Unser Pagerank hat mich eigentlich nie interessiert, warum auch. Als wir damals darauf hingewiesen wurden, wir hätten nun einen ebenso langen Schwanz den gleichen Pagerank, wie zum Beispiel das g:b, habe ich mit einem Achselzucken reagiert. Wen interessiert der ganze Quatsch schon. Es bedeutet für uns erstmal Kosten, nicht mehr und nicht weniger. Unser Webpaket war am Anfang auf 20 GB Traffic ausgelegt, ja, wir haben damals kein unlimited abgeschlossen. Das war jahrelang ausreichend, ich fand das immer witzig, wieviel Luft wir am Ende des Monats noch hatten. Mittlerweile mussten wir aber noch 10 GB drauflegen – das nimmt mittlerweile Züge an, die ich niemals für möglich gehalten hatte. Dementsprechend – leicht nachzuvollziehen – bedeutet Traffic erstmal Kosten. Gerade eben musste ich aber doch ein wenig schmunzeln – hatte ich es doch in der Diskussion rund um Wordpress und Linklift eindringlich angesprochen: Jojo schreibt zum Thema Linkverkäufe:
Google hat vor kurzem damit begonnen den Pagerank von Linkverkäufern herabzusetzen. Jetzt sind auch erstmals deutsche Seiten betroffen. zeit.de kommt nur noch auf einen Pagerank von 5, golem.de auf Pagerank 4 und netzeitung.de kommt nur noch auf einen Pagerank von 4.
Ist das Leben nicht schön?
Das sind dann so die Marketing-News , die mein Herz erfreuen. Google erntet – gerade bei uns – viel Kritik. Hier lobe ich sie einfach mal. Ich grinse gerade wie ein Honigkuchenbutterpferd1 – auch wenn ich zum Beispiel Golem.de sehr schätze, fast schon mehr als Heise, manche Dinge nerven einfach, dazu gehören solche Linkverkäufe. Wir setzen auch sehr viele Links, doch jeder Link ist eine Empfehlung, nicht nur jeweilige Quelle, oftmals auch weiterführende Information. Und genau da liegt der Unterschied. Nun warten wir doch mal ab, wie Linklift oder auch solche Unternehmen wie IntelliTXT reagieren. Würde es wirklich irgendjemanden stören, wenn diese Unternehmen nun ihres Geschäftsfeldes beraubt wurden?
Nachtrag: Jojo listet mittlerweile mehrere Seiten auf, die es erheblich getroffen hat, eine kleine Auswahl:
Englischsprachige Blogs:
autoblog.com PR6 PR4
engadget.com PR7 PR5US-Zeitungen:
Forbes.com PR7 PR5
washingtonpost.com PR7 PR5Deutschland:
zeit.de PR7 PR5
golem.de PR6 PR4
netzeitung.de PR6 PR4
etracker.de PR8 PR5
brigitte.de PR6 PR4
impulse.de PR6 PR4
hitflip.de PR6 PR4
Interessant auch der Hinweis, dass es nicht nur Linkverkäufer trifft, sondern auch Blognetzwerke, die sich alle fein gegenseitig verlinken. *fg* Das Zitat des Tages kommt dann auch gleich dort aus den Kommentaren:
Mein Blog hats auch von nen 4er auf nen 3er und nun nen 2er. Ich frag mich echt was Google eigentlich noch will, sollen wir ganz auffhören?
Ähm, ja.
Oder es einfach mal mit Inhalten versuchen…
*muahahahahahahahaha*
Nachtrag 2: Die Trigami-Blogger scheint es auch erwischt zu haben. Der Journalist und Optimist ist allem Anschein nach von 2 auf 0 gefallen, caschy hat nur noch einen PR von 3 und der Live-PR vom Upload-Magazin zeigt auch einen kommenden Abfall auf 3. Ich sage dazu mal nichts weiter – gewarnt wurde vorher lange genug und auch Google selbst hat diesen Schritt angekündigt.
Ein paar Stimmen zu heutigen Tage:
Techcrunch vergreift sich völlig im Ton und spricht vom heiligen Krieg:
Google Declares Jihad On Blog Link Farms
Der sogenannte Problogger ist ein wenig sprachlos:
Looks like something’s going on over at the Googleplex – is anyone else noticing changes today or did someone over there take offense at something I said?
Tom weiß auch nicht so recht, was er machen soll:
Doch wie geht es weiter? Werde ich wegen Googles Marktmacht in Zukunft auf bezahlte Textlinks verzichten?
Bei den Großen macht sich offensichtlich schon Panik breit:
Einige der abgestraften Seiten haben mittlerweile bereits alle verkauften Links entfernt. [...] Um einige zu nennen: Etracker, Heise Telepolis (hier wurde nur das Unterverzeichnis abgestraft), Kulturkurier. Alle samt haben offensichtlich Links verkauft – die letzte über Linklift – was wohl bedeutet auch dieses System ist nicht wasserdicht.
