Mac OS X und Open Source

Neben dem Umstand, daß Mac OS zum Gros auf Open Source basiert1, ist es ja neuerdings per Definition auch ein UNIX. Das war es im Grunde genommen auch schon zuvor irgendwie, aber nun können auch staatliche Institutionen beherzt zugreifen. Wie dem auch sei, UNIX als Basis, respektive die Verwendung diverser Open Source Tools, legen es nahe, dem Kommerz-OS ein Schnippchen zu schlagen und auch dieses Open Source auf dem heimischen Mac zur Anwendung zu bringen. Neben dem Umstand, daß dieses für lau zu haben ist, gesellt sich auch ein netter Nebeneffekt ein: die Unabhängigkeit von Apple 😉

Leichter gesagt als getan, denn Apple war nie eine Firma die etwas mit der Konsole am Hut hatte, läßt man mal den ersten Apple außen vor bzw. Developer Konsolen für System 7 usw. Die echte Konsole erhielt erst Einzug mit dem Advent von Mac OS X vor ein paar Jahren, zwar bis heute immer noch gut versteckt jedoch essentiell für diverse Aufgaben abseits des üblichen Mainstreams. Eine weitere Hürde setzt Apples Grafiksystem entgegen, denn um viele der Open Source Anwendungen verwenden zu können bedarf es eines X Servers, der zusätzlich gestartet werden muß. Daraus ergibt sich auch eine weitere Hürde, die Optik. Apple-User lieben die ins System eingebettete Optik, aber auch der zusätzlich zu startende Server ist für viele kein Grund zur Freude. Prominentes Beispiel wäre OpenOffice, daß erst mit Version 3.0 nativ unterstützt werden soll, abseits des imho wenig begeisternden NeoOffices.

Nun auf den Streifzügen durchs Netz wird man einigen schon fertig kompilierten Vertretern der freien Zunft begegnen. Alte Bekannte wie Firefox, OpenOffice, Avidemux und mehr finden sich da ein und natürlich die Legion von Tools für die Konsole. Aber es ist nur ein Bruchteil und wie schon erwähnt werden vielen davon ob der X-Server Hürde wenig bis gar keine Beachtung geschenkt. Ist das alles jedoch kein Grund zum Verzicht kann man sich behände an der Vielfalt der freien Welt erfreuen :)

MacPorts beispielsweise bietet in seiner Sammlung knapp über 4000 freie Programme, die ähnlich den FreeBSD Ports recht einfach installiert werden können. Ein Befehlt wie ports install mutt, lädt den Quellcode von Mutt herunter, löst die Abhängigkeiten auf, kompiliert alles nötige und installliert letztendlich den Mailer Mutt. Die Bedienung ist mitunter für verwöhnte Desktop-User gewöhnungsbedürftig, aber dennoch recht simpel. Einzige Hürde zuvor ist die Installation von XCode, welches inzwischen mit knapp1Gb zu Buche schlägt und wofür man sich zuvor (kostenlos) registrieren muß. Die Installation von XCode selbst läuft Mac üblich ab, stellt als kein Kunststück dar.

Zum anderen existiert da noch Fink, die Besonderheit an Fink ist die Möglichkeit auch vorkompilierte Programme zu installieren, man spart sich also die Kompilation des Quellcodes. Das System lehnt an Debians apt-get an, dürfte also ebenso wenig sonderliche Hürden entgegenstellen, abseits des Umstands tippenderweise Software zu installieren 😉 Einziger Malus im Moment, Leopard Nutzer kommen derzeit nicht in den Genuß von binären Installationen, hier muß man sich vorerst wie bei MacPorts mit der Kompilation vom Quellcode behelfen.

Alles in allem sieht man also, daß auch Open Source unter Mac OS X keine Hexerei darstellt, auch wenn es u.U. in etwas mehr Gefrickel ausartet als bei Systemen, die schon von Haus aus auf diesem Prinzip aufbauen.

  1. FreeBSD, Mach, KHTML, GCC, diverse GNU Core Utilities usw. []

27 Antworten zu “Mac OS X und Open Source”

  1. Dr. Azrael Tod sagt:

    Die Frage ist, inwiefern MAC-Nutzer dies brauchen? Mal von einigen, wenigen Ausnahmen abgesehen, kenne ich da nur Nutzer, die Mac-OS verwenden da es in seiner Bedienung so leicht ist oder weil ein Mac als Statussymbol so viel hermacht.
    Die komplexe Bedienung einer Konsole (Nein, sie ist nicht wirklich schwierig, hat aber eben einen solchen Ruf.) wiederspricht da imho ziemlich der Mac-Zielgruppe.

