Microsoft unterstützt Linux

SAN FRANCISCO ? Microsoft Corp. has embraced Novell Inc.‘s open-source software platform, forming a technological truce between two longtime antagonists who want to make it easier for the still-dominant Windows operating system and the increasingly popular Linux system to work together.

Houston Chronicle

Microsoft wird also in Zukunft auch Support für Linux geben, da sie erkannt haben das da draußen keine Monokulturen existieren, sondern gemischte Verhältnisse. Gleichzeitig verzichtet man auch auf irgendwelche Patentansprüche gegenüber Linux. Wer da jetzt übrigens denkt uiih Microsoft auf fremden Pfaden … Microsoft brachte auch früher mal den Internet Explorer für Unix heraus etc. Aber dieser Schritt in seiner Gesamtheit ist schon etwas neues, aber letztendlich auch die logische Konsequenz.

5 Antworten zu “Microsoft unterstützt Linux”

  1. fmat sagt:

    «if you cant beat them, meet them.»

    Obwohl ich das noch als Teil von «beat them» betrachte.

  2. kobalt sagt:

    Microsoft wird Novell durch die Hintertür schlucken. Winzigweich hatte bereits an einem eigenen Linux gebastelt. Die werden ein «Winux» draus machen und den Markt noch stärker dominieren, falls das überhaupt möglich ist.
    Dieselbe Situation tauchte schon einmal auf, als nämlich die IE-Entwickler den FIREFOX-Hackern eine Torte schickten. Man kann Gegner besiegen indem man sie schlägt oder indem man sie von innen her auffrißt.

    Glaubt irgendwer ernsthaft daran, daß Microsoft daran gelegen ist, einen Kokurrenten zu unterstützen?

  3. Oli sagt:

    Nein aber Microsoft greift nach Strohhalmen, ihre Kriegskasse ist groß aber der wirkliche Höhenflug ist schon längst Geschichte.
    Microsoft hätte längst ein Unix nutzen können für lau ohne sich mit der GPL rumschlagen zu müssen — denn so lange letztere existiert ist ein Winux, außer kostenlos, nicht einmal denkbar. Ganz abgesehen von der Problematik des Lizenzgemenges.

    Apple konnte ein Gemenge aus eigenem System und BSD machen, sprich MacOS X, eben weil BSD eine sehr liberale Lizenz besitzt, die auch die kommerzielle Verwertung gestattet.

    Gewisse Vermutungen also, sind bei Kenntnis der Sachlage ergo schon völlig ausgeschlossen.

    Novell != Linux und Open Source kann man nicht kaufen, wegstecken — ist halt keine Firma mit closed source die man schlucken kann. Firmen wie Novell sprangen damals auf den Linux Zug auf, damit sie selbst mit ihrem kommerziellen Unix vor die Hunde gingen. Insofern braucht Linux Novell in keinster Weise. Suse wird auch so verschwinden, die größte Gefahr für Suse/Novell ist nicht Microsoft, sondern Redhat mit Fedora und RedHat Server.

  4. […] Und wie schon hier erwähnt, könnte das Geschäft platzen bzw. in einer völlig anderen Richtung verlaufen, da die GPL sehr einschränkend in diesen Belangen ist. If you make an agreement which requires you to pay a royalty to anybody for the right to distribute GPL software, you may not distribute it under the GPL, […]

  5. kobalt sagt:

    @ Oli:
    Ich orakele das MS sich Novell einverleiben wird um sich die Vorteile von Suse einverleiben zu können, als da unter anderem wären: weite Verbreitung, starke Unterstützung (siehe OpenSuse), Kundestamm, Vertriebswege.
    Danach wird «Micronovell» Redhat in die Bedeutungslosigkeit abzudrängen versuchen.

    Natürlich hätte MS sein eigenes Linux weiterentwickeln können, aber wozu sollen sie selbst entwickeln, wenn sie eines kaufen können? Wenn MS, wie Du sagst, bereits nach Strohhalmen greift, hat MS die Zeit vielleicht nicht, um eine eigene Distribution zu entwickeln, zu bewerben und zu etablieren, denn wer mit Windows zufrieden ist, wird nicht zu Linux wechseln und wer mit Linux zufrieden ist, wird ebensowenig zu Windows wechseln.
    Ich interpretiere die Kooperation so, daß MS sich in den Linuxmarkt einkauft, auch wenn MS von Novell angerufen wurde
    (www.novell.com/company/blogs/cmo/?p=33
    ’A few months back, in an informal discussion about strategic alternatives, one of my colleagues suggested we ought to purse a deeper relationship with Microsoft.
    […]
    So we picked up the phone, called our colleagues at Microsoft and asked ?What if??’),
    die sich möglicherweise selbst eine stärkere Expansion durch die Zusammenarbeit erhoffen. Ob Novell sich im Verbund mit MS behaupten kann, wird sich zeigen.

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