Mittendrin

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Ich komme gerade vom Sommerfest 2009, veranstaltet von Silpion, eingeladen wurde ich vom 13. Stock. Es waren sehr schöne Stunden, tolle Gespräche, ein wunderbares Ambiente mit Blick über den Hamburger Freihafen, die Stimmung war einfach klasse und das Buffet war unschlagbar lecker. Das Team hat einen ganz besonderen Tag organisiert. Danke. :)

Da noch ein anderer Termin wartete, ging es viel zu früh wieder in Richtung Heimat — die Buslinie 154 wartete auf uns und sollte uns bis zum Berliner Tor bringen. Normalerweise eine Sache von 5 Minuten. Normalerweise. Nur sind in Hamburg derzeit Chaostage — linke und rechte Chaoten übertreffen sich täglich bei der Frage, welche von beiden Gruppen denn wohl die größten Idioten im ganzen Land sind. Heute wollten die Linken demonstrieren, gegen eine NPD-Kundgebung morgen — es ist müßig zu erwähnen, dass es auch dort wieder jede Menge Krawall gab, bzw. noch geben wird. Als wir im Bus saßen, auf die letzte Kreuzung vor Berliner Tor zusteuerten, standen wir plötzlich im Stau. Es ging kaum noch voran. Die Polizei hatte die Straße in Richtung Berliner Tor gesperrt — wegen der besagten Demonstration, die genau gerade zu diesem Zeitpunkt dort langführte. Super.

Und so wurden aus 5 Minuten 30 Minuten, statt geradeaus zu fahren, bog der Bus links ab und ließ uns bei nächster Gelegenheit am Straßenrand aussteigen. 20 Meter weiter, links Haltestelle Berliner Tor, rechts die Demonstration, begleitet von einem nicht kleinen Polizeiaufgebot. Da ich gerne schwarze Kleidung trage, ich ausgerechnet heute mein Zensursula-T-Shirt trug, fühlte ich mich nicht wirklich wohl — ich machte mich schon auf die Frage der Polizei bereit, warum ich mich außerhalb der Demonstration aufhalten würde. Gott sei Dank geschah nichts in diese Richtung und wir konnten schnell links Richtung der S-Bahn Berliner Tor entschwinden.

Die Haltestelle Berliner Tor war zur Hälfte abgesperrt — es waren mehr Polizisten zu sehen, als Fahrgäste, und das sagt um diese Uhrzeit eigentlich alles. Ehrlich gesagt, habe ich mich nicht wirklich sicher und wohl gefühlt. Die Erkenntnis ist nicht wirklich schön, nur wegen schwarzer Kleidung und Zensursula-T-Shirt Bedenken wegen der eigenen Sicherheit haben zu müssen. Am S-Bahn-Gleis angekommen, kam dann die Durchsage der Hochbahn, dass auf Anordnung der Polizei keine S-Bahn-Linien am Berliner Tor fuhren, so musste ich mit der U-Bahn zurück zum Hauptbahnhof, und konnte von dort mit der nächsten U-Bahn in Richtung Heimat fahren.

Doch möchte ich mir den tollen Nachmittag bei Silpion und mit dem 13. Stock nicht trüben lassen — Hamburg hält diese Chaoten jeglicher Couleur seit Jahrzehnten aus. Nur mich in Mitte eines riesigen Polizeiaufgebotes zu befinden, neben einer so genannten Demonstration, die eigentlich nur Aufgalopp für Krawall und Vandalismus ist, das muss ich nicht noch einmal haben…

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2 Antworten zu “Mittendrin”

  1. Anonymous sagt:

    Hm — zeigt nicht gerade, dass die von Dir befürchtete Behandlung durch die Polizeibeamten nicht eingetreten ist, dass Dein Bild von den Beamten negativer ist als sie es verdienen?

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