  2. Dr. Azrael Tod sagt:

    inwiefern brauchst du es? :-)

  3. Oliver sagt:

    >Die Frage ist, inwiefern MAC-Nutzer dies brauchen?

    Frage mich mal 😀

  4. Oliver sagt:

    Persönlich nicht, aber das ist wiederum eine andere Geschichte 😉

  5. Maik Schmidt sagt:

    Yo!

    Das Bild von «Mac OS X» als Nutzer-Maschine ist grundlegend falsch. Macs sind optimale Rechner für Software-Entwickler und erfreuen sich gerade bei dieser Zielgruppe immer größerer Beliebtheit.

    Ich selbst verdiene meinen Lebensunterhalt mit Software-Entwicklung und kann mir keine produktivere Umgebung vorstellen. Angefangen beim gcc über Python, Perl, Ruby & Co. bis hin zur ausgewachsenen Entwicklungsumgebung ist alles vorhanden, kostenlos verfügbar und exzellent dokumentiert. Einziges Manko ist momentan (und temporär) die mangelnde Unterstützung für Java6.

    Viele Grüße,

    Maik

  6. Oliver sagt:

    >Macs sind optimale Rechner für Software-Entwickler und erfreuen sich gerade bei dieser Zielgruppe immer größerer Beliebtheit.

    Dem will ich nicht derart harsch widersprechen, aber mit dem Advent von Mac OS X fielen sehr viele Entwickler ab und dieser Umstand wurde auch auf einer Developer Konferenz noch vor ein bis zwei Jahren massiv beklagt.

  7. Maik Schmidt sagt:

    Völlig richtig, aber ich habe auch nicht behauptet, dass die Entwickler Software für Mac OS X schreiben. Ich nutze den Mac, um Web-Anwendungen und Server zu schreiben, die unter Unix laufen.

  8. Oliver sagt:

    Ja für diesen Bereich wiederum paßt es.

  9. «Die Frage ist, inwiefern MAC-Nutzer dies brauchen?»

    Ich denke eher, dass Apple hierdurch eine neue Nutzergruppe erschließen kann — bzw. dieses schon tut.

    Nämlich diejenigen, die den UNIX-Unterbau als wertvoll ansehen (und diesen auch nutzen werden), aber gleichzeitig eben auf solche Dinge wie «perfekte Hardwareunterstützung», «iTunes» oder den «In-Faktor» nicht verzichten wollen.

    Ich denke nicht, dass es viele Umsteiger von Linux (oder von *BSD) auf Apple geben wird, aber zumindest in den Köpfen ist MacOS doch als «echtes Betriebssystem» inzwischen angekommen, oder?

  10. Oliver sagt:

    >aber zumindest in den Köpfen ist MacOS doch als “echtes Betriebssystem” inzwischen angekommen, oder?

    Ja? Mag sein, die UNIX Zertifizierung ist hauptsächlich für den US-Regierungsbereich interessant bzw. für die Infrastruktur drum herum. Die Leute, die tatsächlich ein «UNIX» möchten, wissen wo sie diese finden bzw. auch nicht.

    >perfekte Hardwareunterstützung

    Würde ich in richtig fette Anführungszeichen setzen, bei der wenigen zu unterstützenden Hardware wundert es noch immer, daß man den Redmondern teils alle Ehre macht bei der Software. Vorteil auch hier ist das UNIX unter der Haube nicht so leicht kaputt zu kriegen 😀

    Kurzum bei den Leuten die es nutzen ist es wohl als Betriebssystem angekommen. Beim Rest, keine Ahnung — bei mir «entfernt» es sich immer mehr davon.

