Merke — denn sie wissen nicht, was sie tun

Der Blog von chris97
Themen zum Freitag gehen sehr gut, Anregungen werden auf gleicher Augenhöhe diskutiert, manche umgesetzt. Die Mitarbeiter des Freitag verstehen es, den Lesern das Gefühl zu geben, man höre auf sie.

Warum die SPD nicht links ist
Politische Diskussionen gehen ebenso, die Diskussionskultur ist weitaus höher aus auf jedem anderen Blog dieser Republik. Der Freitag-Leser ist interessiert und engagiert an der Politik. Das Niveau wird natürlich nicht so bleiben, zumal keine Moderation auf dem Freitag vorhanden ist.

Der Sonnenkönig des deutschen Journalismus
Web 2.0-Themen gehen gar nicht. Da schlägt der gesamte anonyme Web-2.0-Mob auf, der Bernd Graff und Kollegen eindrucksvoll bestätigt. Anonymität wird von immer mehr Web-2.0-Hools ausgenutzt, so dass diverse Forderungen aus der Union nicht mehr überraschen. Im Gegenteil, es ist als Betroffener leicht nachzuvollziehen, warum sie in der breiten Bevölkerung Unterstützung finden.

Der Freitag ist sicherlich eine gute Idee, der jede Unterstützung verdient hatte, dennoch wird er den Weg von Zoomer und anderen Projekten gehen. Wenn das Konzept an einigen entscheidenden Stellen nicht überdacht wird, ist das Experiment gescheitert. Es geht bei sowas profanem wie der Technik los und endet bei strukturellen Dingen. Das kann man bereits heute nach 12 Tagen zusammenfassen. Es wäre an anderer Stelle sicherlich noch tiefgehender begründen, über allem könnte stehen, denn sie wissen nicht, was sie tun

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10 Antworten zu “Merke — denn sie wissen nicht, was sie tun”

  1. ich sehe schwarz (hoffe aber noch … ;-), wenn die angekündigten Änderungen nicht umgesetzt werden, bitte möglichst schnell, denn allein die mangelnde Übersicht im Communitybereich macht bei häufigen Besuchen schnell keinen Spaß mehr.
    Die Sache mit den Trollen wäre ja nicht so tragisch, wenn es eine einfache Löschfunktion gäbe…

  2. phoibos sagt:

    abgesehen von der gar grauslichen struktur der kommentare kann ich mich nicht des gefühls erwehren, in guten alten forenzeiten damals angekommen zu sein. fehlt jetzt nur noch, dass ben, tw und om auftauchen (bloggen die eigentlich auch (bei tw weiss ich es)?)… und natürlich die gründung von metablogs.

  3. Chris sagt:

    Alles Webleichen, wo die evtl. noch rumkriechen…

  4. Oliver sagt:

    … ben, tw … mal den Teufel nicht an die Wand phoibos 😀 Anonyme Heckenschützen nutzen natürlich die dortige Örtlichkeit, um ihren Sermon dem nächstbesten feilzubieten. Man muß hinter den verwirrten Kommentaren sicherlich nicht unbedingt einen der unsrigen verprellten Kommentatoren vermuten, nein viel mehr greifen saubere Alphas gerne zu diesem Mittel, um den Schein für ihre Jünger zu wahren. Manch einem Journalist unterstelle ich dies auch, denn derartige Praxis versteht man in dortigen Kreisen u.a. als Professionalität.

  5. Chris sagt:

    Lach nicht, unser persönlicher Blogstalker von den FN ist heiß dabei und beißt vor Wut in die Tischkante… 😉

  6. Oliver sagt:

    Das war zu erwarten — irgendwie jedenfalls. Ich verstehe nicht das manche Menschen solch einen Hass pflegen können für viele, viele Jahre. Und all das nur weil wir nicht mehr mitspielten und sie keiner mehr frequentiert 😀

    Wenn ich an diese Clique denke, gerät das Netzwerk aus der Hauptstadt geradezu zur Gruschelgruppe mit Web2-Sexappeal … auch nur irgendwie, auf der unendlichen Suche nach einem Gegensatz für eine unsägliche Ansammlung verwirrter ehemaliger Webinstanzen. Werden wir das Berliner Netzwerk in 3–5 Jahren auch derartig schauen? Wer weiß … 42 😀

  7. Chris sagt:

    Ich schaue jeden Morgen, ob mir Hörner gewachsen sind. Ich muss die Ausgeburt des Bösen sein…

  8. phoibos sagt:

    ach ja, rene… lustig, dass er sich nur registriert, um deine blogeinträge zu kommentieren — und dann in einer art, die vermuten lässt, die mehrheit der internetuser wäre zu dumm zum googlen. dumm nur, dass da wieder einer, der im steinhaus sitzt, mit gläsern werfen muss.

  9. Medienjunkie sagt:

    Eine neu gestartete bzw. komplett neu konzipierte Webseite nach 12 Tagen schon für gescheitert zu erklären, halte ich doch für etwas seeeehr voreilig. Gib den Machern doch erst einmal eine Chance, Verbesserungsvorschläge auch umzusetzen.
    Irgendwie erinnert mich dein Fazit an die (Über)reaktion von Kollege Lobo, der wegen eines Kommentars, der ihm nicht passt, gleich sein Profil löscht und die Zeitung für mehr oder weniger nicht mehr lesbar erklärt.

  10. phoibos sagt:

    @ medienjunkie:

    das konzept an sich ist nicht gescheitert, aber es bietet im moment allen anlass zur befürchtung (imo). freitag.de ist nur begrenzt webzwonullig: die kommentare sind unübersichtlich bis zum es geht nicht mehr, keine moderationsschlaufen, registrierungszwang, … und nun kannst du sehen, wie da rumgetrollt wird ohne ende. vielleicht ist es auch sehr nabelschauig, doch die reaktionen einiger user auf den sonnenkönig-artikel lassen befürchten, dass das system für etwas missbraucht wird/werden kann, dass man früher als forenkriege bezeichnete.

    ciao
    phoibos

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