Mac OS X und Office

Obwohl ich StarOffice schon seit sehr frühen Versionen auf dem PC nutze konnte ich mit späteren Versionen1 , insbesondere der heutigen, nicht mehr warm werden. Zu «fett» in meinen Augen und teils zu instabil. LaTeX ist da eher mein Steckenpferd, aber wie ich schon einmal erwähnte ist mir die Umsetzung von Open Source Applikationen unter Mac OS zu frickelig. Apple war halt nie eine Firma die die Konsole bediente, respektive UNIX, bzw. überhaupt tollerierte, daß sich ein User dort herumtreibt. Insofern wirkt auch alles in dieser Kategorie imho arg aufgesetzt. Wie dem auch sei, darum dreht es sich nur nebensächlich. OpenOffice benötigt unter MacOS X noch den X11 Server, was letztendlich nicht unbedingt zum Vorteil gereicht und NeoOffice überzeugte mich auch nicht in puncto Stabilität2 .

Das nur als Einführung, da ich mich sinnigerweise auch nicht weiter mit OO beschäftigte bzw. eine Installation eines LaTeX Systems in Erwägung zog3 . Bei einem Bekannten schaute ich mir Office 2008 auf dem Mac an und Hallo, daß Teil sieht nicht nur äußerst schick aus, sondern kommt auch höchst funktionell rüber. Lapsus bei der Redmond’schen Edelsoftware, außen hui — innen pfui. Die Performance ist leider Gottes unter aller Sau, mit 1Gb kann man teils beim ersten Staat dem Aufbau der Grafikelemente zuschauen, mit 2Gb und recht großen Dokumenten wirds nicht unbedingt wesentlich besser. Im direkten Vergleich zum aktuellen Office auf einem 1Gb Rechner mit Vista schneidet dieser massiv besser ab — wirklich kein Vergleich.

Pages, welches ich verwende, gefällt da schon wesentlich besser. Natürlich ist es kaum ein probates Mittel für den Büro-Alltag mit Serienbriefen etc., aber für Leute die *schreiben* durchaus eine performante und auch schicke Alternative, die alles nötige bietet um zumindest den geisteswissenschaftlichen Alltag zu bestreiten. Numbers und Keynote runden das Paket ab. Insofern wars das auch, ich habe das Programm der Wahl. Wage in Erinnerung kam jedoch ein Programm namens NisusWriter, damals unter System 7 gefiel mir dieses recht gut und war eine 1a Alternative zu dem damals schon recht eingeschränkten ClarisWorks (aka AppleWorks) und o Wunder, NisusWriter existiert sogar noch (Universal Binary) und schaut in der Trial Version auch wunderbar aus, äußerst funktionell und dennoch ein recht flinker Vertreter seiner Zunft. Insofern also dürfte die Wahl schwer fallen, hätte ich nicht schon eines. All jenen jedoch die *schreiben* und nicht den Office-Alltag bewältigen möchten würde ich von Office (im Moment) abraten und zu diesen Alternativen greifen, mitunter sogar eher zu NisusWriter.

Office damals auf dem PPC hatte etwas, nämlich Stabilität die dem Windows-Pendant schon seit frühesten Inkarnationen fehlt. Und die Stabilität hat es heute wahrscheinlich immer noch, insbesondere bei recht großen Dokumenten, nur leider geht dies mit einem gewaltigen Einbruch in der Performance einher. Das ist schade und es mag verwundern, daß ich dies ausgerechnet bei einer Anwendung aus dem Hause Microsoft sage — aber die Mac OS X Version muß man einfach mal in Aktion gesehen ab (abgesehen von der Performance eben) 😉

Your mileage may vary, dies ist jedoch mein Eindruck.

  1. OpenOffice []
  2. ich teste nicht mit Briefen, sondern mit 40 Seiten+ Dokumenten inkl. Fußnoten und sporadisch auftretendem Bildmaterial etc. []
  3. auch andere Personen sollen damit umgehen können auf dem Mac []

8 Antworten zu “Mac OS X und Office”

  1. pmp sagt:

    Hey,
    du solltest Mellel mal nen versuch geben, schlank/schnell übersichtlich… Was mich als Student nur bei fast allen nervt ist die Möglichkeit des Formel editierens (ich weiß, ich sollte Latex versuchen.….) Aber guck dir mal unter Office2008 den Formeleditor an… schrecklich, da kann man nichtmal Formeln von einem Windows User bearbeiten :(

    Darum… muss wohl Latex für die Diplomarbeit lernen.

    Gruß
    M.

  2. phoibos sagt:

    wie ist es mit ragtime?

  3. Oliver sagt:

    Stimmt, das war mir ehrlich gesagt vollkommen entfallen. Das ist auf jeden Fall auch ein gutes Stück Software mit grundlegenden DTP Fähigkeiten.

  4. picard sagt:

    Hallo

    ich habe auch so einiges auf meinem ibook g4 getestet, aber alles war misst.

    oppenoffice häte ich gerne eingesetzt, aber das ja sowas von lahm ;-(

    also M$ Office 2004 drauf und eine wohnne :-)
    ich weiss nur nicht ob die ppc 1Ghz mit der 2008 version so gut klar kommt?

  5. Oliver sagt:

    Das mit dem PPC da meinte ich genau diese Office Version, ich denke nicht das es aber viel bei der neuen bringt (Intel, C2D).

  6. picard sagt:

    da werde ich mal auf 2004 bleiben 😉

  7. Robert B. sagt:

    NeoOffice funktioniert bei mir selbst mit Versuchsprotokollen (viele Seiten (>50), viele Formeln, viele Bilder) tadellos, aber da kommt es wahrscheinlich auf die Tagesform an. Und mittlerweile ist für Protokolle eh LATEX angesagt 😉 Ansonsten immer gut: vim 😉

  8. Robert B. sagt:

    (Schade, in der Vorschau klappte das Hoch– und Tiefstellen von A und E in LaTeX noch.)

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