  11. bernd sagt:

    Ich denke nicht, dass es viele Umsteiger von Linux (oder von *BSD) auf Apple geben wird,

    Äh, doch mich — aber ich bin ja nicht viele 😀
    Das Problem (nur sehr kurz angerissen), das GNU/Linux oder *BSD immer noch haben ist dass es weder einen ordentlichen Desktop (mal was innovatives und nicht nur OS X oder Windows kopiert) noch dass sie gut unterstützte Stromsparfunktionen besitzen. Mir ist der Energieverbrauch zwar nicht ganz egal, aber was Strom spart ist in der Regel auch leise und bleibt kühl, was mich wiederum freut. Desweiteren gibt es bei beiden Systemen kaum eine zufriedenstellende Möglichkeit, manch Kommerz-Gedöhnse zu installieren (ok, ich nehme auch lieber OpenSource, aber hin und wieder kommt man eben nicht drum rum).

    BTW: Warum ist die PC-Hardwareindustrie eigentlich so faul? Ich versteh das nicht? Zum Mac Mini noch zum iMac gibt es keinerlei Konkurrenzprodukte? Warum? Mir scheint dass man lieber Penisprothesen-Gehäuse mit zig Lüfter und Lämpchen baut. 😀

  12. Robert B. sagt:

    Um Xcode zu installieren, muss man sich nicht zwingend bei Apple registrieren, weil es schon auf dem Mac OS X Installationsmedium enthalten ist.

    Zur Frage, inwiefern Macuser „dies brauchen“: Ich habe mir den Mac bewusst als Unix-Notebook (mit cooler GUI 😉 OK ) angeschafft, weil andere Unices oder Linux auf portablen Rechnern doch teilweise deutlich mehr Gefrickel sind, als unter Mac OS X einen Paketmanager übers Terminal zu bedienen.

    Apropos: Terminal: Sobald du dort arbeitest, ist es gar kein Unterschied zu Linux oder anderen Unices, gerade weil Mac OS X ein Unix ist. Da fällt es dann kaum auf, wenn man sich per SSH beim Hochschulrechenzentrum einloggt und auf AIX arbeitet 😉

  13. Oliver sagt:

    Na ja es kommt immer auf die Aktualität an und zudem gibts da noch ein wenig mehr als XCode.

    >Sobald du dort arbeitest, ist es gar kein Unterschied zu Linux oder anderen Unices, gerade weil Mac OS X ein Unix ist.

    Das hängt davon ab wie und wo man arbeitet, es ist letztendlich ein Gemenge aus BSD u. Gnu Userland. Dazu sind einige Versionen von Befehlen deutlich älter und haben u.U. weniger Funktionalität inne. Wenn ich mich mit SSH irgendwo einlogge merke ich nicht einmal einen Unterschied selbst wenn ich das unter Windows tue 😉

    @Bernd,

    –Fluxbox, früher für knapp 10 Jahre fvwm
    –der Finder setzt inzwischen auch Patina an, seit System 7 kam außer ein wenig Glitter nicht viel berauschendes hinzu
    –runtertakten der CPU funktioniert, Standby ebenso
    –du kannst mehr sparen, indem du bei der Hardware acht gibst, als letztendlich irgendeine Stromsparfunktion bewirken kann

    😀

    Wenn der Massenmarkt auf Apple stehen würde,wären sie schon alle migriert. Dem ist aber nicht so obwohl Apple schon sehr lange existiert. Das Problem ist einfach, daß Apple mehr als jedes andere System polarisiert. Da wären zum einen jene die mit dem vorgegebenen Pfad zufrieden sind (beim Tech-Volk meist jene die als Amdin 10-12h wirken und danach die Fresse voll haben :D) bzw. Leute die den Rechner mehr als Login-Basis für diverse Portale nutzen und eben dann noch jene, die mitunter mehr frickeln, aber auch wissen was sie tun und warum sie dies so tun möchten.

    Und ja da sind auch die Grafiker, die auf Apple schwören, es existiert jedoch eine eine Menge Grafiker, die Majorität, die aus Kostengründen und in puncto Vielfalt auf Windows schwört. Und ehrlich gesagt, ein Windows das ich nur für *eine* Aufgabe nutze (usus im prof. Bereich), für eine Applikation (oder für zwei-drei)läuft ebenso auf Dauer stabil. Dann zu der Grafiksoftware: Video/2D/3D/CAD ist ein eindeutige Domäne von Windows. Nirgendswo sonst gibt es diese Vielfalt an prof. Software. Apple kann sich da bestenfalls mit einem Bruchteil begnügen. Auch auch so wie jeder der von CAD gleich auf Autocad schließt, gibt es wie immer weitaus mehr da draußen.

