Netsurf? Der berühmte Sack Reis?

Browser gibts wie Sand am mehr, diverse KHTML/Webcore1 und Gecko-Klons2 , dazu noch die Browser für die Konsoleros3 und last not least einige kommerzielle Vertreter4 . Brauchts also noch mehr? Ja sicher, es braucht immer mehr *g* Nun Spaß beiseite, Netsurf ist nicht wirklich neu, sondern nur ein portierter Browser von RISC OS5 . Netsurf also erfindet natürlich auch u.U. das Rad neu, wurde dieser Browser doch initial für ein nicht so gut bestücktes Betriebssystem geschrieben, um den Usern dort ebenso einen Surfgenuß zu bieten.

Was also bietet dieser Browser? Nun er ist in in C geschrieben 😉 , kommt unter der GPL daher — ergo frei und last not least wartet dieser mit einer eigenen HTML Engine auf. Beim Quellcode fällt schon die erste Besonderheit auf, dieser ist nur knapp 1Mb groß — was auf zwei Dinge schließen läßt: zum einen ein ausgesprochenes Leichtgewicht, was nicht verwunderlich ist ob der ursprünglich anvisierten Plattform und zum anderen definitiv zu erwartende Kompatiblitätsprobleme, denn wo soll sich die ganze notwendige Software verstecken, die das Netz heute so äußerst liebenswert macht?

Nun es war zu erwarten und bestätigt sich auch in der Praxis, die Kompatiblität leidet und das insbesondere bei Web2-nullschen Genüssen. In der Regel bleibt es immer lesbar, manches mal geraten die Grafiken durcheinander — aber zum flinken, tatsächlich äußerst flinken surfen6 , ist dieser Browser ideal. Auf der Homepage des Projekts findet man eine ganze Latte Screenshots, wie gesagt das Surferlebnis ist durchwachsen. Allerdings erhoffe ich mir mehr von diesem Teil, da die Macher auch intensiv an der HTML5 Kompatiblität arbeiten. Und wer könnte nicht ein tatsächliches Leichtgewicht gebrauchten? So einen Browser zum *surfen* 😉

  1. Konqueror, Safari, Osb-Browser[]
  2. Kazehakase, Seamonkey, Firefox/Iceweasel, Epiphany, Camino []
  3. links2, elinks, lynx, w3m []
  4. Opera, Omniweb []
  5. Acorn Computer []
  6. oder gar für sehr alte Geräte []

8 Antworten zu “Netsurf? Der berühmte Sack Reis?”

  1. derhans sagt:

    Ich kann mir nich helfen, beim ersten lesen und bei den screenshots fühle ich mich doch ein wenig an dillo (http://dillo.org/) erinnert…

  2. w1re sagt:

    Opera komerziell? das war einmal… ist zwar immer noch closed-source, aber seit mittlerweile 2 jahren oder so umsonst runterzuladen. die werbeleiste ist auch verschwunden…
    Oder hab ich jetzt was übersehen?

  3. Chris sagt:

    Das Hauptgeschäft ist mittlerweile die Opera Mini…

  4. Oliver sagt:

    Dazu noch OEM-Produkte für Dinge wie Nintendo DS usw. Das Produkt für den PC wird nur solange existieren, solange sich die Technologie in anderen Bereichen gut verkauft. Sprich der Markt ist inzwischen belanglos geworden.

  5. Frank sagt:

    @ Chris: Opera Mini gibts auch kostenlos, für die meisten Handys. Opera Mobile hingegen, die Version für Smartphones und PDAs, kostet dagegen Geld. Kleiner, aber feiner Unterschied. Wie auch immer, auf mobilen Geräten braus’ ich mit nix anderem. :)

  6. Oliver sagt:

    >Opera Mobile hingegen, die Version für Smartphones und PDAs, kostet dagegen Geld.

    Identische Technologie, ergo das gleiche Produkt. Unterschied, die Handy-Version ist im Moment (noch) eingeschränkter. Diese Haarespalterei ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß es sich bei Opera um eine _kommerzielle_ Firma handelt auch wenn sie ein paar Geschenke macht.

  7. Raven sagt:

    >Diese Haarespalterei ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß es sich bei Opera um eine _kommerzielle_ Firma handelt auch wenn sie ein paar Geschenke macht.

    Im Gegensatz zu Apple beispielsweise, der gemeinnützigen Organisation rund um den Safari-Browser. SCNR :)

  8. Oliver sagt:

    Opensource nutzen darf jeder, wenn er sich an die Regeln hält. Als Webcore bekommst du die Technologie ebenso, wo bitte sehr findest du den Quellcode von Opera der an OEM-Partner verkauft wird? Bei jedem Süßwarenkonzern bekommst du auch tonnenweise Probepakete auf Messen etc., ändert aber nichts am eigentlichen Umstand. Opera lebt von ihrer Browsertechnologie, die Werbemaßnahmen für willige Nutzer sind da belanglos.

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