Eine nette Ansammlung der betroffenen US-Seiten gibt es bei Searchengineland.com.
Weitere deutsche Seiten, die betroffen sind:
internetworld.de PR6PR4
macwelt.de PR7PR4
chip.de PR7PR4
de.internet.com PR6PR4
Wenn sich das ganze jetzt noch aufs Ranking niederschlägt, köpfe ich eine Flasche Sekt – dann wird es nämlich richtig lustig. Hach, was ist das Leben schön…
Nachtrag 3: Die beiden deutschen Top-Blogs hat es auch erwischt:
bildblog.de PR7PR5 (Zum BILDblog siehe diesen und den nachfolgenden Kommentar)
Nachtrag 4: Weitere betroffene Domains:
feedreader.com PR8PR5
geo.de PR6PR4
taz.de PR6PR4
phpnuke.org PR8PR5
weblogtoolscollection.com PR6PR4
Weitere Listen einfach per Technorati suchen.
Das BILDblog scheint sich nicht zu bestätigen, da bleibt unter der WWW-Adresse alles beim Alten – PR7.
Natürlich ist diese Entscheidung Googles auch unter monetären Gesichtspunkten zu sehen – wie sollte es auch anders sein, doch wie sagte Oliver in den Kommentaren so schön:
Das Google so oder so schon unlängst die Zügel in der Hand hält und einzig der eigenen Politik folgt, wie immer diese auch lauten mag, ist ja nichts neues. Und das die einen, die da mißbrauchen, nun eben diesen Mißbrauch am eigenen Leib erfahren und zugleich ob dieses Umstands wiederum selbst das große Wehklagen anstimmen, das belustigt ohne Ende.
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Als einziges betroffenes Medium, ich nenne es mal – der alten Schule, hat sich die Netzeitung mit einem Blockblick-Extra zu Wort gemeldet:
Google hat offensichtlich seinen Ranking-Algorithmus für Webseiten geändert. Betroffen sind auch deutsche Online-Medien und Weblogs. Sie haben zum Teil deutlich an Gewichtung verloren.
Eines der betroffenen Dienste – Trigami – hat sich nun auch zu Wort gemeldet:
Fazit
Nur weil etwas bezahlt ist, heisst es nicht, dass es zwingend schlecht ist. Würde man es aber niemals tun, wenn man dafür nicht bezahlt wird, dann ist es schlecht! Dies gilt sowohl für trigami-Rezensionen, verkaufte Links und vor allem auch das Leben.
Für den netten Dienst ist also alles weiterhin in Ordnung, man ist zwar anderer Meinung wie Google, aber seien wir mal realistisch. Google ist eine solche Meinung völlig egal, wenn sie diese überhaupt wahrnehmen, was zu bezweifeln ist. Für die betroffenen Blogger ist vielleicht noch interessant, dass bei Trigami und Co. nun nofollow-Links gesetzt werden dürfen. Alles in Allem aber eine dürftige Vorstellung, die offensichtlich nur dazu dient, sich selbst einen Heiligenschein aufzusetzen und die Blogger, die man gekauft hat, einzuseifen.
Bei Linklift herrscht Schweigen im Walde – so kann man damit auch umgehen.
Das Zitat des Tages vergebe ich heute an Google:
However, some webmasters engage in link exchange schemes and build partner pages exclusively for the sake of cross-linking, disregarding the quality of the links, the sources, and the long-term impact it will have on their sites. This is in violation of Google’s webmaster guidelines and can negatively impact your site’s ranking in search results. Examples of link schemes can include:
- Links intended to manipulate PageRank
- Links to web spammers or bad neighborhoods on the web
- Excessive reciprocal links or excessive link exchanging (“Link to me and I’ll link to you.”)
- Buying or selling links that pass PageRank
Einen schönen Abend Euch – und bitte Google, jetzt muss das ganze nur noch Auswirkung aufs Ranking haben.
Nachtrag 5: Tage später und die etablierten abhängigen Medien reagieren dann auch schon.
Die Reaktionen waren hektisch bis panisch, auf den meisten Seiten findet man wenige Stunden nach der Umstellung keine Spur der gekauften Links mehr. Auch wenn die Meinungen der professionellen Optimierer über die endgültigen Auswirkungen auseinander gehen – die Aktion zeigt, welchen Einfluss Google mittlerweile auf die Medienlandschaft hat.
Für einen regelrechten Aufschrei und zum Teil hektische Reaktionen zahlreicher Websites hat Google in dieser Woche gesorgt. Die Suchmaschine hat den so genannten Pagerank zahlreicher Websites zum Teil deutlich heruntergestuft. Warum ist derzeit noch unklar.
