmachen zum Kentern?
law blog — Beissreflexe einer Mailingliste

Und wo wir gerade beim Thema sind: Ich halte die Verleihung der BigBrotherAwards an Wolfgang Schäuble und Ursula von der Leyen für falsch und ein stückweit populistisch. Dadurch, dass allseits bekannte Gesichter geehrt werden, wird der Blick auf die alltägliche Totalüberwachung versperrt. Die Medienberichterstattung zu den BigBrotherAwards, in der es fast ausschließlich um die genannten Unionspolitiker ging, unterstützt diese These.

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22 Antworten zu “No Pirates Allowed”

  1. Quintil sagt:

    Tut mir Leid, wenn ich deine Abneigung gegenüber der Piratenpartei nicht teilen mag. Aber die Bilder, die du malst, finde ich lustig! — Bisher sehe ich die Piraten nicht als die Neuen Rechten, wenn ich auch finde, dass zum Teilmit diesem Thema etwas unachtsam umgegangen wird.

  2. Franse sagt:

    Der Beitrag von Pantoffelpunk zu Aaron König ist aufschlussreich. Ohne den gelesen zu haben wüsste ich nicht, warum du hier wieder aufs Piratenschiff feuerst. So finde ich es durchaus verständlich, denn auch mir bereitet die PP mit den Auswüchsen Sorgen.

  3. Nico sagt:

    Das finde ich schade.
    Auch als Mitglied der Piratenpartei erkenne ich Satire, wenn ich sie sehe.
    Das Problem, was Du hast, ist, dass einige, das nicht tun, und Du dann von denen auf alle schließt.
    Ich schätze Deine Bilder und Satiren. Auch über die PP.
    Nicht immer bin ich Deiner Meinung (auch das mit den neuen Rechten).
    Erfahrungen sagen mir nämlich Anderes.

    Nico

  4. Oliver sagt:

    @Nico: Wenn hauptsächlich jene eine breite Öffentlichkeit genießen, die den größten Bockmist verzapfen und jene andere «Masse» einzig aufmuckt, wenn Kritik an den Piraten zu vernehmen ist, dann läuft da etwas völlig falsch. Wenn ihr zudem Leute in «euren Reihen» habt, die kriminellen Aktivitäten nachgehen, Kritiker verfolgen, Rufmord begehen, ja gar teils sogar die Gesundheit jener bedrohen — nun dann ist dies eine Dimension, wie man sie sonst nur im rechten Spektrum schaut. Auch dort schaut man eine masse Mitläufer, Schreibtischtäter und im Vergleich dazu einen kleinen Anteil, welcher bereit ist Kritik auch wortbefreit zu begegnen. Neu ist diese Prinzip wirklich nicht und es ist auch gewiß nicht die Schuld aller Piraten, wer sich jedoch nicht klar positioniert, teils auch kriminelle Praktiken mit radikaler Freiheit relativiert, der bietet einen sicheren Hafen für derlei Leute.

    Desweiteren ist Selbstkritik für euch ein Fremdwort, ihr befindet euch wie von treuen Parteisoldaten zu erwarten auf einem Dauerwahlkampf. Wenn mir beispielsweise als Grüner etwas an manchem Kohlkopf in der Partei stinkt, dann steht es hier, auf meiner Außenstelle oder auch bei fefe, dem ich gerne glegentlich Infos diesbezüglich zusende, damit sich die Info bezüglich diverser Fehlungen recht schnell verbreitet. Siehe z.B. Überwachung der Linken oder das Jamaika-Verhandlungspapier aus dem Saarland.

    Ihr müßt noch viel lernen, u.a. auch, daß eine Partei heutzutage nicht mehr dem Führerprinzip untergeordnet ist, das war einmal vor langer Zeit.

  5. Marcel sagt:

    Hallo Oliver. Ich hab einen Widerspruch gefunden :) Du wirfst den Piraten vor, nicht selbstkritisch zu sein, verlinkst aber oben einen führungskritischen Artikel eines Piraten. Gerade auch im Forum ist wenig von blindem Parteisoldatentum zu lesen, da wird recht oft gegenüber intransparenten Entscheidungen aufgemuckt.

