mymuesli.com — Einfach grandios

mymuesli.comDisclaimer: Nein, die Webseite von F!XMBR wurde nicht gehackt — F!XMBR wird nachfolgend tatsächlich ein Startup loben und empfehlen — einfach weil die Idee grandios ist. Es ist mal etwas völlig anderes. Auch wenn ich selbst kein Müsli-Fan bin, bin ich schlichtweg begeistert. Wie angedeutet, geht es um Müsli. Ein deutsches Startup und Müsli — wie passt das zusammen? Ganz einfach. Bei mymuesli.com kann sich jeder sein individuelles Müsli zusammenstellen — es wird prompt nach Hause geschickt. Kein XY-Fraß mehr aus dem Supermarkt — indiviuelle ausgewählte Bio-Zutaten. Wenn das mal nicht etwas ganz Feines ist.

Laut eigener Aussage ist mymuesli.com in aller Kürze:

  • 70 Zutaten
  • 566 Billiarden veschiedene Müslivariationen
  • Keine zusätzlichen Inhaltsstoffe wie Farbstoffe oder Geschmacksverstärker
  • Ohne Zuckerzusatz
  • Preis: ab ?3,90 pro Dose (575g), jede 6. Dose gratis!
  • Versandkosten: pro Bestellung einmalig ?3,90
  • Lieferung deutschlandweit direkt nach Hause oder ins Büro

Jedes vom User selbst erstellte oder auch erfundene Müsli bekommt zudem eine eigene ID — so kann es jederzeit wieder nachbestellt werden, man kann dem eigenen Müsli auch einen eigenen Namen geben. Hey Jungs, das wäre doch mal ein Adget — ein F!XMBR-Müsli oder ein Spreeblick-Müsli, eingebaut in die eigene Homepage, die Leser der jeweiligen Blogs können es dann bei Euch bestellen. Das fällt mir gerade so ein,1 weil das Thema ja gerade aktuell ist. 😉

Die ganze Seite, das ganze Angebot, das Blog, alles macht einen verdammt sympathischen Eindruck. Doch wo viel Lob, da muss — F!XMBR kann nicht anders — auch ein wenig Kritik sein. Dieses Script-Gedöns zum Beispiel bei Euren FAQ’s ist nicht wirklich fein. Opera (mit Proxomitron) wie auch Firefox (mit NoScript) hatten damit große Probleme — es ist schlicht unleserlich. Da muss technisch noch ein wenig getan werden. Ich bekomme z. B. auch immer Zahnschmerzen, wenn eine Session-ID in der Browserzeile auftaucht. Auch sperrt sich der Internet Explorer beim Zusammenmixen der Zutaten — was vielleicht gut gemeint ist, ist es nicht wirklich: Der User sollte selbst die Wahl haben, welchen Browser er nutzen will. Grundsätzlich sollte man vielleicht die eine oder andere technische Spielerei einfach sein lassen, eine solide Homepage reicht völlig aus — Eure Idee ist das Kapital, nicht irgendwelcher Web 2.0-Technikkram. Letztes Manko: Zahlung ausschließlich per Vorkasse. Vielleicht kann man da einen Kompromiss schließen — die erste Bestellung nur per Vorkasse und für nachfolgende Bestellungen andere Zahlungsarten? Lasst Euch was einfallen. :)

Genug gemeckert. Schauen wir uns mal ein Bestellvorgang an, ich fange an zu mixen:

mymuesli.com - Mixen

Und wähle als Basis Chocolate-Dream:

mymuesli.com Chocolate

Als Zutaten wähle ich Apfelstücke und Weintrauben:

mymuesli.com Zutaten

Es geht zum Bestellen, Versandkosten 3,90 Euro pro Bestellung. Gesamtpreis für 575g Müsli: 8,60 Euro:

fixmbr.de

Nach Adresseingabe, Zahlung per Vorkasse wird dann das Müsli nach Hause, in die Firma, wo auch immer hin, geliefert. Endlich mal was anderes, das ist einfach nur sehr fein. Und vor allen Dingen ist es auch was Handfestes, zum Greifen. Kein Geblubber oder AAL — der User bestellt, und bekommt etwas geliefert, keine Blase, etwas von Wert (ja okay, bis zum nächsten Frühstück *g*). Gerüchte besagen, dass auch Oliver davon begeistert ist. 😉 Die Preise waren mir persönlich anfangs zu hoch — jedoch haben mir 2 Leute mittlerweile gesagt, dass, wenn die Qualität gehalten wird, die versprochen wird, der Preis angemessen ist. Oki.