Ein Google-Sprecher hat gegenüber de.internet.com Änderungen bei Pagerank, dem wichtigen Relevanzgradmesser für Web-Seiten, eingeräumt. Wir arbeiten permanent daran, die Ergebnisse für unsere Nutzer weiter zu verbessern.
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat die Gewichtung von Linkfarmen, Weblogs und Anbietern bezahlter Verlinkungen mit einem Update auf den Pagerank-Algorithmus deutlich reduziert. Weltweit haben viele Nachrichten-Websites damit eine massive Abstufung im Pagerank hinnehmen müssen.
Das Pagerank-Schreckgespenst geht um. Es hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Webseitenbetreiber in Deutschland und anderswo sind bestürzt. Vor allem bekannte US-Blogs mussten schmerzliche Verluste beim sogenannten Pagerank hinnehmen.
Suchgigant Google hat in einer Art Strafaktion die Bedeutung (Pagerank) bekannter deutscher Websites künstlich herabgestuft – zu den Betroffenen gehören die Angebote der Wochenzeitung Die Zeit, der TAZ, der Netzeitung sowie des IT-Nachrichtenportals Golem.
Nachtrag 6: Matt Cutts hat mittlerweile bestätigt, dass es beim jüngsten Pagerank-Update primär darum ging, gegen Paid Links und andere Formen des – ich nenne es mal professionellen – Linktausches vorzugehen. Google erkennt zumindest die Problematik und versucht gegen den Suchmaschinenbetrug vorzugehen. Sehr gute Sache – aber über den Datenschutz, da reden wir noch…
The partial update to visible PageRank that went out a few days ago was primarily regarding PageRank selling and the forward links of sites. So paid links that pass PageRank would affect our opinion of a site.
Going forward, I expect that Google will be looking at additional sites that appear to be buying or selling PageRank.

24. Oktober 2007, 17:10 Uhr @
> Würde es wirklich irgendjemanden stören, wenn diese Unternehmen nun ihres Geschäftsfeldes beraubt wurden?
Nö
24. Oktober 2007, 21:12 Uhr @
Die entscheidende Frage ist tatsächlich, ob sich die ganze Geschichte auf das Ranking niederschlägt – grinsen tue ich auch – aber diese PR-Aktion muss sich auch auswirken…
24. Oktober 2007, 21:40 Uhr @
Google reagiert übereifrig, aber das ist auch gut so, sonst wäre diese Suchmaschine schon unlängst völlig versifft.
24. Oktober 2007, 22:01 Uhr @
Ach, das mag kurzfristig erfreuen, aber ich fühl mich sehr unwohl bei dem Gedanken, dass eine einzige, noch dazu so unsympathische Firma wie Google völlig im Alleingang die Spielregeln eines ganzen Mediums vorgibt… das macht mir mehr Sorgen als irgendwelche Geschäftsfelder von Linklift und Co.
24. Oktober 2007, 22:15 Uhr @
Tjoa, jetzt werden wohl einie der Seiten versuchen das entgangene Geld auf anderem Wege wieder reinzuholen, in Form von mehr Werbung oder so … trotzdem finde ich es gut.
24. Oktober 2007, 22:16 Uhr @
was hat das ganze mit seo zu tun?
linkverkaufen kann jeder der einen gutverlinkten blog hat. fällt mir spontan einer der allerwichtigsten deutsche blogs ein, der sicherlich kein seo ist, aber munter links verkauft.
Ist halt vielleicht nicht die cleverste Art Geld mt seinem Blog zu verdienen.
24. Oktober 2007, 22:16 Uhr @
ritchie, es steht Dir frei, eine andere Suchmaschine zu nutzen.
Google macht mir “nur” ob des Datenschutzes, der Datensammelei Sorgen…
24. Oktober 2007, 22:19 Uhr @
Dazu muss man ein wenig die Geschichtes dieses Blogs kennen – es ist ein kleiner Tritt in den Hintern… *fg*
24. Oktober 2007, 23:30 Uhr @
Mal sehen, ob Mister Wongs sich das mit dem Anzeigenverkauf nicht doch noch mal anders überlegt
24. Oktober 2007, 23:42 Uhr @
Darüber habe ich heute auch schon nachgedacht…
Ach, und ich wollte Mister Wong ja ein nofollow geben…
25. Oktober 2007, 01:08 Uhr @
Man mag ja nun behaupten, ich würde tote wiedererwecken – aber ein Schmunzeln hinsichtlich der Behauptung von WPD, das LinkLift ja überhaupt gar keinen negativen Einfluss auf den PR haben würde konnte ich mir dann doch nicht verkneifen.
