Linux ist die allerletzte scheiße

Okay genug der Brachialität, das galt nur als Aufreißer *g*. So manch einer fragt mich doch schon mal tatsächlich du, du kannst Linux nicht wirklich leiden, oder? Jein, also das ist auch so eine Entwicklung, in den 90ern war ich mit Feuer und Flamme dabei, auch als GPL-Advokat, mit der Zeit kam da die Erleuchtung. Knapp über zehn Jahre sollte dies aber andauern und dazwischen betätigte ich mich schon mal desöfteren als Distro-DJ, wie so viele andere auch. Ich würde nicht sagen Linux ist scheiße, höchstens ob des Ulks für mich, so eine Art kranker Spaß daran *har har*

Nein vielmehr empfinde ich einige Distros wie z.B. die Mainstream-Teile a la Ubuntu, Fedora, Suse als ziemlichen Krampf und ja, mal abgesehen von Suse, das erwarb ich mal noch käuflich zu 5er Zeiten bzw. zu 8er Zeiten, probiere ich selbst die aktuellen Teile der genannten Systeme ab und an nebenher aus. Man will ja auch auf dem laufenden bleiben, wie sich dort, abseits des Hypes gewisse Dinge tatsächlich entwickeln. Debian bzw. Slackware (seit Walnut Creek CD Rom) waren da eigentlich immer meine Favoriten (auch ein kurzer Ausflug mit RedHat 4, das aber sich damals mit ISDN gekonnt verweigerte), Slack nun endgültig in die Jahre gekommen und Debian seltsame Wege gehend mußten da also inzwischen als Favoriten weichen — der Platz wurde von der sehr *BSD ähnlichen Distro ArchLinux eingenommen. Ich mags spartanisch, sauber, nicht überladen — was ich brauche baue ich mir hinzu und nicht vice versa erst alles installieren und danach Stück für Stück abrüsten, das ist widersinnig.

Das ist auch der Hauptkritikpunkt bei dem Gros der Linux-Distros, neben einigen technischen Details.

Allgemein betrachtet schätze ich also Linux schon, wir betreiben hier noch nebenher ein Debian-Serverlein, auch wenn es mal einen Seitenhieb einstecken muß, mein primärer Favorit FreeBSD kommt da auch nicht unbedingt zu kurz. Kritik halt wo Kritik angebracht ist, wohl wissend das es sich mit reiner Windows-Kritik weitaus einfacher leben läßt in der bloghaften Öffentlichkeit 😉

Aber wie dem auch sei, ich gehöre halt nicht zu den Opensource-Jubelpersern, die es als kontraproduktiv ansehen Kritik in puncto Opensource überhaupt in der Öffentlichkeit zu äußern. Geht ja gar nicht, man hat eh schon einen schwachen Stand, nun es geht doch letztendlich darum, das man es besser machen möchte als die closed-source Jubelperser, oder? Na also, dann muß auch Transparenz her und teils hammerharte Kritik, vielleicht auch mit einem Schuß Polemik vermischt damit es richtig sitzt und auch die richtigen Leute anspricht. Ohne Kritk ändert sich gar nichts, man ist in einem ewigen Limbus gefangen und wird permanent mit Hype durchsetzt der Opensource letztendlich schwammig erscheinen läßt — ist es nun eine Alternative oder sinds doch nur Schwätzer, die sich von den anderen Schwätzern absetzen möchten?

Ernst meine ich es natürlich in der Regel, die Kritik, aber andererseits wäre es so kurzschlußmäßig wie von einigen angenommen, hätte ich nicht viele Jahre bei einem Windows-Freeware Portal mitgewirkt, das hier schon desöfteren Erwähnung fand, bzw. würde mit Chris dem ollen Windows-Jünger, der schon bei Fedora 3 damals alle viere austreckte *g*, keine gemeinsame Sache machen. Selbst Sticheleien bleiben da aus, der Witz entzieht sich da mit der Zeit, über viele Jahre hinweg 😉

