Man stelle sich mal vor…

… es ist Bundestagswahl. Das Volk schaut gebannt auf den Wahlkampf. Selten zuvor wurde er mit so einer Härte geführt. Die Kandidatinnen schenken sich nichts. Jeder Fehler der anderen wird gnadenlos ausgenutzt. Das Volk interessiert sich wieder für die Politik. Die Medien erleben einen Boom — die Blogs geniessen wieder ihr unbedeutendes Nischendasein. Am Wahlabend keine Überraschung. Die Amtsinhaberin Angela Merkel, CDU, schlägt haushoch Guido Westerwelle von der FDP. Die SPD war nicht angetreten, man hatte schlicht vergessen, Kurt Beck zur Wahl anzumelden. Unrealistisch?

Die Wiesbadener SPD kann sich am Abend zur Oberbürgermeisterwahl im März entspannt zurücklehnen. Kein gebanntes Warten auf die nächste Hochrechnung und garantiert keine Wahlparty. Denn ihr Kandidat Ernst-Ewald Roth, in den die Sozialdemokraten der Hessischen Landeshauptstadt viele Hoffnungen setzen, ist für die Wahl nicht aufgestellt. Der Parteivorsitz hat schlichtweg versäumt, Roth für die Wahl des Stadtoberhaupts anzumelden. stern.de

Von solchen Leuten werden wir regiert, solche Leute treffen lebenswichtige Entscheidungen…

6 Antworten zu “Man stelle sich mal vor…”

  1. Grainger sagt:

    Solche Idioten, ich schmeiss’ mich weg. 😀

    Um ehrlich zu sein bin ich von hämischer Schadenfreude erfüllt.
    Das ist auch nicht von der betroffenen Partei abhängig, ich wäre genauso Schadenfroh wenn die CDU betroffen wäre.

  2. Oli sagt:

    Schadenfreude ja, aber ich möchte gar nicht wissen wer da über uns lacht, weil solche Leute unsere Regierungen bilden …

  3. Grainger sagt:

    … weil solche Leute unsere Regierungen bilden ?

    Zumindest in Wiesbaden für die nächste kommunale Legislaturperiode schon mal nicht. 😀

  4. spiefelwuetz sagt:

    Auf die Bundesebene projiziert würde das eine echte Lücke reißen. Gibt es für das Ressort Arbeitslosigkeit und Asoziales ein Äquivalent zu Münte?

  5. Greg sagt:

    Ich habe auch herzlich gelacht, als ich das vorhin gelesen habe!

  6. Alle Achtung, Ernst-Ewald Roth…

    Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier und wenn das fünfte Lichtlein brennt, hast Du Weihnachten verpennt. (Weihnachtsgedicht aus meinen Kindheitserinnerungen)
    Vor dem Genossen Spitzenkandidaten für die Ober…

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