25. Oktober 2007, 01:36 Uhr @
Nur weil Google meint, Regeln diktieren zu können, sollte das für Web-Anbieter noch lange kein Grund sein, sich daran zu halten. Scheiß drauf! Solange Kunden bei mir bezahlte Links schalten wollen, werde ich das auf meiner kleinen becheidenen Seite auch einsetzen. Und wo ist überhaupt das Problem für die “Großen”? Wenn alle kollektiv abgestraft werden, ist das Ergebnis ja wieder ausgeglichen
25. Oktober 2007, 01:39 Uhr @
Naja, nicht jeder setzt diesen Dreck ein und beschmutzt auf diese Weise das Internet.
25. Oktober 2007, 01:39 Uhr @
>Nur weil Google meint, Regeln diktieren zu können, sollte das für Web-Anbieter noch lange kein Grund sein, sich daran zu halten.
Es ist deren Ökosystem und somit auch deren Spielregeln und dem Kunden obliegt es ob er mitspielen möchte oder etwas anderes nutzt.
25. Oktober 2007, 04:02 Uhr @
bildblog ist ein gerücht. mit www sehe ich noch ne 7.
25. Oktober 2007, 04:06 Uhr @
Ich liebe Google…
Ohne www
Mit www
Warten wir es ab…
*blick zur uhr*
Oh shit, das wird wieder eine kurze Nacht…
25. Oktober 2007, 09:10 Uhr @
Ich versteh das ganze Drama nicht. Am Anfang war das Internet … und dann kam Google. Google hat vereinfacht gesprochen einen Mechanismus gebastelt, womit das Internetvölkchen mittels ihrer Links quasi ihre Favoriten wählen – eine simple, demokratische Wahl, jeder kann stimmen in Form von Links vergeben. Natürlich alles extrem vereinfacht.
Wie bei richtigen Wahlen im richtigen Leben funktioniert das aber nur, wenn niemand sich Stimmen kauft. Genau das ist passiert, im Endeffekt ist das Ergebnis, was Google repräsentieren will, nicht mehr wirklich das, was das Internetvölkchen will, sondern es wird verzerrt durch gekaufte Links, genauso wie ein Wahl im Real Life durch gekaufte Stimmen verzerrt wird. Wo ist da das Verständnisproblem?
Das einzige Problem, was man akzeptieren kann: Google verdient an Links in gewisser Weise selbst durch seine Werbung, und diese Maßnahme hat natürlich auch Einfluß darauf, auf Mitbewerber. Das ist ein Nebeneffekt, den ich nicht abstreiten will und den Google bestimmt auch nicht ungern sieht. Aber im Prinzip ist die Maßnahme richtig.
25. Oktober 2007, 11:12 Uhr @
Du sagst es Usul…
@Poalo: Muss an Deiner URl gelegen haben, sowas lese ich gar nicht, wandert gleich ohne großartig drüber nachzudenken in den Papierkorb.
25. Oktober 2007, 11:28 Uhr @
Grad eben habe ich im Web einen Artikel gefunden, der schon am 16.4.2007 von der Aktion sprach. Also ist diese Aktion schon etwas länger im Gange, scheint sich aber erst jetzt bewusst hier in Klein-Bloggersdorf und Umgebung auszuwirken.
Die Begründung, die dazu geliefert wurde, kann ich gut nachvollziehen, wenn man die ursprüngliche “Aufgabe” von Google berücksichtig. Nun könnte ja jemand einwerfen, dass Google sich damit eine Vormachtstellung auf dem Werbemarkt erhalten möchte, da Google selbst doch Werbelinks anbietet.
Klar, aber hier packt IMHO die freie Marktwirtschaft, denn Google wird versuchen, den Kuchen für sich zu behalten. Ich weiß, es ist böse, besonders für die Linkfarmen, aber wir sollten uns doch lieber wieder auf die Qualität und den Spaß konzentrieren und der heißen Luftblase web2.0 Beta release 0.0.0.3 keinen Raum mehr bieten.
Wenn jemand mit Werbung verdienen möchte, dann sollte er / sie sich mit anderen Aktionen einen Namen machen, so dass sich die Internetseite als “Marke” bei den Besuchern einbrennt und sie gerne dahin gehen, weil ihnen der Inhalt gefällt, und nicht, weil sie über ein Ranking mit Bezahllinks an oberster Stelle in einer Suchmaschine präsentiert wurde. Basta!
(Und nun steinigt mich ob dieser kätzerischen Rede!)
5+7 macht doch 23, oder nicht?
25. Oktober 2007, 11:32 Uhr @
Gibt es eine offizielle Mitteilung, dass es sich um Abwertung für Linkverkäufe handelt? Kann es nicht auch sein, dass Google alle runterstuft, die irgendwie geschummelt haben? Wie auch immer, es hat sicher die richtigen getroffen.
