Moderne Arbeitslager

Die Bayern waren ja schon immer in den letzten Jahrzehnten recht aktiv, wenns darum ging radikale Ideen hervorzubringen, was sonst noch alles dort gedieh wissen wir ja auch zu genüge.

Netter Vorschlag eines CSUlers,

Der arbeitsmarktpolitische Obmann der Unionsfraktion im Bundestag verlangt, alle Langzeitarbeitslosen sollten sich jeden Morgen bei einer Behörde zum Dienst melden. Dann könnten sie nicht mehr schwarzarbeiten.

[…]

Die Langzeitarbeitslosen haben so nicht länger das Gefühl, überflüssig zu sein, gewöhnen sich wieder an regelmäßige Arbeit.

Spiegel.de

Hola, Deutschland im debilen Fußballrausch, Sommerloch-Alarm und die Politversager nutzen die Gunst der Stunde. Schlimmer noch, ich möchte gar nicht wissen wieviele Debile daheim sitzen ob dieser News und denken hey so ist es richtig, elende Schmarotzer.

Btw. welcher dieser Politversager kennt noch echte Arbeit?

28 Antworten zu “Moderne Arbeitslager”

  1. saucer sagt:

    Als Bayer muss ich jetzt mal kurz auf die elektronische Fussfessel hinweisen:
    http://service.spiegel.de.….l-353819
    die aus Hessen kam :)

  2. Oli sagt:

    Ja es dürfte ja klar sein, das ich nicht unbedingt die Bürger meine, obwohl sich die Wähler von Stoiber und auch Koch wohl den Schuh anziehen müssen. Das ich darüber hinaus bei Bayern auch Dinge meine die dort massiv Fuß fassen konnten, schon seit den 20ern, dürfte u.U. auch klar sein.

  3. Falk sagt:

    Ich wollte da letztens schonmal was schreiben — das mich die Realität aber mal stumpf überholt, das hätte ich nicht erwartet. Irgendwie muss ich in den letzten Wochen immer mehr an die Erzählungen meiner Oma denken. Ich mein, es war *toll* damals, sie hat die Welt gesehen, wenn auch in Uniform und in Arbeitslagern.

    Und ich kann jetzt noch den Blick meiner Frau vor paar Tagen vor mir sehen, als ich einen Vergleich mit dem Antreten zum morgendlichen Fahnenappell bei der Bundeswehr gebracht habe. Bald sind wir wieder dort. Fehlt bloss noch ein entsprechender Gruß mit ausgestrecktem rechtem Arm…

    Ich geh erstmal Kotzen.

  4. Chris sagt:

    Heil …

    Ne, das lassen wir, aber so manch typische Reaktion, hier die eines der Deppen vom g:b:

    naja mal abgesehen davon das die faulen unter den arbeitslosen bisschen was für ihr geld tun müssen. es gibt auch menschen die arbeiten wollen und nicht können. solche menschen die einfach durchdrehen wenn sie nur zuhause hocken und sich die talkshows ansehen müssen.

    also so verkehrt find ich es nicht unbedingt.

  5. Falk sagt:

    Tief gesunken ist dieses Land und auf dem besten Weg «back to the roots». Ich überleg grad — die Aussage für sich ist ja eigentlich nur eine Meinungsäußerung — aber mal kritisch betrachtet könnte man da schon von Volksverhetzung sprechen. Vor allem im Hinblick, das hier die im GG verankerten Rechte mal einfach stumpf ausgeblendet werden. Und ich muss ehrlich sagen — solche Aussagen sind nicht nur widerlich, sondern zeugen von großer Dummheit. Und dieser ist nunmal mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr beizukommen. Ich glaub die möchten echt französische Verhältnisse. Aber sowas ist in unserem Polizeistaat ja undenkbar. Man ist ja noch stolz drauf, dass Deutschland seine Gesellschaftsformen immer ohne Revolution hinbekommen hat. Klar — wurden ja auch zu Obrigkeitshörigkeit erzogen — und rausgekommen ist statt dem ursprünglichen Land der Dichter und Denker ein Land «der Bildzeitungsleser und Frisösen«[sic!]

    Diese Denkweise, dass sich gesellschaftliches Engagement nur am Verdienst festmacht ist zutiefst braun — und das schon seit Jahrzehnten.

