Mr. President

Das offizielle Foto des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ist gestern vorgestellt worden. Zum ersten Mal kam dabei eine Digitalkamera zum Einsatz.


Change.gov

Und wer das Foto nicht mag, geht natürlich bei flickr auf Bildersuche – Creative Commons macht es möglich. Wer also seine Artikel bebildern will, kann – gerade bei amerikanischen Politikern – auf mehrere Quellen zurückgreifen. In Deutschland wartet die Abmahnung, in Amerika weiß man nicht, welches Bild man nehmen soll. Naja, zumindest eines habe ich mit Barack Obama gemein: Mit unseren Ohren könnten wir die Hauptrolle im nächsten Batman-Film mimen. :D


nicole caulfield | CC-Lizenz


zyrcster | CC-Lizenz


realjameso16 | CC-Lizenz


Matt Ortega | CC-Lizenz


jcarwil | CC-Lizenz

Natürlich gibt es auch von seiner Außenministerin viele Bilder:


seiu_international | CC-Lizenz


sskennel | CC-Lizenz


jcarwil | CC-Lizenz


brentdanley | CC-Lizenz

Nein, ich verweise jetzt nicht auf peinliche deutsche Pendants. Alle Rechte vorbehalten – mehr muss man zu der lächerlichen Veranstaltung, die die SPD da veranstaltet, nicht sagen. Ganz zu schweigen vom größtmöglichen Fremdschämfaktor der SPD Hessen. Mein Name ist Gümbel, Schäfer-Gümbel. Der Vollständigkeit halber: Die Union tut auch im Web 2.0 das, was sie am besten kann: Nichts. Das ist wahrscheinlich auch besser so, wenn man sich die SPD so anschaut.

Wenn man sich auf den Blogs so ein wenig rum hört, auch denen, die politisch interessiert sind und eher links stehen, bekommt man immer wieder Enttäuschung und sogar Entrüstung über Barack Obama zu hören. Das nenne ich ja mal einen Rekord. Schon vor seiner Amtseinführung hat er die Erwartungen nicht erfüllt, die so mancher Blogger an ihn hatte. Was haben die Herrschaften erwartet? Dass sie dort den Bruder Lafontaines vor sich haben? Mitnichten ist dies der Fall. Um es direkt zu sagen: Wenn George W. Bush neokonservativ geprägt war und aus diesem Kreis gelenkt wurde, können wir uns froh und glücklich schätzen, wenn wir in Barack Obama den Bruder Guido Westerwelles vor uns sehen. Wollen wir hoffen, dass Menschen– und Bürgerrechte wieder den Stellenwert bekommen, die sie verdienen.

Change, den Wechsel kann es vorerst nur im Umgang miteinander geben. Man kann von Barack Obama erwarten, dass er Guantanamo und andere Foltergefängnisse schließt. Allein das wird schon eine Umkehr bisheriger US-Politik sein. Gerade erst wurde aus Regierungskreisen zugegeben, dass gefoltert wird, dies aber als alternativlos hingestellt. Barack Obama wird bei  internationalen Krisen wieder die Bündnispartner, auch Deutschland, ins Boot holen. Keine Alleingänge mehr – die Isolation Amerikas muss und wird aufgeweicht werden. Die Zukunft wird gemeinsam gestaltet werden. Das ist der Wechsel, den die Europäer erwarten. Eine neue Freundschaft bedeutet aber auch, dass die Probleme, die in den letzten 8 Jahren geschaffen wurden, nun auch gemeinsam angepackt werden. Die deutsche Lebenslüge, wir gehen nur in den Norden Afghanistans, weil dort kein Krieg und keine Kampfhandlungen herrschen, wird die deutsche Politik nicht mehr lange aufrecht erhalten können. Letztenendes wird Barack Obama aber auch nur begrenzt handeln können. Die Weltwirtschaftskrise hat Amerika noch viel mehr im Griff als uns. Das, was er von der Administration Bush erbt, wird in 4 Jahren, auch nicht in 8 Jahren, zu bewältigen sein. Change – das kann sich (vorerst) nur auf das zwischenmenschliche Miteinander, eine neue Partnerschaft beziehen. Change wird unter diesen Voraussetzungen fast schon zur Hope.

Zum Abschluss noch einmal die Rede Barack Obamas in Berlin:

America, you have Barack Obama and Hillary Clinton. Germany you have Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier. Man mag gar nicht weiter drüber nachdenken…

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