25. Oktober 2007, 11:44 Uhr @
OT:
>Die Antwort auf alle Fragen ist immer noch 42…
Hmmm.. mein Bubble-Fish scheint an Blähungen zu leiden, sonst hätte er mir die richtige Antwort geliefert.
25. Oktober 2007, 11:47 Uhr @
Ich kritisiere ja nicht Euren Artikel, sondern wundere mich über die Betroffenen draußen und die Kommentare hier, die nur Linkverkauf als Ursache in Betracht ziehen. Dabei ist es ein Kindergeburtstag, einen Algorithmus zu schreiben, der SEO-, Affiliate- und selbsternannte ProBlogger erkennt.
25. Oktober 2007, 11:55 Uhr @
Na dann laß ich die url jetzt besser weg.
Was mich an der ganzen Sache stört:
Die Aufgabe einer Suchmaschine ist es, mir die besten/passendsten Ergebnisse zu liefern und nicht die Seiten mit den meisten (ehrlich erworbenen) Links. Das ist zumindest das, was ich von einer Suchmaschine erwarte. Nur weil eine Seite Links verkauft oder sonst irgendwie gegen googles Richtlinien verstößt, werden doch deren Inhalte nicht schlechter.
Wenn ich nach johnchow suche, möchte ich johnchowdotcom finden, wenn ich nach besserwerber suche, möchte ich das besserwerberblog finden, egal ob da viagra-Links sind oder google ein Problem mit diesen Seiten hat, weil die sich nicht an ihre Regeln halten. Eine Suchmaschine, die diese Ergebnisse nicht liefert, ist für den Suchenden doch wertlos.
Versteht mich nicht falsch. Ich finde es richtig, daß google gekaufte Links entwertet, nur nicht wie sie es tun.
25. Oktober 2007, 12:04 Uhr @
Genau das tut Google gerade. Gekaufte Links manipulieren das Ergebnis, spülen Seiten nach oben, die dort nicht hingehören, die nur dort sind, weil sie Geld bezahlt haben, aber keinen Inhalt liefern, wie andere, die vielleicht ein ähnliches Ranking haben. Ehrlich erworbene Links sind die, die freiwillig gesetzt wurden, ich habe sie oben so beschrieben:
Gekaufte Links sind auch Betrug am Suchenden und eines ganz bestimmt nicht: Ehrlich erworben…
Das behauptet auch keiner. Die, die Inhalte zu bieten haben, haben auch weiterhin einen relevanten Pagerank. Wo ist also das Problem? Ob nun 5 oder 7 – scheiß drauf, das ist fürs Ego, nicht aber für Seite 1 bei Google. Inhalte zählen auch weiterhin, auch wenn es – zugegeben – Linkverkäufer in Zukunft schwerer haben.
Und Deine Suchbegriffe werden auch in Zukunft zu dem gewünschten Erfolg führen, da sei sicher…
@kris: War mir klar, ich wollte es nur noch mal klarstellen.
25. Oktober 2007, 11:36 Uhr @
Du hast (fast) vollkommen recht Martina.
Die Antwort auf alle Fragen ist immer noch 42…
Selbst ich, dem dat ganze Werbegedöns nun wirklich egal ist, wusste, dass Google da was plant – wer also völlig überrascht wurde, der sollte vielleicht mal überlegen, die Internetverbindung zu kappen.
Gekaufte Links, Rezensionen sind eine Manipulation Googles. Steht auch klipp und klar in den Nutzungsbedingungen. Wer jammert, soll gehen – es gibt Alterntiven.
Ich bin nicht immer einer Meinung mit Robert – aber der zeigt hier wenigstens Eier. Sowas mag ich, auch im Sturm einfach zu sagen, scheiß drauf. Heise, Zeit und wie sie alle heißen, ein großer deutscher Verlag, die IT-Referenz in unserem Land ziehen die Schwänze ein. Schon irgendwie lustig.
@kris: Wie im Artikel zu lesen, hat es nicht nur Linkverkäufer erwischt.
25. Oktober 2007, 13:11 Uhr @
google bestraft doch im Moment die verkaufenden Seiten und die kaufenden höchstens indirekt. Die Qualität der Inhalte einer Webseite ändert sich kein bißchen, wenn sie Links verkauft. Ein Suchalgorithmus, der nur auf Basis von Links versucht, Webseiten zu beurteilen, hat in meinen Augen keine Zukunft.
Na, dann such doch mal bitte nach john chow. Mit google findest Du nur noch Ergebnisse, die über John Chow schreiben, aber nicht die Seite selbst,
google soll seinen Algorithmus verbessern/den Zeiten anpassen und nicht von aller Welt erwarten, daß die sich seinen Regeln beugt.