    Wie dumm muss man sein, um Politiker zu werden? Weil dann lass ich mir einen Großteil meines Gehirns operativ entfernen.

  6. Oli sagt:

    «Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden»

    Matthäus 5,6

    Zumindest in der Bergpredigt wird da Trost gespendet. Glaubt man jedoch nicht daran, so lebt man im Jammertal der Debilität.

  7. Falk sagt:

    War das Zitat nicht ein Aufruf zu Gewalttaten? Ich bin mir da grad nicht so sicher… :)

  8. Chris sagt:

    Dabei sollte das hier nur Sarkasmus sein:

    http://www.fixmbr.de/inde.….zukunft/

  9. Chris sagt:

    Mir ist schlecht… Kleine Rundschau.

    Der FOCUS:

    Ich finde es an sich eine sehr gute Idee, wie viele Menschen sind arbeitslos und fallen in Depressionen u.ä. weil sie keine Aufgabe haben?! So könnten sie wieder Engagement zeigen und wären sicherlich besser gestellt auf der Suche auf dem normalen Arbeitsmarkt. Ein soziales Netz lebt vom Geben und Nehmen …

    Sehr gute Idee…
    …wer vom Gemeinwesen Geld erhält, kann auch im Rahmen seiner Möglichkeiten Dienst leisten. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Argumente, dass das nur auf freiwiller Basis möglich sei und die Würde des Menschen einen Zwang verbiete, laufen ins Leere. Denn es wird nur Geld aus Steuern verteilt, die andere bezahlen. Also los gehts, Berlin soll einfach so entscheiden!

    entlich eine nützliche Idee
    es gibt unter den Hartz IV Empfängern sehr viele die alle Ihre Rechte aber nicht Ihre Pflichten kennen und zu faul zu ehrlicher Arbeit sind, da sie die Schwarzarbeit die sie machen noch zusätzlich bekommen. Es gibt richtige Abzocker die sich zu selber zu schade zum Arbeiten sind und seit Jahren nur zu gut vom Staat leben und noch jammern das sie nicht genug haben aber nicht dazu tuen.

    Sehr gut!
    Hervorragende Idee. Leider ist es vielfach noch zu bequem in unserem sozialen Netz!

    Absolut endlich wird einer wach
    Das ist mal eine absolut vernünftige Anmerkung,denn so kann und darf es einfach nicht weitergehen. Wer nicht bereit ist sich gemeinnütziger Arbeit zu stellen hat keinerlei Anspruch auf Unterstützung.Und dieser Quatsch unsere Vergangenheit immer anzuprangern ist der größte Schwachsinn,denn ohne Arbeit keinen Anspruch ‚es gibt leider genug die uns ausnutzen.

    Einfach nur fair
    Ich denke es ist nur gerecht, wenn diejenigen die Beitrag ableisten, auch eine saubere Parkanlage nach Feierabend vorfinden können. Geldleistungen an Teile der Empfänger für das Nichts-Tun zu transferieren ist unsozial und stellt erwerbstätige an den Pranger.

    Bravo..!!
    ENDLICH!! Dafür bin ich schon lange.. Denn Es wird die Sozialschmarotzer, von denen es hier mit Sicherheit genug gibt, vielleicht endlich dazu bewegen sich mal nützlich zu machen anstatt über die Arbeitenden zu lachen und sich jeden Tag um elf aus dem Bett zu quälen.. Außerdem wird es den Menschen die sich einfach in einem Loch befinden helfen, sich wieder aufzurappeln.. Ein guter Schritt!!

    usw…

    SPON:

    Diesem Vorschlag kann man mit Einschränkungen schon etwas abgewinnen.

    Was sollen denn immer diese Nazi-Vergleiche. Es darf nun einmal kein Recht auf Faulheit geben. Die Arbeitslosen bekommen Geld fürs Nichtstun, das darf doch angesichts leerer Staatskassen nicht angehen. Da können die ruhig auch um 6.00h aufstehen und den Tag lang nützliche arbeiten verrichten, für die sie sich sonst wahrscheinlich zu schade wären.

