morituri te salutant

Jeder erinnert sich wohl noch an den Amiga, die erste Freundin für viel Nørds :D, aber als Commodore schließlich 1994 pleite ging war wohl auch endgültig das Schicksal des einstigen Wundercomputers besiegelt. Vom A1000 mit lächerlich 256kb, bis hin zum A1200 machte ich da alles mit, erweiterte mit Turbokarten und deren schnelleren Prozessoren, Festplatten, ja auch mit den ersten erschwinglichen 1-fach-CDRoms für günstige 300DM 😀

Aber Ende 94 konvertierte ich schließlich zu Apple1 , wie viele andere auch, da der PC zwar schon seit dem XT Format von mir genutzt wurde, jedoch nicht wirklich eine Alternative mit seinen beschränkten Fähigkeiten darstellte.
Amiga Inc., Escom, Gateway — all jene versuchten dem Amiga wieder Leben einzuhauchen, man dachte über PowerPC Plattformen als Grundlage nach, andere wollten einfach nur bestehende Technologien oder gar nur den Namen ausschlachten — über blieb ein einziges Disaster.
Nun lange Rede kurzer Sinn, AmigaOS 4 wurde (endlich) vorgestellt, imo ein Jahrzehnt zu spät, ohne wirkliche Plattform, ohne den Einzigartigkeitsfaktor des Amigas in den 80ern. Das alles erinnert mich an Zeta, da wird auch versucht einem wirklich guten OS-Ansatz Leben einzuhauchen, wo gar keine Substanz mehr vorhanden ist2 .

Wer mag kann hier auf arstechnica noch ein Wenig in Nostalgie schwelgen und verpaßten Chancen hinterher träumen, aber wenn man denn wieder aufwacht, packt man sich ein BSD oder Linux auf erschwingliche Hardware und kann sich mehr zusammenschustern als jemals mit einem Amiga möglich war, geschweige denn einem heutigen AmigaOS4. Das hier übrigens sollte mal die Hardware-Plattform stellen, auch viel zu spät und letztendlich wurde nie wirklich etwas draus.

  1. nur um mich mit Beginn der neuerlichen Jobs-Hypes wieder dem PC und Windows/Linux zuzuwenden 😉 []
  2. auch ich hatte damals das erste Beos im Einsatz *g* []

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7 Antworten zu “morituri te salutant”

  1. gnokii sagt:

    also meine erste NErdfreundin war der C64 😉

  2. Chris sagt:

    … mit Samatha Fox Strippoker … 😀

    Kennt einer noch den Atari ST?

  3. Falk sagt:

    Kennt einer noch den Atari ST?

    Ja klar — der war (und ist stellenweise sogar noch) in Musikerkreisen sehr beliebt 😀

  4. Oli sagt:

    Ja den kenne ich und ob seiner hohen Auflösung im SW-Modus mit den Midi-Fähigkeiten inkl. war er wirklich praktisch, TOS war btw. das grottigste OS neben Windows 😀 — das war aber auch schon alles und damit flamte ich schon damals jeden Atari-Freak 😀

  5. Grainger sagt:

    Natürlich kommt das AmigaOS4 mindestens 10 Jahre zu spät, da muss ich Oli recht geben.

    Aber zu seiner Zeit war der Amiga allen anderen Systemen in Hard– und Software weit voraus, leider hat Commodore die Gewinne seiner (einzigen) Cashcow Amiga lieber in das von Anfang an desaströse PC-Geschäft investiert.

    Und so fehlten wohl die Mittel den Amiga richtig weiter zu entwickeln, die paar Fortschritte waren ja eigentlich kaum der Rede wert und tatsächlich blieb der Amiga entwicklungsmäßig mehr oder weniger stehen.

    Ob es bei einem vernünftigen Marketing den Amiga mit eigenständiger Hardware heute noch geben würde weiß ich auch nicht, ein paar zusätzliche Jahre Lebensdauer wären aber sicherlich möglich gewesen.

  6. Dr.Thodt sagt:

    Vielleicht isses ja auch ganz gut so. Oder kann einer mit Sicherheit sagen, ob ein Amiga heute keine schnöde Konole wäre? Ich darf nur mal an das CD32 erinnern. Meiner Meinung nach war der Amiga mehr als nur ne Daddelkiste (auch wenn ich viel damit gedaddelt habe :D)

  7. Oli sagt:

    Das CDTV war seiner Zeit zumindest weit voraus, jedoch zu bider um anzukommen. Das CD32 ein verkappter A1200 mit CDRom — na ja, da war Commodore schon gewaltig auf der Talfahrt — ohne Bremse. Der A1200 kam ein paar Jahre zu spät, man wollte halt den Erfolg des A500s ausschlachten, mit dem 64er machte man ja das gleiche Spiel. Atari ebenso usw. Business as usual.

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