Also was nun, crap oder nicht crap? Beides, je nach Standpunkt, ich empfehle auch Leuten heute noch z.B. Ubuntu, wenn sie denn wirklich nicht mehr machen als ein wenig Surfen oder ein paar Texte Tippseln, soll es mehr sein dann ist es schon eher ein System a la FreeBSD, PC-BSD oder auch ArchLinux … natürlich je nach Neigung und technischem Knowhow desjenigen. Aber das erfahren in der Regel auch nur diejenigen die nachhaken, der Rest der stupide aufschlägt und nicht zwischen den Zeilen bzw. den Artikeln des Blogs lesen kann bekommt halt den Pinguin Jäger zu Gesicht 😀

Außerdem liebe ich es mit solchen Texten zu spielen bzw. den Leuten das eine oder andere unterzujubeln, ist machmal schon mit Chris des Abends im Jabber ganz lustig, wenn man sich über das tägliche Bloggeschehen unterhält *rofl*

Insofern, um mal hier Prospero zu zitieren, bei dem ich immer noch rätsel ob er sich nach Poes Prinz Prospero benannte,

per aspera ad astra

13 Antworten zu “Linux ist die allerletzte scheiße”

  1. phoibos sagt:

    mmmm astra *legga bier* aber zum thema: ich habe ja auch das eine oder andere abenteuer mit linux gehabt (wisst ihr noch, damals, im DI?) und bin immer wieder zurück zu windoof. es ist ja nich meine herkunft (die gehört dem mac), aber windows ist für mich handhabbar geworden. demnächst werd ich mich bsd in form eines macosx nähern und freue mich schon auf die kommandozeile. die frage nach oss, lizenz, … ist mir irgendwie wurscht. gute software wird einfach benutzt, unabhängig von der lizenz — die natürlich beachtet wird.

    ciao
    phoibos

  2. ak sagt:

    Haha, RedHat und ISDN… RedHat 6.1 war IIRC die erste RedHat, die ISDN konnte, weil sie kurz zuvor die DLD (kennt die noch wer?) aufgekauft hatten und deren Tools einfach integriert haben. Hab ich mich gefreut, wie einfach das funktioniert hat, weil RedHat (im Gegensatz zu SuSE, die auch ISDN-Support hatten) ins Handbuch dick und fett reingeschrieben hat, dass man «isdnctrl ippp0 up» eintippen muss, damit Internet hochgeht. Ja, das waren noch Zeiten…

  3. joki sagt:

    Wir sind hier neulich in der WG komplett zu gentoo Linux gewechselt, hat zwar ein bisschen Einstellungszeit benötigt.
    Aber nun auf dem aktuellsten und stabilen Stand, macht es richtig Spass damit zu arbeiten.

    PS: Dein wirklich interessanter Blog hat seit übirgens gestern drei eifrige Leser mehr bekommen!
    Weiter so!

    grüße
    joki

  4. Bernd sagt:

    Also was nun, crap oder nicht crap?

    Seit 7 Tage (fast) Linux-frei 😀
    Mit meinem Laptop hat FreeBSD leider noch Probleme, Ubuntu z.B. nicht. OK. Nehmen wir das, was am wenigsten schmerzt. Crap oder nicht Crap ist Ansichtssache. Will ich ein unflexibles System, was evtl. stabil läuft ist eine GNU/Linux Distribution bestimmt keine schlechte Wahl — aber sind wir doch mal ehrlich — wer will den schon 4 Jahre lang den gleichen Browser benutzen oder nicht die Möglichkeit haben, bestimmte neue Lieblings-Programme mal eben schnell zu testen. 😉
    FreeBSD ist gut, die anderen BSDs kenne ich leider nicht. An dieser Stelle möchte ich auch den BSD-Entwicklern mal Danke sagen. Bei den Linux-Entwicklern bedanke ich mich natürlich auch, für ein astreines Hobby-OS! 😉

  5. Oliver sagt:

    Schreib ich spanisch? Ich rede nicht vom Linux crap, sondern Ubuntu/Fedora/Suse crap! Ich dachte ich habe das ausführlichst oben erwähnt.

    >Crap oder nicht Crap ist Ansichtssache

    Erfahrungssache, wenn schon. Ich rede hier nicht über Kunst. Und was Willibald Klein daheim für seine Surforigen auf Ebay und Amazon nutzt oder den Brief ans Finanzamt ist mir ehrlich gesagt schnuppe. Da kann ich aber auch geflissentlich kontern, Hirn an Willibald und Windows sauber konfigurieren und gut ist.