    Das heißt im Klartext Apple befriedigt wie auch schon in den 80ern und 90ern Nischen. Anfang der 90er nutze ich Apple noch privat ob vieler Qualitäten. Die Mär vom Grafikcomputer stammt ebenso aus den 80ern/90ern, denn zu jener Zeit waren Apple Rechner konsequent technisch überlegen, protzen mit eigenem Bussystem (nubus) das mehr konnte als ISA, hatten durchgehend SCSI im System, hochwertige Monitore mit ansprechender grafischer Leistung, das bessere RS-422 anstatt RS-232 usw. und vor allem kein DOS oder den Aufsatz Win3.11:D

    Und wenn ich da heute einen großen mit 8 Cores stehen habe, dann verbrenne ich als erstes — sofern es mir erlaubt ist — Mac OS und bin gar mit einem netten Linux darauf zufrieden. Denn auch dieses holt letztendlich weitaus mehr aus der Hardware raus 😉

  14. Robert B. sagt:

    Was für einen SSH-Client benutzt du denn unter Windows? Für mich fühlt sich dort alles „terminalmäßige“ wie ein (gewollter?) Fremdkörper an. Oder entkommst du per SSH dem Windows 😉

  15. Oliver sagt:

    Putty bzw. Winscp wenns sich ums reine kopieren dreht.

  16. Heiko sagt:

    Hallo Leute!
    Eine wirklich interessante Diskusion!!
    Ich selbst arbeite seit gut 10 Jahren in der Linux/Unix Branche insbesondere mit SuSE,RedHat,Debian und AIX. Da ich momentan beruflich sehr viel unterwegs bin und es mal wieder an der Zeit ist für ein neues Notebook, habe ich mit dem Gedanken gespielt mir ein MACBook-Pro zuzulegen. Für mich ist also ein UNIX als Basis ein elementater Grund und ebenso möchte ich kein Notebook kaufen welches für W-Vista ausgeleget ist und für welches ich auch noch extra bezahlen muss. Es gibt sicherlich div. Notebook-Verbauer bei denen ich ein Notebook ohne OS erhalte kann, aber wie ist die Qualität, Kompatibilität und der Service? Ich habe einfach keine Zeit mehr, auch wenn ich wirklich gerne gefrickelt habe, mich mit inkompatibler Hardware zu beschäftigen. Ich selbst halte nichts von all den MAC-Fanboys, der künstlich aufgeblasenen Marketingstrategie von APPLE und einem super klicki bunti OS. Ein KDE oder Gnome bietet MIR vergleichbares. Würde SuSE oder RedHat Notebooks ausliefern, so wäre meine Entscheidung klar!

    Also ich werde mir nun heute ein MACBook-Pro beim Bekannten ansehen. Ich selbst finde es noch nicht einmal so interessant welche OpenSource Apps Ihr nutzt, sondern vielmehr welche Euch fehlen!!! Und wie sind Eure Erfahrungen beim selber compilen von OpenSource Apps.

    Freue mich schon auf Eure Antworten.
    Gruß, von «noch» Linuxler 😉

  17. Bernd sagt:

    Ein KDE oder Gnome bietet MIR vergleichbares.

    Bei weitem nicht. KDE und GNOME sind aufgeblasene und abgekupferte Desktops, deren Stabilität schlicht zum kotzen ist.

    Aber zurück zum Thema… eigentlich fehlt mir keine OpenSource App (ich glaube für jeden Entwickler ist es einfacher eine EXE oder ein DMG bereit zu stellen, als die zig Paketformate der zig Distris). Anyway, selber compilieren ist dank MacPorts angenehm und somit ähnlich zu den BSDs.

