Microsoft öffnet sich

Man kann es als Farce bezeichnen oder schlicht PR-Maßnahme, letztendlich bringt es jedoch etwas für Open Source. Auch Firmen wie IBM, Sun etc. sind nur auf die PR scharf und solange diese taugt um den Konzern vorwärts zu bringen ist auch alles in Butter. Die Rede ist von Offenheit, dem Credo der Open Source Community. Offene Standards, Einblick in Schnittstellen etc. sind gut für die User eines jeden Systems. Microsofts Weg und der vieler andere Konzerne wie z.B. Sun, SGI und Novell war es bisher die Dominanz in ihren Bereichen mittels Geheimhaltung diverser Dinge zu sichern. Microsoft ist hierbei der letzte Konzern der sich sträubt, aber auch definitiv nicht der einzige der es derart vehement tat.

Die Initiative umfasse vier Bereiche: Microsoft werde künftig offene Verbindungen gewährleisten, die Übertragbarkeit von Daten vorantreiben, Industrie-Standards umfassend unterstützen sowie sich offener mit den Anforderungen der Kunden und der gesamten Branche auseinandersetzen, sagte Ballmer.

Nun also setzt sich auch Redmond in Bewegung hin zu mehr Offenheit. Viele werden an der Aufrichtigkeit zweifeln, was jedoch in der Praxis recht kurzsichtig ist. Auch Sun, Novell und IBM beispielsweise veräußern nicht leichtfertig ihre Kronjuwelen, spielen je nach Gewichtung mit verschiedenartigen Lizenzen oder kaufen Open Source Projekte auf, um eine primäre Förderung ihrer In-House-Produkte zu gewährleisten. Es ist ein Konkurrenzkampf so oder so, die Wahl der Waffen Mittel entscheidet letztendlich nur wie es in der Öffentlichkeit ankommt.

Last not least entscheidet aber die Qualität vor Ort und da kann jedwedes Entgegenkommen seitens eines Konzerns eine Hilfe darstellen, insbesondere bei Open Source, daß in dieser Hinsicht noch einen recht steinigen Weg vor sich hat in einigen Bereichen.

futurezone.orf / golem

Eine Antwort zu “Microsoft öffnet sich”

  1. […] Microsoft startet seine «Interoperabilitäts-Strategie». Das soll wohl bedeuten das Microsoft ab jetzt das machen will, was man normalerweise tun würde: sich an Standards halten und API’s dokumentieren. Ich glaube kaum das Microsoft das ernsthaft durchzieht. […]

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