    Ich halte die Trollerei gegen Piratenkritiker (wie du auch) für eine sehr gefährliche Strömung innerhalb der Piratenpartei, der man jetzt entschieden entgegenwirken muss. Vor allem, weil sie mit dem Piratenkodex (siehe Piratenwiki) gar nicht vereinbar ist. Wir Piraten stehen gerade an einem wichtigen Punkt in der Entwicklung. Drück uns lieber die Daumen, dass wir das hinkriegen :)

  6. Jubelperser sagt:

    gibs zu chris, du hast meine idee des best of aufgegriffen und sammelst gerade fleißig kommentare im hintergrund. 😉

  7. Chris sagt:

    @Marcel: Oliver ungleich Chris. Daran scheitert es also schon. Und wenn Du den Artikel von Pantoffelpunk gelesen hättest, hättest Du gelesen, dass er seine Mitgliedschaft ruhen lässt. Da ist also vorerst nichts mehr mit Mitgliedschaft. Ich hätte auch noch mehr verlinken können, wie von Mitgliedern zum Beispiel im Forum über die intelligenz von Rassen diskutiert wird — und noch viel mehr. Und ja, namentlich bekannte Mitglieder diskutieren da frisch, fromm, fröhlich frei.

    Schäuble wird vielleicht das Kabinett verlassen, von der Leyen übernimmt das Gesundheitsministerium und die Netzsperren sind vorerst einmal Geschichte. Vielleicht nicht so, wie man es sich gewünscht hätte, aber eine Demokratie besteht nun einmal aus Kompromissen. Wenn die FDP weiter Druck macht, Grüne, Linke und SPD sich in der Opposition gegen den Überwachungswahn stemmen, die Glaubwürdigkeit lassen wir mal beiseite, dann werden die Piraten überflüssig. Schöner Gedanke…

  8. Denker 2.0 sagt:

    Andreas Popp sollte viel eher Thema sein, denn die Killerspiele-Aktion mit der Bücherverbrennung der Nazis zu vergleichen, war eine weitere Entgleisung des Herrn, der so gern mit der Jungen Freiheit sprach

  9. phoibos sagt:

    @Denker 2.0:

    nicht alles, was auch nazis taten, ist ein singuläres ereignis oder nicht vergleichbar mit anderen dingen. bücherverbrennungen haben eine sehr lange christliche tradition die imo auf eine damnatio memoriae zurückgeht (nur mal so ins blaue geschossen, etwas vergleichbareres fällt mir im moment nicht im abendlande ein).

  10. Marcel sagt:

    @Chris Ja, mein Fehler – hab euch mal wieder verwechselt. Da bin ich also genau in die Falle getappt, die ich vermeiden wollte: alles in einen Topf werfen.

    Ich habe den Artikel von Pantoffelpunk gelesen und er schreibt, dass er seine Mitgliedschaft so lange Ruhen lässt wie Aaron König im Vorstand ist, aber auch dass ihm die Sache der Piraten eine Herzensangelegenheit ist. Das sehe ich als Protest eines Piraten.

    Natürlich kannst du noch mehrere Dutzend idiotische Äußerungen verlinken. Ich weiß ja auch, dass es die gibt. Ich bin nicht stolz drauf. Aber ich engagiere mich auch deshalb innerhalb der Partei, um das zu ändern.

    Ich finde es schade, wenn ihr dieses Engagement nicht respektiert und ich finde auch die Pauschalurteile über die Piraten nicht zielführend. Das ist natürlich euer Blog, da dürft ihr das gerne. Ich allerdings wünsche mir konstruktiven Dialog. Auch das gehört für mich zum demokratischen Diskurs.

