Mozilla in der Abmahnfalle

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Newsletter sind in der Regel eine Seuche und nichts weiter als Spam — egal ob sie nun von Web.de, GMX oder auch Web-2.0-Diensten wie beispielsweise Xing verschickt werden. Gerade wurde ich über Facebook auf den neuen Newsletter von Mozilla aufmerksam. Ich habe mich gerne angemeldet. Überrascht war ich aber über die Tatsache, dass dies nicht über das Opt-in-Verfahren geschieht. Vielleicht kann jemand Mozilla den dringenden Rat geben, auf Opt-in umzustellen. Gerade in Deutschland sind Abmahnanwälte eine Seuche und werden sich auf solche Angebote stürzen. Das wissen wir nicht erst seit GvG.

Spam: GvG droht Bundeskanzler
Bundesgerichtshof stärkt Opt-in-Regelung für E-Mail-Marketing

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7 Antworten zu “Mozilla in der Abmahnfalle”

  1. […] vielleicht mal was dran, ich möchte nicht, dass ihr abgemahnt werdet. Danke auch an Chris von F!XMBR, der mir das Thema “zugearbeitet” hat. Wenn du hier neu bist, dann abonniere am besten […]

  2. Oliver sagt:

    650 Castro Street, Suite 300, Mountain View CA 94041–2021, USA

    Das wird die nicht wirklich interessieren. Da kannst Du auch versuchen, Youporn wegen fehlendem Impressum abzumahnen. :-)

  3. der wanderer sagt:

    Hm, hm, hm, ich weiß nicht so recht…

    Eigentlich ist das doch schon ein Opt-In Verfahren? Ich muss mich ja selbst eintragen.
    Es ist halt kein Double-Opt-In, bei dem ich selbst noch eine E-Mail bekommen in der ich meine Eintragung bestätige. Damit wird verhindert, dass jemand anders mich mit meiner Adresse dort einträgt.

    Aber Double-Opt-In ist meines wissens keine Pflicht, es darf halt kein Opt-Out Verfahren angewendet werden, bei dem man z.B. nach einem Kauf in einem Onlineshop sofort in die Newsletter-Liste eingetragen wird.

    Kann natürlich sein, dass ich mich da irre. Kennst du ein Gerichtsurteil, in dem Opt-In als nicht ausreichend beurteilt wurde? Würde mich interessieren.

  4. Gibst Du mir mal Deine E-Mail-Adresse? Genau darum gehts, also nicht um den unbekannten Wanderer — viele E-Mail-Adressen sind schon von Rechts wegen öffentlich… 😉

    Das hier ist einer der bekannteren Fälle

  5. Hugo sagt:

    Hmm, siehe hier.
    Zitat:
    «Permission / Opt-In Requirement«
    «No, the CAN-SPAM Act allows direct marketing email messages to be sent to anyone, without permission, until the recipient explicitly requests that they cease («opt-out»).»

  6. Gaston sagt:

    Es ist richtig, gemeint ist hier das «Double-Opt-In».
    Aber das ist soweit nebensächlich, da die Rechtsprechung inzwischen verstärkt die vermeintlichen «Störer» in die Haftung nimmt.
    So ändert sich die Rechtsprechung tendenziell in die Richtung, das der Störer nachweisen muss, das er alle Maßnahmen getroffen hat, die geforderte Einwilligung der «gestörten Person» zu beweisen. Um dies zu ermöglichen gab es bereist die ersten Entscheidungen, das eine reine (!) «Bestätigungsmail» (also für das Double-Opt-In) nicht als unzumutbare Belästigung/Werbung/Störung anzusehen ist.
    Das sich die Situation verschärft zeigt eine recht neue Entscheidung des BGH (Feb. 2011), in der verwandten Störung durch Werbeanrufe (Telefon). Dort heißt es Sinngemäß, das ein elektronisch durchgeführtes «Double-Opt-In» nicht ausreicht («ungeeignet»), um sicher zu stellen, das der Angerufene mit den Werbeanrufen einverstanden sei.

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