Mumbai

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Humayunn N A Peerzaada | CC-Lizenz

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Stuck in Customs | CC-Lizenz

Für jeden „Terroristen“, jeden „Handlanger“ der getötet wird, werden auch Hunderte unschuldiger Menschen getötet. Und an die Stelle von hundert Unschuldigen, die sterben mussten, treten wahrscheinlich ein paar künftige Terroristen.

- Arundhati Roy (indische Schriftstellerin)

Alles Weitere auf dem Blog oder der Nachrichtenseite Eurer Wahl. Nur vor Einem möchte ich den einen oder anderen Kollegen warnen: Angesichts unzähliger Tote, Kinder, die zu Waisen wurden, Eltern die ihre Kinder verloren haben, der noch nicht vorhersehbarer Folgen bis tief in unser Leben hinein, Stichwort Sicherheitsdebatte, sollte man nicht vom Sieg des Internets, gar vom Bürgerjournalismus reden. Zynisch es zu nennen, wenn man die Ereignisse in Mumbai und deren Berichterstattung auf Twitter & Co als epochal bezeichnet, wäre da noch harmlos ausgedrückt.

Manchmal sollte man einfach mal die Klappe halten. Gestern hat niemand gewonnen. Weder das Internet noch der Bürgerjournalismus. Gestern haben unzählige Menschen in Mumbai ihr Leben verloren. Wer im Angesicht dieses Grauens den Web 2.0-Jubelperser gibt, wirkt nicht glaubwürdig. Im Gegenteil. Weniger ist manchmal mehr. Man kann die Begeisterung des Thomas Knüwer förmlich spüren, wenn er von der nächsten Katastrophe Live-Bilder per Qik erwartet.

Schon bei der nächsten Katastrophe oder dem nächsten Anschlag aber könnte der nächste Schritt folgen: Video-Live-Übertragungen von Handys über Dienste wie Qik.

Perverser gehts meiner Meinung nach nicht…

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5 Antworten zu “Mumbai”

  1. Markus Merz sagt:

    Das Eine ist die ungehemmte technologische Faszination, das was Du in der Kombination mit dem Grauen zurecht pervers nennst.

    Das Andere ist der menschliche Wunsch nach mehr Rücknahme und mehr Rücksichtnahme.

    Mit Sicherheit wird der Bürgerjournalismus bei der ‘Berichterstattung’ über Grauenvolles weit über das Ziel hinausschießen, wenn die Bilder ungefiltert gestreamt werden.

    Wenn es mehr um Bürgerrechte geht und weniger um Grauen, dann finde ich es schon faszinierend die technischen Möglichkeiten auszuloten und damit dem Bürger eine mächtige aber unblutige Waffe in die Hand zu geben.

  2. […] …ein paar wie ich finde sehr wichtige und beachtenswerte Gedanken von Chris zu den Geschehnissen in Indien: […]

  3. […] EDIT_ Mitdenkenswert zu diesem Thema auch der Artikel Mumbai. […]

  4. Mumbay sagt:

    […] paar sehr lesenwerte Gedanken zum aktuellen Geschehen in Mumbay /Bombay) kann man bei Fixmbr lesen. Die Sensationsgeilheit Vieler (Leser wie Schreiber) ist angesichts des Leides dort wirklich […]

  5. Man sollte nicht dem Irrtum unterliegen, das im Internet nur die «Guten» unterwegs sind. Auch im Web tummelt sich ein Querschnitt der Gesellschaft und dementsprechend geht es dann auch zu. Und Twitter verschärft das noch. Das dann «Bürgerjournalismus» zu nennen ist allerdings hanebüchen.

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