  11. Oliver sagt:

    @Marcel: selbst wenn es Chris war der jene Zeilen oben schrieb, ist es mir schon bewußt, daß kritische Piraten existieren. Es ist sogar nicht zu übersehen, daß jene erwähnten kritischen Mitglieder der Piratenpartei u.a. ebenso ins Kreuzfeuer einiger Twitter-Nazis gelangen — wer nicht linientreu ist fliegt oder so ähnlich …

    Hatte man mit rechten Strukturen übelster Art schon Kontakt, so wird man recht schnell hellhörig bei derlei Umtrieben. Gemäß dem Motto «gebranntes Kind scheut das Feuer», in meinem Fall ist es mehr die Löschdecke die ich drüber ausbreite.

  12. ichsachmal sagt:

    wenn die piraten so sehr auf basis-demokratie pochen. und wenn alle piraten immer sagen, dass an der basis die netten sind, und die tendenziell linken. warum, why the fuck, stinkt die spitze dann so und why the fuck wird sie von den profi kommentatoren so verteidigt? warum geht diese nette basis nicht hin und tut was getan werden muss? wählt integre personen in den vorstand und kontrolliert was da getan wird, statt es einfach nur blindlings gegen ungläubige zu verteidigen. seufz.

  13. johnny sagt:

    Hier wird immer wieder erwähnt, dass im Forum so viele dumme Statements stehen, dem stimme ich ja zu! Aber macht ihr als als Grüne (@oliver) doch mal ein öffentliches Forum auf, was meint ihr was da los wäre? Wir werden offensichtlich dafür abgemahnt, dass wir als einzige (!) Partei ein öffentliches Forum zur Diskussion anbieten.
    Vielen wäre es wohl lieber, wenn wir es genauso wie alle andern Parteien machen würden, alles auf Stammtischen und in Hinterzimmern + geschlossenen Foren diskutieren … nein da bin ich dagegen!

    Gerade weil es alles öffentlich und transparent abläuft, sehen wir doch was problematisch ist und welche Meinungen es gibt. Ich sage es nochmal: Das gibt es bei allen anderen Parteien nicht.

    Es ist ein Unterschied, was irgendwelche anonymen Internetuser in Foren, Blogs, Twitter, etc. posten oder ob etwas was auf Stammtischen diskutiert wird, genauso werden diese anonymen Leute niemals ein Amt bekommen und selbst wenn, diese können bei Fehlverhalten den Posten jederzeit verlieren. In diesem Fall hat Aaron nämlich recht, die Selbstkontrolle ist bei uns schon sehr stark ausgeprägt, gerade was die einzelnen Crews, Städte usw. angeht.

  14. Oliver sagt:

    @johnny: ihr wollt alles besser machen und wenns Kritik hagelt ist eure einzige Verteidigung «aber die Grünen …»? Werdet doch mal erwachsen und steht für euren eigenen Mist gerade. Öffentliches Forum? Im Netz? Beweg deinen Hintern mal vom Bildschirm weg und lerne Politik, dann wirst du sehen wieviel tatsächlich in «Hinterzimmern» geschieht. Verschwörungstheorien und Wikipedia ersetzen halt keine gewachsene Erfahrung bzw. von grundauf erlerntes Wissen.

    Wer sich des Nachts im Hafen in einer dunklen Ecke trifft, der ist sicherlich auch bereit einen Fuß in euer Forum zu setzen. Das Gros eurer Diskussionen stellt die Freiheit anderer in Frage, ob bewußt oder unbewußt.

  15. johnny sagt:

    @oliver
    Ja wir wollen es besser machen und ja wir vergleichen uns mit anderen Parteien, ist doch auch logisch, weil wir in direkter Konkurrenz zu ihnen stehen (insbesondere zu den Grünen). Und welchen Mist sprichst du da gerade an? Den, den irgendwelche anonymen Menschen im Forum preis geben oder was meinst du? Btw. ich mache Politik nicht vor der Kiste und muss meinen Hintern nicht rausbewegen, weil ich da schon lange unterwegs bin und Straßenwahlkampf mache 😉
    Mir ist das Forum ehrlich gesagt sche*ß egal, ich gucke da nicht mal einmal in der Woche rein, meine Arbeit geht mit Piraten über Mailingliste, Wiki, Chats, Mumble, Stammtisch usw. da arbeite ich mit «echten» Mitgliedern zusammen die auch an Veränderungen interessiert sind und plage mich nicht mit irgendwelchen anonymen wannabe Piraten — mit irgendwelchen abstrusen Gedanken — aus dem Forum rum.