Da kann man nur viel Glück und viel Erfolg wünschen. Haut rein. :)

Und zum Abschluß noch ein Video-Interview. Der Mike und der Tom haben sich auf der next07 den Hubertus von mymuesli.com geschnappt und in lockerer Runde ein paar Fragen gestellt — also meine besten Ideen habe ich ja immer unter der Dusche und nicht beim Autofahren. 😀

  1. Args, noch rechtzeitig gesehen, das gibbet schon . Da denkt man, man hat die geniale Idee, und es wird einem aufgezeigt, wie Web 0.5 man doch selbst ist — aber über Beteiligungen der Blogger reden wir dann noch… []

7 Antworten zu “mymuesli.com — Einfach grandios”

  1. Oliver sagt:

    Die Vorkasse ist natürlich der Knackpunkt, macht keiner gerne und man wird auch permanent davor mit eindrucksvollen Beispielen aller Art gewarnt. Allerdings ist es wohl auch so, das die Leute keinen massiven finanziellen Hintergrund haben und somit nicht jede «ach ich mags jetzt doch nicht»-Bestellung abfedern können, insbesondere nicht da gerade erst am Start.
    In einem Jahr wird man wohl noch einmal drüber schaun können. Mich interessierts auf jeden Fall, allerdings sehe ich für Bio-Müsli in der «Geiz-ist-Geil»-Gesellschaft nicht viel Chancen. Ich denke die Klientel wird klein bleiben, einige werden es vielleicht auch mal als «Gag» so zwischendurch probieren. Aber man braucht eine gewisse Anzahl Stammkunden und um die zu erreichen brauchts noch ein breiter gefächertes Angebot auf Dauer.

    Das könnten z.B. auch ganz profan Müsli Schüsseln sein mit eigenem Logo, Behältnisse um Müsli aufzubewahren oder andere Bioprodukte in Sortiment.

    Die Idee ist wirklich klasse und wenn ich da mal mit einer bekannten großen Qualitätsmarke vergleiche, nicht einmal wirklich teuer. Dazu kommt der biologische Anbau und die eigene Mixtur. Die Dinger aus dem Supermarkt gereichen allenfalls für zukünftige Gänge zum Zahnarzt oder kräftiges Sodbrennen.

  2. Grainger sagt:

    Obwohl ich selbst eher kein Müsli-Esser bin (ich gehöre mehr zu der Fraktion, die morgens einw eichgekochtes Ei, Käse, Schinken und in Ausnahmefällen auch mal eine leckere Marmelade auf dem Frühstückstisch sehen wollen) finde ich die Idee dennoch sehr gut.

    Und wenn ich bedenke, das in meinem weiteren Bekanntenkreis etliche Müsli-Esser gibt (vorwiegend allerdings der weibliche Teil meines Bekanntenkreises) und Mann ja fast ständig auf der Suche nach originellen Geschenkideen ist wäre vielleicht eine Geschenkaktiom eine gute Idee für so einen Shop.

    Mann bestellt, gibt die gewünschte Lieferadresse an, am Besten noch mit einer optionalen Geschenkverpackung oder einer luxuriöseren Müslibox, schön wäre noch eine Art Grußkarte (auch optional) und Frau bekommt ein individuelles Müsli geschickt. Natürlich gegen moderaten Aufpreis, das wäre es vielen aber sicherlich wert.

    Vorkasse stört mich jetzt weniger, gerade bei einem Startup (und der heutigen Zahlungsmoral) kann ich das nachvollziehen, evtl. sollte man aber für einen Stammkundenkreis (der sich natürlich erst noch bilden muss) später Alternativen anbieten.