    BTW: Meinereiner ist seit 3 Tagen linuxfrei. Nach 7 Jahren PITA ist jetzt schluss :)

    Gruß

  18. Oliver sagt:

    Nach den GPL-Fundis kommen nun die Mac-Fundis — ja der virale Gedanke setzt sich durch 😀

  19. Bernd sagt:

    😀 Mac-Fundi? Ne — eher Betriebssystem-geh-mir-nicht-auf-den-Sack-Fundi :)

  20. Oliver sagt:

    Achso? Ja damit kann ich leben, bei MacOS reagiere ich ähnlich wie bei diesen Dingen 😀

  21. Heiko sagt:

    Hallo Bernd,

    woher Du Deine schlechten Erfahrungen im Bereicht KDE bzw. Gnome gesammelt hast ist mir unklar, da ein Gnome Desktop eine sehr stabile Oberfläche ist. Für mich sind auch eher die Anwendungen als der Desktop für ein OS ausschlaggebend. Na ja, und so schlecht kann ein Gnome Desktop ja auch nicht sein wenn große Firmen wie RedHat und Novell ihn supporten. Aber ok, bitte keinen OS-Distri-streit!!! Ein OS ist für mich Mittel zum Zweck, also ein Arbeitswerkzeug. Da jeder andere Arbeiten zu bewältigen hat, bestehen auch unterschiedliche Bedürfnisse.

    Danke für Deine Erfahrungen mit den MAC — Ports. Das schein ja eine prima Sache zu sein!

    Gruß, Heiko

  22. Oliver sagt:

    >Aber ok, bitte keinen OS-Distri-streit!!!

    Wer Angst davor hat zu diskutieren bzw. seine ehrliche Meinung zu äußern, muß hier auch auf dem Blog nicht vorbeischauen.

  23. Bernd sagt:

    Hallo Heiko,

    woher Du Deine schlechten Erfahrungen im Bereicht KDE bzw. Gnome gesammelt hast ist mir unklar, da ein Gnome Desktop eine sehr stabile Oberfläche ist.

    Die schlechten Erfahrungen stammen aus 7 Jahre KDE bzw. GNOME Erfahrung. Beide glänzen mit Gimmicks v.a. der eine schreit völlig danach — aber auch zig sinnvolle Features befinden sich in beiden, leider dermaßen unstabiel, dass es einfach keinen Spaß mehr macht. Ich habe letztens nicht dumm geklotzt, als ich am Mac ca. 1.500.000 Dateien von A nach B kopiert habe, weil ich weiß was mein Liebling Nautilus an der Stelle gemacht hätte 😀 und ich meine mich erinnern zu können, dass Konqueror diesbezüglich keinen Deut besser war. Dann greift man natürlich zum Terminal und omg — nirgends gabs ein cpdup auf diesem «blöden Linux». *g*

    Na ja, und so schlecht kann ein Gnome Desktop ja auch nicht sein wenn große Firmen wie RedHat und Novell ihn supporten.
    Microsoft ist noch größer und was machen bzw. machten diese mit ihrem Desktop? 😉

    Aber ok, bitte keinen OS-Distri-streit!!!
    Hmm… ich weiß nicht warum einige Menschen einen Streit immer mit «ausfallend werden» und «persönlich attakieren» gleich setzen. 😉
    Anyway, das Fanboy-Dasein habe ich weitgehend abgelegt — hoffe ich zumindest. Ich bin wirklich nur froh, wenn gewisse Dinge einfach ihren Dienst tun. Das tut FreeBSD auf all meinen Servern mit erstaunlicher Leichtigkeit und OSX auf meinem Desktop. Das Fenster-Ding dient hier eigentlich nur noch zum Zocken und dafür habe ich einfach keine Zeit mehr — die Dinge müssen laufen und das ohne viel Aufwand und Ausnahmen — wenn das jemand mit Windows oder Linux hinbekommt — auch gut.

    Danke für Deine Erfahrungen mit den MAC — Ports. Das schein ja eine prima Sache zu sein!

    Im Prinzip ja. Allerdings stinkt es gewaltig mit den gerade mal 4500 Ports gegen FreeBSD (~ 18.000) ab. Alternativ gäbe es da noch fink, was eher dem Debian Paketmanager gleicht.

  24. Heiko sagt:

    Oh nein, bitte meine Aussage nicht falsch verstehen. Ich kenne nur diese endlosen Distri-Streitereien im Linux Umfeld. Einer Diskussion stelle ich natürlich gerne und werte Sie selbstverständlich nicht als “persönlichen Angriff” oä.