    Für mich ist das Forum nichts weiter als ein Stammtisch, wer wirklich Interesse an Parteiarbeit und an den Themen hat, der nimmt sich «seine» Themen raus und arbeitet dort mit, alles andere ist Dampfplauderei.

    mfg (dies ist nur meine Meinung)

    ps: Das Forum hat uns schon Kopfzerbrechen bereitet, da stimme ich zu, aber ich bin gegen die Abschaffung ..

  16. Oliver sagt:

    >weil wir in direkter Konkurrenz zu ihnen stehen (insbesondere zu den Grünen). Und welchen Mist sprichst du da gerade an? Den, den irgendwelche anonymen Menschen im Forum preis geben oder was meinst du?

    Direkte Konkurrenz zu den Grünen? Aha, mal was neues. Zudem ist die Relativierung eigener Fehler mit den Fehler anderer unterste Schublade (Lerneffekt anyone?). Ach und ich spreche teils den verbalen Amoklauf einiger Mitglieder der Spitze an, teils auch jene Ausfälle nicht so wirklich anonymer Mitglieder und überhaut erstaunt mich jetzt die Abstrafung der Anonymen. Ist es nicht der Anspruch der Piraten omnipotente Freiheit zu ermöglichen, auch dem anonymen Gast? Es sind auch diese Widersprüche die arg auffällig sind und vieles mehr.

    Was ihr wirklich schon gelernt habt von den anderen Parteien: mit Dreck schleudern, prof. Relativierung, Schuld sind immer die anderen.

    Eine Frage noch, was bedeutet direkte Konkurrenz zu den Grünen? Der Kampf um die Jugend? Nun dann stünden die Grünen auch in direkter Konkurrenz zu rechten Parteien. Ich denke jedoch jener Jugendliche, der grün wählt oder links etc. hat mehr die Realität, den Mensch, die Umwelt, das Miteinander usw. im Hinterkopf anstatt jenes Banalität in Form des Netzes und Dinge die man noch halbwegs mit jenem und der Realität verknüpfen kann. Ich verhehle auch nicht, daß dieses Netz für mich und viele andere nur an tertiärer Stelle in Erscheinung tritt, politische Aktivität zu 99.9% nichts mit dem Netz zu tun. Vice versa gibt es jedoch mannigfaltige Bereiche, die wiederum das Netz ebenso abdecken und dem Menschen helfen und überhaupt auch schon interessant waren in puncto Bürgerrechte bevor Piraten oder gar das WWW per se existierten.

    Warum ich das erwähne? Nun weil ich die Arroganz der Piraten einfach nur amüsant finde, «ihr habt Angst vor uns …» usw. Wir haben auch keine Angst vor rechten Parteien, nur weil wir deren Auswüchse gelegentlich anprangern. Der Achtungserfolg von knapp 2.x % ist nett, aber war auch zu erwarten, schließlich ebneten diverse Bürgerrechtsorganisationen und auch die Grünen schon die Wege für derlei Gedankengut.

    Hochmut kommt vor dem Fall, dies erlebten schon diverse kleine Parteien und verschwanden nach einer Weile wieder.

  17. Chris sagt:

    Wer beim Thema Freiheits– und Bürgerrechte von Konkurrenz faselt, hat den Schuss nicht gehört und hier nichts verloren… :)

  18. Rothhaus sagt:

    Anfangs habe ich die Abgrenzung von den Piraten in verschiedenen Blogs als Überempfindlichkeit bewertet.
    Nach Deinem vermittelten Link (über den Kartoffelpunk) auf den Blog von Aaron Koenig, seines Zeichens Mitglied im Bundesvorstand der PP, fangen bei mir dann doch die Alarmglocken an, zu läuten.
    Da wird eben, in der Diskussion von Sarrazins «Thesen», deutlich, daß die PP bzw. ihre Exponenten selbstverständlich doch eine Haltung zu den «analogen» Themen haben, die sie bisher versuchten auszuklammern.
    Und wenn man es recht bedenkt, so ist diese Haltung wenig überraschend. Zur Demonstration aber ein kurzer Auszug aus dem erwähnten Blogbeitrag. Koenig schreibt u.a.:
    » … Besonders heftig kritisierte einer der Jungle-World-Schreiber Sarrazins Statement, dass ihm osteuropäische Juden willkommener seien als Türken und Araber, weil sie einen um 15% höheren IQ als Deutsche hätten.

