Na Ihr jungen Säufer da draußen

Liebe junge Säufer — was hat man Euch nicht schon alles an den Kopf geworfen, Ihr seid Sozialschmarotzer, der ehemalige Superunfähigkeitsminister Clement sprach von Parasiten. Ha, aber Ihr habt Euch nicht unterkriegen lassen, Ihr habt weiter kassiert. Vielleicht habt Ihr auch von den Dokumentationen unserer Volksdeppen Politiker gar nichts mitbekommen, weil Ihr einfach nur besoffen am Bahnhof rumgelungert habt…

Das Prinzip, dass jemand, der lange Beiträge gezahlt hat, auch längere Zeit das Arbeitslosengeld I bezieht als ein junger Säufer, der nichts geleistet hat, ist richtig und sozial.

So NRW-Arbeitsminister Laumann in der Westdeutschen Zeitung

Wie kann so ein Mensch etwas von sozial daherreden. Wie kann so ein Satz unwidersprochen von der Zeitung abgedruckt werden. Ich fass das nicht…

3 Antworten zu “Na Ihr jungen Säufer da draußen”

  1. Oli sagt:

    Autsch — also ehrlich, wenn ich jemandem helfe, dann interessiert mich erst einmal nicht dessen Vorgeschichte … danach kann man schauen, wie es weitergeht für eine Art «Langzeithilfe».
    Das hier ist nur asozialer Kahlschlag, das Volk investiert mehr als es herausbekommt, nicht erst heute.

  2. Falk sagt:

    Die stellen sich schon lang nicht mehr die Fragen nach den Ursachen, sondern haun nur noch mit ihrer populistischen Keule auf Minderheiten rum, um von der eigenen Unfähigkeit und den eigenen Fehlern abzulenken. Wohlbehütet großgeworden, gegruschelt worden und jetzt in der Politik am Hebel. Ich geh mal wieder ne Runde kotzen…

    Faules Pack in NRW — echt jetzt…wie könnt ihr nur Euren Arbeitsminister zu solchen Äußerungen zwingen.

  3. spiefelwuetz sagt:

    Der Herr Laumann als Vorsitzender des Arbeitnehmerflügels der «größten Arbeiterpartei» Deutschlands wollte nur noch mal die Demagogie der Aussage des Sozialdemokraten Rüttgers etwas plastischer formulieren. Nur so wird deutlich, wie der das gemeint hat, mit dem längeren Bezug von ALG I-Geld für ältere Arbeitslose. Etwas Unmoralischeres als die Ausspielung von Jung gegen Alt ist kaum noch möglich.
    Die Verkommenheit des Journalismus, der solche Absonderungen unwidersprochen hinnimmt, hat die sog. Qualitätspresse längst erreicht.

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