    Ja BSD ist ein sehr sehr stabiles OS, so zumindest meine Erfahrung bzw. Informationen. Jedoch ist für ein Unternehmen nicht “NUR” die Stabilität für den gewerblichen Einsatz von Bedeutung. Wartbarbeit und Support sind ebenfalls Faktoren, welche nahezu immer eine Rolle spielen. Eine zentrale Konfigurationsmöglichkeit wie sie z.B. RedHat und SuSE bietet, ist für größere Installationen von höchster Bedeutung (Zumindest für den IT-Entscheider-Admin).

    Zu Deinem geschildertes Nautilus-Problem (1.500.000 Dateien kopieren) kann ich keine qualifizierte Aussage tätigen, da ich es selbst noch nicht gemacht habe. Mich würden aber weitere Vorzüge von MAC-OS interessieren! Ich lasse mich gerne von der Überlegenheit eines MAC-OS überzeugen. Falls Du noch einige konkrete Beispiele hast,…,her damit! 😉

    Ich kenne viele Unternehmen die Linux, meist SuSE, für zentrale Dienste wie z.B. SAP oder Oracle verwenden und keine Performance oder Stabilitätsprobleme haben. Jedoch bin ich nicht einäugig und so war und ist BSD für mich immer ein interessantes Thema und ich werde es mir auch mal genau ansehen müssen.

    Jetzt habe ich jedoch noch einige Fragen zu den MAC-Ports. Ich benötige für meine tägliche Arbeit am PC folgende apps: OpenOffice, Firefox, Pidgin, einen Terminal, VMWare, …
    Das es diese apps unter Apple gibt, habe ich bereits gesehen, aber.… Wie ist die Stabilität von OpenSource Apps unter MAC-OS? Wie oft werden die Ports aktualisiert? Kann ich diese auch lokal für mein LAN spiegeln?

    Gruß, Heiko

  25. Oliver sagt:

    Zu Office auf dem Mac schrieb ich hier schon einmal etwas: klick.

  26. bernd sagt:

    Das es diese apps unter Apple gibt, habe ich bereits gesehen, aber…. Wie ist die Stabilität von OpenSource Apps unter MAC-OS?

    Ich denke dass die Stabilität diverser Programme nicht vom OS abhängen, sondern vom Distributor, der sie patched bis zum Umfallen — bspw. lief Evolution bei mir nur stabil unter Ubuntu. Die Stabilität von NeoOffice ist OK oder zumindest gab es in der Vergangenheit keine so groben Schnitzer wie mit MS Word 2004. Es soll auch Menschen geben, die damit noch nie Probleme hatten — ich gehöre leider nicht dazu.
    Zu VMWare Fusion kann ich nix sagen, da ich VirtualBox benutze und das gibts nur als Beta. Von einem Produktiven Einsatz würde ich jedoch abraten.
    Ein Terminal ist als solches schon vorhanden und muss nicht installiert werden. Das Terminal unter Leopard ist meines Erachtens recht ok — der «Zwischenspeicher» ist gigantisch :)
    Firefox benutze ich seit beinahe 2 Jahren auf dem Mac und da gibts nichts zu beklagen. Hänger sind sehr sehr selten.
    Zu Aktualisierung der MacPorts kann ich nix sagen — evtl. sagt deren Homepage mehr.

    Kann ich diese auch lokal für mein LAN spiegeln?
    Wie meinen? Ob Du die Ports auch für andere Macs bereitstellen kannst? Denkbar wäre es. Du kannst allerdings auch ein Paket aus einem Port erstellen lassen und dann die Binary verteilen 😉

    Jedoch ist für ein Unternehmen nicht “NUR” die Stabilität für den gewerblichen Einsatz von Bedeutung.
    Hmm… Wenn etwas «rock solid» ist, dann ist es auch wartungsarm. Es bringt nichts, wenn etwas schnell aufgesetzt ist, aber ständig gepatched werden muss, da jedes patchen wieder eine Zitterpartie ist.

  27. Oliver sagt:

    >Ich denke dass die Stabilität diverser Programme nicht vom OS abhängen

    Natürlich hängts vom OS ab. Bei Linux ist es eben die Distro, bei BSD das Betriebssystem per se. Komplexe Software die mit Linux im Sinn geschrieben wurde, läuft naturgemäß auf diesem System besser als in irgendeinem BSD. OpenOffice/StarOffice läuft primär auch unter Windows besser, Linux war ein netter Zusatz. Die Unterschiede gibt es schon und diese hängen eben von der ursprünglichen Plattform ab.

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