    Wir Deutschen sind ja besonders sensibel, wenn pauschale Urteile über bestimmte Bevölkerungsgruppen gefällt werden, und das ist gut so. …«
    Hier fragt man sich schon, warum man ein sensibler Deutscher sein muß, um obige Aussage von Sarrazin abzulehnen. Genauer: Als rassistisch abzulehnen.
    Dann folgt eine längere Passage des rhetorischen Lavierens, sogar von den unsympatischen Seiten einer «sozialdarwinistischen Einwanderungspolitik» ist die Rede.
    Und dann kommt: «Wir» können nicht anders.
    Oder im Wortlaut:
    »… Und doch werden wir nicht umhin können, humane aber klare Kriterien für Einwanderer aufzustellen und die Einwanderung und Integration behutsam zu steuern. …«
    Lieber Aaron K., «wir» tun das schon seit 1993. Und «wir» reden jetzt eben doch über «Inländerfeindlichkeit», also über die Verelendung von deutschen Staatsbürgern, die zu einem überproportionalen Teil auf die Namen Mesut (nicht der Retter der deutschen Nationalmannschaft ist hier gemeint) und Aishe hören.

    Und so landen wir dann doch in den Tiefen des analogen Lebens:
    «Es gibt zuviele Fresser» sagt der Standort-Deutschland-Konformist, «und die sind nicht leistungsbereit. Und die Mesuts teilen ja noch nicht einmal unsere «Werte».«
    Marie-Antionette fragte seinerzeit: «Warum essen die keinen Kuchen?»

    Es bleibt die Standart-Antwort in der Tradition von «private vices, public benefits»: Selbst Schuld. Aber weil wir Deutsche sind, können wir Dich nicht öffentlich «Opfer» nennen.

    Der Name «Piratenpartei» ist vielleicht so schlecht nicht gewählt.

    Grüsse an die Mittelstandspiraten.
    Rothhaus

  19. Antigua sagt:

    @johnny
    Das Geseiere der Piraten darüber, dass sich die wahren Parteimitglieder nicht im Forum und in den Kommentarspalten von Blogs aufhielten, kann ich nicht mehr hören. Die wahre Parteiarbeit findet über Mailinglisten und so weiter statt, wo sich die Trolls und der Mob nicht aufhalten?
    rofl:

    Ich beantrage, ab Sonntag, 00:00 Uhr diese Mailingliste («Berlin») zu
    schliessen und alle Teilnehmerdaten sowie Archive zu löschen.

    Begründung:
    —————–
    Das Verhalten der Teilnehmer dieser Mailingliste schadet nachhaltig dem
    Frieden in der Partei und ist geeignet, das Ansehen der Partei in der
    Öffentlichkeit schwer zu schädigen.

    Ein Grossteil der Teilnehmer kann:
    – sich schriftlich nicht klar ausdrücken
    – das Geschriebene nicht richtig verstehen
    – nicht schreiben, ohne jemanden zu beleidigen
    – nichts von bestimmten Leuten lesen, ohne sich unabhängig vom Inhalt
    angegriffen zu fühlen

    Da die Voraussetzungen für kommunikatives Handeln weitgehend nicht
    erfüllt sind, kann auf dieser Liste ohnehin keine Kommunikation
    stattfinden. Der potentielle Schaden überwiegt daher jeden möglichen Nutzen.