    Außerdem — der Herr Müller hat es extra betont — soll das ja auch zum Nutzen der Arbeitslosen selbst geschehen: nicht mehr nutzlos und überflüssig zu sein, hebt das Selbstwertgefühl ungemein.

    Ich warte auf die Forderung, dass Hartz IV-Empfänger […] einen gelben Aufnäher mit dem Arbeitsamtssymbol deutlich erkennbar über der rechten Brust tragen müssen.

    Wobei man sagen muss, im SPON-Forum überwiegt die Empörung…

  10. Korrupt sagt:

    Wenigstens das. Grade auf dem g:b kriege ich gelegentlich das Knochenkotzen, wenn offenbar voellig merkbefreite User ueber die «dummen Politiker» abziehen. Viele Idioten werden von genau den Idioten regiert, die sie verdient haben.

  11. Falk sagt:

    Tja Neo-Liberalismus mit rechtem Gedankengut gepaart ist wieder «schick» und gesellschaftsfähig. Gepaart mit latentem Halbwissen und Stammtischfloskeln ein gefährliches Gebräu, was sich da jetzt zusammenkocht.

  12. Chris sagt:

    Im SPON-Forum kippt die MEinung gerade auch nach rechts…

    Im übrigen sollten sich die Sozialromantiker hier einmal vor Augen halten, dass unsere Gesellschaft in nur 50 Jahren 1,5 Milliarden Schulden angehäuft hat, um ihre sozialen Leistungen zu finanzieren. Wie soll das denn weitergehen?

    Wenn ich als Kind mir unliebe Aufaben nicht erfüllen wollte, argumentiert mein Vater mit dem Satz «Arbeit schändet nicht»

    Unabhängig davon ob es jetzt wirklich so viele faule Arbeitslose gibt, so ist es doch Fakt, dass die Leute Geld bekommen ohne etwas dafür gegenwärtig zu tun.….

    Es ist schon fast unverschämt, welch Erwartungshaltung hier teilweise herrscht! Lieber den ganzen Tag herumliegen und Geld kassieren, hm? So funktioniert eine Gesellschaft nicht!

    würden die leute vor lauter empörung und aufregung erstmal ihr hirn verwenden, koennte ihnen auffallen, dass der vorschlag, langzeitarbeitslose sollten gemeinschaftsdienste leisten, geradezu revolutionär ist, wenn man ihn denn nur richtig anwendet

    Wer von der Allgemeinheit bezahlt wird sollte oder besser muss dieser Allgemeinheit das geben was er geben kann.

    Arbeitslose sind nicht nutzlos.
    Ihr Nutzen besteht darin dass sie als abschreckendes Beispiel dienen.

    Sollte das auch nicht mehr der Fall sein sind sie in der Tat nutzlos.

    Deshalb unterstütze ich den Vorstoß von Stefan Müller MdB.

    Zum Beispiel könnte man HartzIV-Empfänger z.B. mit Hilfe von Crash-Kursen zu Assistenten von Wirtschaftsprüfern ausbilden lassen.
    Drei Fliegen mit einer Klappe!
    1. Die Langzeitarbeitslosen hängen nicht den ganzen Tag besoffen vor der Glotze und fühlen sich überflüssig.
    2. Sie können nicht ihrer Schwarzarbeit nachgehen. (Da fällt mir gerade die Absurdität der hier oft genannten Vorwürfe auf: Schwarzarbeiten und gleichzeitig den ganzen Tag vor der Glotze hängen und sich überflüssig fühlen geht doch gar nicht.)
    3. Durch ihre Hilfe werden mehr Fälle der Bilanzverschleierung, Steuerhinterziehung, usw. aufgedeckt.

  13. Falk sagt:

    Typisches Stammtisch-Flachgewichse von den Leuten, die morgens die Bildzeitung lesen.

  14. Chris sagt:

    Völlig anderes Thema und doch so passend: Vor der WM behauptete das Satire-Magazin Titanic, die WM nach Deutschland geholt zu haben. Die Bild sah darin Vaterlandsverrat und empfahl seinen Lesern, die Titanic anzurufen. Eine Auswahl der Anrufe ist hier zu finden.

    Ich bin mittlerweile der Überzeugung, das ist der deutsche Durchschnitt. 😉

  15. Oli sagt:

    Das hat die BILD damals schon mal gemacht mit den Studenten, wie das ausging weiß man ja auch.