    >Der Notebook crap, nun gut da kann man a) auf Qualität achten, b) ist es halt so — die Tücke liegt dort immer im Detail.

  6. kobalt sagt:

    Hallo Bernd,
    «wer will den schon 4 Jahre lang den gleichen Browser benutzen»

    Ich will und ich tue das, weil der Browser den ich benutze *funktioniert*, weil er seinen Zweck erfüllt. Deshalb würde ich ihn auch die nächsten $Jahre noch benutzen. Ich würde ihn solange benutzen, bis er abgegriffen ist und die Farbe abblättert und ich würde erst dann wechseln, wenn er seine Zwecke nicht mehr erfüllte und eine brauchbare Alternative existierte.

  7. 1nk sagt:

    Ist Arch denn wirklich so BSD aehnlich? Sprich wie ungewohnt ist es fuer einen Arch User FreeBSD zu bedienen? Ich hab mal im Virtualbox OpenBSD getestet, das ist allerdings meiner Meinung nach auf dem Desktop nahezu unbenutzbar. Sicherheit geht eben vor…

    FreeBSD waere naemlich ein Kandidat fuer meinen Desktop, habe meine Begeisterung fuer debian unstable irgendwie verloren.

    Von meinem Notebook wird Arch noch ein ganzes Weilchen bleiben 😀

  8. Oliver sagt:

    Man sollte sich ersteinmal von der PR Apples und Microsofts lösen, die einem da irgendeine posttraumatische Vorstellung von «Desktop» vermitteln möchten. Dann klappts nämlich auch mit OBSD auf dem Desktop bzw. NetBSD usw. Kenne da sehr viele, alles kein Problem.

    ArchLinux geht gemäß dem KISS Prinzip vor, man verzichtet auf Verscriptung bzw. User-Bevormundung, abs ist stark an die Ports angelehnt, man nutzt eine BSD-ähnliche Init. Die Umgewöhnung hüben wie drüben, dürfte zeitlich minimal sein.

    Außerdem sprach ich von FreeBSD, nicht OpenBSD. Alle drei unterscheiden sich z.B. schon bei der Installation. Und auch wenn es viele nicht glauben, ein funktionsfähigen Desktop mit OBSD habe ich in knapp 10 Minuten stehen.

  9. Oliver sagt:

    >Hast du überhaupt schon mal n Jahr mit OS X gearbeitet?

    Ja bis 95 war ich eigener Mac-Besitzer und Fan, danach gings über zu Linux und NT4. Bis dato habe ich gezwungenermaßen regelmäßigen Zugang zu Macs, von den ersten OS9 Eulen und netten Clones, über das erste MacOS auf Unix Basis bis dato.
    Aber sorry, ich mag die Bloatware KDE erst recht nicht, etwas für Anfänger zu supporten ist nicht gleich mit der persönlichen Vorliebe. Tut mir leid ich bin da halt ziemlicher Nørd und hab schon seit dem ZX81 zahlose Computer Generationen durchgemacht, meine Lieblinge waren der C64, Amiga, der Mac bis System 7. Entäuscht? Tja so kanns gehen — der profane Mac User heute(!) kennt leider meist nur den Jobs-Fetisch, kann ich doch nichts für …

    Hab mir noch z.B. anno tobac mit PS3 und nem Mac die ersten Sporen verdient, weist man lernt hinzu und entwickelt sich weiter — der Mac mit seinem System blieb jedoch auf der Hype-Strecke. Jobs würde ich heute wieder feuern, wie damals in den 80ern.

    Btw. schon gelesen?

    http://www.fixmbr.de/offt.….tuermer/

    Ich finde es für den Arsch, wenn das eigentliche Thema links liegen bleibt — die madigen Äpfel interessieren hier keine Sau.

    Aber bitte, http://www.codinghorror.c.….186.html triffts wohl am besten, bin halt kein Pixelschubser und fahre auch somit nicht auf Couture ab :)

  10. Chris sagt:

    Der böse Chris ist da — selten dämlichen Kommentar von Sebastian gelöscht. #2 😉

  11. Stevie Wonder sagt:

    Ich war erst begeistert von Linux, weil ich es noch nicht installiert hatte.