25. Oktober 2007, 13:14 Uhr @
Heißt also, es schlägt sich schon aufs Ranking nieder? Grandios…
Heut ist wieder ein schöner Tag… *fg*
Zum Rest habe ich meine Meinung bereits dargelegt, Werber, SEOs und auch Linkverkäufer, whatever sind einfach Netzbeschmutzer.
25. Oktober 2007, 13:18 Uhr @
“google soll seinen Algorithmus verbessern/den Zeiten anpassen…”
WTF? Google hat doch genau das gemacht. Sie haben den Algorithmus angepasst, dass Sites weniger Gewicht haben, wenn sie zu verfälschten Suchergebnissen beitragen.
25. Oktober 2007, 13:32 Uhr @
“google soll seinen Algorithmus verbessern/den Zeiten anpassen und nicht von aller Welt erwarten, daß die sich seinen Regeln beugt.”
ja is klar.
Es wird ja auch das gesamte Internet gezwungen sich Googles Regeln zu beugen….
Wenn ich mir eine Seite oder ein forum bastle steht es mir sehr wohl frei, meine Regeln auszuleben wie ich das meine, jedem dem das nicht passt kann die Seite ja meiden.
Google ist das selbe blos in größer.
Wer meint sein Geschäftsmodel mit Google verknüpfen zu müssen, muss nach dessen Regeln spielen.
25. Oktober 2007, 13:38 Uhr @
Das mit John Chow ist schon seit ein paar Monaten so.
Eine Suchmaschine soll mir im Idealfall die Seiten liefern, die ich suche. Dabei interessiert es mich als Suchender nicht die Bohne, ob diese Seiten sich an googles Regeln halten oder nicht. Google schneidet sich mit diesem Verhalten ins eigene Fleisch.
Ich werde jedenfalls ab jetzt mit yahoo oder etwas ähnlichem suchen und mit dem Linkverkaufen erst recht anfangen.
25. Oktober 2007, 13:41 Uhr @
Cheater werden abgestraft … who cares?
25. Oktober 2007, 19:21 Uhr @
Auch winfuture.de ist von 6 auf 3 gestützt … und was soll sich dadurch ändern?
25. Oktober 2007, 19:24 Uhr @
Ach, erstmal ist es witzig…
Und wenn es Auswirkung auf da Ranking bekommt, was bisher ja noch nicht feststeht, wirst Du das schon merken…
25. Oktober 2007, 19:54 Uhr @
Auf einmal bemerkt man die Macht Googles und zwar erst dann wenns an die Barschaft geht. Das Google so oder so schon unlängst die Zügel in der Hand hält und einzig der eigenen Politik folgt, wie immer diese auch lauten mag, ist ja nichts neues. Und das die einen, die da mißbrauchen, nun eben diesen Mißbrauch am eigenen Leib erfahren und zugleich ob dieses Umstands wiederum selbst das große Wehklagen anstimmen, das belustigt ohne Ende
Bemerkenswert auch die stoische Ruhe der großen IT-Medien, wie z.B. Heise. Aber bei diesen bemerkt man ja schon seit Jahren das nur noch die Quote zählt. Den Status der glaubhaften IT-News hat man schon um 2000 herum verloren.
25. Oktober 2007, 19:57 Uhr @
Sorry, aber irgendwie läuft diese Diskussion sehr realitätsfern ab – Massenmedien sind Wirtschaftsbetriebe, keine Wohlfahrtsinstitutionen… what’s the big deal? Wer Honorare zahlen will, muss die auch refinanzieren… oder halt zur öffentlich geförderten Kulturinstitution mutiern.
25. Oktober 2007, 20:14 Uhr @
Es sind solche Kommentare, die mich seit gestern lachen lassen. Da sieht man diese Angst, dass das Dollarzeichen in den Augen kleiner wird, wenn Googles Maßnahmen sich auch aufs Ranking niederschlagen. *fg*
Du kannst hier gerne ab Deinem nächsten Kommentar 50,- Euro bezahlen – wenn Du Dich in so einer Welt wohler fühlst. Da können wir drüber reden, ich wäre da sehr offen…
25. Oktober 2007, 20:20 Uhr @
Du kannst mir für meinen nächsten Kommentar auch gerne fünfzig Euro Honorar bezahlen. Bin immer offen für Gegengeschäfte
PS: stell doch bitte dein notification plugin so ein, dass nur 1x ein reminder kommt bis zum nächsten Besuch…
PPS: der war gratis!
25. Oktober 2007, 20:24 Uhr @
Das lässt sich mit dem Plugin nicht anders regeln, das ist hier aber auch nicht das Thema, Du kannst die Abos abbestellen.