  3. ZAF sagt:

    «Kein Javascript, kein Müsli. Um den mymuesli-mixer nutzen zu können, mußt Du Javascript in Deinem Browser aktivieren!

    Wenn Du keinen Plan hast, wie das geht, versuch es mit einem anderen Computer oder frag’ jemand, der sich damit auskennt.»

    Da hilft auch die beste Werbeschaltung hier nix, wenn die Seite im Browser meiner Wahl mit meiner Wunschkonfiguration nicht nutzbar ist, dann hat man leider verschissen. Ganz abgesehen davon, daß Angaben fehlen, wie Lieschen Müller, die bekanntermaßen immer einen Zweitcomputer besitzt, denn JavaScript im Browser aktivieren könnte. Da war wohl jemand schreibfaul. Und der Imperativ von fragen ist immer noch frag und nicht frage bzw. frag’.

    Die FAQ-Seite sieht bei mir auch gruselig aus, das ganze scheint mir eher noch sehr beta zu sein. Na ja, ehemalige BWL– und Jurastudenten halt.

    Und ein Kilopreis von fast 30 DM (ja, ich rechne Euro immer noch in DM um) für das oben genannten Beispiel ist schon recht stolz. Vor allem wenn man bedenkt, daß die meisten Müslis (zumindest die im Laden gekauften, hier kann ich ja ohne JS nichts dazu sagen, aber warum sollten die das Müsli neu erfinden) als Hauptzutat billige Haferflocken enthalten.

  4. Chris sagt:

    Das mit Werbeschaltung überlese ich mal — sonst schreit wer wieder nach Zensur, wenn ich hier wie bei diversen anderen Herren verfahre… 😉

    Der Rest wird im Artikel angesprochen, anke nochmal für die Zusammenfassung.

  5. Oliver sagt:

    Der Kilopreis liegt bei ca. 8? plus/minus ein paar Cent. Das läuft auch konform mit der bekannten großen Marke, die ähnlich einer Stadt lautet. Steht aber auch bei jedem Mix dabei. Also grob gerechnet vielleicht eher 16DM pro Kilo, auch im obigen Beispiel.

    http://www.mymuesli.de/mu.….blog.php

    –das mit dem Browser

    >das ganze scheint mir eher noch sehr beta zu sein

    Vor allem ganz neu auch und die Leute bitten um Mithilfe besonders in puncto irgendwelcher Auffälligkeiten.

    >Da hilft auch die beste Werbeschaltung hier nix

    Wtf?

    Okay …

  6. […] findets klasse!! Die Idee ist auch wirklich gut und ausbaubar und ich Wünsche viieeel Erfolg. Auf Fixmbr gibts nen sehr schönen Bericht darüber, wie das ganze umgesetzt ist (technische haken nett […]

  7. Andreas sagt:

    Müsli selber mischen mach Spass. Keine Frage. Dann bekommt man auch genau die Mischung hin, die man selber mag. Mach ich schon seit Jahren so. Wenn man nicht fussfaul ist, kann man die Einzelbestandteile in Reformhaus, Bioladen und immer mehr Lebensmittelläden einkaufen.

    An mymuesli stört mich, dass da zwar steht, alles wären beste Zutaten aus biologischem Anbau, doch eine Zertifizierung (was für eine?) erst beantragt ist. Also gibts ja doch wieder ne Katze im Sack. Mit BIO werben ohne vorhandener Zertifizierung könnte schon unlauterer Wettbewerb sein. Auch fehlen sonstige Verbraucherinformationen zu den Zutaten (das Herkunftsland wäre eine, so simpel wie wesentlich, z.B.).

    Mymuesli ein witziges Start-Up. Aber um dort Nahrungsmittel (Muesli) zu bestellen, fehlt mir in «die Jungs» einfach das Vertrauen, weil sie mir nicht den Eindruck erwecken, sie wüssten um die entsprechenden Anforderungen für die Nahrungsmittelverarbeitung.

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