Mozilla: to boldly go where no man has gone before …

Wie schon von Chris in Wenn vermeintlicher Erfolg den Charakter verdirbt — Mozilla will den Thunderbird abschieben bemerkt, setzte man bei der Community an, stieg höher und höher, erblickte die unendlichen Weiten monetärer Gefilde und begann vermeintlich unnötigen Ballast abzuwerfen in Form von Thunderbird, indirekt in Form der Community. Eben jene Community die anfangs für den kometenhaften Aufstieg sorgte. Mitchell Bakers just veröffentlichter Blogeintrag unterstreicht diese Vermutung nur, da wird ein Geschäftsbericht veröffentlicht, der so ganz und gar nicht von Community erzählt, sondern von den Geschäften der Gipfelstürmer, insbesondere jenem mit Google, dessen tatsächliche Tragweite man bisher geflissentlich totschweigt. Durch die derzeit starke Abhängigkeit von Google kommen auch immer wieder Vermutungen auf, dass Google Einfluss auf die Entscheidungen von Mozilla nehmen könnte. Mozilla verneinte dies bisher. Wie dem auch sei, auch Netscape ging in etwa diesen Weg: Höhenflug, Rückschlag ob des desaströsen Browserkriegs, Advent des Communityprojekts, Aufkauf durch AOL/Ausschlachtung durch AOL und der Rest ist wohlbekannte Geschichte.

Über all dem prangt Mozillas Maskottchen, welches derart machterfüllt wirkt und doch zugleich beinahe unheilsschwanger über dieser Organisation schwebt, wie einst das Schwert über Damokles Haupt. Letztendlich starben die schrecklichen Echsen, die Dinosaurier, ebenso aus, trotz ihrer massiven Dominanz und vielleicht kündet auch dieses Maskottchen vom nahenden Untergang …

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