25. Oktober 2007, 21:24 Uhr @
Ich glaub nicht, daß dies irgendwer hier bezweifelt. Aber mal im Ernst, wenn die Zahlung der Honorare daran scheitern sollte, weil keine Links verkauft werden können, dann stehts um einen Verlag aber nicht besonders gut. Da würd ich das Geschäftsmodell, mit dem im Wissensnetz Geld verdient werden soll, aber schleunigst überdenken. Kann natürlich sein, daß wir nicht vom gleichen Internet reden
25. Oktober 2007, 21:29 Uhr @
Ich kann Dich beruhigen Falk, Ihr redet von verschiedenen Planeten.
Btw, ich habe oben mal einen Nachtrag eingefügt.
25. Oktober 2007, 21:35 Uhr @
Naja, meine Wahrnehmung des Netzes ist ja auch auf die reine Information beschränkt. Und die fällt mit aktiviertem Werbeblocker bei vielen Seiten eher dürftig aus. Kann natürlich auch daran liegen…Oder ums mal anders auszudrücken, es gibt Informationen und Dienste, für die ich sogar gern Geld bezahle, um sie nutzen zu können. Wenns mir das wert ist, aber ich lass mir nicht irgendwelche Scheisse in den Browser drücken, die ich dort nicht haben will. So einfach kann das sein…
25. Oktober 2007, 21:37 Uhr @
Wissen & Spaß | Kohle & Abzocke
Diese beiden Seiten stehen sich heutzutage gegenüber…
25. Oktober 2007, 22:08 Uhr @
Nachtrag 4: Weitere betroffene Domains:
…
geo.de PR4PR4
Eine Seite, deren Pagerank sich nicht geändert hat, ist betroffen? Fehler oder hab ich einen Denkfehler?
25. Oktober 2007, 22:25 Uhr @
Jaja, die AdSense-Kohle wollen alle einstreichen, sich an die Regeln will sich aber niemand halten. Was für Jammerlappen.
25. Oktober 2007, 22:38 Uhr @
@Usul: Danke für den Hinweis, mein Patzer, ist korrigiert.
26. Oktober 2007, 19:15 Uhr @
*lol*
2 Tage später und ein paar etablierte Medien berichten dann auch schon – das ging ja fix…
Siehe oben Artikel.
26. Oktober 2007, 20:22 Uhr @
Entweder mußten sie erst einmal die Lage abschätzen oder aber sie leckten ihre Wunden. Auf jeden Fall gibt das auch ein armes Bild ab, insbesondere vom selbsternannten IT-”Oberprima”-Medium ct’.
26. Oktober 2007, 20:39 Uhr @
Jaja, der Begriff SEO wurde meiner Meinung nach immer überbewertet und unzählige Deppen haben für eine “Optimierung” horrende Summen bezahlt. LOL
Zitat von diesem Artikel: “Ähm, ja.
Oder es einfach mal mit Inhalten versuchen…”
Es war lange genug bekannt, daß google ganz grob gesagt, Linkreseller und Contentmirror’s abwerten wird.
Von daher schliessen wir uns mal dem Webmaster hier mit einem breiten Grinsen an und “freuen” uns, daß unser Webprojekt nun die gleiche Gewichtung, wie manch’ vermeintlich GROSSER SEO OPTIMIERTER, hat.
26. Oktober 2007, 22:57 Uhr @
Hm, könnte natürlich sein, als hätte Google alle nur verarscht. Im Moment scheint das wirkliche PR-Update anzulaufen, Robert ist zurück auf 6, die TP auf 7, der Rest steigt auch wieder…
28. Oktober 2007, 19:07 Uhr @
He he, gut gebrüllt, Löwe. Und, um im Bild zu bleiben: Getroffene Hunde bellen nun mal
Ich hab kein Problem damit, wenn Leute ihre Existenz ganz oder tlw. auf Linktausch-, -kauf und -optimierung aufbauen wollen. Oder einen Teil ihrer Reputation an Trigami & Co. verhökern. Ich hab nur ein Problem damit, wenn sich dieser meist irrelevante Werbemüll in der Schlange der Suchergebnisse erfolgreich nach vorne schwindeln kann. Daher begrüße ich jede Maßnahme, die dazu geeignet ist, die Suchergebnisse “sauber” und relevant zu halten.
Schade, dass man es offenbar extra betonen muss, aber Links sind nicht nur die kleinen Nutten am Straßenrand und Webmaster ihre Zuhälter.
ha|ns
31. Oktober 2007, 14:02 Uhr @
Siehe Artikel, Nachtrag 6. Google hat bestätigt, dass es beim jüngsten PR-Update darum ging, gegen Paid Links und den “professionellen” Linktausch vorzugehen.
21. November 2007, 00:31 Uhr @
Meiner Meinung nach ist das ganze eine richtig ausgeklügelte Taktik! Man wertet die Webseiten mit den gekauften Links ab um selber mehr abzubekommen.