    Hilfsantrag
    ————–
    Für den Fall der Ablehnung obenstehenden Antrags und Weiterbetrieb der
    Liste beantrage ich hilfsweise, zuküntig automatisch jeder mail
    folgenden Disclaimer voranzustellen:

    «Diese Mail ist keine offizielle oder bewusste Aussage irgendeines
    Mitglieds der Piratenpartei Deutschland, sondern eine rein private,
    zufällige und volkommen virtuelle Äusserung, die im echten Leben
    niemals so gemacht werden würde und von der sich der Absender daher
    vorsorglich in allen Punkten distanziert. Sie dient in erster Linie
    dazu, Antworten zu generieren und dadurch festzustellen, dass der andere
    noch lebt und es ihm gutgeht.»

    Mit besten Grüssen

    _____________________
    Aktive mailing list

    Kategorie: Landesverband Berlin

  20. Werde es wie der Pantoffelpunk halten und meine Mitgliedschaft ab nächstem Montag ruhen lassen. Meine Tätigkeit als einer der beiden Pressesprecher ist damit dann auch beendet.

    Von Bodo Thiesen über das Popp-Interview bis hin zum Draufsatteln auf das verbale Sozialbrandstiftertum von Sarrazin reicht die rechte Palette. Ich bin´s leid, mich in meinem Freundes– und Bekanntenkreis regelmäßig für die rechten Peinlichkeiten «von oben» rechtfertigen und entschuldigen zu müssen. Ich mag auch keine neuen Mitglieder mehr werben, weil es derzeit denkbar ist, dass aus der Piratenpartei eine rechts-spießbürgerliche Nerdgruppierung wird, die Parteispenden einsammeln darf.

    So wie der Pantoffelpunk und ich ticken, so ticken viele bei den Piraten. Vielleicht sollten wir es der SPD nachmachen, die bei sich ja «Piraten in der SPD» beherbergt, und die Gruppe «Bürger– und Menschenrechtler in der Piratenpartei» gründen. Dann könnte man am Etikett schon erkennen, dass wir mit den eitlen zu-allem-was sagen-zu-müssenden Funktionären nix am Hut haben.

  21. Pfeffer sagt:

    @W.Dudda
    Und was machst Du mit Niedersachsen? Dem dortigen Landesvorstand reicht als Distanzierung von der rechtsextremistischen, knapp 5 Jahre zurückliegenden Vergangenheit einer (ex-?) Nazi-Größe «er sei kein Rassist, er wäre ja 2 Jahre im Ausland gewesen». Eine Pressemitteilung dazu trumpft auf mit: Die politische Einstellung wäre Privatsphäre und es sei unpiratig diese in Frage zu stellen bzw. überhaupt danach zu fragen. In gleicher Pressemitteilung faselt der Vorstand von Unschuldsvermutung (- an welcher Stelle diese mit dem Thema zu tun hat, bleibt ein Geheimnis). Passend dazu Landesvorsitzender Koch: «Die Frage ist doch, ob sich jemand von seiner Vergangenheit distanzieren muss, um bei uns Mitglied zu werden.»

    Der Pirat, der einmal Nazi war

    Wie oben schon verlinkt: Der (ex-?) Nazi bewirbt sich um das Amt des Pressesprechers. Ich glaube nicht, dass eine ‘breite Basis’ der Piraten gegen Rechtsextremismus ist. Ich höre jedenfalls keinen Aufschrei.

  22. Das ist noch schlimmer, keine Frage. Jemand mit solcher Vergangenheit hat sich selbstverständlich von eben jener Vergangenheit zu distanzieren. Auch an dieser Stelle fehlt das klare Bekennntnis.

    Die Piraten, die ich persönlich kennen gelernt habe (und das sind nicht wenige), sind ausnahmslos freiheitsliebende Demokraten. Sie wie mich in einen Topf mit denen zu werfen, die nichts begriffen zu haben scheinen, ist unfair und undifferenziert. Sofern wir uns das alles jedoch weiterhin bieten lassen, ohne uns dagegen zur Wehr zu setzen, darf man uns in genau diesen Topf werfen. Vorher nicht.

    Es grummelt mächtig an der Basis. Warten wir es also ab.

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