  16. Chris sagt:

    Bereits kurz nach Beginn der Arbeitslosenversicherung setzte die Weltwirtschaftskrise ab Herbst 1929 eine verheerende Spirale von Massenarbeitslosigkeit, höheren Beitragssätzen, steigenden Lohnnebenkosten und Leistungskürzungen in Gang. Schon 1929 wurde die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Erwachsene auf 36 und für Jugendliche auf 21 Wochen begrenzt, Saisonarbeiter erhielten gar keine Zahlung mehr. Ab Mitte 1931 bekamen auch Jugendliche und verheiratete Frauen keinen Pfennig, das Niveau der Arbeitslosenunterstützung sank auf bis zu zwölf Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Die Anregung zu diesen drastischen Einschnitten kam nicht zuletzt von den deutschen Arbeitgeberverbänden, die 1929 mit einem Artikel in ihrer Verbandszeitschrift eine «Missbrauchsdiskussion» starteten, um Zumutbarkeitsregelungen zu verschärfen und Rechtsansprüche durch Bedürftigkeitsprüfungen zu ersetzen. Notverordnungen des Reichskanzlers Heinrich Brüning (Zentrumspartei) ergänzten die Leistungskürzungen für Arbeitslose durch Lohnsenkung, Abbau der Tariffreiheit und Steuervergünstigungen für Unternehmer. Im Ergebnis dieser «tiefgreifenden Reformen» kam es zu dem Paradox, dass sich die Zahl der Arbeitslosen von 1928 bis 1932 verdreifachte, die Versicherungsleistungen im selben Zeitraum aber sanken.

    freitag.de — Von Leistungskürzungen zur Arbeitspflicht

  17. Oli sagt:

    Man muß aber auch den geschichtlichen Kontext beachten, in dieser Zeit war es auch noch usus das Parteianhänger andere Kundgebungen richtig aufmischten etc., bis hin zum Schußwaffengebrauch.
    Die Weimarer Republik war zudem ein erstes «Experiment» nach der Kaiserzeit, nicht zu vergessen die harten Reparationszahlungen die Deutschland so ziemlich ausbluteten. Das da Kürzungen von «gerade erst» eingeführten Boni würde leicht beschnitten wurden, mag zwar für den Wirtschaftsanalytiker später unsinnig erscheinen, damals war es einfach die Notlösung. Diese verfahrene Situation führte auch letztendlich zu den bekannten «Ereignissen».
    Mir ist schon klar das dies als Beispiel herhalten soll, nur ist profane Vergleich nackter Zahlen einfach nicht passend. Wäre er dies, so müßte ich auch polemisch antworten, Maul halten und durch, damals ging es den Leuten x-fach dreckiger.

    Das hier war damals deutsche Realität,

    http://de.wikipedia.org/w.….eltkrieg

  18. Chris sagt:

    Der Absatz ist nur ein Ausschnitt. 😉 Der Artikel hat ein wenig mehr zu bieten. :)

  19. Falk sagt:

    Allerdings ist das Paradoxon von Kürzungen der Leistungen und weiterem Anstieg der Arbeitslosigkeit auch heutzutage gegeben. Und warum? Na wer kommt drauf …

    Und nicht zu vergessen — die vielbeschworene Globalisierung a.k.a. Sklavenhaltung…

    War das genug Polemik und machen wir ne Wirtschaftsanalyse drauss?

    Aber die Meldung geht beim gleich bevorstehenden Sieg der Deutschen über die Polen eh unter.

  20. Oli sagt:

    Ich wehre mich auch bei uns an der Fakultät sehr oft dagegen, wenn «Wirtschaftsheinis» versuchen die Geschichte ihrem Denken anzupassen, kommt meist nicht viel bei rum. Umgekehrt ist es interessanter und auch richtiger. Zuoft beschneidet man in Wirtschaftskreisen die essentiellen Teile der Geschichte.

    «Allerdings ist das Paradoxon von Kürzungen der Leistungen und weiterem Anstieg der Arbeitslosigkeit auch heutzutage gegeben. »

    @Falk, mein Punkt, heute könnten sie es besser machen ob der gemachten Erfahrungen unserer Altvorderen. Damals waren es «nur Testballons».