Schließlich werden jetzt wohl mehr Webmaster auf Adwords von Google reagieren und so BEZAHLTE LINKS bei Google kaufen!
Das Programm ist schließlich nichts anderes!
Sind wir doch mal ehrlich! Wenn eine kleine Firmenseite mit wenig Inhalt im Internet bekannt werden möchte, dann geht das nur mit gekauften Links. Wenige Anbieter stellen Links noch frei zur Verfügung, so dass man gezielt Werbung machen kann.
Meiner Meinung nach ist das Verlinkungsproblem von Google hausgemacht! Durch die PageRank-Vergabe:
Man verweist auf eine Seite mit gutem Inhalt bekommt man ein Stück vom Kuchen ab!
Eine andere Webseite verweist auf die eigene und man bekommt noch mehr vom Kuchen ab! …und jetzt wollen die genau dieses Prinzip nicht mehr!
Also, was hat denn dagegen gesprochen, auf anderen Webseiten Werbung zu kaufen. Eigentlich doch nur eins! Google will selber mehr abhaben. Das sieht man daran, dass Google in den letzten Wochen selber vermehrt Werbung für AdWords betreibt, so dass sie sogar Gutscheine im Wert von 100 EUR zu einem ins Haus schicken.
Ich selber betreibe eine Seite über Computer und Computer Tipps unter der URL its05.de und habe bisher auf andere Webseiten verwiesen, die sich auch mit Computern beschäftigen. Da ich selber nicht alles auf meiner Homepage anbieten kann, habe ich für Internetnutzer einen Bereich eingerichtet, der sich da Weiterführende Informationen nennt. So sollte es ja auch sein. Schließlich ist das Internet ja auch ein riesiges Wissensnetzwerk.
Das hat Google wohl in irgendeiner Weise gestört. Meine Webseite ist von PR 4 auf PR 3 runter. Nun stellt sich echt die Frage, was das soll!
Als mittlerweile Selbständiger (aus Frust in der Arbeitslosigkeit selbständig gemacht) konnte ich von den Werbeeinnahmen mittlerweile Leben. Zwar mehr schlecht als recht, aber es ging. Durch die Herabstufung meiner Webseite sind mittlerweile starke Einnahmeneinbussen entstanden, so dass es wohl in den nächsten Monaten sehr schwer wird, meine bisherige Arbeit aufrecht zu erhalten.
Wenn Google das Internet oder die Suchergebnisse genauer machen möchte, dann ist das mit der Falsche Weg. So verschwinden womöglich Webseiten in der Versenkung, die nicht viel aber dafür an guten Inhalt zu bestimmten Themen bieten. Eine Webseite, die viele hunderte Seiten mit nur drei oder vier Sätzen hat, wird besser gelistet, als eine Webseite, die nur einige Seiten mit richtig gutem und ausführlichem Inhalt hat. Das kann es doch wohl nicht sein.
21. November 2007, 10:22 Uhr @
Durch die PageRank-Vergabe: Man verweist auf eine Seite mit gutem Inhalt bekommt man ein Stück vom Kuchen ab! Eine andere Webseite verweist auf die eigene und man bekommt noch mehr vom Kuchen ab!
Denkfehler: Bei bezahlten Links verweist der gekaufte Link nicht (zwangsläufig) auf eine gute Seite, sondern auf eine, die Geld hat. Und das will Google nicht. Links auf Seiten sollen nicht durch Geld motiviert sein, sondern durch deren Inhalt. Mit Geld ist die Linkvergabe einfach per Korruption entstanden, mehr ist es nicht.
Das hat Google wohl in irgendeiner Weise gestört. Meine Webseite ist von PR 4 auf PR 3 runter. Nun stellt sich echt die Frage, was das soll!
Dein Pagerank ist um einen Punkt gefallen und du beschwerst dich? Wie kommst du darauf? Wenn dein Pagerank um einen Punkt gestiegen wäre, und du wüßtest nicht warum, würdest du dich dann auch beschweren? Wenn man von Pagerank 5 auf 0 fehlt, ok, dann kann man mutmaßen, dass Google was an der eigenen Seite nicht passt, aber eine Absenkung um eins kann auch schlicht und einfach bedeuten, dass die gesamten 0-10 (mehr gibts doch nicht, oder?) einfach neu bewertet wurden. Und nach der neuen Bewertung hast du jetzt statt 4 nur noch 3, ohne das deine Seite an sich schlechter bewertet wird. Oder anders ausgedrückt: Wenn andere von höheren Werten als du auf 0 gefallen sind, du aber nur von 4 auf 3, dann hast du im Endeffekt gewonnen. Was ich nämlich noch nirgends gelesen habe: Hat sich bei irgendeiner Seite der Pagerank nach oben verbessert?