    Als ich dann einen Hochleistungs-PC bekam (also normal: 1GB RAM, 2 GHZ), konnte ich also endlich Linux ausprobieren.

    All die Sprüche: Man muss eben Linux kennen lernen, anwenden können, begriff ich. Ja, es klappte, ich lernte. Aber

    Die Hürden waren nicht die Angewöhnung, sondern dass es immer so blieb, mit dem Fummeln.
    Die Zugriffsberechtigungen werden von manchen ja als letzter Schrei bewertet. Für den Server-Betrieb ist das sicher so, aber als Heim-PC? Es geht mir nicht um diese Prinzipien der Zugriffsverwaltung, sondern wie blöd man sich anstellen muss, um da bei Linux (alle Distris) was einfaches zu erledigen. Das könnte man auch besser lösen, von Linux-Seite.

    Aber das ist nur ein Beispiel.
    Da gibt es Desktops ohne Ende , naja fast. Aber kein einziger kann es mit dem schlanken XP Desktop aufnehmen, ohne auf Funktionalität zu verzichten.

    Linux bricht ab oder kommt mit Fehlermeldungen, ach. Selbst bei einem taufrisch installierten System!

    Letztendlich ist die ganze Performance von Linux viel schlechter als von XP. Ich habe das jetzt ausgiebig getestet, Ubuntu und Debian, OpenSuse, die kleineren und Mandriva , KDE, Gnome, und XFCE, LXDE, und immer gab es Probleme. Der Linux Kenner sagt, naja, geht doch, fürs Browesen reichts vielleicht, und wenn man 8 GHZ hat, macht die Performacne letztlich keinen Unterschied.

    Wer ein produktives Instrument braucht, will seine Zeit effektiver anlegen, als wie mit Fummeln.
    Und dann die Community: Das ist vielleicht solange nett, wie man auf der treuen Linie bleibt:: Linux super. Und nicht die Wahrheit sagt, aus Erfahrung gespeist, denn ab dem Punkt machen sie dich fertig.

    Ich bin enttäuscht von Linux. Und was für ein Hype.
    XP läuft, und alles super. Ich bin jetzt viel glücklicher, mit XP, weil ich Linux zum Vergleich hatte.

    Ich denke, Windows hat ein Problem im Kern und nennt sich SICHERHEIT und Linux hat aber ebenso ein Problem und nennt sich USABILITY, also Nutzerfreundlichkeit.

    Ich habe OpenSuse/Gnome und Debian/LXDE Variante weiterhin auf dem PC als Multiboot, aber nutze es nur zum Testen meiner Webseiten (denn die Schrift sieht auf Linux immer kleiner aus, was vielleicht Windows geschuldet ist, weil die die Schrift immer grösser gemacht haben).

    Ich verfolge die Entwicklung von Linux, und warte auf etwas gutes — aber ich fürchte, da muss etwas ganz neues her, denn anno 2003 liest man über dieselben Makel im Internet rum. Also die sind zu sehr trendig, und vernachlässigen das, worum es geht (die Anwendung). Open Source hat viele super gute Dinge geschafft, aber übertreiben kann man es überall. Auch bei Open Source. Zb will Debian nur Open Source, und auch Logos fallen darunter. So eine Dogma-Logik, führt dann dazu, dass der beste Browser , Firefox , nur in abgewandelter Form bei Debian auftaucht.

    Grüße

  12. Kurt sagt:

    Ich nutze MacOS seit zwanzig Jahren und «Linux» seit über 10 Jahren. Es hat sieben Jahre gedauert, bis die «Wanderbaustelle Linux» einigermaßen ertragbar war. Seit fast vier Jahren nutze ich CentOS, und das macht recht wenig Ärger. Na ja, multimediamäßig ist es auch Fummelkram, aber seit der Existenz von RPMforge (einmal eingebunden ins Repository-System) geht das super. Wie gesagt, es macht wenig Ärger. Ich schraube kaum noch daran herum, da ist es geradezu langweilig. :-)

    Alles bestens. Alles stabil. Habe nie einen Virus gehabt. Bis auf die Problem-Zeit mit MacOS 7.x läuft es seit jeher stabil. Probleme bereiteten «nur» die Desktop-Systeme unter Linux. Da muß man dann sich entscheiden, welchen Komfort man haben will.

