Mediales Politikum

Ich denke, man muss über das mediale Politikum gestern nicht mehr viel schreiben, das haben schon Felix und der Spiegelfechter getan. Dort ist man immer gut — besonders über die Widersprüchlichkeiten - unterrichtet. Der gestrige Tag hat eines hervorragend bewiesen: In den Redaktionsräumen dieses Landes sitzen fast ausschließlich hörige, nicht eigenständig denkende Vollpfosten, die mit sauberem Journalismus so viel gemein haben, wie ich mit dem Stricken. Ob nun hier in Hamburg oder in Frankfurt sitzend, ein Platz für jeden einzelnen wäre am Redaktionstisch bei der BILD reserviert. So gut wie jede einzelne Publikation hat gestern bewiesen, welch unterirdisches Niveau vorherrscht. Naja, was ich eigentlich sagen will:

Ich war heute einfach mal hier in Hamburg am Amerikanischen Konsulat. Man sollte ja meinen, dass — gerade weil der Terror nun da ist — besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind. Und ich weiß wovon ich spreche: Am 11.09.2001 und am 12.09.2001 war ich am selben Ort. Aber, wie das Leben so spielt — der Terror scheint nicht wirklich in Hamburg angekommen zu sein. Ein paar Schnarchnasen in Uniform, die entweder rauchten oder lustlos die Beine hoch legten, mehr war nicht an dem neben dem Flughafen wohl mit gefährdetsten Ort in unserer wunderschönen Stadt zu sehen.

US-Konsulat

Wie siehts eigentlich bei der Botschaft in Berlin aus und bei anderen US-Einrichtungen in unserem Land? Augenzeugenberichte reichen — ein ungewohntes Gefühl, ich kanns kaum beschreiben, hatte ich schon, als ich auf den Auslöser gedrückt habe. 😉

7 Antworten zu “Mediales Politikum”

  1. Euro sagt:

    Sieht evakuiert aus…

  2. Chris sagt:

    Das ist nur ein kleiner Schutzbereich, dass die Leute nicht direkt an den Zaun kommen. Da war nichts evakuiert…

  3. Fefe sagt:

    Die Botschaft in Berlin hat auch eine fette Geheimdienst-Abteilung im Keller, das Konsulat ist dagegen nur Verwaltung. Wir haben auch in Berlin eine Art Konsulat, in Dahlem, wo man Visa beantragen kann. Das Konsulat sieht ähnlich aus wie in Hamburg von der Sicherheit her.

    Die Botschaft hingegen sieht aus als stünde sie in Beirut. 100m «Sicherheitsabstand», dahinter Straßensperren mit Betonklötzen und (Deutsche!) Polizisten mit Maschinenpistolen zum Schutz.

    Nicht daß da tatsächlich irgendeine Bedrohung existiert, aber die Amis wollten mal zeigen, wer hier das Sagen hat. Die Briten haben dann nachgezogen und auch weitgehende Straßensperren über hochfahrbare Stahlsäulen in der Straße gemacht. Das sah erst wie «fahren wir im Notfall hoch» aus, aber die sind jetzt immer hoch gefahren.

  4. Chris sagt:

    Aber selbst der Laden war in anderen Zeiten schon mal stärker bewacht, japp (deutsche) Polizisten mit Maschinengewehr — die ganze Palette. Dass wir Hamburger überhaupt noch an _unsere_ Alster dürfen (Konsulat direkt am Alsterufer) ist schon ein Wunder. 😉

  5. c sagt:

    Was war denn am 9.11.2001 besonderes, dass du dieses Datum erwähnst?

  6. Chris sagt:

    *auflach*

    [x] fixed

  7. Michael sagt:

    Dieses besondere Datum ist ein klarer Beweis dafür, dass gewisse Menschen mehr Humor haben als wir dachten:

    Notruf

    Gruß 😉

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