Microsoft und der Größenwahn

Der Software-Konzern Microsoft will in Deutschland die redaktionelle Berichterstattung von Computermagazinen über die Office-2007-Vorabversion kontrollieren. […] Damit sichert sich Microsoft Mitsprache bei den redaktionellen Inhalten und eine Prüfung der Veröffentlichungen zu.

[…]

Der Vertrag regelt auch die Inhalte der Heft-CDs/-DVDs […] So sind etwa so genannte «Open-Source-Produkte» auf solchen Datenträgern verboten.

Versuchen kann man es ja, aber gut, ist mal wieder der pure Wahnsinn, naja, wer es mit sich machen lässt — auf der aktuellen Heft-CD der c’t (Heise Zeitschriftenverlag) ist die Beta von MS Office 2007 enthalten.….

Quelle: de.internet.com

9 Antworten zu “Microsoft und der Größenwahn”

  1. Oli sagt:

    Hey Chris so arbeitet halt «jede normale» Firma, die es sich leisten kann mittels ihres Einflusses (aka Monopol), nenn mir noch eine und ich nenne dich ab Morgen Schatzi :p 😉

  2. Chris sagt:

    Jedes Unternehmen, welches Anzeigen schaltet versucht es. 😉 Es ist eher erstaunlich, dass sowas öffentlich gemacht wurde. 😉

    Aber es war mir klar, dass der Artikel Balsam für Deine Seele ist. 😀

  3. Oli sagt:

    Nein nicht direkt, aber falls es dir was sagt 😀 -> q.e.d.

  4. Chris sagt:

    Nachdem Du jetzt schon wieder die Abkürzung nutzt, muss ich ja mal nachforschen, was das heißt. 😀

    *lol*

    Quantenelektrodynamik wird es wohl nicht sein. 😉

    quod erat demonstrandum = was zu beweisen war — aaaaah… 😀

  5. Falk sagt:

    Och neu daran ist doch wirklich nur, dass man dies öffentlich macht. Ansonsten ist die Beeinflussung der Medien durch gewisse «Zuwendungen» gang und gäbe. Kann ich ein Lied von singen, wenn dies nicht gegens Urheberrecht verstösst.

    Btw. werden die meisten Verlage trotzdem das Teil als Beilage haben. Wer wettet dagegen?

  6. Grainger sagt:

    Auf der Heft-CD der c’t ist nicht die Beta von Open Office 2007 enthalten, sondern die von MS Office 2007.

    Ein kleiner, aber feiner, Unterschied. 😀

    Ich habe mir die Beta nicht installiert, weil ich privat ohnehin StarOffice nutze und mein Arbeitgeber noch MS Office 2000 einsetzt.

    Allerdings habe ich den dazugehörigen c’t-Artikel sehr aufmerksam gelesen und ich persönlich kann mich mit der vollständigen Umstellung der Benutzerführung im neuen MS Office eher weniger anfreunden.

    Und ein optionales Umschalten auf die alte Menüstruktur scheint zumindest im jetzigen Entwicklungsstadium auch nicht vorgesehen zu sein (aber die nervigen animierten Assistenten sind wohl weg und bleiben es hoffentlich auch).

    Auf mich macht das eher den Eindruck mal wieder zwanghaft alles anders machen zu wollen (ähnlich wie die schönen Benutzeroberflächen der diversen Kai Powertools für Photoshop, nett anzusehen aber nicht wirklich funktional).

    Schon aus Neugierde werde ich die Beta wohl trotzdem mal antesten, aber installiert bleibt die sicherlich nicht (wozu habe ich schließlich ein Image meiner Systempartition?).

  7. Chris sagt:

    Oha, habs mal korrigiert, zumindest meinte ich es so, wie ich es nicht geschrieben habe. 😀

  8. Chris sagt:

    Btw, hier die Stellungnahme vom Heise Zeitschriftenverlag — wenn man bedenkt, auf der einen Seite die (aufgeregte) Springer-Presse, hier eine sachliche Darstellung, bin ich geneigt zu sagen, viel Aufregung um Nichts, business as usual.

  9. Oli sagt:

    Aber wie halt jeder Mensch so ein wenig paranoid ist 😀 Würde auch Heise nicht das Gegenteil zugeben — möchte man doch gerne drüber berichten und die Werbung tralala 😉

    Das hier wäre ein anderes Beispiel,

    http://golem.de/0605/4556.….9.html

    Man kann gewisse Praktiken zwar als usus unter Firmen ausmachen, wie es einige immer gerne tun 😉
    Dennoch muß man diese keineswegs tolerieren und als «normal» abtun. Wir können nicht gegen Politiker polemisieren und gleichzeitig der Industrie — oder Teilen davon die uns zusagt 😉 — einen Persilschein ausstellen.

    Insofern gibts nie eine «Aufregung um Nichts».

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