  21. Chris sagt:

    Vor allen Dingen diese Mär von jahrelang wurde alles verschleppt, blockiert. Schon Helmut Kohl hat neoliberale Reformen umgesetzt, so wurde damals z. B. schon der Kündigungsschutz gelockert. Die Industrie hatte gefordert — dann gibbet auch wieder Arbeitsplätze, Regierung Kohl hat gemacht, das Ende vom Lied: 300.000 Arbeitslose mehr nach dieser Reform.

  22. Oli sagt:

    Ich unterscheide Politiker im Bundes– u. Landesumfeld schon lange nicht mehr nach Parteien, das Disaster fing schon unter Schmidt an und seine falschen Reaktionen in Zeiten der Ölkrise etc.
    Kahlschlag und Förderung der Industrie waren schon immer das «politische Allheilmittel», insofern im Westen nichts Neues.
    Die Reduktion auf einen Namen wie damals Kohl, heute Schröder verführt letztendlich nur zu einer sehr oberflächlichen Betrachtungsweise und der bekannten Parteihörigkeit. Denn in Volkes Augen war es halt nur der «böse Mann» da, nicht aber die liebe Partei. Und das ist crap, die Partei gibt immer den Ton an, der Mann vorne ist nur die Galleonsfigur. Die Argumentation «ja aber er sagte …» ist Blödsinn, denn derlei machtvolle Aussagen gibts ebenso nur mit einer Hausmacht innerhalb der Partei, insofern stützt die Mehrheit ihn oder läßt ihn fallen.

  23. Falk sagt:

    An einzelnen Leuten kann man es tatsächlich nicht festmachen. Aber warum werden denn die Ministerien eher danach besetzt, wen man wo wie schonmal kannte etc. Diese Vetternwirtschaft war grad unterm Dicken sein auch öffentlich postuliertes Prinzip. Und Leute die von der Materie eine Ahnung haben, sind oftmals in ihrer Eigen-PR miserabel und/oder keine Arschkriecher. Nur solang in der größeren Politik das Prinzip «wer nützt mir auf meinem Weg nach oben» oder auch «wer ist am loyalsten wenn ich meine Eigeninteressen durchsetze» an der Tagesordnung ist, wird sich so schnell auch nichts ändern. Wo sind denn die ganzen Kritiker unserer Kanzlerin plötzlich alle? Habens ne schicke Position bekommen? Oder wurden wieder in den Urwald geschickt, wo sie erstmal auf breiter Ebene keinen Schaden mehr anrichten können. Und das Sommerloch kommt erst noch und die Zecken aus ihren Verstecken. Da blüht uns noch so einiges an geistigem Dünnpfiff im Jahre 2006. Ändern wird sich nichts — aber den vielbeschworenen großen Knall wirds hierzulande nicht geben. Da ist sich doch jeder selbst der Nächste.

  24. Oli sagt:

    Warum? Machts, Prestige usw. Die Politik an sich wird jedoch in den Ministerien gemacht, teils wechseln die Beamten dort kaum, das heißt das Kasperletheater ist nur für die Massen.

  25. Falk sagt:

    Deswegen machts ja auch keine Unterschied, welche Pappkameraden an vorderster Front «kämpfen». Die Sache ist dann ja schon lange entschieden. Frage ist nur, was den denkfähigen Menschen dann noch übrigbleibt? Sich selbst an dieser Politik zerreiben?

  26. Oli sagt:

    «Wenn Menschen verzweifelt sind, werden sie zur Durchsetzung ihrer Ziele verzweifelte Mittel anwenden.»

    Desmond Tutu

  27. Falk sagt:

    In Deutschland wär mir das sehr neu — aber ich glaub ich stünde als erster mit in Berlin vorm Reichstag, wenns wirklich hart auf hart kommen würde. Vorher flieg ich aber meine Familie nach Schweden aus :)

  28. Chris sagt:

    Es ist erschreckend zu beobachten, wie sehr das SPON-Forum immer mehr nach rechts driftet, asoziales Gewäsch da unter Gerechtigkeit veröffentlicht wird, der pure Wahnsinn.

    Man bekommt da wirklich Angst…

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