    Und das ist wohl das Hauptproblem für Linux-Interessierte: man muß sich entscheiden können, was man umsetzen will. Und dafür ist Linux super!! Eine Riesenauswahl, wo man sich austoben kann. :-)

    Ein guter Weg ist es, die jeweils aktuelle Distribution, die man gebrauchen kann, abzupassen. Bei Ubuntu kommt demnächst wieder eine LTS-Version, der dazu kommende Abklatsch von Linux Mint wird wohl wieder die Distri sein, die ich Interessierten empfehlen werde; dann habe ich auch zwei Jahre Ruhe. :-) Oder die kommende Enterprise-Version aus der rot-Hut-Ecke. Fedora ist mir zu kurzlebig und zu fummelig, aber die kommende 6er-Version von CentOS wird bestimmt wieder interessant, zumal wieder 4 Jahre komplett unterstützt und sie neun (!) Jahre gewartet wird. Das ist für mich das wichtigere Argument als «modern».

    Ansonsten darf man sich nicht davon beeindrucken lassen, über die lange Liste von über sechshundert Distributionen (laut Distrowatch). Meine Emfpehlung sind grundsätzlich die «originalen» Distributionen (Fedora/CentOS, Debian, Slackware, Puppy, Tiny Core) und bezüglich «long term» die LTS-Versionen von Ubuntu. Darüber hinaus diejenigen Distris, die die «original»-Repositories nutzen (Scientific, MEPIS, Linux Mint). Wer darüber hinaus darauf achtet, dass eine große Community dahinter steht, ist fein raus und braucht sich keine großen Sorgen machen. Ein-Mann-Distributionen mögen nett sein, aber wenn man sich auf «sein» Betriebssystem verlassen will, ist die Auswahl doch erheblich schlanker.

    Wenn man denn nicht fummeln will.

    Genau deshalb bin ich bei CentOS. :-)

  13. commissario sagt:

    LINUX ist die allerletzte Scheiße: Wunderbarer Eyecatcher und tolle Story! Ja ja, da werde ich wehmütig, von wegen die 5er noch gekauft und die Probleme mit ISDN. Nicht zu vergessen die Abenteuer mit diversen Grafikkarten, denen man marginale 3D-Fähigkeiten abluchsen wollte, um auch ‘mal ein ansprechendes Spiel laufen zu lassen.

    Ich habe eine ähnliche Geschichte durchgemacht und bin jetzt — Jahre später — zu dem gleichen Ergebnis gekommen: Jeder so wie er es mag bzw. braucht! Die Grundsatzfrage «Windows oder Linux?» existiert einfach nicht.

    Ich habe das alte Ehepaar mit einem SUSE-System glücklich gemacht, damit surfen sie heute noch im Internet und freuen sich immer wieder, wenn ich ‘mal vorbeikomme und ein wenig «renoviere». Der Firmeninhaber, dem ich einen Prozessrechner aufsetzte, weiß vermutlich bis heute nicht einmal, welches System dahinter steckt (Free BSD). Der Junggeselle, ein Hard-Core-Spiele-Freak, konnte nur mit einer schlanken XP-Installation glücklich werden. Ja, und ich selbst? Ich gebe zu, dass ich Linux treu geblieben bin. Allerdings läuft Windows (wegen einiger Programme, die man einfach nicht vermissen will) in einer VM im sogenannten «Nahtlos-Modus». Das heißt, die Grenzen zwischen den Systemwelten sind so verschwommen, dass man sie nicht mehr wahrnimmt. Man benutzt einfach das Programm, was man gerade für seine Zwecke braucht. Linux– und Windowsprogramme auf einem Desktop nebeneinander. Oben die Windows-Taskleiste, unten die von KDE. Mit den Möglichkeiten, die sich aus der heutigen Hardware ergeben, ist das alles kein Problem mehr. Das dürfte letztendlich auch die Zukunft sein, man hält sich einfach alle Möglichkeiten offen.

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